Sowohl die Facebook-Mutter Meta, als auch Microsoft haben ihre Bilanzen für das letzte Quartal 2025 vorgelegt. Die Einnahmen und Gewinne sprudeln bei beiden US-Konzernen prächtig. Aber die Aktie von Microsoft gibt um 6 % nach (in den letzten Monaten erodiert der Kurs), weil Investoren die KI-Investitionsrisiken bei Microsoft sehen.
Meta Bilanz 4. Q 2025
Facebook-Mutter Meta meldet hier einen Umsatzanstieg von 24 % für das vierte Quartal 2025 (endete am 31.12.2025) gegenüber dem Vorjahr auf 59,9 Mrd. US-Dollar gegenüber geschätzten 58,35 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn ist um 9 % auf 22,8 Mrd. US-Dollar angestiegen. Der Kurs der META-Aktion ist vorbörslich um über 6 % angestiegen. Es ist unglaublich, wie Meta das Geschäftsmodell seiner kostenlosen Portale Facebook, Instagram und WhatsApp so aufstellen konnte, dass sich das Ganze prächtig mit Werbung monetarisiert.
Microsoft Bilanz 4. Q 2025
Auch bei Microsoft sieht die Bilanz positiv aus, was sich aber nicht im Aktienkurs niederschlägt, der sinkt. Microsoft meldet für sein zweites steuerliches Quartal (also das 4. Quartal 2025) einen Umsatzanstieg von 17 % gegenüber dem Vorjahr auf 81,27 Mrd. US-Dollar. Das soll über den Erwartungen von 80,27 Mrd. US-Dollar liegen.
Bombastische Zahlen
Beim Nettogewinn vermeldet Redmond einen Anstieg um 60 % gegenüber dem Vorjahr , und kommt auf 38,5 Mrd. US-Dollar. Weiterhin jubelt Microsoft über einen Anstieg des Umsatzes im Cloud-Geschäft, was um 26 % gegenüber dem Vorjahr auf 51,5 Mrd. US-Dollar gestiegen ist. Die als Intelligent Cloud bezeichneten Dienste rund um Azure waren mit 32,9 Milliarden Dollar (29 % Anstieg gegenüber dem Vorjahr) beteiligt.
Martin Geuß hat hier noch einige Details rausgezogen. Der Bereich "Productivity and Business Processes" erwirtschaftete 34,1 Milliarden Dollar (+16 %) Umsatz. bei Microsoft 365 stiegen die Umsätze in diesem Bereich bei den kommerziellen Kunden um 17 Prozent und bei den Privatnutzern um 29 Prozent.
… und einige Schwächen
Schlecht lief es bei "More Personal Computing" und bei Spielen. Im Bereich "More Personal Computing" gab es 14,3 Milliarden Dollar Umsatz (-3 %), und die Umsätze aus Windows-Lizenzen und Surface-Hardware liegen mit +1% quasi gleich zum Vorjahreszeitraum. Der Xbox-Bereich, der 30 % Profit liefern soll (Xbox Spiele Preissteigerung: Microsoft CFO Amy Hood fordert 30% Profit) verzeichnet ein Umsatz-Minus von 5 %.
Die Einnahmen aus Such- und Nachrichtenwerbung ohne Traffic-Akquisitionskosten stiegen um 10 %. Die genauen Zahlen sind in der Microsoft Meldung hier nachzulesen.
KI als Chance oder eher Mühlstein?
Satya Nadella, der CEO von Microsoft, schwört das Unternehmen ja seit Jahren auf eine KI-Zukunft ein. Microsoft Chef, Satya Nadella, merkt im Quartalsbericht zu den Zahlen an:
Wir stehen erst am Anfang der Verbreitung von KI, und Microsoft hat bereits ein KI-Geschäft aufgebaut, das größer ist als einige unserer größten Franchise-Unternehmen. Wir erweitern die Grenzen unseres gesamten KI-Stacks, um neuen Mehrwert für unsere Kunden und Partner zu schaffen.
