{"id":1532,"date":"2010-12-23T22:28:00","date_gmt":"2010-12-23T17:28:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.borncity.com\/blog\/2010\/12\/23\/genial-vhd-boot-fr-windows-xp-vista-und-windows-7\/"},"modified":"2024-08-09T20:56:50","modified_gmt":"2024-08-09T18:56:50","slug":"genial-vhd-boot-fr-windows-xp-vista-und-windows-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2010\/12\/23\/genial-vhd-boot-fr-windows-xp-vista-und-windows-7\/","title":{"rendered":"Genial: .vhd-Boot f&uuml;r Windows XP, Vista und Windows 7"},"content":{"rendered":"<p>Erfahrenen Windows 7-Anwendern ist die M\u00f6glichkeit bekannt, ein Windows 7 in eine <em>.vhd<\/em>-Disk zu installieren und nativ zu booten. Allerdings war dies mit vielen Restriktionen verbunden. Unter [<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2010\/07\/15\/vboot-boot-virtual-disk\/\">1<\/a>] habe ich bereits vor einiger Zeit einen Ansatz beschrieben, wie sich ein Ubuntu aus einem virtuellen Laufwerk (<em>.vhd<\/em>-Disk) nativ per Windows 7-Bootmen\u00fc starten l\u00e4sst. Nun fallen weitere Schranken bez\u00fcglich des Bootens von virtuellen Laufwerken, wie der Beitrag skizziert.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/86f36c4c0dc145e1879eccaf41751f4d\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><strong>Warum geht es?<\/strong><\/p>\n<p>Mit Windows 7 wurde ja die Unterst\u00fctzung f\u00fcr <em>.vhd<\/em>-Dateien eingef\u00fchrt. Und besonders genial: Anwender k\u00f6nnen Windows 7 Ultimate oder Windows Server 2008 R2 in einer solchen .vhd-Disk installieren und nativ ins Bootmen\u00fc einh\u00e4ngen. Das er\u00f6ffnet g\u00e4nzlich neue Optionen, braucht der Anwender doch nicht mehr mit Prim\u00e4rpartitionen auf der Systemplatte zu stoppeln und kann eine Installation durch einfaches Kopieren einer <em>.vhd<\/em>-Datei kopieren bzw. klonen.<\/p>\n<p>Einziger Wehrmutstropfen an der ganzen Sache: F\u00fcr \u00e4ltere Windows-Versionen klappte der Ansatz nicht. Und f\u00fcr Windows 7 Home Premium sowie Professional hat Microsoft den .vhd-Boot deaktiviert. Sprich: Man kann zwar das Betriebssystem auf ein virtuelles Laufwerk installieren und dieses \u00fcber einen BCD-Eintrag in das Bootmen\u00fc einh\u00e4ngen. Wer jedoch eine solche Maschine erfolgreich gebootet bekommt, macht nach viel Aufwand die ern\u00fcchternde Erfahrung, dass Windows 7 beim Versuch, zum Desktop zu gelangen, lapidar meldet, dass dieses Feature in der vorliegenden Form nicht unterst\u00fctzt w\u00fcrde \u2013 hab's leider f\u00fcr eines meiner Windows 7-B\u00fccher auf die harte Tour ausprobieren m\u00fcssen, da das Web diese Feinheiten nur an einigen wenigen Stellen verr\u00e4t.<\/p>\n<p><strong>Die Schranken fallen \u2026<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4re es nicht sch\u00f6n, wenn auch Windows XP, Windows Vista oder die oben erw\u00e4hnten Windows 7-Varianten eine Installation in einer virtuellen Disk zulie\u00dfen? Wer nun hofft, dass Microsoft ein Einsehen hatte, muss entt\u00e4uscht werden. Die L\u00f6sung kommt vielmehr aus einer kleinen aber feinen Software-Schmiede VMLite. Dort werkelte eine Gruppe von Entwicklern um Dr. Hui Hong bereits seit einiger Zeit an einer entsprechenden L\u00f6sung. Nachdem VBoot f\u00fcr Linux durch entsprechend angepasste initrd-Versionen bereits im Sommer 2010 m\u00f6glich wurde, widmete man sich Windows XP und danach Windows Vista\/Windows 7. Jetzt, kurz vor Weihnachten 2010 war es so weit: Seit Monaten angek\u00fcndigt und mir vorab in Teilen zug\u00e4nglich, steht Virtual Boot (VBoot) in der Version 1.0 zum allgemeinen Gebrauch bereit [<a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20170907232137\/http:\/\/www.vmlite.com:80\/index.php\/download\/38-vboot\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">3<\/a>].