Gerücht: Microsoft plant Anfang 2026 bis zu 22.000 Entlassungen

Stop - PixabayWerden wir demnächst von weiteren Stellenstreichungen bei Microsoft hören? Microsoft befindet sich im Geschäftsquartal 1. Q. 2026, und das ist traditionell der Zeitraum, wo Entlassungen bekannt gegeben werden (Ende Juli 2026 endet ja das Geschäftsjahr für Microsoft). Aktuell gibt es wilde Spekulationen, dass zwischen 11.000 und 22.000 Mitarbeiter bei Microsoft gehen müssen. Der AI-Kurs dürfte dann zu einem weiteren Umbau der Belegschaft führen. Von Microsoft wird das derzeit vehement dementiert.

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Bereich 2025 wurden ja größere Entlassungswellen bei Microsoft bekannt (irgendwo müssten es 15.000 Mitarbeiter gewesen sein, die entlassen wurden). Über den Jahreswechsel 2025/2026 wurden von Microsoft CEO, Satya Nadella, diverse Gedanken in Bezug auf den AI-Kurs des Unternehmens geäußert. Im Beitrag Gerät Microsoft mit seinem AI-Kurs in Trouble? meinte der CEO, dass Microsoft zu fett und träge sei, um mit AI-Startups mitzuhalten. Microsoft verliert zudem an Google und andere Mitbewerber im KI-Rennen – und die Microsoft Produkte haben die Verkaufserwartungen bisher nicht erfüllen können.

Gerüchte über Entlassungen

Die Webseite The HR-Digest hat sich im Artikel Is Microsoft preparing for mass layoffs in 2026? vom 5. Januar 2025 mit dem Gedanken auseinander gesetzt, wie die Microsoft-Belegschaft in einigen Wochen aussehen könnte.

Zu Beginn des ersten Quartals 2026 würden Entlassungen bei Microsoft wieder zunehmend in den Fokus rücken (im Januar hatte Microsoft in den Vorjahren Entlassungen bekannt gegeben). Bereits 2025 war ein turbulentes Jahr 2025, in dem über 15.000 Stellen abgebaut wurden.

Jetzt vermeldet die Webseite Gerüchte über weitere Entlassungen bei Microsoft – die im Einklang mit einer mehrjährigen Strategie zur Abflachung der Unternehmenshierarchien in Übereinstimmung stehen könnten. Da Microsoft in der Vergangenheit größere Personalveränderungen immer im Januar vorgenommen hat, drohen den Teams in den Bereichen Gaming, Azure und Vertrieb im Jahr 2026 möglicherweise Stellenstreichungen, heißt es im verlinkten Artikel.

Der Artikel spielt auf die Umwälzungen in der Arbeitswelt von US-Techkonzernen an, die durch AI-Einsatz die Belegschaft regelrecht durchschütteln. Es scheint, so der Artikelautor, als würde KI das Stück schreiben, Regie führen und jede Rolle übernehmen, die einst von Menschen eingenommen würden.

Der Artikel zitiert Branchenanalysten, die auf auf zwei Ursachen für die Entlassungen bei Microsoft im Jahr 2026 hinweisen. Microsoft arbeitet hat unermüdlich auf operative Effizienz und eine massive Umstellung auf KI-Investitionen hin. Laut Posts in Insider-Foren und Berichten aus den letzten Wochen deutet vieles darauf hin, dass Entlassungen bei Microsoft unmittelbar bevorstehen, heißt es im Artikel.

Microsoft betrachtet Investitionen in KI seit langem als entscheidend für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit. CEO Satya Nadella hat immer wieder betont, dass die Größe Microsofts mit über 220.000 Mitarbeitern ein „massiver Nachteil" im KI-Wettlauf sei. Microsoft baut daher Hierarchien und Managementebenen ab, um schneller  bei der KI-Entwicklung voranzukommen.

Es gibt ja auch Äußerungen des Microsoft CEO vom Dezember 2025, in denen er von einer Verlagerung von "Wow-Demos" hin zu einer praktischen Verbreitung von KI spricht (siehe Microsoft CEO Nadella stramm auf AI-Kurs) und ein "chaotisches" Jahr dass 2026 für branchenweite Umstellungen vorhergesagt hat.

Inzwischen gibt es bei Microsoft die Return-to-Office-Anordnung (RTO), dass Leute drei Tage die Woche im Büro anwesend sein müssen. The HR-Digest zitiert einen Azure Cloud Operations Engineer mit der Aussage: "Es wächst das Gefühl, dass es bei der RTO-Vorgabe nicht um Zusammenarbeit geht [so wurde RTO verkauft]. Sie wissen, dass, wenn sie alle zurück ins Büro zwingen, ein gewisser Prozentsatz sich dafür entscheiden wird, das Unternehmen zu verlassen."

Das Medium schreibt von einem mehrjährigen Plan für Entlassungen, mutmaßt aber, dass der wirtschaftliche Druck aufgrund nicht erreichter Ziele im Bereich Gaming/Xbox und allgemeinerer Trends im Technologiesektor möglicherweise Entlassungen im Jahr 2026  führen könnten, die das Ausmaß von 2025 übersteigen. In der Vergangenheit hat Microsoft größere Entlassungen immer im Januar und Juli durchgeführt.

Weitere Stimmen und Microsoft Dementi

Martin Geuß führt hier neben obigem Artikel auch einen ähnlichen Beitrag des Börsenmagazins Tipranks an, das ebenfalls Entlassungen voraussagt. Martin sieht diese Entlassungen ebenfalls im Kontext, dass die AI-Investitionen Microsofts finanziert werden müssen. Keine guten Aussichten für die Microsoft-Belegschaft – und auch keine guten Aussichten für Microsoft-Kunden, wenn diese nicht 100% auf der KI- und Cloud-Abo-Schiene, die Microsoft vorsieht, mit segeln wollen.

