Clever: Gratis-Schließfach bei deiner Bank?

Die Hamburger Sparkasse (Haspa) punktet zur Zeit mit einem kostenlosen Service. Kunden und auch Nicht-Kunden können in einigen Filialen, zeitlich begrenzt, auf kostenlose Schließfächer zugreifen.

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Man kennt es ja zur Genüge: Alles, was nicht zum Kerngeschäft gehört oder Kosten verursacht und kein Geld bringt, wird abgeschafft oder eingestellt. Auf dem platten Land sterben nicht nur die Postagenturen, sondern auch die Filialen der Sparkassen und Banken.

An meinem Geburtsort wurde die letzte Sparkassenfiliale im Nachbarort 2016 geschlossen. Die Leute müssen dort 20 km in die nächste Stadt fahren, denn ein Sparkassenbus oder einen Geldautomaten gibt es auch nicht mehr. Das Bankgebäude steht ‘als attraktives Geschäftshaus’ in einer Eifelgemeinde zum Verkauf – wie ich vor 2 Wochen bei einer Stippvisite im Eifelörtchen Ulmen bei der lokalen Bankfiliale der Sparkasse im Immobilienaushang feststellen konnte.

Wenn die Bank fehlt, braucht es die Bank nicht mehr

Eine Bank, die nicht mehr in meiner Nähe vertreten ist, die brauche ich auch nicht mehr (aber noch gibt es die Filiale der lokalen Sparkasse an meinem Wohnort). Als jüngerer Senior wäre die Filialschließung für mich Grund genug, die Reißleine zu ziehen und die Bankverbindung zu kündigen. Onlinebanken sind günstiger und bieten oft besseren Service. Geld kann ich mir per EC-Karte auch beim Discounter wie Aldi, Rewe und Co. auszahlen lassen. Und Überweisungen lassen sich online erledigen.

Cleverer Ansatz der Haspa

Die Hamburger Sparkasse scheint innovative Vorstände oder ein cleveres Marketing zu haben. Die Bank will die ‘persönlichste Multikanalbank Hamburgs werden’. In den Filialen sollen sich Menschen treffen, wohlfühlen, austauschen und ihre Bankgeschäfte erledigen – was früher das Wartezimmer des Arztes war, soll heute die Bankfiliale im jeweiligen Stadtteil werden.

Nun hat die Haspa in den neuen Filialen einen innovativen Service bereitgestellt. Unter dem Namen „Kiekmo“ (steht für den plattdeutschen Ausdruck „kiek mol wedder in“ – „Schau mal wieder vorbei“) werden kostenlose Schließfächer bereitgestellt. Kunden und Nichtkunden haben die Möglichkeit, für maximal 24 Stunden ein kostenloses Schließfach zu benutzen. Einkäufe, Taschen, Sportsachen oder sonstige Gegenstände lassen sich so leicht und flexibel zwischenlagern, tauschen oder übergeben.

Die Schließfächer und sind rund um die Uhr und in zwei Größen zugänglich. Nutzer können über die kiekmo-App, nach Eingabe von Name und Adresse, ein Fach reservieren. Ein auf das Smartphone gesendeter Code ermöglicht das Öffnen und Schließen des Schließfachs. Der Code lässt sich bei Bedarf an Dritte weitergeben, so dass diese auf das Schließfach zugreifen können. So lassen sich Waren weitergeben.

(Quelle: YouTube)

Das finde ich ja mal innovativ – oder wie sehen Sie das? Weitere Informationen finden sich in diesem Beitrag des Bank-Blogs.


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