<\/p>\n<p>Das betreffende, gut 10 MByte gro\u00dfe, Paket kann nach einer kostenlosen Registrierung auf der VMLite-Webseite [2] als ZIP-Archiv heruntergeladen werden. Nach dem Entpacken liegt ein Ordner <em>vboot<\/em> vor, der neben einer <em>Readme.html<\/em> mit einer detaillierten Anleitung auch die Image-Dateien f\u00fcr die Bootlader enth\u00e4lt. Zudem finden sich die beiden Windows-Programme <em>vbootedit.exe<\/em> und <em>vbootedit64.exe<\/em>, die die Installation des Bootladers f\u00fcr 32- oder 64-Bit-Windows erm\u00f6glichen. F\u00fcr Windows XP muss dabei der Master Boot Record durch eine spezielle Variante ersetzt werden.<\/p>\n<p>Die Installationsschritte sind in der Hilfedatei ganz gut beschrieben. Nachdem der Bootlader installiert wurde, ist das System \u00fcber die Windows-Installations-DVD zu booten. Sobald man in das Dialogfeld zur Auswahl der Installationspartition gelangt, ist das Fenster der Eingabeaufforderung durch Dr\u00fccken der Funktionstaste F10 aus dem Windows 7 Setup-Assistenten zu \u00f6ffnen. Dann l\u00e4sst sich die\u00a0 .vhd-Datei mit folgenden Befehle anlegen und mounten.<\/p>\n<p><em>c:\\vboot\\tools\\x86\\vbootctl.exe createhd c:\\win7.vhd \/size 40<br \/>\nc:\\vboot\\tools\\x86\\vbootctl mount c:\\win7.vhd \/setup<\/em><\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend kann im Setup-Assistenten die Anzeige zur Auswahl des Installationsziels aktualisiert werden und das virtuelle Laufwerk kann ausgew\u00e4hlt werden. Danach darf die Windows 7-Installation im virtuellen Laufwerk erfolgen. Die Details zur Installation sind in den VBoot-Hilfedateien nachzulesen.<\/p>\n<p><strong>USB-Boot geht nun auch<\/strong><\/p>\n<p>Viele Nutzer haben irgendwie eine USB-Festplatte oder gar einen SSD rumfliegen und sinnen darauf, diese als Installationsziel f\u00fcr das Betriebssystem verwenden zu k\u00f6nnen. Durch Umst\u00f6pseln einer externen Festplatte k\u00f6nnte auf einer physischen Maschine ganz fix ein neues Betriebssystem \u2013 quasi im Apatchenmode &#8211; gebootet werden (Apatchenmode bedeutet: auftauchen, seine Sache erledigen und dann ohne Spuren zu hinterlassen, wieder verschwinden). Das bietet die Chance, Windows-Installationen auszuprobieren, ohne die auf der internen Festplatte installierte Betriebssystemvariante zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr diverse Linux-Derivate seit Jahren problemlos m\u00f6glich ist, ist unter Windows eine \"No-Go-Area\". Beim Aufkommen der Netbooks erinnere ich mich, Stunden mit Rumbasteln verbracht zu haben, um eine USB-Boot-Variante von Windows XP zu zimmern. Obwohl entsprechende Hacks unter Verwendung eines modifizierten USB-Treibers kursierten, bekam ich die L\u00f6sung nie an's Laufen. Und unter Windows Vista\/Windows 7 galt erst Recht die Devise \"No way\".