Kaffee als Magenbitter

GesundheitZu fett und zu viel gegessen? Unwohlsein und Völlegefühl? Darauf einen Magenbitter! Aber das Zeugs besteht zum größten Teil aus Alkohol, also verzichten? Kann es vielleicht auch eine Tasse Kaffee sein?


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Viele Menschen trinken ja zum Abschluss des Essens noch eine Tasse Kaffee oder einen Espresso. Der der Espresso oder Kaffee nach dem Essen, tut irgendwie gut und wirkt verdauungsfördernd. Aber warum? Aus verbreiteten Ernährungsgewohnheiten lassen sich manchmal wissenschaftliche Zusammenhänge erahnen, die noch nicht umfassend erforscht sind.

Ein Team aus Wissenschaftlern unter der Leitung der Universität Wien ist nun in Zusammenarbeit u.a. mit dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke dem Phänomen auf die Spur gekommen.

Rezeptoren im Magen reagieren auf Bitterstoffe

Nicht nur im Mund, sondern auch im Magen befinden sich beim Menschen Rezeptoren für Bitterstoffe. Eine wichtige Funktion: Warnung vor giftigen, weil häufig bitteren Inhaltsstoffen der Nahrung. Eine andere wichtige Funktion ist die nun erforschte Stimulierung der Magensäure-Ausschüttung. Und zwar durch beide Arten von Bitter-Rezeptoren. Mit dem Unterschied, dass es bei der Passage durch den Mund zu einer Verzögerung der Magensäureausschüttung kommt, während die Ausschüttung nach verabreichten Magen-Kapseln lediglich nach etwa dreißig Minuten auftritt. Je bitterer der Stoff empfunden wurde, desto mehr Magensäure wurde faktisch ausgeschüttet.

Fest steht: Bitterstoffe spielen eine generelle Rolle bei der Regulierung der Magensäureproduktion. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass Blocker-Stoffe, die den Bitterreiz unterdrücken, auch die Magensäureproduktion vermindern könnten. Es sei daher denkbar, dass sich Bitterstoffe oder Bitterblocker zukünftig als Therapeutika einsetzen ließen, um eine Übersäuerung des Magens zu behandeln, so die Wissenschaftler.

Die Information findet sich beim Bundeszentrum für Ernährung auf dieser Seite. Wer es noch genauer wissen möchte, kann auf dieser Webseite nachlesen, was die Wissenschaftler untersucht und herausgefunden haben.


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