Neue Benachrichtigungswelle zu auslaufenden kostenlosen M365 "Non-Profit"-Lizenzen

Kurze Information für Leute, die immer noch auf kostenlose "Non-Profit" M365-Lizenzen setzen. Microsoft lässt diese Gratis-Lizenzen auslaufen, ich hatte berichtet. Jetzt scheint eine neue Benachrichtigungswelle durch Microsoft angestoßen worden zu sein.

Rückblick, worum es geht

Microsoft gewährte Non-Profit-Organisationen jahrelang bis zu zehn kostenlose Lizenzen für Microsoft 365-Business Premium. Das wurde gerne von Administratoren für Vereinen oder karitative Organisationen eingesetzt (obwohl man da schon mal den Sinn hinterfragen muss). Diese "Anfütterung" der Leute durch Microsoft scheint aber so langsam auszulaufen.

Im Mai 2025 meldeten sich zwei Blog-Leser bei mir, die per E-Mail von Microsoft darüber informiert wurden, dass die bisher für Non-Profit-Organisationen gewährten zehn kostenlosen Microsoft 365-Business Premium-Lizenzen auslaufen. Ich hatte seinerzeit im Blog-Beitrag Microsoft streicht die 10 kostenlosen MS 365 Business Premium Lizenzen für Non-Profit-Organisationen darüber berichtet. Ich hatte den Text der Benachrichtigung, die mir von einem Leser zugeschickt wurde, als Screenshot eingestellt.

MS subscription notification

Damals merkte ein Leser in seiner E-Mail an, dass er aus der Mitteilung Microsofts herausliest, das Organisationen, die von der angekündigten Einstellung der zehn kostenlosen Lizenzen betroffen sind, offenbar selbst das bestehende Abo kündigen müssten. Er interpretierte die Mitteilung Microsofts so, dass Redmond ohne Kündigung bei der Verlängerung des vorher kostenlosen Abonnements Geld für die nun kostenpflichtigen Lizenzen belastet. Immerhin musste man in jedem Fall eine Zahlungsmethode im Administrator-Konto für die Verwaltung der Lizenzen einrichten.

Berichte über neue Benachrichtigungen

Auf Facebook ist mir zum 14. März 2026 ein Post untergekommen, den ich mal in anonymisierter Form nachfolgend als Screenshot einstellen. Es wird wieder ein Microsoft 365 Business Premium-Abonnement, was für nonprofit kostenlos war, abgekündigt.

Benachrichtigung über Lizenzablauf

Dem Betreffenden wurde mitgeteilt, dass seine Microsoft 365 Business Premium-Lizenz für nonprofit am 12. März 2026 ausläuft. Er können bis zu 300 dieser Lizenzen für seine nonprofit-Kunden mit einem Rabatt von 75 % bekommen.

Ein Teilnehmer schrieb in einer Antwort, dass das jetzt 1 Jahr läuft (wie oben angegeben) und Lizenzen als kostenpflichtige "Business non-profit"-Pakete mit 75 % Nachlass offeriert würden. Bei allen NGOs seien die – falls nicht selbsttätig ein Tarifwechsel (z. B. auf das immer noch kostenlose Business Basic) durchgeführt oder gekündigt wurde – auf das "discounted Business Premium non-profit"-Modell umgestellt worden.

Andere Kommentatoren schrieben, dass die Lizenz trotzdem für 0 Euro/Jahr verlängert wurde. Zum 10. März 2026 hat mich ein weiterer Leser per Mail kontaktiert und schrieb "Ggf. könnten Sie das Thema nochmal neu aufbereiten, da Microsoft wohl jetzt ernst macht und den Non-Profits das Premium Paket deaktiviert."

MS365 Lizenz-Kündigung

Er hat am 6.3.2026 im Verein die obige Mail bekommen ("blöderweise ohne vorherige Info", wie er schreibt). Er hatte einen Support Case aufgemacht und bekam nur eine automatische Antwort bekommen. Aktuell konnte der Leser das Abo aber wieder aktivieren.

Und so wie er das aktuell sieht, ist das bis zum 4.2.2027 noch kostenlos, da bereits bezahlt. Microsoft verlängert wohl die Abos nochmals gratis um ein Jahr, aber es ist abzusehen, dass das 2027 nicht mehr klappt. Der Leser schrieb, dass die "Verlängerung des als "bezahlt" angezeigten Abos allerdings monatlich verlängert werde. Er hofft, dass im nächsten Monat keine weiteren Kosten auf den Verein zukommen.