IT-affine Menschen haben aber den "Backslash" dieser "frohen" Nadella-Botschaft inzwischen unter dem Begriff "AI-Slop" verortetet. Die Zwangsbeglückung mit halbgaren AI-Lösungen a la Copilot haben sich in "KI-Müdigkeit" verwandelt, und Microsofts Vertrieb hat arge Probleme, das Zeug an die Kunden zu bringen.
Die Börse ist eher nervös
Die Börsianer schauen da nüchterner drauf und fragen sich, wie Microsoft jemals die Investitionen in KI wieder reinholen will und hinterfragen auch die enge Bindung an OpenAI. OpenAI verlor im Jahr 2025 Boden an Google Gemini und könnte unter Druck kommen, weil das Geld ausgeht. Jedenfalls sank der Kurs der Microsoft-Aktien um 6%, trotz der guten Geschäftszahlen. Martin Geuß hat hier noch ein paar Worte dazu geschrieben.
The Register thematisiert hier, dass Microsoft-Investoren sich um das Engagement des Cloud-Giganten bei OpenAI sorgen. Zitat: "Was für Microsoft eigentlich ein erfolgreiches zweites Quartal hätte werden sollen, stieß am Mittwoch an der Wall Street auf verhaltene Besorgnis, sodass der Aktienkurs nachbörslich um 6 Prozent fiel." In der Konferenz mit Analysten sollen diese CEO Satya Nadella und CFO Amy Hood höflich um die Zusicherung bedrängt haben, dass die einseitige Abhängigkeit Microsofts von KI-Modellherstellern, samt den dafür erforderlichen massiven Investitionen, sich nicht negativ auf die künftigen Umsätze auswirken werde.
The Register bringt es mit "Alle Versprechungen der Welt werden die GPU-Rechnungen nicht bezahlen, wenn die Musik aufhört zu spielen" auf den Punkt. Es ist eine riesige Wette auf die Zukunft die Microsofts Chef Nadella mit seiner KI-first-Strategie eingegangen ist. Und ob diese Wette aufgeht, steht in den Sternen.



MVP: 2013 – 2016




Gewinne sind immer Vergangenheitswerte und wurden bereits eingepreist. Kurse zeigen die Zukunft und die sieht bei Microsoft und US BigTech insgesamt recht mau aus. Microsoft kann nur noch bestehende Kunden ausquetschen, neue Märkte oder Innovationen, die sich in Umsätzen zeigen, gibt es nicht.
Auch ohne den AI-Hype und drohender Blase hat die Party aufgehört zu spielen. Kannst ja mal die skandinavischen Pensionsfonds fragen, was die noch von US-Werten halten nach der Grönlandnummer. Allein der dänische AkademikerPension Fond hat alle U.S. Treasury holdings abgestoßen.[1] Und dieser ist nicht allein. Immer mehr in Europa planen neu.
[1]: https://www.ainvest.com/news/danish-pension-fund-treasury-sell-signal-structural-risk-tactical-rebalancing-2601/
Ein interessanter Nebeneffekt all der KI-Investitionen ist, dass jetzt das Thema Energiesparen und Net Zero usw. teils stark revidiert wird, auch von Leute wie Bill G.
Ein toller Text wahrscheinlich durch KI generiert, den eh keiner der in Deutschland in der IT-Branche arbeitet versteht.
Die Investitionen in die KI werden erstmal von Umsatz abgezogen. Trotzdem verzeichnen diese 3 Firmen jeweils einen NETTOGEWINN im 2stelligen Milliarden Bereich. Das sind in meinen Augen nicht mehr vorstellbare Zahlen.
In Deutschland liest man ja immer von Zahlen in dieser Höhe jedoch im Minus-/Schuldenbereich.
Diese Zahlen wirken sich jedoch auf die Generation Z aus, denn die haben ganz andere Zahlen vor Augen
Führerschein kostet ca 4000.-€
Miete für eine 60 m² grosses Wohnklo ca. 1500.-€
Die Politik versagt auf genzer Linie und sieht deren Probleme ganz und gar nicht.
Im Alter sieht es nicht anders aus.
Also wenn nutzen solche KI generierten Informationen