Ich stelle mal Informationen rund um Lenovo Notebooks hier im Blog ein, die mir die Tage untergekommen sind. Die Docking-Station scheint weiterhin ein Problem bei Lenovo zu sein. Dann ist mir ein Fall untergekommen, dass Lenovo Notebooks immer wieder sporadisch einfrieren. Und Windows blockiert BIOS-Updates bei Lenovos.
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Lenovo-Notebooks frieren sporadisch ein
Auf administrator.de ist mir kürzlich der Post Lenovo Notebook friert immer wieder ein untergekommen. Das Szenario: In Schulen werden insgesamt 600 Notebooks (gleicher Hersteller und das gleiche Modell) eingesetzt. Die Lehrer berichten, dass die Notebooks manchmal einfrieren und dann nichts mehr geht.
Es bleibt nur, die Powertaste lange zu drücken, um das Gerät auszuschalten. Nach dem Einschalten funktioniert das Lenovo Notebook problemlos bis zum erneuten Einfrieren.
Das Einfrieren passiere sporadisch heißt es, und tritt in verschiedenen Situationen auf, z. B. bei der Arbeit mit Office-Anwendungen (Word, Excel, PowerPoint), beim Surfen im Browser (unabhängig vom Anbieter) oder beim Ansehen von Videos.
Es gibt keinen klaren Hinweis darauf, bei welcher Software oder in welchem Szenario das Einfrieren auftritt. Der IT-Dienstleister hat ein Notebook an Lenovo gesendet, mit der Bitte, das Problem zu lösen. Es wurde das Mainboard ausgetauscht und das Gerät ohne Bemerkung zurückgesendet.
Leider hat sich das Problem beim ThinkBook 15 G4 ABA Type 21DL dadurch nicht lösen lassen, schreibt der Betroffene. Eine Docking-Station als Ursache lässt sich ausschließen, da keine benutzt werden. Die üblichen Ansätze wie Betriebssystem neu installieren, Treiber aktualisieren, BIOS updaten wurden ergebnislos probiert.
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In dieser Antwort schreibt jemand, dass es bei diesem Gerätetyp Hinweise auf "Einfrieren" gebe. Der Betroffene hat dann einen Test mit HeavyLoad durchgeführt und konnte das Einfrieren provozieren.
Kurz vor dem Einfrieren kommt der Fehler "Schwer wiegender Fehler beim Erstellen der Client Anmeldeinformationen für TLS. Der Fehlerstatus ist 10013.", wie man in obigem Screenshot (und hier) sehen kann. Der Fehler wird auf administrator.de in diesem Thead bereits 2022 diskutiert. Das deutet auf Netzwerkberechtigungen hin – Jörn Walter hat das Thema in diesem Beitrag aufbereitet. Ob das geholfen hat, ist noch offen.
Weiter Ärger mit dem UltraDock
Vor einiger Zeit hatte ich im Beitrag Qualitätsprobleme bei Lenovo nach den Erfahrungen mit Lenovo-Geräte gefragt. Frank hat sich die Tage in diesem Kommentar zu Wort gemeldet und berichtet von Problemen mit dem UltraDock.
In seinem Umfeld werden Thinkpads u.a. T480 und T15 verwendet. Bei den Geräten gebe es jedoch immer wieder Probleme in Verbindung mit dem UltraDock schreibt der Leser. Die Probleme treten laut Frank hauptsächlich mit an das Dock angeschlossenen Monitoren auf. Diese werden, nach einem Zeitraum x, nicht mehr erkannt.
Eine Zeitlang wurden die Geräte von Lenovo repariert, der Fehler trat jedoch, undefiniert, wieder auf. Frank schreibt, dass Lenovo das UltraDock nun von der Kompatibilitätsliste des T15 genommen habe. Die älteren Lenovo Thinkpads T480 funktionieren weiterhin ohne Einschränkungen am UltraDock.
Ich hatte bereits 2023 im Beitrag Probleme mit USB-Typ C an Notebook-Dockingstation (Dell & Co.) die Erfahrungen eines Lesers mit USB-C-Schnittstellen geschildert. Wie sind eure Erfahrungen?
Windows-Sperrliste blockt BIOS-Update
Ende März 2025 ist mir bei Golem der Beitrag Bios-Updates von Lenovo schlagen plötzlich fehl untergekommen (Windows Latest hat es hier behandelt). Auf Lenovo-Geräten scheitern plötzlich BIOS-Updates. Deren Installation wird von Windows Security blockiert.
