Windows 11: Boot-Problem aus Dezember 2025/Februar 2026-Updates beheben

WindowsEin verunglücktes Update vom Dezember 2025 bewirkt bei der Installation des Januar 2026-Sicherheitsupdates bei einigen Windows 11 24H2 und 25H2-Systemen einen Boot-Fehler. Microsoft hat das per Februar 2026-Update zwar gefixt. Aber wie bekommt man ein nicht mehr bootendes System wieder flott? Das gilt speziell, falls der BCD-Record und Eintrag für Secure Boot durch die Updates zerschossen wurden. Ein Leser hat mir eine Lösung zur Reparatur geschickt, die ich hier im Blog mal einstelle.

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Rückblick: Das Windows 11-Boot-Problem

Das kumulative Sicherheitsupdate KB5074109 für Windows 11 24H2-25H2 vom 13. Januar 2026 führte bei einigen Benutzern zu einem Boot-Problem. Die betroffenen Rechner blieben mit der Meldung  "UNMOUNTABLE_BOOT_VOLUME" und dem BlueScreen/BlackScreen (Stop Code 0xED) hängen.

Ich hatte im Blog-Beitrag Windows 11 24H2/25H2: Januar 2026-Update KB5074109 verursacht Boot-BSOD-Problem darüber berichtet. Ursache war ein auf den Maschinen "verunglücktes" Sicherheitsupdate vom Dezember 2025. Diese Update-Installation hätte das System in einem "unsauberen" Zustand zurück gelassen, so dass es bei der Installation der Januar 2026-Updates nicht mehr booten konnte. Ich hatte dies kurz im Beitrag  Windows 11 24H2/25H2: Ursache für Boot-Probleme wohl gefunden angesprochen.

Mit dem Februar 2026-Update KB5077181 wurde das obige Problem in Windows 11 24H2 – 25H2 behoben, wie Microsoft die Tage mitteilte. Ich habe dies gestern im Blog-Beitrag Update KB5077181 vom Feb. 2026 korrigiert Windows 11 24H2/25H2 Boot-Probleme angesprochen. Damit ist zwar der Bug, der zu den Boot-Problemen führte, beseitigt.

Was ist aber mit Systemen, die in den obigen "UNMOUNTABLE_BOOT_VOLUME"-Fehler laufen und nicht mehr starten? Microsoft fordert betroffene Administratoren von Business-Systemen auf, sich mit dem Support in Verbindung zu setzen. Aber es scheint, als auch die Versuche, die Secure Boot-Zertifikate im Januar 2026 per Update zu aktualisieren, zu zerschossenen BCD-Records und fehlenden Secure Boot-Einträgen führen. Dann kann man versuchen, den Rechner (ohne Windows 11-Neuinstallation) wieder flott zu bekommen.

Leser-Lösung für Boot-Problem nach Jan. 2026-Update

Ein ungenannt bleiben wollender Blog-Leser, der in der IT unterwegs ist, hat sich gestern – unabhängig von meinem Blog-Beitrag Update KB5077181 vom Feb. 2026 korrigiert Windows 11 24H2/25H2 Boot-Probleme – per E-Mail gemeldet und schrieb unter dem Betreff "Windows 11 Bootproblem aus Dezember-Februar-Updates beheben", dass er eine Lösung habe.

Der Leser merkt dazu an: "Nach [dem] Update [vom] 13. Januar 2026 – KB5074109 (Betriebssystembuilds 26200.7623 und 26100.7623) startet [der] PC im Recovery-Mode". Das ist aber das Fehlerbild, ähnlich wie in obiger Beschreibung, hervorgerufen durch das Update KB5074109.

Aber man kann das Startproblem aufgrund defektem BCD oder inaktiver Startpartition bei Verwendung von SECURE BOOT beheben. Der Leser hat folgende Anleitung zum Reparieren des EFI-Bootloaders mit GPT (gilt nicht für Systeme mit MBR – Master Boot Record) bereitgestellt (danke dafür).

