{"id":185828,"date":"2017-01-09T18:33:41","date_gmt":"2017-01-09T17:33:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=185828"},"modified":"2022-06-30T17:49:15","modified_gmt":"2022-06-30T15:49:15","slug":"cyber-crime-die-news-zum-wochenstart-9-11-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2017\/01\/09\/cyber-crime-die-news-zum-wochenstart-9-11-2017\/","title":{"rendered":"Cyber-Crime &ndash; die News zum Wochenstart (9.11.2017)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Schutz.jpg\" width=\"40\" align=\"left\" height=\"47\"\/>Leute, die Weihnachtsferien sind zu Ende \u2013 und die Cyber-Kriminellen sich aus dem Urlaub zur\u00fcck. Es ist zur Zeit m\u00e4chtig was los, auf der Gass: Hier die Geschichten von 'verdampfenden' Datenbanken, Ransomware f\u00fcr die Schule und Shop-Skimming. Und damit es nicht so langweilig wird, gleich nach der R\u00fcckkehr aus dem Urlaub, habe ich noch ein wenig mit drauf gepackt \u2013 wie die Hitliste der unsichersten Produkte in 2016, wo das sicherste Windows aller Zeiten garantiert (nicht) vorkommt. Aber lest selbst in der Liste des Grauens, was Sache ist. <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h3>Ransomware-Angriff auf britische Schulen<\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/e8da6a64fb8745a6b82510f7242eb064\" width=\"1\" height=\"1\"\/>Das Action Fraud Cybercrime-Team <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20180315233901\/https:\/\/actionfraud.police.uk\/news\/department-of-education-ransomware-alert-jan17\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">warnt<\/a> aktuell britische Schulen, dass Angriffe von Cyber-Kriminellen stattfinden. In angeblichen Anrufen vom \"Department of Education\" werden Telefonnummern und E-Mail-Adressen von IT-Verantwortlichen der Schulen angefordert. Diese versucht man dann auszutricksen und zur Installation einer Ransomware zu \u00fcberreden. Die L\u00f6segeldzahlung reicht bis zu 8.000 Pfund. Es kann nur eine Frage der Zeit sein, bis so was auch nach Deutschland schwappt \u2013 denn Schule hat wieder begonnen. (<a href=\"https:\/\/www.neowin.net\/news\/cybercriminals-tricking-uk-schools-into-installing-ransomware\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">via<\/a>)<\/p>\n<h3>Online-Datenbanken 'sterben wie die Fliegen'<\/h3>\n<p>Eben zeigte mein Blog kurzzeitig den Wartungsmodus an, und mir fiel das Herz in die Hose. Konnte der Blog oder die Datenbank gel\u00f6scht worden sein? Hat sich als Fehlalarm herausgestellt, w\u00e4hrend meines Supportanrufs war der Blog wieder da \u2013 Ursache f\u00fcr den Wartungsmodus unbekannt. <\/p>\n<p>Das meine Vermutung nicht so weit hergeholt ist, zeigt <a href=\"http:\/\/arstechnica.com\/security\/2017\/01\/more-than-10000-online-databases-taken-hostage-by-ransomware-attackers\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dieser Arstechnica-Beitrag<\/a>. Seit einigen Tagen \"verdampfen\" MongoDB-Online-Datenbanken bzw. sterben wie die Fliegen. Die Datenbanken werden, laut Sicherheitsforschern, gekapert. Die Cyber-Kriminellen fordern 200 US $ in Bitcoins als L\u00f6segeld, um die Inhalte der gekaperten Datenbanken wiederherzustellen. Es ist also gut, ein Backup der Datenbanken zu haben. <\/p>\n<h3>BSI-Warnung vor Online-Skimming in deutschen Online-Shops<\/h3>\n<p>Das Bundesamt f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt in <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20200216045442\/https:\/\/www.bsi.bund.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/Presse2017\/Skimming_09012017.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dieser Pressemitteilung<\/a>, dass aktuell mindestens 1.000 deutsche Online-Shops von Online-Skimming betroffen sind. Dabei nutzen Cyber-Kriminelle Sicherheitsl\u00fccken in veralteten Versionen der Shopsoftware, um sch\u00e4dlichen Programmcode einzuschleusen. Dieser sp\u00e4ht dann beim Bestellvorgang die Zahlungsinformationen der Kunden aus und \u00fcbermittelt sie an die T\u00e4ter. Betroffen sind Online-Shops, die auf der weit verbreiteten Software Magento basieren.