An dieser Stelle kommt bei mir die Frage auf, warum man im Verein ein Microsoft 365 Business Premium-Paket von Microsoft zu brauchen glaubt? Und es schließt sich die Frage an, warum man nicht im Jahr seit Frühjahr 2025, als obige Meldung hier im Blog stand, die Migration weg von MS 365 angegangen ist? Wie ist eure Meinung zu diesem Komplex?

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22 Kommentare zu Neue Benachrichtigungswelle zu auslaufenden kostenlosen M365 "Non-Profit"-Lizenzen

  1. Olaf E. sagt:

    Es geht um festangestellte Mitarbeiter gemeinnütziger Vereine, und die arbeiten genauso mit Office wie Wirtschaft und staatliche Einrichtungen.
    Die Non-Profit-Gratisversionen eines Vereins, den ich betreue, sollten Mitte Februar ablaufen, somit habe ich die auf die vergünstigte Version umgestellt und bezahlt. Allerdings bekommt der Verein immer noch monatlich Rechnungen mit 0 Euro für 10 Microsoft 365 Business Premium und die Gratislizenzen sind nicht aus dem Portal verschwunden, was doch ärgerlich ist, weil das zu unnötigen Fragen des Vereinsvorstands führen kann.

    • Anonym sagt:

      Unnötige Fragen? Eher sehr nötige Fragen. Warum bezahlt man etwas, solange man es gratis bekommt? Zu schnell gehandelt?

      • Anonym sagt:

        Geht man proaktiv an die Sache ran, war es plötzlich zu schnell, weil Doppelbelastungen. Geht man erst los, wenn die Lizenzen nicht mehr funktionieren, war es aber auch schlecht, denn dann gehen womöglich einige Stunden/Tage nichts. Geh ich erst eine Woche vorher los, kollidiert das vielleicht mit meinen Planungen oder wird zu knapp.

        Der Verursacher ist aber nicht die IT, sondern Microsoft mit Ihren Lizenzprogrammen die sich monatlich ändern. Wenn man verlässlich wüsste, das am 01.01.2027 keine Lizenzen mehr gehen, dann kann ich auch planen das am 01.12.2026 die Migration angestoßen wird. Doch dann kommt MS plötzlich aus dem Nichts und gönnt nochmal 3 Monate Karenzfrist für alle Umsteller und man darf sich wieder erklären, warum man denn so "verfrüht" gehandelt hat oder Lizenzen noch im Portal sichtbar sind.

        Macht Alles keinen Spaß.

      • Olaf E. sagt:

        Microsoft hatte dediziert geschrieben, dass für den Tenant die Gratislizenzen zum 13.2.2026 auslaufen, also bin ich am Anfang der Woche mit diesem Datum tätig geworden.

  2. Sandra sagt:

    Vereine sind so vielfältig wie Firmen, warum sollten sie nicht M365 benutzen wollen, vor allem, wenn es gratis ist. Wir betreuen 2 non-profits und haben sie rechtzeitig auf Basic umgestellt, war eigentlich kein Problem.

    Der grösste Aufwand war das initiale Onboarding, bei dem man MS beweisen muss, dass man non-profit ist. Da hat es einige Rückfragen gegeben.

  3. DBProgger sagt:

    >
    > (obwohl man da schon mal den Sinn hinterfragen muss).
    >

    Eigentlich braucht man da nichts zu hinterfragen.
    Eine All-in-one-Lösung bietet sich dafür ideal an.
    Tabellenkalkulation, Textverarbeitung eventuell Präsentation Gestaltung einer Internetpräsenz mit Cloud Anbindung.
    Mehrere Benutzer können gleichzeitig Dateien bearbeiten.

    Alles aus einer Hand!

    Auch wenn es Alternativen gibt, die Microsoft Lösung ist einfach unschlagbar.

    • Anonym sagt:

      ..ist unschlagbar, bis die Microsoft Lösung eines Tages einfach gesperrt wird, wenn jemand ein von der "KI" falsch verstandenes Foto eines Gartenfestes o.ä. irgendwo darin verwendet.

