Pizza-Bote der Star des Hamburger G20-Gipfels

Das Treffen der G20-Staaten in Hamburg wurde ja von gewalttätigen Ausschreitungen begleitet. Aber ein Pizza-Bote ist bereits letzten Donnerstag zum Star in den sozialen Medien avanciert, weil er unbeeindruckt mit seinem Roller durch die Demo fuhr.

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Der Pizza-Bote mit Vornamen Benjamin arbeitet für die US-Kette Dominos. Auch am letzten Donnerstag, dem 6. Juli war er mit der Auslieferung von Pizzen beauftragt. An diesem Tag fand aber die “Welcome to Hell”-Demonstration in Hamburg statt, die durch äußerst unschöne Gewaltexzesse endete.

Nachdem die Polizei diese Demo beendete, schlängelte sich der 27 Jahre alte Pizza-Bote Benjamin mit seinem Roller und der Warmhaltekiste, in der die Pizzen transportiert werden, durch die Teilnehmer der Demo am Fischmarkt in Hamburg. Irgend jemand hat diese Szene in einem kurzen Video aufgenommen und dann im Internet gepostet. Hier ein Foto, welches auf dem Dienst Twitter veröffentlicht wurde.

Der obige Tweet spielt auf die Äußerungen von CDU-Generalsekretär Peter Tauber an, der durch seine Äußerungen über Minijobber negativ in die Schlagzeilen geriet. Selbst ins US-Fernsehen schaffte es die kurze Filmsequenz, die man über folgenden Twitter-Eintrag ansehen kann.

Auf YouTube ist die betreffende Szene noch aus einem anderen Blickwinkel zu sehen, den Ton würde ich abdrehen.

(Quelle: YouTube)

Das Hamburger Online-Magazin Fink hat bei der Pizza-Filiale angerufen und mit dem die Pizza-Boten Benjamin gesprochen. Dieser erklärte, dass er die Lieferung bereits abgegeben habe und auf dem Rückweg die Demo umfahren wollte. Aber was normalerweise nur ein paar Minuten dauert, wird zur Slalom-Tour. An einer Absperrung fragt er nach, ob er passieren kann und ein Polizist hat wohl gemeint, mit dem Roller komme er ‘durch’. Die Geschichte des Pizzaboten lässt sich hier (und hier) nachlesen. Ganz schön krass, was man als Pizza-Bote so erlebt.


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2 Kommentare zu Pizza-Bote der Star des Hamburger G20-Gipfels

  1. Andreas B. sagt:

    Nun, ‘ne “Demo” war das wohl nich, das engl. Wort “riot” trifft’s da schon eher.

    Gab hier in Norddeutschland ja die sarkastische Meinung, dass man solche krawall-magnetischen Gipfelveranstaltungen doch besser auf Helgoland machen könnte. – Sagen die Großkopfeten, man bräuchte aber doch die Firstclass Hotellerie für die einfliegende Hautvolee. – Sag ich jetzt mal: warum dann nicht Sylt?! Wo die Hamburger Schickeria dicht bei dicht aufläuft/residiert, das Dienstpersonal aber täglich vom Festland rüberpendeln muss, weil es die horrenden Mieten nicht zahlen kann …

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