Derzeit läuft wohl eine Kampagne, bei der Magento-Websites gehackt und mit einer Defacement-Meldung verunstaltet werden. Es sollen wohl Tausende an Magento-Websites betroffen sein. Am 7. März 2026 waren alleine 7.500 Magento Webseiten (bzw. Shops) betroffen, wie ein Sicherheitsanbieter mitteilte.
Ich bin über nachfolgenden Tweet bzw. den Security Week-Artikel Thousands of Magento Sites Hit in Ongoing Defacement Campaign auf den Sachverhalt gestoßen.

netcraft deckt die Kampagne auf
Die Kampagne läuft seit dem 27. Februar 2026, wie netcraft in diesem Artikel schreibt. Deren Sicherheitsforscher haben eine andauernde Kampagne identifiziert, bei der Tausende von Magento-E-Commerce-Websites in verschiedenen Branchen und Regionen kompromittiert und verunstaltet wurden.
Seit dem 27. Februar 2026 haben Angreifer Defacement-TXT-Dateien auf etwa 15.000 Hostnamen verteilt, die sich auf 7.500 Domains erstrecken, darunter Infrastrukturen, die mit bekannten globalen Marken, E-Commerce-Plattformen und staatlichen Diensten in Verbindung stehen, heißt es.
Während eine kleine Anzahl der Verunstaltungen geopolitische Botschaften enthielt, scheint es sich bei der Mehrheit um opportunistische Angriffe zu handeln, die eher der Zurechnung und dem Ansehen innerhalb des Defacement-Ökosystems dienen als um gezielten Hacktivismus, merken die Sicherheitsforscherv on netcraft an.
Erste Untersuchungen der Spezialisten deuten darauf hin, dass die betroffenen Websites mit Magento betrieben werden und die Defacements offenbar die Fähigkeit des Angreifers demonstrieren, Klartextdateien in öffentlich zugängliche Webverzeichnisse hochzuladen.
Die spannende Frage ist nun, warum es den Angreifern gelingt, die betreffenden Dateien auf Magento-Instanzen hochzuladen. Mein erster Gedanke ist: Da muss es eine Schwachstelle geben.
Erste Untersuchungen von netraft deuten darauf hin, dass Angreifer möglicherweise eine nicht authentifizierte Datei-Upload-Funktion ausnutzen, die in einigen, jedoch nicht allen Magento-Umgebungen vorhanden ist. Zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung hat Netcraft bislang nur textbasierte Dateiverfälschungen festgestellt.
Die Sicherheitsforscher schreiben aber, dass es noch nicht bestätigt ist, ob dieses Verhalten mit einer bestimmten Magento-Sicherheitslücke oder einer Fehlkonfiguration zusammenhängt. Im netcraft-Artikel finden sich noch weitere Details bzw. einige Screenshots der Defacement-Mitteilungen.



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