    • Bastian sagt:

      So wie die kleinen bunten Pillen mit Smiley drauf. Die ersten sind kostenlos und dann kommste nicht mehr von weg.
      Bei mir auf der Arbeit wurde mit Corona holterdipolter das MS Cloud Gedöns reingedrückt und nun wundert man sich dass es immer teurer wird. Damals fragte ich an verschiedenen Stellen nach Exit Plänen oder Strategien für den Fall, dass man doch mal da weg müsste. Da hieß es noch sowas wird auf jeden Fall erstellt bzw. ist in Arbeit. Man hätte meine Frage auch mit dem altbekannten "ja ja" beantworten können…

      • aus dem Rhein-Main Gebiet sagt:

        Das nennt man Lernen mit Schmerzen".
        Und die Schmerzen (Kosten) sind immer noch nicht hoch genug.

        Entschuldigung, daß ich das so schreibe.
        Aber die Biorhythmuskurve "Zentralisierung-Dezentraliserung-Zentraalisierung" zieht sich seit 40 Jahren durch die EDV (Neudeutsch IT).
        Nun heißt es halt Cloud. Und die Berater verkaufen es als den heiligen Gral. Da ist auch keiner der Entscheider dazu in der Lage mal qualifiziert nachzufragen. Man bereitet sich ja noch nicht mal darauf vor!
        Lässt sich von den ach so tollen Powerpointpräsentationen *IMMER* veräppeln (vornehm ausgedrückt). Und wundert sich dann, daß die IT niXX mehr an den Systemen machen kann, weil man diese nicht mehr in seiner Hoheit hat.

        Einen Serverneustart eines Exchange oder Fileserver geht halt in der Cloud nun nicht mehr.
        Und bei Änderungen im Entra oder Azrue muß man unter Umständen länger warten, bis diese greifen.

        • DBProgger sagt:

          Diese Antwort ist für Anonym, Bastian und aus dem Rhein-Main Gebiet.

          Ich weiß jetzt nicht genau, was ihr euch so auf die Sache mit der Cloud stürzt, und alles damit Verteufelt.
          Man kennt die Probleme mit Cloud allgemein,
          aber es geht hier nicht um irgendwelche privaten Urlaubsbilder der Kinder auf OneDrive, sondern um ein Officepaket für Vereine.

          Dabei kommt es vermutlich auch nicht so oft vor, dass Vereine (Halb)nackt Bilder auf OneDrive speichert.
          Aber wie gesagt, das ist hier nicht Thema.

  4. Lava sagt:

    M365 Business Premium beinhaltet intune, das ist egal für welche Unternehmensart einen Gedanken wert.

    • Günter Born sagt:

      war nicht Intune das Werkzeug, mit dem Hanela bei Stryker 200.000 Devices ausgeknipst hat.

      • Luzifer sagt:

        Na Vereine kennen sich doch sicher besser mit Intune aus als, Dividende getriebene Mannager, sind ja schließlich nonprofit ;-P Die machen das!
        Falls nicht was soll da passieren sind ja nur ein paar Vereinsbüchsen ;-P

      • Lava sagt:

        Das stimmt, aber es waren auch quasi nur mangelhaft oder nicht konfigurierte Tenants betroffen.

        Man muss es ja nicht mögen, aber das wäre ein Grund warum die Premium Lizenz für Vereine interessant ist, vor Allem für ~5€ im Monat und es steht jedem frei sich für die Lösung zu Entscheiden mit dem das eigene Gewissen am besten klar kommt…

        Nichts Digitales ist sicher, egal bei welchem Anbieter. Wir können nur versuchen den unbefugten Zugriff so schwer wie möglich zu gestalten, wichtige Daten nicht zu lange Online lassen und/oder soviel Datenmüll produzieren, dass man nicht mehr weiß was echt und was quatsch ist. Wer dem System nicht mehr vertauen kann, dem bleibt nur Stift und Papier übrig.

        • Günter Born sagt:

          Es geht nicht um mögen, sondern um die Hinterfragung, ob man als Verein unbedingt auf eine MS 365 Lizenz hüpfen muss. Mir erscheinen da doch einige Akteure arg blauäugig zu agieren.

          • Felix sagt:

            Naja wenn z.B. der Verband Programme bereitstellt die nur mit MS Office funktionieren dann muss man sich entscheiden: Kauflizenz Office 2024 für 300€ pro User oder 0€ M365 Abo inkl. Exchange Online.

            Hmmmm was wird man als Verein wohl machen?

            Ich sehe die Blauäugigkeit ja nicht wirklich.

