Pacinko-Spielhalle

Pachinko ( パチンコ) ist in Japan sehr populär. Es handelt sich um so etwas wie einen Geldspielautomaten, der in Spielhallen (Pachinko Halls) zu Dutzenden aufgestellt wird. Für mich war es immer wieder faszinierend, diese Pachinko-Spielhallen in Kawagoe und auch in Tokyos Stadteil Shinjuku zu besuchen und dem Treiben der Pachinko-Spieler zuzuschauen.

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Egal, ob man zu früher Morgenstunde auf dem Weg zur Arbeit an einer Pachinko-Spielhalle vorbei kam oder am Wochenende Nachmittags durch Shinjuku streifte – die Automaten waren durch Spieler besetzt. Und es drang ein Höllenlärm, verursacht durch die Automaten und Durchsagen aus der Pachinko-Halle auf die Straße. Die Pachinko-Spielautomaten enthalten nämlich Kugeln, die der Spieler gegen Geld kaufen kann. Durch eine Taste wird eine Kugel in das Spiel gegeben und fällt dann, wie auf einem Nagelbrett (Wikipedia bezeichnet es als Bagatelle-Spiel) nach unten. Hier mal ein leicht unscharfes Foto (von einem meiner Dias abfotografiert) einer Pachinko-Halle.

Der Spieler kauft sich hunderte bis tausende Metallkugeln, füllt diese in das Gerät und kann über einen Hebel vorgeben, wie schnell die Kugel durch das Labyrinth aus Stiften, Klappen und Kanälen nach unten fällt. Meist sind die Kugeln als Nieten verloren – aber einige Kugeln fallen durch Gewinnlöcher. Diese bewirken die Ausgabe neuer Metallkugeln für das Spiel. Oder das Labyrinth wird so verändert, dass sich größere Gewinnchancen ergeben. Das Ganze ist hier bei Wikipedia ganz gut beschrieben und mit Fotos bebildert. Das folgende Video vermittelt einen Eindruck von einer Pachinko-Spielhalle mit modernen elektronische Spielautomaten, ist allerdings ohne Ton.

(Quelle: YouTube)

Hier ist noch ein Video aus einer Pachinko-Halle mit Ton.

(Quelle: YouTube)

Den Pacinko-Spielhallen ist es aber verboten, Geldgewinne auszuzahlen. Der Spielgewinn besteht aus den Metallkügelchen, die dann in Sachpreise im Wert von weniger als 10.000 Yen umgetauscht werden können. Neben Feuerzeugen und Parfüm gibt es auch Goldbarren mit Nennwerten unter 10.000 Yen. Diese Sachpreise können die Spieler in der Umgebung der Pachinko-Spielhallen in Buden gegen Geld verkaufen.

Zu der Zeit, als ich mich in Japan aufhielt, waren die Automaten noch rein elektromechanisch aufgebaut. Heutzutage ist das Ganze elektronisch realisiert. Pachinko hat für Japaner ein großes Suchtpotential und es war für mich immer wieder faszinierend, den Pachinko-Spielern zuzuschauen (ich habe es aber nie gespielt).


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