Ausflug nach Nikko

Während meines dritten Arbeitsaufenthalts war an einem Wochenende auch ein Ausflug nach Nikko geplant. Diesen Kurztripp unternahm ich ebenfalls mit meinem Mitarbeiter. Die japanische Stadt ist nicht so sonderlich weit von Tokyo entfernt und sollte gut per Bahn erreichbar sein. Wir hatten uns einen Samstag oder einen Sonntag (so genau erinnere ich mich nicht) für diesen Besuch reserviert.

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Wikipedia weiß, dass Nikkō (日光市) etwa 140 Kilometer nördlich von Tokio in den Bergen der Präfektur Tochigi liegt. Der Name steht übersetzt für Sonnen(Schein)-Stadt. Nikkō ist ein beliebtes Ausflugsziel für Japaner und ausländische Touristen, da sich hier viele historische Gebäude und Denkmäler befinden. Zudem ist das Klima in den Bergen im Sommer etwas angenehmer als im heißen und oft schwülen Tokyo. Nach meiner Rückkehr aus Japan fiel mir in einem Antiquariat ein Buch ‘Die Brüder Tsutsumi’  in die Hände, welches auch die Anfänge des Bustourismus zweier japanischer Brüder beschreibt. Die Gebrüder Tsutsumi gehören zu den reichsten Familien Japans und betreiben auch die Seibu-Shinjuku-Bahnlinie, die ich häufig benutzt hatte. Beim Lesen fügten sich für mich einige Puzzleteile ins Bild.

Wir selbst reisten mit der Bahn von Kawagoe nach Shinjuku (Tokyo) und stiegen dann in die U-Bahn um. Erinnerungsmäßig fuhren wir bis Asakusa, um dort den Kegon-Zug nach Nikko zu besteigen (hier findet sich eine Karte mit den Verbindungen). Heute gibt es wohl auch eine direkte Verbindung von Shinjuku nach Nikko, wie ich beim Schreiben des Beitrags feststellte.  Nachfolgend ein Foto des wartenden Zugs der Kegon-Linie.

Kegon-Linie nach Nikko

Die Fahrt von Tokyo nach Nikko dauerte etwa 2 Stunden und am Zielort musste man ca. 1,4 km zu den Sehenswürdigkeiten laufen. Mir ist Nikko, wegen seiner Tempel, als sehr sehenswert in Erinnerung geblieben. Hier einige Impressionen aus Nikko.

Auf dem Holzfries dieses Tempels ist das Motiv der drei Affen (nix hören, nix sehen, nix sagen) eingeschnitzt. Nachfolgend ist die Zeder mit den drei Stämmen, die aus einer Wurzel entspringen, zu sehen.

Und immer wieder Impressionen von verschiedenen Tempeln und Pagoden sowie Steinlaternen.

Irgendwann hatten wir uns an Nikkos Tempeln satt gesehen und bewegten uns mit müden Füßen zurück zum Bahnhof, um die Heimfahrt anzutreten. Also Zug nach Tokyo, S-Bahn bis Shinjuku und dann den Zug nach Kawagoe. War ereignislos, jedenfalls habe ich keine Erinnerung an die Rückreise. Das Ende eines erlebnisreichen Wochenendes und am nächsten Arbeitstag hatte ich den japanischen Kollegen etwas zu erzählen.


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