Es sind alles nur Gerüchte und Spekulationen – meist ist am Ende des Tages etwas dran. Microsoft dementiert derzeit wohl, dass Entlassungen geplant würden – wie IT Reseller berichtet. IT Reseller bezieht sich auf Frank X. Shaw, Pressesprecher (lead communications) bei Microsoft, der die Meldungen auf X als spekulative und falsch bezeichnet.

Microsoft Dementi zu Stellenstreichungen

Ich habe die Stelle auf X mit dieser Diskussion gefunden. Der letzte Post von Tesla Tidbits bringt es auf den Punkt: So richtig glaubt der Poster die Aussage von Shaw nicht. In einem Jahr werden wir wissen, was daraus geworden ist.

Aber ich erinnere mich an meine Zeit als Angestellter – ist mehr als 32 Jahre her – immer, wenn Entlassungen drohten, schlug das auf die mentale Zuversicht der Beschäftigten. Momentan möchte ich auf jeden Fall nicht bei Microsoft arbeiten. Ich habe mich persönlich aus diesem Karussell vor langer Zeit ausgeklinkt und stelle mich seit 32 Jahren eh täglich der Abstimmung mit den Füßen. Noch habe ich nicht "I'm fired" vernommen.

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15 Antworten zu Gerücht: Microsoft plant Anfang 2026 bis zu 22.000 Entlassungen

  1. mw sagt:

    Dementis sind kein gutes Zeichen ("vollstes Vertrauen", "Ehrenwort"). Irgendwo muß die Kohle für die sog. KI schließlich herkommen und Coder braucht es dann auch nicht mehr (IMHO auch keine Kunden). Machs gut und danke für den Fisch.

  2. Joerg sagt:

    Wenn es am Ende nur Controller, Marketing oder sonst irgendeine überladene Abteilung ist, geht es ja – aber man wirft da wohl eher die Entwickler, Projektleiter usw. raus um noch einen weiteren BWLer einzustellen der das alles schön rechenn kann.

    Qualität wird eh überbewertet, die Kunden werden ohnehin nicht wechseln und der Bruchteil der es doch macht, fällt nicht mal in der Bilanz auf, das wird auch so weit sinken, bis der Anteil der "Abwanderer" in der Bilanz spürbar wird, vorher wird sich da nichts ändern und bis dahin reduziert man einfach die Qualität und erhöht ständig die Preise.

    Es ist schön, wenn man eine Monopolstellung hat.

  3. aus dem Rhein-Main Gebiet sagt:

    Da würde ich mit dem Microsoft CEO, Satya Nadella sofort anfangen.
    Das ist der erste, welcher hochkant fliegen müsste. Wegen Totalversagens, zum Beispiel AI /KI.
    Man sollte sich auf das Kerngeschäft (ein stabiles und schlankes) Betriebssystem zu entwickeln konzentrieren. Und nicht jeden Furz implementieren, weil angeblich alle Kunden so haben wollen.

    Das gilt auch für MS Office und MS Teams.

    • MichaelB sagt:

      Sofern ich das richtig lese, würde ich sagen, dass ich auch gerne ein solcher Totalversager wäre:

      Microsoft beendet das Fiskaljahr 2025 mit einer starken Bilanz: Dank eines Umsatzsprungs von 18 % im Schlussquartal kletterte der Jahresumsatz insgesamt um 15 %. Maßgeblich getrieben durch die Dynamik im KI-Sektor, erreichte der Reingewinn einen Rekordwert von 101,83 Milliarden US-Dollar.

      Ja, das dürften wohl die Zahlen eines "Totalversagers" sein.

      Ziemlich wahrscheinlich würden aber deine Empfehlungen zu einem Versagen führen, vielleicht nicht Total, aber sicher gäbe es auch keine Zahlen wie hier, denn dafür reicht ein "stabiles und schlankes Betriebssystem " sicherlich schon lange nicht mehr.

  4. Tomas Jakobs sagt:

    Die nächste Enshittification Stufe nach Cory Doctorow. Bitte die Kuh Microsoft mehr melken oder eher das Fleisch in Streifen schön langsam abschälen, bis nur noch das Blut spratzt… und dann immer weiter, bis die Klinge am Knochen nur noch schabende Geräusche erzeugt und auch die letzen Fanboys merken, dass sie verarscht wurden.

    • Thorsten M. sagt:

      +1
      Dann werden hoffentlich die letzten Softwarehersteller aufwachen und ihre Software auch für Linux veröffentlichen. *
      Da warte ich sehnlichst drauf. Dann könnten wir in der Firma endlich alles auf Linux umstellen. Privat habe ich das schon längst.

      *) Falls jetzt wieder so ein schlauer Linux-Fanboy kommt, mit "mimimi… es gibt für alles eine Lösung unter Linux… Blabla…": Nein! Gibt es leider noch nicht!

  5. Benny sagt:

    Fake-News!
    Frank X. Shaw, Lead Communications bei Microsoft, nennt Layoff‑Gerüchte „komplett erfunden". Damit stellt er unmissverständlich klar, dass die Gerüchte keinerlei Grundlage haben. Laut Shaw handelt es sich um reine Erfindungen ohne faktische Basis.

  6. Luzifer sagt:

    we will see ;-P

  7. Georg S. sagt:

    Ironie an: Weiter so, MS schafft sich ab! 😀 Ironie aus!

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