<\/p>\n<p>Der eingeschleuste Code und der damit verbundene Datenabfluss ist f\u00fcr Nutzer \u00fcblicherweise nicht erkennbar. \u00dcber den Umfang der \u00fcber diese Angriffe bereits abgeflossenen Zahlungsdaten liegen dem BSI zur Zeit keine Erkenntnisse vor.<\/p>\n<p>Im Oktober hatte ich den Blog-Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2016\/10\/14\/kreditkartenklau-skimming-bei-6-000-online-shops\/\">Kreditkartenklau\/-skimming bei 6.000 Online-Shops<\/a> ver\u00f6ffentlich und auf das Problem hingewiesen. Vom CERT-Bund wurden die Netzbetreiber von mehreren hundert betroffenen deutschen Online Shops informiert. Passiert ist wenig. Aktuellen Erkenntnissen zufolge wurde diese Infektion von vielen Betreibern bis heute nicht entfernt oder die Server wurden erneut kompromittiert. Die von den Angreifern ausgenutzten Sicherheitsl\u00fccken in Magento wurden von den Shop-Betreibern trotz vorhandener Softwareupdates offenbar nicht geschlossen.<\/p>\n<p>Betreiber von Online-Shops auf Basis von Magento k\u00f6nnen mit dem kostenfreien Dienst <a href=\"https:\/\/www.magereport.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MageReport<\/a> \u00fcberpr\u00fcfen, ob ihr Shop-System bekannte Sicherheitsl\u00fccken aufweist und von den aktuellen Angriffen betroffen ist. Zu jedem erkannten Problem werden detaillierte Informationen zu dessen Behebung bereitgestellt.<\/p>\n<h3>Kaspersky blockt SSL-Zertifikatspr\u00fcfung<\/h3>\n<p>Da viele aus dem Urlaub zur\u00fcck kommen und gem\u00e4chlich mit dem Dienst beginnen, noch ein Informationsh\u00e4ppchen. Google Sicherheitsforscher Tavis Ormandy hat bereits vor einigen Tagen bei Kaspersky-Produkten Schw\u00e4chen im Umgang mit SSL-Zertifikaten aufgedeckt. <\/p>\n<p>Die Details k\u00f6nnt ihr in <a href=\"https:\/\/bugs.chromium.org\/p\/project-zero\/issues\/detail?id=978\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dieser Textw\u00fcste<\/a> nachlesen (Sicherheit ist ein trockenes Gesch\u00e4ft). Bei heise.de hat man das Ganze in etwas <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Kaspersky-torpediert-SSL-Zertifikatspruefung-3587871.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">lesefreundlicherer Form aufbereitet<\/a>. <\/p>\n<h3>Banking-App: Gier schl\u00e4gt Vernunft, schl\u00e4gt Sicherheit<\/h3>\n<p>M\u00f6glicherweise haben die meisten es mitbekommen: Banking-Apps sind per se unsicher und sollten f\u00fcr Online-Banking nicht verwendet werden. Das ficht die FinTechs, und speziell das Startup N26, nicht an. Und wei\u00df Digital \"sexy\" ist, scheinen die Sparkassen jetzt auch ins gleiche Boot zu h\u00fcpfen und werfen Kunden den gleichen unsicheren App-Kram vor die F\u00fc\u00dfe. Beim 33C3-Kongress zwischen den Jahren wurde diese Entwicklung kritisch beleuchtet. Bei netzpolitik.org ist der Beitrag <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/sicherheitsmaengel-beim-bank-startup-n26-eine-frage-der-prioritaeten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sicherheitsm\u00e4ngel beim Bank-Startup N26: Eine Frage der Priorit\u00e4ten<\/a> erschienen. Und Sicherheitsforscher Vincent Haupert hat auch Spiegel Online ein Interview gegeben, welches unter <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/33c3-gastbeitrag-von-vincent-haupert-zu-n26-hack-und-onlinebanking-a-1127593.html\">Sicherheit beim Onlinebanking &#8211; Eine bedenkliche Abw\u00e4rtsspirale<\/a> nachlesbar ist. F\u00fcr die Banken kein Problem, der Kunde haftet ja f\u00fcr Missbrauch, denn er hat sein Ger\u00e4t unsicher betrieben. <\/p>\n<h3>Ranking der Top 50 Sicherheitsl\u00fccken in Software \u2026<\/h3>\n<p>Zum Jahresanfang ist es guter Brauch, dass die CVE die Hitliste der Sicherheitsl\u00fccken des Vorjahres ver\u00f6ffentlicht. Im <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20220509200040\/https:\/\/www.cvedetails.com\/top-50-products.php?year=2016\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">aktuellen Bericht<\/a> mit den produktbezogenen Top 50-Sicherheitsl\u00fccken tummelt sich wieder alles, was Rang und Namen hat. <\/p>\n<ul>\n<li>Android als Betriebssystem kommt mit 523 Sicherheitsl\u00fccken auf Platz 1.  <\/li>\n<li>Dann folgen Debian Linux mit 319 und Ubuntu mit 278 Sicherheitsl\u00fccken.  <\/li>\n<li>Der Flash Player verpasst mit 266 Sicherheitsl\u00fccke nur knapp Platz 3.  <\/li>\n<li>Auch Mac OS ist mit 215 Sicherheitsl\u00fccke noch auf Platz 11 gekommen.  <\/li>\n<li>Der Chrome-Browser segelt mit 172 Sicherheitsl\u00fccke auf Rang 13.  <\/li>\n<li>\u00dcberraschung: Das sicherste Windows aller Zeiten, n\u00e4mlich Windows 10, kommt mit 172 Sicherheitsl\u00fccken auf eine 'guten' 14. Platz. Und das, wo der deutsche Michel das Teil so liebt, dass es Windows 7 \u00fcberholt (<a href=\"http:\/\/www.drwindows.de\/content\/11687-statcounter-windows-10-deutschland-nummer-1.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">siehe<\/a>).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ist ja klar, dass die anderen Betriebssystem-Oldies so 'richtig schw\u00e4cheln' und auf den hinteren R\u00e4ngen Platz nehmen m\u00fcssen: Windows Server 2012 (156 Sicherheitsl\u00fccken) auf Platz 16, Windows 8.1 (154 Sicherheitsl\u00fccken) auf Platz 17 und das <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2017\/01\/09\/aktuelles-windows-7-sp1-installationsmedium-erstellen\/#comment-39597\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Steinzeit Windows 7<\/a> (134 Sicherheitsl\u00fccken) kommt auf Platz 20. Der Windows Server 2008 wies sogar nur 133 Sicherheitsl\u00fccken auf und segelt auf Platz 21. <\/p>\n<blockquote>\n<p>Obwohl, momentan beschleichen mich leise Zweifel, ob nicht Pl\u00e4tze weit hinten nicht irgendwie doch gut sind? Egal, ihr werdet es schon einzusortieren wissen \u2013 eine gut gezielte Provokation trifft immer <img decoding=\"async\" class=\"wlEmoticon wlEmoticon-winkingsmile\" style=\"border-top-style: none; border-bottom-style: none; border-right-style: none; border-left-style: none\" alt=\"Zwinkerndes Smiley\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/wlEmoticon-winkingsmile-2.png\"\/>.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Microsoft Edge, der neu designte Browser, wies 135 Sicherheitsl\u00fccken auf (Platz 19), Firefox liegt mit 133 L\u00fccken auf Platz 22 und der Internet Explorer kommt mit 129 Sicherheitsl\u00fccken auf Platz 23. Die Produkte liegen aber nahe beieinander \u2013 und die Zahl der Sicherheitsl\u00fccken kann auch damit zusammen h\u00e4ngen, wie h\u00e4ufig die Produkte im Fokus von Sicherheitsforschern stehen. Dann kommt es darauf an, wer am schnellsten patcht. (<a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20201112032117\/https:\/\/t3n.de\/news\/unsicherste-software-2016-783253\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">via<\/a>)<\/p>\n<p>PS: Das Bauchgef\u00fchl des Mittelstands zur Digitalisierung hat WiWo in einer Umfrage in ein Schaubild gepresst. <a href=\"http:\/\/blog.wiwo.de\/look-at-it\/2017\/01\/09\/die-psychologie-der-digitalisierung-jeder-dritte-mittelstaendler-empfindet-negative-gefuehle\/\">Hier<\/a> l\u00e4sst sich das Ganze nachlesen \u2013 nur wei\u00df ich nicht, was ich pers\u00f6nlich damit anfangen soll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leute, die Weihnachtsferien sind zu Ende \u2013 und die Cyber-Kriminellen sich aus dem Urlaub zur\u00fcck. Es ist zur Zeit m\u00e4chtig was los, auf der Gass: Hier die Geschichten von 'verdampfenden' Datenbanken, Ransomware f\u00fcr die Schule und Shop-Skimming. 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