Windows Januar 2026-Updates verursachen Verbindungs- und Authentifizierungsfehler

WindowsDie Sicherheitsupdates für Windows vom 13. Januar 2026 verursachen in verschiedenen Umgebungen Verbindungs- und Authentifizierungsfehler bei Zugriffen auf Cloud-Angebote. Das hat Microsoft in einem Known Issues-Supportbeitrag zum 14. Januar 2026 bestätigt. Betroffen sind sowohl Windows Clients als auch Windows Server, an einem Fix wird gearbeitet.

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Zum 13. Januar 2026 wurden ja diverse Sicherheitsupdates für Windows (Clients und Server) veröffentlicht, die ich hier in diversen Blog-Beiträgen (siehe Links am Artikelende) aufgeführt habe. In den Kommentaren ist aus der Leserschaft mehrfach die Klage zu hören, dass die Update-Installation äußerst lange braucht, aber durchläuft (es gibt nur vereinzelt Fehlerabbrüche). Aber es gibt Berichte über Probleme mit Remote-Verbindungen.

Problemberichte zu Remote-Verbindungen

Blog-Leser Roi berichtet in diesem Kommentar, dass die IT in seiner Umgebung nach der Update-Installation im Support plötzlich Schwierigkeiten mit der Remoteunterstützung habe, da diese nicht mehr funktioniert. Tools wie Dameware (eigener Agent) funktionieren noch, aber andere Tools von Omnissa/VMware z.B., die die interne Remoteunterstützung verwenden, bekommen immer Fehler beim Aufbau der Verbindung.

Carsten bestätigt in diesem Folgekommentar diese Beobachtung und schreibt, dass er plötzlich Authentifizierungsfehler mit RCD Manager in der aktuellen Version habe. Lokal in der Domain klappt die Verbindung. Für externe Verbindungen hilft laut seiner Aussage, nur CredSSP zu deaktivieren. Eine ältere RCD-Version oder der Windows eigene RDP (nutzt laut Carsten wahrscheinlich kein CredSSP) funktioniert ohne Probleme. Zum Thema CredSSP hatte ich zum 13. Januar 2026 den Beitrag 0patch Micropatch für CredSSP-Schwachstelle CVE-2025-47987 – vielleicht hat Microsoft versucht, da nachzubessern.

Auch Blog-Leser Oli schreibt in diesem Kommentar, dass nach dem Update KB5074109 keine Anmeldung per Windows-App auf Azure Virtual Desktop-Instanzen (AVD) möglich sei. Heinrich schreibt in einer Antwort, dass er eine Meldung "Ein Authentifizierungsfehler ist aufgetreten (Code: 0x80080005)." erhalte. Deinstallation des Updates behebt das Problem.

Im Artikel zu Windows Server-Updates merkt André in diesem Kommentar an, dass Administratoren, die ihren Nutzern eine Anbindung an ein Hybrid AD / Entra mit Microsoft Connect bereitstellen, unbedingt die Connector-Software aktualisieren sollten. Andernfalls käme es zu Sync-Problemen zwischen lokalem AD-Server und Entra. Ist aber mutmaßlich etwas anderes als die obigen Probleme mit Remote-Verbindungen.

Microsoft bestätigt Verbindungs- und Authentifizierungsfehler

Es wurde von Nutzern bereits erwähnt, Microsoft hat im Release Health Dashboard für Windows 11 25H2 etc. in den Known Issues-Abschnitten zum 14. Januar 2025 den Supportbeitrag Connection and authentication failures in Azure Virtual Desktop and Windows 365 veröffentlicht.

Microsoft bestätigt, dass nach der Installation des Windows-Sicherheitsupdates vom 13. Januar 2026 (z.B. KB5074109) es bei Remote Desktop-Verbindungen über die Windows-App auf Windows-Clientgeräten zu Fehlern bei der Abfrage von Anmeldeinformationen komme. Das wirke sich auf Azure Virtual Desktop und Windows 365 aus. Das Problem betrifft die Windows-App auf bestimmten Windows-Builds und führt zu Anmeldefehlern. Betroffen sind eigentlich alle aktuell noch mit Updates versorgten Windows-Versionen:

  • Client: Windows 11, version 25H2; Windows 11, version 24H2; Windows 11, version 23H2; Windows 10, version 22H2; Windows 10, version 21H2, Windows 10 Enterprise LTSC 2019; Windows 10 Enterprise LTSC 2016
  • Server: Windows Server 2025, Windows Server 2022, Windows Server 2019

Aktuell ist mir nicht klar, ob Windows Server 2016 in obiger Aufstellung vergessen wurde, denn Windows 10 Enterprise LTSC 2016 wird als Client genannt.

Die Untersuchung und Fehlerbehebung wird derzeit von Microsofts Entwicklern in Zusammenarbeit zwischen den Teams von Azure Virtual Desktop und Windows Update durchgeführt.

Microsoft schlägt Workaround vor

Wer von den obigen Problemen betroffen ist, soll laut Microsoft eine der folgenden Verbindungsoptionen als Workaround verwenden:

  • Den Remote Desktop-Client für Windows verwenden, um eine Verbindung mit Azure Virtual Desktop herzustellen
  • Eine Verbindung über den Windows App Web-Client (verfügbar unter windows.cloud.microsoft) herstellen.

Microsoft arbeitet aktiv an einer Lösung und plant, in den kommenden Tagen ein Out-of-Band-Update (OOB) zu veröffentlichen. Weitere Details werden bekannt gegeben, sobald sie verfügbar sind, heißt es aus Redmond.

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3 Antworten zu Windows Januar 2026-Updates verursachen Verbindungs- und Authentifizierungsfehler

  1. Heinrich sagt:

    Statt aktiv an einer Lösung zur arbeiten, wäre mir es lieber, wenn Microsoft im Vorfeld aktiv testen würde.
    In den letzten 12 Monaten gab es kaum Monate, wo alles reibungslos verlief.

    • Daniel A. sagt:

      Das testen wurde doch schon vor Jahren an die Kunden ausgelagert, das sollen nach deren Verständnis die "Windows Insider" testen. Wie gut das funktioniert sieht man ja.

  2. Exchadmin sagt:

    Nur 12 Monate? :-D

    Eher ab 5 Jahre aufwärts.

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