Hintergrund ist, dass Microsoft mit Updates die Sperrliste für gefährliche Windows-Treiber (DriverSiPolicy.p7b) erweitert hat (z.B. im Januar 2025, siehe Patchday: Windows 10/11 Updates (14. Januar 2025), und mit den Februar 2025 Preview-Updates, siehe Windows 10/11: Preview Updates Feb. 2025). Dadurch wird das Lenovo Flashing-Tool Winflash64.exe nicht mehr korrekt ausgeführt.
Lenovo hat dazu das Support-Dokument Update-Dienstprogramm kann BIOS nicht aktualisieren – ThinkPad veröffentlicht. Laut diesem Dokument sind Systeme betroffen, auf denen unter Windows 10 22H2 die Updates KB5050081, KB5051974 und KB5052077 installiert sind. Unter Windows 11 22H2/23H2 sind es die Updates KB5050092, KB5051989 und KB5052094, und bei Windows 11 24H2 die Updates KB5050094, KB5051987 und KB5052093.
Betroffen sind laut Golem mehrere Lenovo-Modelle – und in den verlinkten Lenovo-Beiträgen heißt es, dass man ein neues BIOS-Flash-Tool bereitstellen will. Bis dieses verfügbar ist, sollten Nutzer das BIOS über Windows Update aktualisieren lassen.
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Noch ein zusätzliches Problem: BIOS-Updates lassen sich unter frisch installiertem Windows 11 zumindest auf dem ThinkPad T14 Gen 5 AMD nicht installieren.
Fehlermeldung:
1.) System needs memory training – kann mit OK bestätigt werden
2.) BIOS write error.
Selbes Verhalten beim BIOS-Update per Vantage, SystemUpdate, Einzelpaket als EXE und auch per ISO als Boot.
Lösung bzw. Ursache (lt. Lenovo Premier Support):
Ein frisch installiertes Windows 11 hat eine zu kleine EFI-Partition. Diese ist unter Windows 11 standardmäßig nur noch 100 MB groß und standardäßig zu etwa 62% voll.
Ich kann es mir nur so erklären, dass das BIOS-Update für den Neustart einige Startdateien im Windows PE ablegen möchte und das nicht kann, weil nur noch knapp 40 MB frei sein.
Evtl. setzt Lenovo inzwischen zu große BIOS-Updates ein?
Der Witz:
Ein frisch installiertes Windows 10 setzt noch eine EFI-Partitionsgröße von 500 MB – dort klappt das BIOS-Update also problemlos.
Hat mir Lenovo so per Ticket mitgeteilt. Ich konnte es nicht glauben und habe extra mit Partition Magic unter Windows 11 die EFI-partition von 100 auf 500 MB vergrößert – BIOS-Update lief danach sofort problemlos durch !
Das Tolle ist jetzt, dass sich frisch installierte Windows 11-Geräte (was wir in der IT ja immer gut finden, weil "frisch" installiert) im Firmenumfeld Probleme kriegen könnten, weil sich das BIOS schlicht nicht updaten lässt ohne erneute Neuinstallation mit angepasster EFI-Partitionsgröße oder manuellem Ändern.
Ein Gerät, das mit Windows 10 erstbetankt wurde, aber zwischendurch auf Windows 11 upgedated wurde, "behält" seine EFI-Partitionsgröße von 500 MB und würde das BIOS-Update dann erfolgreich installieren können.
Absoluter Pfusch von Microsoft, die EFI-Partitionsgröße unter Windows 11 auf 100 MB von vorher 500 MB zu setzen!
Lösung: Per autounattended.xml die EFI-Partition bei der Erstinstallation sicherheitshalber auf 1024 MB anlegen lassen. Im Nachhinein kann man mit Partitionierungsprogrammen die EFI Partition auch noch vergrößern.
Das ist aber komplex, weil zunächst C:\ den gewünschten Speicher "hergeben" muss, dann der freie Speicher nach vorne verschoben werden muss und erst dann dieser mit der bestehenden EFI-Partition zusammengeführt werden kann.
AOMEI Partition Master Professional ist da ganz gut – Free geht nicht!
anstelle von AOMEI Partition Assistant Professional oder EaseUS Partition Master klappt die Partitionsvergrößerung auch kostenfrei mit Gparted.
Danke für den tollen Tipp!
Genau das musste ich auch schon bei einigen Geräten manuell durchführen. Habe den Hinweis damals noch auf Reddit gefunden da Lenovo keine Lösung hatte.
