{"id":176593,"date":"2016-04-16T01:10:22","date_gmt":"2016-04-15T23:10:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=176593"},"modified":"2021-01-23T01:30:23","modified_gmt":"2021-01-23T00:30:23","slug":"internetkonomie-oder-die-macht-von-google","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2016\/04\/16\/internetkonomie-oder-die-macht-von-google\/","title":{"rendered":"Internet&ouml;konomie &ndash; oder die Macht von Google"},"content":{"rendered":"<p>Heute noch ein kleiner Beitrag zum Thema \"Marktmacht von Google\" versus Online-Anbieter von Waren. Als Beispiel dient ein deutscher Online-Reisevermittler, der in der Google-Falle steckt. W\u00e4hrend Google immer gewinnt, geht das Gesch\u00e4ft des Online-Reisevermittlers \"den Bach runter\".<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/5be5ad6032fb4194ab452ba6c74ce2ed\" width=\"1\" height=\"1\"\/>Es geht einmal um das in Leipzig beheimatete Unternehmen Unister, welches Reiseportale wie&nbsp; ab-in-den-urlaub.de oder fluege.de betreibt. Das Unternehmensmodell basiert auf der Vermittlung von Fl\u00fcgen und Pauschalreisen, wobei der Anbieter mit dem Mitbewerb wie booking.com, expedia.de sowie Reiseveranstaltern im Web konkurriert. <\/p>\n<p>Unister macht ca. 2 Milliarden Euro Umsatz mit Reise-, Flug- und Mietwagenbuchungen. Als Marge werden 15 % (also ca. 300 Millionen Euro) gesch\u00e4tzt. Aber Unister steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Das ist der eine Informationsstrang.<\/p>\n<p>Der andere Informationsstrang setzt bei Google an, also dem Betreiber der gleichnamigen Suchmaschine. Wer im Internet gefunden werden will, muss in der Google-Suche pr\u00e4sent sein. Die ersten Treffer werden bei Google aber durch gebuchte Werbung aufgelistet \u2013 erst dann kommen die eigentlichen Suchergebnisse \u2013 und da tauchen auch die Unister-Site auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Reisen\" alt=\"Reisen\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/6Sonjyv.jpg\"\/><\/p>\n<p>Der Kunde klickt meist auf den ersten Treffer und das dort gelistete Angebot. Auch mit noch so viel Suchmaschinenoptimierung gelingt es Unternehmen nicht, an erster oder zweiter Stelle der Link-Liste mit den Treffern zu landen. Diese sind zwar als \"Anzeige\" gekennzeichnet \u2013 aber das n\u00fctzt dem Anbieter nichts. Einzige Chance: Er kauft sich Werbeanzeigen in den Suchergebnissen. Diese werden von Google aber in einer Art B\u00f6rse an den H\u00f6chstbietenden verkauft. <\/p>\n<p>Interessant ist nun <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/17\/google-unister-krise-reise-websites-suchergebnisse-werbung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dieser Artikel<\/a> in der Online-Ausgabe der Zeit, der sich mit dem Thema detaillierter auseinander setzt. F\u00fcr die Anzeige muss Unister bei der Auktion 1,30 bis 1,70 Euro bieten, um von Google den Zuschlag zu erhalten. Laut Insidern bucht von 100 Besuchern aber nur eine einen Flug oder eine Reise. Und jetzt wird es kritisch: Bei einem Umsatz von 900 Euro sp\u00fclt dieser Kunde Unister vielleicht 100 Euro Provision in die Kasse. Bei 100 Besuchern hat Unister aber 100 * 1,30 bis 100 * 1,70 Euro, also 130 bis 170 Euro an Google gezahlt. Ergo f\u00fchrt jede Buchung zu einem Fehlbetrag, der sich f\u00fcr 2013, laut dem Zeit-Artikel auf ca. 28 Millionen Euro im Gesch\u00e4ftsbericht summiert. Das Beispiel zeigt, dass die Internet\u00f6konomie oft gnadenlos ist und es eigentlich nur einen Gewinner \u2013 n\u00e4mlich Google mit seiner Marktmacht \u2013 gibt. Und das wird sich auch nicht \u00e4ndern, solange wir Verbraucher nur die ersten zwei Treffer in den Google-Ergebnissen aufrufen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute noch ein kleiner Beitrag zum Thema \"Marktmacht von Google\" versus Online-Anbieter von Waren. Als Beispiel dient ein deutscher Online-Reisevermittler, der in der Google-Falle steckt. 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