{"id":1650,"date":"2011-01-03T15:38:47","date_gmt":"2011-01-03T10:38:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.borncity.com\/blog\/2011\/01\/03\/privatsphre-beim-suchen-wahren\/"},"modified":"2024-04-23T08:08:11","modified_gmt":"2024-04-23T06:08:11","slug":"privatsphre-beim-suchen-wahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2011\/01\/03\/privatsphre-beim-suchen-wahren\/","title":{"rendered":"Privatsph&auml;re beim Suchen wahren"},"content":{"rendered":"<p>Fast jeder Internetnutzer verwendet regelm\u00e4\u00dfig auch Suchmaschinen wie Google oder Bing. Die Suchmaschinenbetreiber stellen zwar ihre Suchmaschine kostenfrei bereit, werten aber im Gegenzug die Daten aus den t\u00e4glich millionenfach durchgef\u00fchrten Suchanfragen aus, um Informationen herauszufiltern und diese Daten f\u00fcr Werbezwecke aufzubereiten. Kaum ein Internetnutzer macht sich Gedanken dar\u00fcber, was mit den Daten seiner Suchanfragen passiert. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/08ec04e24a4b4fc98c3c10e06bdd43bb\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Auf dem Weg zum gl\u00e4sernen Surfer <\/strong><\/p>\n<p>Das Gesch\u00e4ftsmodell von Firmen wie Google besteht darin, m\u00f6glichst viel \u00fcber die Vorlieben der Surfer herauszufinden und diesen sp\u00e4ter zielgerichtete Angebote unterbreiten zu k\u00f6nnen [(gel\u00f6scht)]. Dies kann durch Google bei der Suche durch zielgerichtet eingeblendete Werbeseiten im Suchergebnis sein. Es ist aber auch vorstellbar, dass beim Besuch weitere Webseiten Werbung durch Google, basierend auf den Suchanfragen und vorher besuchten Webseiten, eingeblendet wird.<\/p>\n<p>Was auf den ersten Blick als weniger problematisch erscheint \u2013 wie will mich Google oder Bing in Millionen von Suchanfragen herausfinden &#8211; kann ganz schnell umschlagen. Ein Konto bei Google oder anderen Anbietern, schon lie\u00dfen sich die betreffenden Daten \u00fcber die beim Surfen verwendete IP-Adresse, \u00fcber Cookies oder \u00fcber den \"Fingerabdruck des Browsers\" sehr stark individualisieren. Sind dem Konto noch individuelle Benutzerdaten wie Adressen zugeordnet, wird der \"gl\u00e4serne Surfer\" Wirklichkeit.<\/p>\n<p>Wer nun meint, \"ist doch unkritisch, was ich suche\", mag sich einfach mal den als AOL-Datenskandal [<a href=\"http:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/aol-skandal-erfordert-aenderungen-am-telemediengesetz-entwurf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">1<\/a>] bekannt gewordenen Fall zu Gem\u00fcte f\u00fchren. Auch harmlos klingende Anfragen wie nach den \"anonymen Alkoholikern\" oder Suchen nach bestimmten Selbsthilfegruppen k\u00f6nnen, in Kombination mit weiteren Suchanfragen sehr schnell zu einem Profil verdichtet werden, welches detaillierte Ausk\u00fcnfte \u00fcber individuelle Merkmale gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p><strong>Wege zu mehr Privatsph\u00e4re beim Suchen<\/strong><\/p>\n<p>Wer sich einen Rest an Privatsph\u00e4re beim Suchen erhalten und das Erstellen von Profildaten verhindern oder zumindest erschweren will, sollte sich nach Alternativen umsehen. Ideal w\u00e4ren anonymisierte Suchanfragen an die gro\u00dfen Suchanbieter wie Google oder Bing zu stellen. Diese Funktion stellen spezielle Metasuchmaschinen bereit, die Suchanfragen annehmen, anonymisiert an eine oder mehrere Suchanbieter weiterleiten und die Ergebnisse an den Suchenden zur\u00fcckliefern. Stellt der Betreiber der Metasuchmaschine noch sicher, dass die Daten der Suchanfragen nach 24 oder 48 Stunden gel\u00f6scht werden, erschwert dies das Auswerten von Suchdaten und macht das Anlegen spezieller Profile sehr schwierig bis unm\u00f6glich.