Benötigt wird:

  • Zugang zum BIOS, ggf. Admin-Passwort wenn dieser gesperrt ist
  • Bootfähiger USB-Installations-Stick Windows 11 (NUR USB 2.0 verwenden!!!)
  • Bitlocker-Key für das betroffene Notebook ausgedruckt

Windows 11 und Windows 10 können als Betriebssystem mit UEFI BIOS und mit Hilfe des EFI-Bootloaders und einer GPT installiert werden, merkt der Leser an und warnt.

Achtung: Der Versuch, das Rootverzeichnis einer Festplatte zu reparieren, kann zu komplettem Datenverlust auf dem Laufwerk führen. Die Daten müssen also zuvor gesichert werden. Es ist dringend empfohlen, ein Laufwerk immer vollständig zu sichern.

Es besteht die Möglichkeit mit der Eingabeaufforderung (Kommandozeile, siehe weiter unten) Dateien von der nicht startenden Festplatte zu kopieren.

GPT-Struktur reparieren

Die GPT-Struktur lässt sich nicht mit dem Befehl bootsect beheben, da dieser nur für MBR-Probleme verwendet werden kann. Die folgende Anleitung soll helfen, den EFI-Bootloader zu reparieren:

Reparieren des EFI-Bootloaders unter Windows 11

Als allerstes ist das betroffene Notebook zu booten und sicherzustellen, dass man im BIOS landet (die notwendigen Funktionstasten, die für den Einsprung ins BIOS gebraucht werden, kann man per Internet für die jeweiligen Geräte-Hersteller herausfinden). Dann ist Secure boot im BIOS abzuschalten und die BIOS-Konfiguration zu sichern.

Ist ein Installationsmedium (Windows Installationsmedium am besten USB-Stick mit Rufus erstellt – unbedingt USB 2.0 verwenden) vorhanden, geht man folgendermaßen vor:

  1. Legen Sie den Datenträger (DVD oder USB mit dem Windows Installationsmedium) in Ihren Computer ein und starten Sie neu.
  2. Booten Sie vom Datenträger. Das geht meist wenn man mit F12 gleich nach dem Einschalten die Startreihenfolge manuell auswählt.
  3. Wählen Sie den Befehl Computer reparieren  (alle anderen Optionen wie z.B. Windows installieren löschen  unwiderruflich alles auf der Festplatte)
  4. Wählen Sie den Befehl Troubleshoot (deutsch Problembehandlung) im angebotenen Kachelmenü aus (siehe ggf. meine alte Beschreibung im Beitrag Windows PE 4.0: Diese Programme laufen).
  5. Wählen Sie Advanced Options (deutsch Erweiterte Optionen) im Kachelmenü aus.
  6. Wählen Sie die Eingabeaufforderung aus dem Menü aus.
    Es erscheint die Abfrage nach dem Bitlocker-Key zum Entsperren des verschlüsselten Laufwerks.
  7. Geben sie den Bitlocker Key ein
  8. Es erscheint X:\Windows\System32\>
    An dieser Stelle kann auf die Festplatte zugegriffen werden und die Daten z.B. aus dem Verzeichnis "c:\users\BENUTZERNAME" auf einen anderen angeschlossenen Datenträger kopiert werden (wie oben angemerkt). Dann sind folgende Schritte auszuführen.

    1. Führen Sie den folgenden Befehl aus:
      diskpart
    2. Führen Sie den folgenden Befehl aus:
      select disk 0
    3. Führen Sie den folgenden Befehl aus:
      list vol
  9. Stellen Sie sicher, dass die EFI-Partition (EPS-EFI-Systempartition) das FAT32-Dateisystem verwendet. Weisen Sie ihm einen Laufwerksbuchstaben zu, der noch nicht verwendet wird:
    1. Führen Sie den folgenden Befehl aus um die UEFI-Partition für Änderungen zu aktivieren:
      select vol <number of volume>
    2. Führen Sie den folgenden Befehl aus um den Laufwerkbuchstaben zu vergeben (Buchstaben merken oder aufschreiben):
      assign letter=<drive letter>
    3. Führen Sie den folgenden Befehl aus um diskpart wieder zu verlassen:
      exit

