PostSkriptum

Die Reisebeschreibungen aus Japan sind nun abgeschlossen. Ursprünglich hatte ich vor, die kleinen Erlebnisse und Geschichten in Form eines Büchleins zu veröffentlichen. Als ich aber 2007 mit dem Bloggen anfing, reifte der Entschluss, das Ganze vorerst in Form von Blog-Beiträgen zu verfassen. Im Jahr 2010 war es dann so weit – der passende Blog war aufgesetzt und der erste Beitrag geschrieben.

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Eigentlich hatte ich geplant, alle Beiträge binnen weniger Wochen zu schreiben. Im Rückblick hat es dann von Mitte Februar 2010 bis zum April 2017 gedauert, bis alle Geschichten aufgezeichnet waren.

Nach dem Tsunami und dem Reaktorunfall in der Region Fukushima habe ich das Schreiben an diesem Blog temporär unterbrochen. Denn die Region Fukushima liegt nicht so sonderlich weit von Kawagoe entfernt. Zu emotional waren daher die ersten Eindrücke der Katastrophe, deren Ausmaße sich erst nach und nach herausstellten. Vor einem Jahr schrieb ich:

Zur Erinnerung: Heute, am 10.3.2016, ist der 5. Jahrestag der Fukushima-Katastrophe. Wenn ich die Presseberichte so lesen, wie Japan, deren Regierung, die Presse und Tepco mit dem Thema umgehen, hat sich in der japanischen Gesellschaft wenig in den letzten 25 Jahren geändert.

Die Arbeit am Blog wurde dann seit Ende 2014, je nach Zeit und Laune, wieder fortgesetzt. Und nun, Ende April 2017 sind alle Geschichten und Erlebnisse, die mir so einfielen, aufgeschrieben.

Es waren zwar nur drei kurze Arbeitsaufenthalte – keine Zeit, um Japanisch in Wort und Schrift zu lernen. Aber die Eindrücke, die ich in dieser Zeit gewonnen habe, müssen sehr tief gewesen sein. Dann nur so kann ich es mir erklären, dass die Erinnerung an die diversen Episoden nach 25 Jahren immer noch lebendig ist. Oft reicht es, ein bei meinen Aufenthalten geschossenes DIA in die Hand zu nehmen, schon tauchte die zugehörige Geschichte vor meinem geistigen Auge auf. Oder es fiel mir eine Episode ein und ich wusste spontan ‘da muss es ein Foto zu geben’ und die Suche im DIA-Archiv begann. So haben sich die Puzzleteile sehr schnell zu den obigen Beiträgen zusammen gesetzt.

Abschließend die Feststellung: Ich habe die Zeit in Japan – und vor allem ‘meine Japaner’ (sprich: die japanischen Kollegen) – geliebt und sehr gerne mit diesen Kollegen zusammen gearbeitet – wenn auch so manche Projektentscheidung sich als sehr mühselig bis zum Konsens herausstellte. So manche Episode aus obigen Reiseerinnerungen ist daher mit einem zwinkernden Auge zu betrachten – die Jungs waren teilweise Schlitzohren, die sich über den Gaijin amüsierten – und ich habe es dann mit gleicher Münze zurückgezahlt. Leider ist der Kontakt zur ‘Truppe’ verloren gegangen, da ich den damaligen Arbeitgeber 1993 verlassen habe, um einer Selbständigkeit als Computerbuch-Autor und später als Blogger nachzugehen. Trotzdem möchte ich die Zeit Ende der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts nicht missen, wo Projekte mich nicht nur nach Japan, sondern auch nach Thailand führten. Aber so tiefgehende Eindrücke wie Japan hat keine dieser Reisen hinterlassen.

Ob es irgendwann mal diese Geschichten in Form eines Buches gibt, steht in den Sternen. Falls ein Verlag Interesse hat, kann er sich ja melden. Ihnen, liebe Leser und Leserinnen wünsche ich vergnügliche Eindrücke beim Lesen der Episoden. In diesem Sinne:

Ihr Günter Born
aka Gajin-san


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