Am heutigen 17. Juli 2026 hat der eine oder andere Kunde von Amazon Web Services (AWS) womöglich den "Schock fürs Leben" bekommen. Ein Bug führte dazu, dass Kosten in Höhe von Hunderttausenden an Euro bzw. Dollar auf AWS-Konten aufgebucht wurden. AWS arbeitet derzeit daran, diesen Fehler zu beheben. Von AWS-Kunden sind keine Maßnahmen erforderlich sind.
Dass bei Amazon der "AI-Wahnsinn grassiert", hatte ich ja hier schon mal im Blog thematisiert. Aktuell weiß ich nicht, wie Cloud-Angebote von Amazon Web Services (AWS) da aufgestellt sind.
Blog-Leser Robert hat mich gerade per Mail darauf hingewiesen, dass "Amazon Web Services (AWS) bezüglich der auflaufende Kosten frei dreht". Robert schrieb:
AWS ist seit heute morgen durchgedreht, was die Kosten-Abrechnung betrifft.
Es wurden immense Summen auf die AWS Accounts aufgebucht.
Habe einen Fall miterlebt, wo einem Kunden für die letzten 16 Tage im Juli über 350.000 Dollar aufgebucht worden sind.
Auf X ist mir dieser Tweet untergekommen, der einige Minuten vorher veröffentlicht wurde. Auch dort schimmert "der Schock" bei AWS-Nutzer durch. Denen sind stark überhöhte Kostenschätzungen in Höhe von mehreren Milliarden Dollar pro Konto anzeigt worden.
Manche Sachen sind halt etwas teurer, aber bei AWS ist es wohl einem Bug geschuldet. Auf der AWS Health Status-Seite findet sich die in obigem Screenshot dokumentierte Erklärung. Seit dem 16. Juli 2026, 19:38 Uhr PDT, werden in der AWS-Abrechnungs- und Kostenmanagement-Konsole falsche geschätzte Abrechnungsdaten angezeigt.
Die AWS-Technikteams arbeiten daran und untersuchen die Ursache (bleibt zu hoffen, dass noch jemand mit menschlichem Verstand da vorhanden ist und den Durchblick hat, was schief läuft). "Wir untersuchen derzeit Probleme mit dem Cost Explorer, bei denen ungenaue geschätzte Abrechnungsdaten angezeigt werden." heißt es in einer weiteren Erklärung.
Immerhin konnte der AWS-Support nach 4 Stunden eine kleine Entwarnung geben und schrieb: "Wir arbeiten weiterhin parallel an mehreren Lösungsansätzen, um das Problem zu beheben, das sich auf die in der Abrechnungs- und Kostenmanagement-Konsole angezeigten geschätzten Kosten- und Nutzungsdaten auswirkt, einschließlich des Kosten- und Nutzungsberichts. Wir prüfen derzeit die Wiederaufnahme der geschätzten Abrechnungsberechnungen, da unsere interne Überwachung darauf hindeutet, dass das Subsystem für die Abrechnungsberechnung nun korrekte Schätzungen liefert. Bevor wir diesen Ansatz weiterverfolgen, führen wir zusätzliche Überprüfungen durch. Die angezeigten Abrechnungsschätzungen spiegeln nicht die tatsächliche Nutzung und die tatsächlichen Gebühren wider."
Derzeit sind keine Maßnahmen seitens der Kunden erforderlich. AWS plant bis 8:00 Uhr US Pacific Day Time (PDT) ein weiteres Update veröffentlichen oder früher, sobald weitere Informationen vorliegen.




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