{"id":187231,"date":"2017-02-07T09:54:23","date_gmt":"2017-02-07T08:54:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=187231"},"modified":"2021-01-15T11:06:22","modified_gmt":"2021-01-15T10:06:22","slug":"usb-boot-stick-in-iso-datei-fr-cdsdvds-berfhren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2017\/02\/07\/usb-boot-stick-in-iso-datei-fr-cdsdvds-berfhren\/","title":{"rendered":"USB-Boot-Stick in ISO-Datei (f&uuml;r CDs\/DVDS) &uuml;berf&uuml;hren"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline; border-width: 0px;\" title=\"Amazon\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/HD01.jpg\" alt=\"Amazon\" width=\"84\" height=\"66\" align=\"left\" border=\"0\" \/>Wie kann man eigentlich den Inhalt eines bootf\u00e4higen USB-Sticks (z.B. mit Windows PE) in eine ISO-Datei \u00fcberf\u00fchren, die sich dann bootf\u00e4hig auf eine CD\/DVD brennen lie\u00dfe? Im Blog-Beitrag gehe ich dieser Frage nach.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/1b847aaae6b4491b816dda331d1e9c2e\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>H\u00e4ufig genug besitzt man einen bootf\u00e4higen USB-Stick mit einem Betriebssystem (z.B. Wiederherstellungslaufwerk oder Installationsabbild von Windows). Bootf\u00e4hige USB-Sticks mit einem Windows Installationsabbild sind auch nichts neues, lassen sich diese doch beispielsweise mit dem Media Creation Tool von Microsoft erzeugen.<\/p>\n<p>Letztens stand ich aber vor der Frage, wie man einen solchen bootf\u00e4higen USB-Stick in eine ISO-Datei konvertieren und auf die Festplatte schreiben kann. Der Hintergrund war recht trivial: Ich wollte ein Wiederherstellungslaufwerk f\u00fcr Windows in einer virtuellen Maschine unter VMware testen. Windows schreibt das Wiederherstellungslaufwerk\u00a0 auf einen USB-Stick \u2013 und davon ist das Booten in einer virtuellen Maschine recht kniffelig bis unm\u00f6glich.<\/p>\n<blockquote><p>Man kann zwar versuchen, den Plop-Boot-Manager zu verwenden, um ein USB-Medium zu booten (siehe z.B. <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2011\/10\/18\/wetab-tablet-mit-windows-8-teil-ii\/\">WeTab-Tablet mit Windows 8 Teil II<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.windowspro.de\/wolfgang-sommergut\/virtuelle-maschine-von-usb-booten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>). Das klappt in meiner Umgebung aber nicht wirklich. Oder man versucht den <a href=\"http:\/\/www.isumsoft.com\/it\/boot-vmware-virtual-machine-from-usb-drive-or-iso-image\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier beschriebenen Trick<\/a> und bindet das USB-Laufwerk als Festplatte ein. Das funktioniert bei mir leider nicht.<\/p><\/blockquote>\n<p>Meine Idee war dann: Kopiere einfach den Inhalt des USB-Sticks mit dem Wiederherstellungslaufwerk in eine ISO-Datei und binde diese in die virtuelle Maschine ein.<\/p>\n<h3>Das USB Image Tool bringt es nicht wirklich<\/h3>\n<p>Es gibt das <a href=\"http:\/\/www.alexpage.de\/usb-image-tool\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">USB Image Tool<\/a> von Alexander Beug. Meine Hoffnung, damit einen USB-Stick in eine ISO-Datei \u00fcberf\u00fchren zu k\u00f6nnen, erwies sich als undurchf\u00fchrbar. Mir ist es nicht gelungen, eine bootf\u00e4hige ISO-Datei zu erstellen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"USB Image Tool\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/Q5Wp1bm.jpg\" alt=\"USB Image Tool\" \/><\/p>\n<h3>Der Ansatz mit dem Programm ImgBurn<\/h3>\n<p>In <a href=\"https:\/\/forums.hak5.org\/index.php?