            • Günter Born sagt:

              Das mit Verbandsanwendungen, die nur mit MS Office funktionieren, wäre ja ein gewissen Argument, wobei dann daran gearbeitet werden könnte, dass der Verband den Hintern hoch bekommt. Ich bin seit 12 Jahren aus jeglicher Vereinsarbeit raus – erinnere mich da aber nicht, damals mit solchen Killerargumenten konfrontiert worden zu sein. Da muss man dem Verband Blauäugigkeit vorwerfen – wobei der Verband ja i.d.R. aus dem gleichen Mitarbeiter Ressourcen-Pool schöpft.

              Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich bin nur Beobachter und stelle Fragen … nachdem mir das obige Thema seit einem Jahr von Lesern vor die Füße gekippt wird. Kann sein, dass es noch ein paar Jahre gutgeht. Kann aber auch sein, dass die Geschichte bald kippt. Ich möchte z.B. nicht, dass meine Daten als Vereinsmitglied bei MS365 per Copilot & Co. durchgenudelt und in der US-Cloud gespeichert werden. Schaue ich mir die Entwicklung bei MS 365 an, hat doch jeder Admin und Nutzer inzwischen die Kontrolle verloren …. und da segeln wir wieder in Gewässern, wo es schon viel Blauäufigkeit braucht.

          • Stefan sagt:

            Sicher, kommt auf den "Verein" an. Ich arbeite seit kurzem auch als einziger ITler bei einem mittelgroßen gemeinnützigen Unternehmen mit > 100 Mitarbeitern.
            Hier ist das Budget und Manpower eng begrenzt und MS365 erschlägt mit ne Menge Einzelpositionen (Devicemanagement, Exchange, Teams, Office, Sicherheit, Cloudspeicher usw.).
            Auch wenn mir dabei echt nicht wohl ist, haben wir uns entschieden vorerst bei MS 365 zu bleiben aber eine Ausstiegsstrategie für den Notfall zu planen.

            Mal zu den (Netto-) Preisen (wobei IMHO nur F3, Busi. Prem und E3 sinnig sind) :
            Busi. Basic – Kostenlos
            F3 – 1,73 €
            Busi. Std- 2,60 €
            Busi. Prem. – 4,80 €
            E3 – 8,70 €

            • Günter Born sagt:

              Gemeinnütziges Unternehmen mit > 100 Mitarbeitern ist aber nicht der kleine Verein mit einem ehrenamtlichen Vorstand. Und trotzdem mal nachgefragt "wo liegt der Beef, sich von MS 365 mit all den Irrungen und Wirrungen in diesem Szenario abhängig zu machen, seit einem Jahr zu wissen, dass sich da was ändert und dann zu 'jammern', dass man sich über den Löffel balbiert fühlt"? Wir haben ja nicht erst seit 2026 die Kontroverse um MS 365. Spätestens, wenn irgend ein EuGH-Urteil da einen Riegel vorschiebt oder politisch was auf einen Clash hinausläuft, wird es doch ekelig für die Organisationen. Schleswig Holstein bekommt den Exit mit 25.000 Arbeitsplätzen hin, aber die Admins der Vereine meinen, ohne MS365 geht nichts. Das versuche ich zu hinterfragen. Es kann im Einzelfall ja sein, dass MS 365 alternativlos ist, weil …. aber mich wundern dann doch einige Reaktionen aus der Leserschaft.

              • Steter Tropfen sagt:

                Das liegt eben daran, dass in Vereinen der Ehrenamtler, der sich um die IT kümmert, in aller Regel so viel Qualifikation braucht, dass diese Aufgabe jemand übernimmt, der sowieso beruflich damit arbeitet. Und der nimmt am Feierabend reflexartig das, was er von tagsüber kennt – auch wenn es ggf. total überdimensioniert ist. Für „politische" Fragen wie Datenschutz oder Unabhängigkeit fühlt er sich nicht zuständig. „Wenn's euch so nicht passt, könnt ihr euch gern jemand anderen suchen. Ich muss das hier nicht machen."

  5. Anonym sagt:

    Wir haben im Verein diese Premium Lizenzen benutzt und ggf. darf hier noch auf die https://www.stifter-helfen.de/ hingewiesen werden. Hier gibt es noch weitere hilfreiche Infos für Non-Profits.

    Die meisten von uns haben die Basic Lizenz und das reicht auch aus, aber die Vorstandschaft nutzt halt die Desktop Programme.
    Mal schauen ob wir das so mitmachen…

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