<\/p>\n<p>Um eine anonymisierte Suche \u00fcber Google oder Bing durchzuf\u00fchren, lassen sich die folgenden Anbieter verwenden.<\/p>\n<ul>\n<li>Scroogle: Die Webseite <a href=\"http:\/\/www.scroogle.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.scroogle.org<\/a> stellt \u00fcber die Startseite ein Suchformular in einer der 28 unterst\u00fctzten Sprachen bereit und fungiert als Proxy zu Google. Der Benutzer kann dann den gew\u00fcnschten Suchbegriff, wie bei Google, eingeben. Scroogle reicht die Anfrage an Google weiter und liefert die Ergebnisse, bereinigt um Google Werbung, an den Suchenden zur\u00fcck.<\/li>\n<li>Ixquick: Der unter www.ixquick.com erreichbare Anbieter leitet die in der Suchseite eingegebenen Begriffe gleich an mehrere Suchmaschinen weitergereicht. Alle Ergebnisse erscheinen danach konsolidiert in der Anzeigeseite des Browsers. Die angefragten Suchanbieter werden, ist im Kopfbereich der Ergebnisseite angezeigt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Verwendet der Benutzer also die beiden oben genannten Suchseiten, ist sichergestellt, dass alle Suchanfragen nur anonymisiert weitergereicht werden.<\/p>\n<h3>Ixquick als Standardsuchmaschine f\u00fcr den Browser<\/h3>\n<h3><\/h3>\n<p>Der Anbieter Ixquick l\u00e4sst sich \u00fcbrigens mit wenigen Mausklicks als Standard-Suchmaschine f\u00fcr den verwendeten Browser (Internet Explorer, Firefox) einrichten.<\/p>\n<ul>\n<li>Es reicht, die Adresse www.ixquick.com im Browser einzugeben und auf den Hyperlink <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20180128221551\/https:\/\/www.ixquick.com\/deu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Deutsch<\/a> zu klicken, um die deutschsprachige Suchseite anzuzeigen.<\/li>\n<li>Dann l\u00e4sst sich unterhalb des Suchfelds der neue Hyperlink F\u00dcGEN SIE IXQUICK IHREM BROWSER HINZU anw\u00e4hlen.<\/li>\n<li>Anschlie\u00dfend reicht es, in der angezeigten Seite das Kontrollk\u00e4stchen zur Anerkennung der allgemeinen Gesch\u00e4ftsbedingungen zu markieren, die Ausgangssprache (z. B. \"Deutsch\") zu w\u00e4hlen und dann auf die Schaltfl\u00e4che <em>Installieren <\/em>zu klicken.<\/li>\n<li>Je nach Browser erscheint dann ein Dialogfeld, in dem Ixquick noch als Standardsuchanbieter festgelegt werden und dann \u00fcber eine Schaltfl\u00e4che installiert werden kann.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Tippt der Surfen anschlie\u00dfend einen Suchbegriff in das Suchfeld des Browsers (Internet Explorer, Firefox etc.), erfolgt die Suche \u00fcber Ixquick. Bringt die Anfrage \u00fcber Ixquick keine ausreichenden Treffer, reicht es, den Suchbegriff ins Suchfeld einzutippen, dann das Men\u00fc des Suchfelds zu \u00f6ffnen und ausnahmsweise einen anderen installierten Suchanbieter wie Google oder Bing anzuklicken.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/Google4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display: inline; border: 0px;\" title=\"Suchanbieter ausw\u00e4hlen\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/Google4_thumb.jpg\" alt=\"Suchanbieter ausw\u00e4hlen\" width=\"252\" height=\"195\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Links:<br \/>\n<\/strong>1: <a href=\"http:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/aol-skandal-erfordert-aenderungen-am-telemediengesetz-entwurf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">AOL-Datenskandal<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fast jeder Internetnutzer verwendet regelm\u00e4\u00dfig auch Suchmaschinen wie Google oder Bing. 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