Betroffen waren bei uns aber nur Thinkpad P16s Gen 2 bzw. P14s Gen 5
ist jetzt etwas gemein, aber der Fehler ist eher "wie" du neu installierst.
im MDT, SCCM sind es seit ca 10 Jahren 499MB, davor waren es 350MB über die Antwort Datei, bzw Tasksequenz.
abgesehen davon ist dein Fehler schon sehr ärgerlich.
ich sehe ihn eher bei Lenovo, da ist bestimmt nur eine dumme Abfrage in der .exe
in diversen Insidern haben sich die Leute beschwert, das sie 500mb für eine Partition haben, die nur zu 10% belegt ist, das Feedback hat MS angenommen .. tja, das hat Lenovo wohl nicht mitbekommen …
Wir formatieren im Firmenumfeld unsere EFI Partition schon seit einer Ewigkeit mit 900 MB, verkleinern dann c: um 900 MB und erstellen am Ende der Disk die Recovery Partition in der Größe. In der einschlägigen Community gibt es die Scripte dazu.
Gibt's nicht auch ein Problem mit Windows Updates Upgrades mit der zu kleinen EFI Partition?
Das ist bitter, aber scheint nicht generell bei jedem Lenovo aufzutreten. Ich nutze bei mir auch noch T480s und X1 Carbon G7, bei denen ich von Einfrieren, egal ob ich ein Dock nutze oder nicht, zum Glück noch nichts bemerkt habe. Bei mir läuft aber auch noch Windows 10… Das Einzige, was ich in letzter Zeit bei meinem X1 bemerke ist, dass der Start, bevor der eigentliche bootvorgang beginnt, gelegentlich lange dauert. Meistens hilft es, den Power-Schalter für 30Sekunden gedrückt halten, das Blinken der LEDs abzuwarten und dann einfach normal wieder einzuschalten. Dann läuft es wieder, bis es die nächsten Windowsupdates gibt. ;)
Ist bei HP Geräte manchmal auch so, und noch blöder, weil a) EFI voll recht schnell
b) recovery partition auch nicht so leicht vergrösserbar da HP eine eigene Partition hinten anhängt…
Bezüglich Dockingstations von Lenovo, wir haben mit den Lenovo Hybrid Dock mal wieder Netzwerkprobleme. Der Durchsatz passt, aber randomisierte SMB Zugriffe und kleine Pakete sind unfassbar langsam. Wenn man das selbe Kabel direkt am Notebook anschließt, ist alles super performant. Lenovo will eine betroffene Dock mal austauschen, aber ich denke das liegt an einem Treiber oder an der Firmware.
Ich kenne das Problem nur im Zusammenhang mit Windows Fastboot. Wenn die Leute die Geräte nicht Neu starten sondern glauben Herunterfahren/Starten ist das gleiche.
Wir haben in der Firma seit einiger Zeit ein Problem mit ThinkPads, das sporadisch auftritt- wenn sie vom Dock abgesteckt werden und nach einiger Zeit wieder dran (30min – 1h, nach Meeting, Mittagspause zB), wird nichts erkannt UND das Gerät nicht mehr geladen, selbst mit anderen Ladegeräten dann nicht. Ein einfacher Neustart hilft nicht, sondern die Powertaste muss ca 30 Sekunden gehalten werden (habe das mal im Lenovo Forum aufgeschnappt, dass ein Halten über den üblichen force-shutdown hinaus etwas resetted).
Lustigerweise passiert es scheinbar ausschließlich, wenn sie an HP G5 Docks dran waren.
Und noch ein "lustiges" Phänomen: nach dem Update von Lenovo-Laptops (E5x und X1 verschiedene Generationen) von W10Pro auf W11-24H2 wird beim Start die Tastatur nicht erkannt/gestartet, aber die Maus geht. Erst nach einem Neustart geht dann auch die Tastatur und alles läuft wie normal. Es kursieren zwar Lösungsansätze, aber die funktionieren nicht wirklich. Übrigens : mit W11-23H2 funktioniert alles prima (das haben wir nach den ersten Meldungen ausprobiert).
Die Lenovo USB-C-Docks machen gerne mal Problem mit den angehängten Monitoren (egal, welches Win-Betriebssystem – mal werden die nicht erkannt, mal werden die mitten im Betrieb in den Standby geschickt und mal wird plötzlich nur noch der halbe Bildschirm dargestellt). Wenn der Monitor direkt am Laptop hängt, funktioniert alles normal…
Und zu allem hat Lenovo – wer hätte es geahnt- keine Lösung – aber es wird auf Garantie (wenn noch vorhanden) fleissig ausgetauscht…