OpenClaw-Entwickler Peter Steinberger heuert bei OpenAI an

CopilotMit seinem Bot OpenClaw hat Peter Steinberger ja im Januar 2026 eine ziemliche Lawine losgetreten und sich auf eine Achterbahnfahrt begeben (das Teil musste 2 Mal umbenannt werden und patzt in Bezug auf Sicherheit). Nun hat Peter vor zwei Stunden mitgeteilt, dass er bei OpenAI anheuert, um einen "Bot für Alle" zu entwickeln.

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Ich habe zwar nicht jeden Wasserstand bezüglich des OpenClaw-Projekts hier im Blog gemeldet. Aber zum 26. Januar 2026 hatte ich im Beitrag Clawdbot: Ein OpenSource KI-Assistent – cool und ein Sicherheitsdesaster einen erste Blick auf das Projekt geworfen.

Rückblick auf OpenClaw

ClawdBot war der erste Name eines von Peter Steinberger entwickelten Open Source KI-Assistent zum Selbsthosten. Der Bot ist in Messaging-Apps (Telegram, WhatsApp, Slack) integriert und hat ein persistentes Gedächtnis. Der Bot kann im im Internet surfen, E-Mails abrufen, Code ausführen und Aufgaben automatisieren. Das Projekt nahm seit Anfang Januar 2026 Fahrt auf und der ClawdBot macht seitdem in der AI-Szene Furore, weil er auf einem Mac Mini läuft (aber man kann auch Linux oder Windows mit WSL nutzen). Das Ganze läuft rund um die Uhr auf einem Server für 5 $/Monat, heißt es.

Allerdings kristallisierten sich schnell zwei Probleme heraus. Mit dem Namen ClawdBot geriet das Projekt in Schwierigkeiten mit Antrophic, so dass Steinberger das Ganze in Moltbot und später in OpenClaw umbenannt hat. Kann man als Petitesse abtun, aber es gibt einen zweiten Aspekt, der schwerer wirkt. OpenClaw ist ein Open-Source-Projekt, was zum Experimentieren gedacht ist. Aber die Leute haben es real genutzt und auf echte Daten angesetzt. Zudem wurden weltweit Tausende OpenClaw-Server aufgesetzt, die auf Grund gravierender Sicherheitslücken in der Software oder wegen Fehlkonfigurierungen angreifbar waren.

Ich hatte einige Stunden nach Veröffentlichung des Beitrags Clawdbot: Ein OpenSource KI-Assistent – cool und ein Sicherheitsdesaster diesen Aspekt nachgetragen. Cyberkriminelle nutzten den Hype um ClawdBot zur Verbreitung von Malware – und ein Agent machte Schlagzeilen, weil er einen negativen Blogpost über den matplotlib-Entwickler Scott Shambaugh veröffentlichte (siehe diesen heise-Beitrag). Theoretisch hätte ich hier im Blog gefühlt täglich zwei oder mehr Artikel über OpenClaw und dessen negativen Impakt veröffentlichen können.

Peter Steinberger heuert bei OpenAI an

Gerade beim Scollen meines X-Nachrichtenstreams die nachfolgende Meldung von Peter Steinberger gelesen, in dem er bekannt gibt, dass er bei OpenAI anheuert.

Peter Steinberger geht zu OpenAI

In einem Blog-Beitrag schreibt Peter Steinberger, dass die letzten Wochen für ihn eine Achterbahn gewesen seien (was ich gut nachvollziehen kann). Sein Projekt OpenClaw war eigentlich nur zum Experimentieren und Herumspielen gedacht und er wurde vom Erfolg total überrascht. Der Hype führte dazu, dass Leute nachfragten, ob sie investieren könnten.

Er kann sich vorstellen, dass OpenClaw die Basis für ein großes Unternehmen werden könnte. Aber er habe das Thema Unternehmensgründung bereits durchgespielt, 13 Jahre meines Lebens darin investiert und viel gelernt. Aber im Grunde seines Herzens sieht er sich als Entwickler. Seine nächste Mission sei es, einen Agenten zu entwickeln, den sogar seine Mutter benutzen kann. Das erfordert eine viel umfassendere Veränderung, viel mehr Überlegungen, wie man das sicher bewerkstelligen kann, und Zugang zu den neuesten Modellen und Forschungsergebnissen.

Er hat das Projekt OpenClaw für sich als "Spielwiese" gestartet, mit dem Ziel, Spaß zu haben und Menschen zu inspirieren. Der Hype hat ihm nun aber andere Möglichkeiten eröffnet. Laut seiner Aussage hat er vergangene Woche in San Francisco verbracht, um mit den großen AI-Labors zu sprechen. Dabei hat er auch Zugang zu Menschen und unveröffentlichten Forschungsergebnissen erhalten, was für ihn in jeder Hinsicht inspirierend war.

In der Woche seines Aufenthalts in den USA hat er sich wohl entschieden, bei OpenAI anzuheuern. Laut seiner Aussage freut er sich sehr darauf, bei OpenAI mitzuarbeiten, und Teil der Avantgarde der KI-Forschung bzw. -Entwicklung zu sein. Peter Steinberger war es laut seiner Aussage schon immer wichtig, dass OpenClaw Open Source bleibt und die Freiheit hat, sich weiterzuentwickeln. Er schreibt, dass OpenAI der beste Ort sei, um seine Vision weiter voranzutreiben und ihre Reichweite zu vergrößern.

OpenAI habe sich fest dazu verpflichtet, schreibt Steinberger, ihm zu ermöglichen, seine Zeit für die Arbeit am OpenClaw-Projekt einzusetzen, und sponsert das Projekt bereits. Um dies in eine geeignete Struktur zu bringen, arbeite Peter Steinberger daran, eine Stiftung zu gründen. Diese soll ein Ort für Denker, Hacker und Menschen bleiben, die ihre Daten selbst verwalten möchten. Ziel sei es, noch mehr Modelle und Unternehmen zu unterstützen.

Einerseits ein riesiger Erfolg für Peter Steinberger (da kann man nur gratulieren) – der zeigt, dass führende AI-Köpfe nicht aus den USA kommen müssen (Steinberger ist Österreicher). Andererseits ist es auch ein erneuter Beleg für die Erkenntnis, dass die Umsetzung solcher Ideen leider immer noch in den USA erfolgen – in der EU gibt es da noch keine geeigneten Inkubatoren und VC-Fonds. Bleibt jetzt nur zu hoffen, dass OpenAI länger durchhält, und Steinberger sein Projekt in sicherere Gewässer steuern kann. Es bleibt auf jeden Fall spannend zu beobachten, wie es weiter geht.

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Eine Antwort zu OpenClaw-Entwickler Peter Steinberger heuert bei OpenAI an

  1. Tahir Akkaya sagt:

    Toll, ich war Feind von Antropics Claude, Googles Gemini, Chinas DeepSeek und OpenAIs Chat-GPT. Kein einziges Europäisches Mitglied hat dieses Potential wahrgenommen und hat Ihn wieder in die Hände der Amerikaner gespielt. Super. Auch seine Entscheidung depremiert mich. Kann mir vorstellen, was für eine Summe er dafür bekommen hat, aber reich ist er ja schon, mit seinem PDF Kit geworden was er damals entwickelt hat.

    Antropics Claude hat in der Coding Szene die meiste Macht, weil es am besten funktioniert für Software Entwickler. Wieso aber hat er sich dann an den Teufel Sam Altman gewendet. Wieso nicht gleich zu Elon Musk, oder noch besser Trump? Lol

    All die Macht an die Amerikaner also …. na toll…..

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