Zum Reparieren des Starteintrags:

    1. Führen Sie den folgenden Befehl aus, der Laufwerksbuchstabe den sie sich aufgeschrieben oder gemerkt haben:
      cd /d <drive letter>:\EFI\Microsoft\Boot\
    2. Führen Sie den folgenden Befehl aus:
      bootrec /FixBoot

Wenn der letzte Befehl fehlschlägt, dann wie folgt weitermachen:

Erstellen Sie den BCD-Speicher (Boot Configuration Data) unter Windows 11 und Windows 10 (Version 1709 und höher) neu: Hierzu wieder das Windows-Installationsmedium –  am besten USB 2.0 Stick mit Rufus erstellt – zum Booten verwenden, und dann die Eingabeaufforderung aufrufen (Prozedur wie oben).

Stellen Sie den BCD-Speicher wieder her. Führen Sie zunächst den folgenden Befehl zur Sicherung der alten Startkonfigurationsdaten aus. Mit dem dir-Befehl das Verzeichnis nach der Datei BCD. durchsuchen (dies ist die Boot Configuration Data).

dir /p (ermöglicht seitenweises anzeigen)
ren BCD. BCD.bak

oder (den Punkt nach dem ersten BCD nicht vergessen)

ren BCD. BCD.OLD

Erstellen die BCD-Datei mit den Einträgen anschließend mit dem folgenden Befehl neu:

bcdboot c:\Windows /s <boot letter>: /f ALL 

(Sie können einen Switch vor /s für das Gebietsschema des Computers: /l <language code>. Standardmäßig /l en-us also Englisch USA verwenden).

Hier der komplette Befehl für Deutschland:

bcdboot c:\Windows /l en-DE /s <boot letter>: /f ALL

Danach den folgenden Befehl ausführen.

bootrec /rebuildbcd

Falls jetzt mit dem Befehl dir /p KEINE neue BCD. Datei zu finden ist, den USB-Stick entfernen und das Notebook neu starten. Mit der folgenden Prozedur wird beim Starten eine Windows Partition gesucht und diese dann in eine neu erstellte BCD geschrieben.

Nach dem Neustart bietet das blaue Auswahlmenü oben links als erstes:

Starthilfe / Automatische Reparatur durchführen

Diesen Befehl bestätigen (Mausklick) und warten. Es erscheint

Updates werden ausgeführt …

Es werden diverse Neustarts durchgeführt und es erscheint immer wieder

Updates werden ausgeführt …

Irgendwann startet das Notebook wieder mit Windows. Danach dann an M365 und ENTRA ID anmelden und die Anmeldungen und das Anmelden des Gerätes in der Organisation bestätigen. Es wird ggf. der Authenticator benötigt. Die Prozedur für Onedrive, Office 365 und Teams ggf. wiederholen.

Achtung: Nicht aktiv nach Windows Updates suchen und auf keinen Fall Online nach Updates suchen!

Das Notebook nach 5 – 10 Minuten wieder neu starten.

Nach Anmeldung erneut 5-10 Minuten warten und das Gerät herunterfahren.

Danach einschalten und direkt in den BIOS gehen (F2 oder F9)

Hier das "Secure Boot" wieder einschalten, die Konfiguration sichern und neu starten.

Nach Windows-Start das Betriebssystem aktiv lassen. Nach ca. 20 bis 30 Minuten erscheint Updates werden heruntergeladen. Warten bis diese Update komplett geladen sind.

Diese dann sukzessive installieren. Nach diesen Schritten sollte das Notebook (oder das Desktop-System) wieder funktionieren. An dieser Stelle mein Dank an den Leser, der die obige Anleitung für die Leserschaft bereitgestellt hat. Vielleicht hilft es Betroffenen.

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