{"id":171416,"date":"2015-12-10T04:59:00","date_gmt":"2015-12-10T03:59:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=171416"},"modified":"2016-10-23T00:25:47","modified_gmt":"2016-10-22T22:25:47","slug":"public-cloud-risiko-fr-angestellte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2015\/12\/10\/public-cloud-risiko-fr-angestellte\/","title":{"rendered":"Public Cloud: Risiko f&uuml;r Angestellte"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Stop.jpg\" align=\"left\"\/>Ich habe hier im Blog ja den einen oder anderen Beitrag mit Warnungen vor einer Datenspeicherung in der Cloud ver\u00f6ffentlicht. F\u00fcr Angestellte in Unternehmen kann das \"mal schnell was in der Cloud speichern\" dagegen extrem riskant sein bzw. b\u00f6s ins Auge gehen und zu Abmahnungen oder gar zur K\u00fcndigung f\u00fchren.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/a28bfc3fb2484044a39f72e9df519afe\" width=\"1\" height=\"1\"\/>Da ich seit \u00fcber 2 Jahrzehnten nicht mehr in der Industrie als Angestellter arbeite, hatte ich das Thema so gar nicht auf dem Radar, bin aber durch einen Artikel von <i>Geraldine Osman, VP International Marketing, Connected Data<\/i>, darauf aufmerksam geworden. Ich fand das Thema so interessant, dass ich es euch nicht vorenthalten wollte \u2013 zumal eine Reihe Arbeitsnehmer aus dem IT-Bereich hier im Blog mitlesen. <\/p>\n<p>Die Kernbotschaft: Deutsche Unternehmen ziehen, laut dem mir vorliegenden Artikel, in Sachen Public Cloud die Z\u00fcgel an: Abmahnungen und K\u00fcndigungen sind bei Nutzung trotz Verbots im Unternehmen mittlerweile eher die Regel. Und: Unternehmen m\u00fcssen ihre Mitarbeiter zum einen besser \u00fcber die Risiken der Public Cloud aufkl\u00e4ren und zum anderen eigene L\u00f6sungen bieten, um die Nutzung der Public Cloud von vornherein zu vermeiden.<\/p>\n<h3>Herzlichen Gl\u00fcckwunsch, Sie sind entlassen!<\/h3>\n<p>Jeder, der in einer B\u00fcroumgebung arbeitet, kennt die Situation: Ein digitales Dokument muss dringend zum Kunden und die Deadline naht bedrohlich. Die Datei ist aber zu gro\u00df f\u00fcr eine E-Mail und derjenige, der den FTP-Server verwaltet ist nat\u00fcrlich gerade im Urlaub. Wer praktisch und l\u00f6sungsorientiert denkt und sich mit moderner Technologie auskennt wird bei der L\u00f6sung des Problems unweigerlich auf cloud-basierte Angebote wie Dropbox, OneDrive etc. sto\u00dfen. Das Hochladen der Daten ist einfach und im Handumdrehen geschehen. Der Kunde hat seine Daten und die meisten Mitarbeiter w\u00fcrden jetzt normalerweise ein anerkennendes Schulterklopfen erwarten, anstatt einer Abmahnung oder sogar einer fristlosen Entlassung.<\/p>\n<p>Was an sich unwahrscheinlich klingt, ist tats\u00e4chlich gar nicht so weit hergeholt. Laut dem mir vorliegenden Text versch\u00e4rfen Unternehmen ihre Richtlinien was das Nutzen von Public-Cloud-Angeboten betrifft: Begr\u00fcndung: diese Dienste seien regelm\u00e4\u00dfig von ernsthaften Sicherheitsl\u00fccken betroffen. Eine Studie deckte k\u00fcrzlich auf, dass 15 Prozent deutscher Unternehmen Angestellte bei einem Versto\u00df gegen ihre stringenten Richtlinien gegen das Nutzen von Public-Cloud-Diensten sofort entlassen w\u00fcrden. Immerhin 61 Prozent w\u00fcrden zuerst eine schriftliche Abmahnung schicken.<\/p>\n<h3>Welche Risiken gibt es?<\/h3>\n<p>Es herrscht (bei 96 Prozent der IT-Entscheider) Einigkeit dar\u00fcber, dass die Public Cloud bei der Datenspeicherung ein gewisses Risiko darstellt.  <\/p>\n<ul>\n<li><strong>Speicherort<\/strong> \u2013 Dropbox, OneDrive und andere Dienste nutzen \u00fcber den Globus verstreute Rechenzentren, um die Daten physisch zu speichern. Der Nutzer wei\u00df tats\u00e4chlich nicht, wo genau seine Daten gespeichert sind. Es ist sogar wahrscheinlich, dass die Daten mit anderen Rechenzentren irgendwo in der Welt synchronisiert sind. In regulierten Bereichen wie Finanzen, Versicherung, Gesundheit und Medizin kann die Speicherung von Daten auf Servern der Public Cloud sogar gegen Regularien versto\u00dfen. In Regionen mit strengen Vorschriften, wie beispielsweise in der EU, bedeutet dies, dass die Public Cloud im Prinzip keine legale M\u00f6glichkeit darstellt, Daten zu speichern.  <\/li>\n<li><strong>Datensicherheit<\/strong> \u2013 Dropbox und andere Dienste haben, verglichen mit professionellen EFSS-L\u00f6sungen (Enterprise File Sync and Share), sehr limitierte Sicherheitsfunktionen. Es ist tats\u00e4chlich fast unm\u00f6glich zu wissen, ob von Dritten auf Daten in der Cloud zugegriffen wurde. Dies \u00f6ffnet dem Diebstahl von Daten T\u00fcr und Tor.  <\/li>\n<li><strong>Datenverlust<\/strong> \u2013 Public-Cloud-Dienste haben schon \u00f6ffentlich zugeben m\u00fcssen, dass sie Daten ihrer Kunden verloren haben, ohne sie vorher abzusichern. Angestellte riskieren also den Verlust von Unternehmensdaten, ohne dass die IT sie wiederherstellen kann.  <\/li>\n<li><strong>Compliance<\/strong> \u2013 Viele Industrien haben Compliance-Vorschriften, die ihnen vorschreiben, dass der Zugriff auf bestimmte Daten begrenzt ist oder beim Transfer verschl\u00fcsselt sein muss. Dropbox beispielsweise ist mit solchen M\u00f6glichkeiten nicht ausgestattet und das Risiko, dass Angestellte unwissend gegen die Compliance-Richtlinien des Unternehmens versto\u00dfen ist entsprechend hoch.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Als Resultat dieser Risiken haben IT-Abteilungen angefangen zu \u00fcberwachen, ob die Angestellten des Unternehmens Public-Cloud-Dienste zum Teilen von Daten nutzen. Bereits 87 Prozent deutscher&nbsp; Unternehmen haben Software im Einsatz, die die Aktivit\u00e4ten der Angestellten auf solchen Plattformen \u00fcberwachen kann. So verlockend es also sein kann, solche Dienste als Angestellter zu nutzen \u2013 die Gefahr inflagranti ertappt zu werden, wird gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n<h3>Die IT als Problemb\u00e4r?<\/h3>\n<p>Die \"Consumerization der IT' war in den letzten Jahren ein sichtbarer Trend (bei Windows h\u00e4lt es ja noch an). Angestellte erwarten, dass ihre Arbeitsumgebung genauso einfach zu nutzen ist wie ihre pers\u00f6nliche. Dienste wie Dropbox, OneDrive, Google Drive etc. sind allgegenw\u00e4rtig und sind auf so gut wie allen mobilen Ger\u00e4ten installiert. BOYD ist das Schlagwort, welches seit Jahren die Runde macht. <\/p>\n<p>Aus Sicherheitsaspekten ein Desaster, wenn jeder Anwender seine eigene Suppe kocht. Die Schuld aber alleine bei den Angestellten zu suchen, die die potentiellen Risiken der Public Cloud ignorieren oder einfach nicht kennen, w\u00e4re allerdings zu einfach. Die Unternehmens-IT kann sehr wohl ebenfalls die Wurzel des Problems sein, wenn sie es den Angestellten nicht erm\u00f6glicht, ihre Aufgabe zu bew\u00e4ltigen, ohne gegen die Unternehmensrichtlinien versto\u00dfen zu m\u00fcssen. <\/p>\n<p>Ein Gro\u00dfteil deutscher Unternehmen, immerhin 62 Prozent, haben noch nicht einmal Richtlinien f\u00fcr die Nutzung der Cloud in ihr Mitarbeiterhandbuch aufgenommen und nur 47 Prozent haben das Nutzen von Public-Cloud-Diensten komplett verboten. Da \u00fcberrascht es nicht, wenn Angestellte diese Dienste noch sehr h\u00e4ufig nutzen \u2013 und dabei ihren Job \u2013 manchmal unwissend &#8211; aufs Spiel setzen.