Obacht bei Windows 10 2019 (Enterprise LTSC), wenn es um "Virtualization Based Security" (VBS) und Fremd-Virtualisierer wie VMware Workstation geht. Die Tage bin ich in das Problem gelaufen, dass VMware Workstation die Arbeite mit virtuellen Maschinen verweigerte und Virtualbox Bluescreens auslöst. Ich hatte erst ein Update in Verdacht, aber es war eine VBS-Einstellung.
VMware Workstation 17 streikt plötzlich bei VMs
Ich habe mir durch eine unbedachte (blöde) Konfigurierungsänderung an Windows 10 ziemlichen Ärger eingehandelt. Hintergrund ist, dass ich hier ein Windows 10 2019 Enterprise LTSC als Arbeitspferd einsetze. Zur Virtualisierung verwendet ich statt Hyper-V lieber VMware Workstation 17 und Virtualbox 1.1.16.
Und dann stand ich vor der Situation, dass VMware Workstation plötzlich keine VMs mehr starten wollte. Ich bekam beim Versuch, eine VM zu starten, das nachfolgende Dialogfeld zu sehen.
VMware Workstation bemängelte, dass meine Maschine nicht die minimalen Anforderungen als Host erfülle, da Hyper-V oder der Device/Credential Guard aktiviert sei.
Ich wurde auf den VMware-Supportbeitrag KB76918: Error : Your host does not meet minimum requirements to run VMware workstation with hyper-v or device/credential guard enabled verwiesen. Dieser Support-Beitrag ist bereits aus 2024 und besagt folgendes:
Wenn VMware Workstation 15.5.5 oder neuer auf einem Windows-Host ausgeführt wird, auf dem Hyper-V und/oder VBS aktiviert sind, werden VMs mithilfe der Windows Hypervisor Platform-Technologie gestartet. VMs können nicht gestartet werden, wenn die Release-Version dieser Technologie nicht einem bestimmten Stand entspricht oder wenn die Windows-Host-Hardware bestimmte Mindestanforderungen nicht erfüllt. Diese Mindestanforderungen sind im Abschnitt "Ursache" weiter unten beschrieben.
Hieß für mich im ersten Augenblick, dass ich ein Upgrade auf Windows 10 21H2 durchzuführen müsste. Oder ich müsste auf Hyper-V und "Virtualization Based Security" (VBS) verzichten. Der Umstieg auf Windows 10 21H2 IoT Enterprise LTSC wollte ich eigentlich nicht angehen.
Hätte ja gesagt, ich verzichte auf VMware Workstation und verwendet Virtualbox zur Virtualisierung. Aber ich habe seit dem letzten Patchday das Problem, dass der Windows 10-Host mit einem BlueScreen (Hypervisor-Error) abstürzt, sobald ich mit Virtualbox einen Gast ausführe.
Wo liegt der Hund begraben?
So vage hatte ich das Januar 2026 Sicherheitsupdate in Verdacht, dass mir dieses die obigen Probleme bereitet. Im ersten Schritt wollte ich aber noch den Hinweisen aus obigem KB-Artikel nachgehen und sicherstellen, dass keine Virtualisierung durch Windows 10 aktiviert ist.
Kein Hyper-V aktiviert
Also auf Hyper-V und "Virtualization Based Security" (VBS) verzichten? Leichter gesagt als getan. Ich war mir eigentlich ziemlich sicher, Hyper-V vor langer Zeit abgeschaltet zu haben. Eine schnelle Kontrolle in der Systemsteuerung unter Features und Funktionen bestätigte, dass kein Hyper-V als Feature aktiv war.
Keine Kernisolierung aktiviert
Dass ist irgendwie den Credential Guard aktiviert hätte, war mich auch nicht bewusst. Eine schnelle Kontrolle der Optionen für Kernisolierung unter Windows Sicherheit ergab ein differenziertes Bild.

Unter Gerätesicherheit wurde mir in Windows Sicherheit mitgeteilt, dass die virtualisierungsbasierte Sicherheit aktiviert sei. Der Hyperlink Details zur Kernisolierung zeigte mit die nachfolgende Darstellung.

Die Speicher-Integrität war ebenfalls abgeschaltet. Ich habe dann die Systeminformationen aufgerufen und in der Systemübersicht nach dem Eintrag Virtualisierungsbasierte Sicherheit geschaut. Und dort wurde mir mitgeteilt, dass dieses Feature aktiviert sei.

Als ich die Optionen dann so durchging, dämmerte mir was. Vor Wochen war ich in diesem Dialogfeld und hatte die Optionen Containers und Container Image Manager mal "auf Verdacht" aktiviert, weil ich mich eventuell mit Containern unter Windows auseinander setzen wollte. Aber es kam was dazwischen und die Konfigurationsänderung geriet in Vergessenheit.
Also schnell diese Optionen deaktiviert, das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche verlassen und dann Windows 10 neue gestartet. Ein schneller Test bestätigte, VMware Workstation konnte wieder virtuelle Maschinen booten – das Problem war gelöst. Nun muss ich bei Gelegenheit eruieren, ob das BlueScreen-Problem mit dem Hypervisor von Virtualbox auch weg ist. Klassischer Fall von "selbst in den Fuß geschossen".




MVP: 2013 – 2016