<\/p>\n<p>Mit VBoot 1.0 geh\u00f6rt dies der Vergangenheit an. Durch Installation eines entsprechenden Bootladers auf das USB-Ger\u00e4t kann bereits beim Booten das betreffende Medium wie eine Festplatte angesprochen werden. Der VBoot-Bootlader ruft dann den Windows-Bootlader auf, der anschlie\u00dfend das Betriebssystem l\u00e4dt. Schon r\u00fcckt ein USB-Boot in Reichweite \u2013 im VMLite-Forum haben die Entwickler bereits angefragt, wie gro\u00df das Interesse f\u00fcr ein .vhd-Boot von Mac OS X sei. Da tun sich in meinen Augen ungeahnte M\u00f6glichkeiten auf, habe ich f\u00fcr solche Experimente doch bisher immer meine ausrangierten Festplatten verwendet \u2013 denn ein Mac OS X-Testsystem kommt schon noch mit 15 bis 20 GByte Plattenplatz aus.<\/p>\n<p>Zwischenzeitlich haben die Entwickler auch die ersten Patches in das VBOOT-V1-Paket integriert, so dass Anfangsfehler bereits behoben sind. Interessierte Leser finden zudem im VMLite-Forum detaillierte Diskussionen zu aufgetretenen Problemen und zum Booten von USB-Medien [<a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20180607080557\/http:\/\/www.vmlite.com:80\/index.php\/forums\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">4<\/a>].<\/p>\n<p>Wem also die Weihnachtsganz \"schwer im Magen liegt\", kann sich am Thema VBoot abarbeiten und nebenbei ein paar Kalorien verbrauchen (wie pflegte Microsoft Technical Evangelist Daniel Melanchton zu schreiben \"Banging the head against a wall uses 150 Calories an hour\"). Und wer an den Festtagen \"in t\u00f6dliche Langeweile verf\u00e4llt\", kann zur Abwechslung mal in's VBoot-Universum \"beamen\".<\/p>\n<blockquote><p><strong>Nachtrag:<\/strong> Unter [6] findet sich noch ein Forenbeitrag von Hans Peter Matthess, der einen Ansatz zum Clonen eines Windows 7 Ultimate-Systems in eine <em>.vhd<\/em>-Disk beschreibt. Wird dies mit vboot kombiniert, sollten sich beliebige Windows-Varianten recht einfach in in eine virtuelle Disk clonen lassen.<\/p>\n<p><strong>Update:<\/strong>\u00a0 Zwischenzeitlich ist die Final der vboot 1.1 bei VMLite ver\u00f6ffentlicht. Es sei hier angemerkt, dass die herunterladbare Variante eine Laufzeitbegrenzung von 3 Monaten aufweist. Danach ist eine Lizenz f\u00fcr 99$ zum weiteren Betrieb erforderlich. Details sind auf den Webseiten des Anbieters zu finden.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Links:<br \/>\n<\/strong>1: <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2010\/07\/15\/vboot-boot-virtual-disk\/\">VBoot: Genialer Ansatz zum Booten aus virtuellen Laufwerken<\/a><br \/>\n2: VMLite-Webseite<br \/>\n3: <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20170907232137\/http:\/\/www.vmlite.com:80\/index.php\/download\/38-vboot\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">VBoot-Download-Seite<\/a> (erfordert eine Registrierung)<br \/>\n4: <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20180607080557\/http:\/\/www.vmlite.com:80\/index.php\/forums\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">VMLite-Forum<\/a><br \/>\n5: <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2010\/02\/21\/vhd-disks-automatisch-mounten\/\">.vhd-Disks automatisch mounten<\/a><br \/>\n6: Forenbeitrag zum Clonen von Win 7<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erfahrenen Windows 7-Anwendern ist die M\u00f6glichkeit bekannt, ein Windows 7 in eine .vhd-Disk zu installieren und nativ zu booten. 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