<\/p>\n<p>Die Public Cloud-Dienste sind, was das Teilen von pers\u00f6nlichen Daten mit Freunden und Familie angeht, \u00e4u\u00dferst praktisch. Sie sind der Unternehmens-IT allerdings (berechtigt) ein Dorn im Auge, da Angestellte anfingen, dienstliche Dokumente \u00fcber ihre pers\u00f6nliche Cloud zu teilen, ohne sich der Risiken vollauf bewusst zu sein. Anstatt ihre Angestellten zu entlassen oder Abmahnungen zu verschicken, sollte die IT die Mitarbeiter des Unternehmens besser warnen, was das Nutzen dieser Dienste betrifft, oder noch besser, eine eigene L\u00f6sung anbieten, die genauso einfach zu nutzen ist, aber von der IT \u00fcberwacht werden kann. Aufkl\u00e4rung kann also helfen. <\/p>\n<h3>Kann die Private Cloud das Problem l\u00f6sen?<\/h3>\n<p>EFSS-L\u00f6sungen, die Mitarbeitern die M\u00f6glichkeiten geben w\u00fcrden auf Daten zuzugreifen und diese zu teilen, ohne gegen Richtlinien zu versto\u00dfen, sind zwar verf\u00fcgbar. Diese L\u00f6sungen sind jedoch schwer einzubinden, komplex und obendrein noch teuer. F\u00fcr KMUs mit kleineren Budgets sind sie meist keine L\u00f6sung.<\/p>\n<p>Eine Alternative zur unsicheren Public Cloud und komplexen, teuren EFSS-L\u00f6sungen stellen Private-Cloud-L\u00f6sungen dar, die die gleichen Funktionen wie die Public-Cloud bieten, allerdings mit viel mehr Sicherheit. Einer der wichtigsten Vorteile zur Public Cloud: Die IT-Abteilung wei\u00df genau, wo die Daten gespeichert sind \u2013 im eigenen Rechenzentrum hinter der eigenen Firewall.<\/p>\n<p>Dropbox und Co. sind gut genug, um pers\u00f6nliche Daten zu versenden, f\u00fcr Unternehmen bieten sie jedoch nicht genug Sicherheit. Angestellte, die die Einfachheit solcher Dienste gewohnt sind, wollen auch im Job m\u00f6glichst einfach Daten versenden und Unternehmen tun gut daran, Ihnen diesen Gefallen zu tun und sichere Alternativen zu bieten.<\/p>\n<p>Das Verhalten von Angestellten kann sicher nicht \u00fcber Nacht ge\u00e4ndert werden. Der einfachste Weg Angestellte davon abzuhalten, unsichere Dienste zu nutzen ist, Ihnen eine sichere und einfache Alternative anzubieten. Private Cloud-L\u00f6sungen sind eine solche Alternative und verhindern damit f\u00fcr das Unternehmen, dass Daten aus Versehen in falsche H\u00e4nde geraten. Und Angestellte kommen erst gar nicht in Gefahr, ihren Job zu verlieren.<\/p>\n<h3>Und wie ist das bei euch geregelt?<\/h3>\n<p>Bleibt mir abschlie\u00dfend dir Frage an die Angestellten unter den Blog-Lesern: Gibt es bei euch entsprechende Unternehmensrichtlinien \u2013 oder wird noch alles \"frei fliegend\" geregelt und jeder nutzt die Public Cloud munter nach eigenem Gusto?<\/p>\n<p><strong>\u00c4hnliche Artikel:<\/strong><br \/><a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2014\/09\/03\/apple-statement-zum-icloud-hack\/\">Apple-Statement zum iCloud-Hack<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2013\/02\/12\/microsoft-google-der-datenschutz-und-die-cloud\/\">Microsoft, Google, der Datenschutz und die Cloud<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe hier im Blog ja den einen oder anderen Beitrag mit Warnungen vor einer Datenspeicherung in der Cloud ver\u00f6ffentlicht. 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