[English]Es gibt Berichte, dass VMware by Broadcom die Möglichkeit zum automatischen Download von Updates für VMware Workstation kaputt gemacht hat. Ursache scheint eine URL-Änderung zu den Update-Servern zu sein (da wurde etwas zum 23./24. März 2025 geändert), so dass die Nutzer eine Zertifikatswarnung bekommen.
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Nutzer konnten in VMware Workstation ja automatische Updates zur Aktualisierung des Produkts abrufen. In der Vergangenheit klappte das schon mehr schlecht als recht – beim letzten Mal musste ich das betreffenden Update-Paket direkt von den VMware-Seiten herunterladen und installieren lassen, weil die Auto-Installation scheiterte. Aber das ist jetzt komplett unterbunden worden.
Meldung im Broadcom-Forum: Auto-Update kaputt
Im Benutzerforum von Broadcom gibt es seit dem 25. März 2025 den Eintrag VMware Workstation: Certificate error is occured during connecting update server. Dort beklagt sich ein Nutzer, dass sein VMWare Workstation Pro und VMWare Fusion Pro seit dem 24. März 2025 "plötzlich nicht mehr mit dem Update-Server verbinden könne".
Wenn er in der Software den Befehl zur Überprüfung auf Updates von VMWare Workstation Pro und VMWare Fusion Pro anstößt, bekomme er einen Zertifikatsfehler gemeldet. Er verwendet VMware Workstation Pro: 17.6.3 (die neueste Version) bzw. Fusion Pro: 13.6.3 (die neueste Version).
Das Produkt von VMWare selbst funktioniert einwandfrei. Es besteht das Problem, dass das Update nicht überprüft werden kann. Dieser Fehler wird im Thread von weiteren Nutzern bestätigt.
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VMware hat wohl was geändert
Im Forenthread erfährt man durch einen anderen Nutzer, dass ein Beitrag eines Broadcom-Mitarbeiters in der Fusion-Community darauf hinweist, dass das Unternehmen die Software-Update-Infrastruktur für seine Produkte geändert hat.
Zusammen mit dieser Änderung hätte Broadcom die Möglichkeit, die produktinternen Updater für Fusion und Workstation zu verwenden, eingestellt. Laut diesem Nutzer müssen Nutzer nun Produktinstallationsprogramme vom Broadcom-Supportportal herunterladen, um ihre Workstation-Installation zu aktualisieren.
Dieser neueste Schachzug durch VMware by Broadcom beschränkt Nutzer in der Auto-Aktualisierung auf Workstation 17.5.2 oder höher. Zum Herunterladen der Updates muss man sich aber am Broadcom-Portal anmelden und dann das Gesamtpaket mit dem Installer herunterladen, um dieses als "Update" zu installieren.
Die „Hacks", die den Zugriff auf ältere Versionen von Workstation durch direkte URLs zur Software-Update-Infrastruktur ermöglichten, sollen nicht mehr funktionieren. Der Forenteilnehmer schreibt, dass Broadcom noch nicht entschieden habe, ob, wann oder wie sie die produktinternen Updates für Workstation wieder einführen werden.
Ob das Ganze im Kontext des im Artikel VMware vCenter: Update-Tokens ab 23. April 2025 erforderlich passiert ist, weiß ich nicht. Ich habe aber festgestellt, dass die hier im Blog von Nutzern in Kommentaren geposteten direkten VMware-Download-Links nicht mehr funktionieren. Es erfolgt eine Umleitung auf das Broadcom-Portal, wo dann eine Anmeldung erforderlich ist. Den Kollegen von Bleeping Computer war dieses Problem aufgefallen.
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Prognose am Rande: Über massenweise abgeschaltete Zertifikate und mit Hilfe von Browsern und ggf. auch Betriebssystemem, die kein http mehr aufrufen wollen, wird eines Tages der Grossteil der individuellen Internetseiten nicht mehr erreichbar, dann generell als "unsicher" bezeichnet und damit Geschichte sein. Fluch und Segen des "https everywhere" Ansatzes.
Danke für die Information. Ich war schon etwas ratlos über diese Fehlermeldung unter Win + Linux.
Die alte Site, bei welcher man alle verfügbaren Versionen herunterladen konnte ist nicht mehr verfügbar.
https://softwareupdate.vmware.com/cds
Wollte gerade eine alte VMWorkstation / Player ziehen, um etwas auszuprobieren.
Vmware/Broadcom ist damit für mich endgültig gestorben.