Olivenöl-Test – vom Händler des Vertrauens kaufen

Gerade hat Stiftung Warentest wieder Olivenöle vom Discounter getestet. Im Test waren 24 Olivenölmischungen aus verschiedenen Ländern. Erwartbar fallen die Testergebnisse aus: 10 Proben waren mangelhaft, keine wurde mit gut bewertet. Einige Öle enthielten Spuren von Mineralöl oder den Weichmacher DEHP.


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Generell befallen mich Zweifel, wenn ich diese Tests lese. Da werden Olivenölverschnitte unbekannter Herkunft getestet, die aus Ölen verschiedener Länder zusammen gemischt wurden. So, als wenn man in der Kneipe die fast leeren Gläser der Gäste in einen Eimer leer, das Ganze gut durchmischt und dann in neue Flaschen abfüllt und als “Non Plus Ultra”-Getränk anpreist.

Die Preise der Öle lagen zwischen 5,05 Euro und 14,70 Euro und wurden bei diversen Supermarktketten gekauft. Öle mit der Note “befriedigend” wurden bei Aldi Nord, Netto und Lidl gekauft. Die am schlechtesten abschneidenden Öle mit der Note “mangelhaft” schmeckten “ranzig, stichig oder alt”. Die Testergebnisse der Stiftung Warentest sind hier kostenpflichtig abrufbar – der frei einsehbare Text gibt aber bereits einige Details preis. So erfährt man, dass viele Öle mit Mineralölen, eines sogar mit dem Weichmacher DEHP belastet sind. Beim Handelsblatt und bei utopia.de sind ebenfalls einige Hinweise zu finden.

Wer kauft so was?

Hand auf’s Herz: Warum kaufen die Leute sich solchen Schund? Wem ein anständiges Olivenöl zu teuer ist, möge zu einem guten Raps- oder Sonnenblumenöl greifen. Bei Olivenöl sollte man auf sortenreine Ware aus definierten Herkunftsländern achten. Ich selbst kenne das Spiel: Vor vielen, vielen Jahren wurde auch mal eine Flasche Olivenöl beim Discounter gekauft. Schmeckte zum Abgewöhnen – und wir haben uns seinerzeit gefragt “was hat alle Welt bloß an Olivenöl”. Auf Haushaltswarenmessen wurde dann “gutes Olivenöl” für 27 bis 30 Mark pro Liter angeboten – kratzte bei der Verkostung ebenfalls. Erst Aufenthalte in Italien bewirkten, dass wir uns in der Familie für Olivenöl interessierten. Dort 2 oder 5 Liter-Kanister bei lokalen Produzenten nach einer Verkostung gekauft, schmeckte auch zuhause. War aber deutlich bei 14,70 Euro/Liter angesiedelt.

Eine Sache des Vertrauens

Zwischenzeitlich beziehen wir unser Olivenöl faktisch aus zwei Quellen. Primärquelle ist Mani Bläuel, eine österreichische Familie, die vor vielen Jahren in Griechenland (in der Mani) lebt und dort mit lokalen Erzeugern biologischen Olivenanbau betreibt. Dort wird dann ein oder zwei Mal im Jahr ein Kontingent von 15 Litern Bio-Olivenöl in 5 Liter Bags geordert – aber da weiß man, was man hat, und unterstützt die Olivenbauern in der griechischen Mani. Olivenöl von Bläuel ist auch in gut sortierten Bio-Supermärkten wie Alnatura oder Denns, sowie online bei Amazon.de (Bläuel olivenöl) erhältlich.


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Alternativ bestelle ich schon mal einen 5 Liter-Kanister griechisches Olivenöl in Bio-Qualität von Jordan – die Öle dieses Anbieters sind ebenfalls über Amazon.de erhältlich (siehe auch die obige Werbeanzeige). Unter dem Link werden verschiedene Gebindegrößen und Öle mit oder ohne Bio-Zertifizierung angeboten. Zum Einstieg empfiehlt es sich, erst einmal nur 1 Liter-Flaschen zur Probe zu bestellen. Günstiger (aber wohl nicht Bio) kommt das Olivenöl Terra Creta (habe ich nie probiert). Auch hier gilt: Über Geschmack lässt sich (nicht) streiten – einfach ein wenig experimentieren und das Öl heraussuchen, welches geschmacklich am besten zusagt.


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