Meine japanischen Reiseerinnerungen

Heute noch ein kleiner Lesetipp für meine Blog-Besucher. Ich habe nach sehr langer Zeit meine Reiseerinnerungen an Japan aufgeschrieben und in meinem Japan-Blog frei zugänglich veröffentlicht.

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Tokio, die Hauptstadt Japans, ist über 9.000 km von Deutschland entfernt und die wenigsten Leser wird es ins Land der aufgehenden Sonne führen. Als junger Ingenieur hatte ich Ende der Achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts die Gelegenheit, drei Mal zu Arbeitsaufenthalten in diesem Land zu weilen. Die Aufenthalte waren zu kurz, um die Sprache in Wort und Schrift zu lernen. Andererseits haben die Stippvisiten tiefe Eindrücke bei mir hinterlassen, da es keine typischen Aufenthalte waren, wie sie Touristen erleben, die von Agenturen begleitet, in großen Städten Ausflüge unternehmen.

Ich war 100 km nördlich von Tokyo, in der Provinz untergebracht. Das hieß: Leben in einem traditionellen japanischen Hotel, japanisch (mit Stäbchen) frühstücken und zur Arbeit laufen/fahren. Ganz schön schwierig, wenn es keine Straßenschilder mit den Namen der Straßen gibt. In meiner Freizeit habe ich auch Reisen in Japan unternommen. Wenn man aber weder japanisch sprechen noch die japanischen Schriftzeichen lesen kann, gibt es immer wieder skurrile Situationen. Selbst nach 25 Jahren sind mir noch viele Episoden sehr lebendig im Gedächtnis haften geblieben.

Wie isst man Joghurt mit Stäbchen? Was für Stiefel tragen japanische Bauarbeiter? Was ist Natoo und wie schmeckt roher Fisch zum Frühstück? Wie kann man in Japan ohne japanische Sprachkenntnisse essen gehen, wenn die Angestellten kein Englisch sprechen? Was tut ein Feuerlöscher auf dem Fudschijama? Was tut man, wenn man auf einer Reise irgendwo strandet und kein japanisch spricht?

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(Straßenszene in Tokyo)

Es sind immer wieder die kleinen Episoden des täglichen Lebens, die die tollsten Geschichten schreiben. Auch habe ich bei einem Aufenthalt die Zeit der Kirschblüte erlebt – ein besonderes Ereignis für die Japaner – aber auch für mich. Oder der Ausflug zum Fuji, dem ‘heiligen Berg’ der Japaner, der (Dank eines japanischen Kollegen) zu einer fast unendlichen Geschichte ausartete.

Ich hatte lange vor, diese Reiseerinnerungen als Buch zu veröffentlichen. Nachdem ich aber vor vielen Jahren in einem Buch für die Zielgruppe der Senioren über das Thema Bloggen geschrieben habe, kam mir die Idee, das Ganze erst einmal als Blog aufzusetzen. Es hat dann von 2010 bis 2017 gedauert, bis ich alle Geschichten und Anekdoten aus dieser Zeit nieder geschrieben hatte. Inzwischen verzeichnet der Blog über 16.500 Besucher und 65.000 Seitenaufrufe, die Geschichten werden also gelesen.

Wer sich für das Thema interessiert oder einfach nur kurzweiligen Lesestoff sucht, wird in meinem Blog Gaijin-san (外人 さん) fündig. Der Verweis führt auf das Inhaltsverzeichnis mit der Übersicht zu allen Blog-Beiträgen, die sich dann abrufen lassen. In einem der Beiträge löse ich dann auch das Rätsel auf, wie ich auf den Namen des Blogs kam.


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Ein Kommentar zu Meine japanischen Reiseerinnerungen

  1. Pater sagt:

    Ich war auch 2005-2010 mehrfach dienstlich in Kyoto und Osaka mit Zwischenaufenthalten in Tokyo. Da mein Sohn in Kyoto promoviert hat und dort beim Studium (Maschinenbau) seine spätere Frau kennengelernt hat,habe ich einen besonderen Bezug zu diesem Land. Selbst meine Schwiegertochter (aus Malaysia ) hat begonnen, Ihren o.g. Blog zu lesen. Bis jetzt findet sie ihn sehr lesenswert.Ich natürlich auch, zumal es da viele lustige Parallelen zu meinen Aufenthalten gibt.
    Vielleicht sollte Sie es doch auch Buch herausgeben.
    Auch heute noch hat meine Familie Kontakte zu diesem sehr schönen Land mit seiner faszinierenden Kultur und Schönheit, aber auch vom technischen Fortschritt und sehr höflichem Miteinander.

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