OpenSource-Lösung Fakturama – meine Lösung im Hands-on – Teil 3a

ParagraphIn Teil 1 habe ich mich mit der elektronischen Rechnung als ZUGFeRD und XRechnung befasst und in Teil 2 habe ich einen Abriss möglicher Lösungen zur Erzeugung und Anzeige solcher Rechnungen gegeben. In Teil 3a und 3b stelle ich die von mir gewählte OpenSource-Lösung Fakturama im "hands on" vor.

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Vorab vielleicht einige Bemerkungen. Es geht mir nicht darum, jemanden von Fakturama zu überzeugen – jeder Betroffene muss da seinen eigenen Weg gehen. In Teil 2 hatte ich ja kurz dargelegt, warum irgendwelche Cloud- und Abo-Lösungen für mich nicht in Frage kommen und welche Fallen es da gibt (z.B. Insolvenzrisiko des Anbieters, Abhängigkeiten von Anbieter und Abokosten, DSGVO-Fallen etc.).

Im nachfolgenden Text beschreibe ich vielmehr, welche Klippen ich nehmen musste (ich habe mich jetzt insgesamt ca. 1 Tag mit Fakturama befasst), um das Ganze für mich in der gewünschten Form ans Laufen zu bringen und "von keine Ahnung von nichts", zu "es läuft und ich bekomme Rechnungen heraus, muss aber noch ein wenige lernen, das Programm zu bedienen" zu kommen. Vielleicht hilft es einem Interessierten schneller durchzusteigen – denn die ersten beiden Beiträge der Artikelreihe haben mir gezeigt, dass das Thema doch einige Leute interessiert.

Was ist Fakturama?

Über die in Teil 2 genannte IHK-Anbieterliste bin ich auf das Produkt Fakturama aufmerksam geworden. In der Fakturama-Community wird dieses Produkt als eine OpenSource-Lösung beschrieben. Die Anwendung richtet sich an Kleinstunternehmen (1-5 Mitarbeiter), die sich keine kostspielige ERP-Lösung leisten können (oder wollen). Sie ist momentan nur für die Einzelplatznutzung konzipiert.

Fakturama

Die obige Webseite fakturama.info hält sowohl weitere Informationen als auch den Download bereit. Zum Produkt steht ein 130 Seiten umfassendes Handbuch (PDF) zur Verfügung.

Mit Fakturama kann man Rechnungen, Lieferscheine, Angebote und weitere rechnungsrelevante Belege erstellen kann. Eine Kontaktverwaltung erleichtert die Übersicht über Debitoren und Kreditoren. Die eingebaute Produkteverwaltung hilft beim Zusammenstellen der Rechnungsdokumente und kann auch mit Staffelpreisen umgehen.

Über verschiedene Schnittstellen zu den gängigsten Webshop-Lösungen kann man sowohl Bestellungen als auch Produkte in das Programm importieren. Die Rechnungsvorlagen lassen sich bequem in OpenOffice/LibreOffice erstellen und können damit ganz nach den eigenen Vorstellungen angepasst werden.

Der ZUGFeRD-Export ist als (kostenfreies) Zusatzmodul erhältlich. Eine große Community hilft bei Fragen rund um das Programm. Mehr Informationen sind auf der offiziellen Webseite des Projektes zu finden: www.fakturama.info.

Für Linux, macOS und Windows

Fakturama steht als On-Premises-Lösung kostenlos für Linux, macOS und Windows zur Verfügung. Das war einer der Gründe, warum ich beschlossen habe, diese Anwendung zu testen (da ich dann auch unter Linux arbeiten kann).

Das Handbuch gibt noch Windows 10 an, was ich hier benutze. Unter Windows 11 habe ich nicht getestet, es gibt aber Berichte von Nutzern, dass Faktuarma auch dort läuft.

Langsamer Start der Anwendung

Bereits beim Test in einer VM ist mir aufgefallen, dass der Installer ewig brauchte, ich dachte, der Prozess hat sich aufgehangen. Auch beim ersten Aufruf von Fakturama unter Windows 10 dauert es mitunter 30-40 Sekunden, bis sich im Splash-Screen was tut (störte mich nicht).

Ich bin beim Schreiben des Beitrags aber auf den Community-Beitrag Programmstart beschleunigen: Fakturama startet sehr langsam (Windows 11) gestoßen. Hintergrund des zähen Starts ist wohl der Microsoft Defender, der dazwischen grätscht. Der Poster schreibt, dass der Start wesentlich schneller abläuft, wenn Fakturama als Ausnahme definiert wird (habe ich noch nicht gemacht).

JAVA: Was man vorab wissen sollte

Die Anwendung setzt auf JAVA auf (wird wohl mitgeliefert) und benötigt LibreOffice zur Dokumenterstellung (war bei mir installiert). Bei JAVA klingelt bei mir immer die Frage, wie es mit der Oracle JRE-Lizenz aussieht.

Ich setze wegen der Oracle Lizenzproblematik auf das kostenfreie Amazon Corretto (es gibt weitere lizenzfreie Pakete von anderen Anbietern. Die Versionsabfrage unter Windows 10 liefert mir in der Eingabeaufforderung folgendes:

C:\Users\Born>java -version
openjdk version "1.8.0_402"
OpenJDK Runtime Environment Corretto-8.402.08.1 (build 1.8.0_402-b08)
OpenJDK 64-Bit Server VM Corretto-8.402.08.1 (build 25.402-b08, mixed mode)

Da bin ich dann wohl aus der Oracle-Lizenz-Thematik raus – sollte man aber im Hinterkopf behalten. Eine Diskussion der JAVA-Lizenz-Thematik gibt es hier in der Community. In Teil 3b findet sich die Beschreibung der Fakturama-Einrichtung.

Artikelreihe
ZUGFeRD und XRechnung: Bestandsaufnahme und Überblick – Teil 1
Lösungen zum Empfang und Erzeugen von ZUgFeRD-Rechnungen – Teil 2
OpenSource-Lösung Fakturama – meine Lösung im Hands-on – Teil 3a
OpenSource-Lösung Fakturama – meine Lösung im Hands-on – Teil 3b

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