{"id":148647,"date":"2014-04-26T22:33:00","date_gmt":"2014-04-26T21:33:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=148647"},"modified":"2014-04-27T07:04:58","modified_gmt":"2014-04-27T06:04:58","slug":"medizintechnik-im-internet-geht-aus-sicherheitsgrnden-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2014\/04\/26\/medizintechnik-im-internet-geht-aus-sicherheitsgrnden-nicht\/","title":{"rendered":"Medizintechnik im Internet: Geht aus Sicherheitsgr&uuml;nden nicht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline; border-width: 0px;\" title=\"Sicherheit\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Sicherheit.jpg\" alt=\"Sicherheit\" width=\"42\" height=\"41\" align=\"left\" border=\"0\" \/>Medizintechnik ist wichtig, sollte zuverl\u00e4ssig sein, nicht ausfallen, nicht gehackt werden k\u00f6nnen und die Daten des Patienten nicht in falsche H\u00e4nde gelangen lassen. Jetzt gibt es eine Studie, die zeigt, wie leicht sich die in amerikanischen Krankenh\u00e4usern eingesetzten Medizin-Ger\u00e4te hacken lassen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>In einer \u00fcber zwei Jahre angelegten Studie durfte Sicherheitsspezialist Scott Erven Krankenh\u00e4user im mittleren Westen der USA besuchen und die dort vorhandenen medizinischen Ger\u00e4te auf Sicherheitsprobleme untersuchen. Er erwartete, dass er in Krankenh\u00e4usern auf IT-Sicherheitsprobleme sto\u00dfen w\u00fcrde. Das Ergebnis war aber geradezu schockierend \u2013 fast das gesamte medizinische Ger\u00e4t in den Krankenh\u00e4usern war auf einfachste Weise zu hacken.<\/p>\n<p>Erven und sein Team fanden Infusionspumpen, die sich remote steuern lie\u00dfen, so dass man die Dosierung jederzeit und unkontrolliert \u00e4ndern konnte. Defibrillatoren mit Bluetooth-Anbindung lie\u00dfen sich per Bluetooth-Ger\u00e4t aktivieren, um Schocks beim Patienten auszul\u00f6sen \u2013 oder einen Einsatz des Defibrillators zu verhinden. R\u00f6ntendaten lie\u00dfen sich \u00fcber ein Krankenhaus-Netzwerk von Au\u00dfenstehenden einsehen, Temperatureinstellungen in K\u00fchleinrichtungen f\u00fcr Blutplasma, Medikamente oder Proben lie\u00dfen sich aus der Ferne zur\u00fccksetzen. Und als T\u00fcpfelchen auf dem i konnten die Sicherheitsfachleute auf Krankenakten zugreifen und diese manipulieren.<\/p>\n<p>Manche Ger\u00e4te scheinen mit Windows zu laufen \u2013 jedenfalls konnte das Team dort Blue Screens ausl\u00f6sen oder die Konfigurierung l\u00f6schen. Ich frage mich, wie diese Ger\u00e4te durch die medizinische Zulassung der US Food and Drug Administration (FDA) kommen konnten. Von Evens wurden wohl keine Hersteller und Ger\u00e4tetypen genannt, weil man erst die gr\u00f6\u00dften Probleme fixen will.<\/p>\n<p>Das wir im Internet nicht sicher sind, abgeh\u00f6rt, gehackt und abgezockt werden, ist ja sp\u00e4testens seit den NSA-Ver\u00f6ffentlichungen und der Heardbleet-Geschichte klar. Gibt zwar Leute, die an die heilsame Wirkung von Patches glauben \u2013 aber der beste Schutz gegen solche Gefahren ist immer noch \"Stecker ziehen und offline bleiben\".<\/p>\n<p>Evens und sein Team verf\u00fcgten \u00fcber keine Informationen, ob solche Ger\u00e4te an das Internet angeschlossen waren. Aber in Ami-Land ist ja der Trend \"was nicht im Internet ist, taugt nix\" \u2013 von wegen Internet of Things \u2013 da muss die letzte Steckdose noch am Internet h\u00e4ngen. Ein Freundtag f\u00fcr Hacker. Man muss daher ausgehen, dass ein Teil dieser h\u00f6chst angreifbaren Medizintechnik per Internet gehackt werden kann. Das Team um Evens plant nun Tests, um herauszufinden, ob und welche Technik am Internet h\u00e4ngt. Die gesamte Geschichte k\u00f6nnt ihr <a href=\"http:\/\/www.wired.com\/2014\/04\/hospital-equipment-vulnerable\/\" target=\"_blank\">bei wired.com lesen<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Medizintechnik ist wichtig, sollte zuverl\u00e4ssig sein, nicht ausfallen, nicht gehackt werden k\u00f6nnen und die Daten des Patienten nicht in falsche H\u00e4nde gelangen lassen. 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