\/topic\/15567-convert-bootable-usb-to-iso\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem Forenbeitrag<\/a> wird das Programm ImgBurn zur \u00dcberf\u00fchrung eines USB-Sticks in eine bootf\u00e4hige ISO-Abbilddatei vorgeschlagen (und hier gibt es sogar eine englische Anleitung). Das Programm ImgBurn kann man <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20180205212733\/https:\/\/www.heise.de\/download\/product\/imgburn-36237\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bei heise.de<\/a> herunterladen, sollte aber wissen, dass ImgBurn Adware (Open Candy) enth\u00e4lt. Diese installiert ungewollte Programme (PUPs), was man aber beim Setup mit der Option <em>\/NOCANDY<\/em> verhindern kann.<\/p>\n<p>Mit dem Programm sollte man mit folgenden Schritten einen USB-Stick mit einem Windows Wiederherstellungslaufwerk in eine bootf\u00e4hige ISO-Datei \u00fcberf\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>1. Verbinden Sie den bootbaren USB-Stick mit dem Computer und starten Sie das Programm ImgBurn.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/iX47Ey6.jpg\" \/><\/p>\n<p>2. W\u00e4hlen Sie im ImgBurn-Fenster den Eintrag <em>Imagedatei aus Dateien\/Ordern erstellen <\/em>(siehe obiger Screenshot).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/Nam0ptP.jpg\" \/><\/p>\n<p>3. W\u00e4hlen Sie im ImgBurn-Fenster (obiges Foto) in der linken Spalte unter <em>Source <\/em>das USB-Laufwerk mit den Dateien.<\/p>\n<p>4. Legen Sie \u00fcber <em>Destination <\/em>den Zielordner samt Namen der ISO-Datei an.<\/p>\n<p>5. W\u00e4hlen Sie in der rechten Spalte die Registerkarte <em>Advanced<\/em> und dann <em>Bootable Disk<\/em>.<\/p>\n<p>Nun wird eine Bootdatei <em>etfsboot.com<\/em> ben\u00f6tigt, die \u00fcber das Feld <em>Boot Image <\/em>und das Symbol des Ordners einzubinden ist. Die Beschreibungen hier oder <a href=\"http:\/\/www.intowindows.com\/how-to-create-bootable-windows-iso-from-filesfolders\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> zum Einbinden sind aber fehlerhaft. Auf dem USB-Stick mit dem Wiederherstellungslaufwerk findet sich diese Datei nicht.<\/p>\n<p>6. Legen Sie eine Windows 10 Setup-DVD in ein optisches Laufwerk ein, klicken Sie auf der Registerkarte <em>Bootable Disk<\/em> am rechten Rand des Felds <em>Boot Image <\/em>auf das Symbol des Ordners.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/8jxqUIT.jpg\" width=\"639\" height=\"476\" \/><\/p>\n<p>7. Navigieren Sie im angezeigten Fenster zum Ordner <em>boot <\/em>des DVD-Laufwerks, w\u00e4hlen Sie die Datei <em>etfsboot.com<\/em>\u00a0 und best\u00e4tigen Sie dies \u00fcber die <em>\u00d6ffnen<\/em>-Schaltfl\u00e4che (obiges Bild).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/Nam0ptP.jpg\" \/><\/p>\n<p>8. Tragen Sie im Feld <em>Developer ID<\/em> den Text \"Microsoft Corporation\" ein, erg\u00e4nzen Sie das Feld <em>Load Segment<\/em> ggf. mit dem Wert 07C0 und stellen Sie den Wert des Felds <em>Sectors To Load <\/em>auf 8 (f\u00fcr Windows 7 bis Windows 10) bzw. 4 f\u00fcr Windows Vista.<\/p>\n<p>9. Klicken Sie anschlie\u00dfend in der linken Spalte unten auf das Feld <em>Build <\/em>(das Symbol mit dem Ordner und dem optischen Datentr\u00e4ger).<\/p>\n<p>Dann sollte die ISO-Datei erzeugt werden, was eine ganze Weile dauern d\u00fcrfte. Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, k\u00f6nnen Sie kontrollieren, ob die ISO-Datei vorhanden ist.<\/p>\n<h3>Mist, die ISO bootet nicht, es kommt ein Bluescreen<\/h3>\n<p>Ich habe zum Testen mal eine Windows 10-Wiederherstellungsdisk von einem USB-Stick in eine ISO-Datei \u00fcberf\u00fchren lassen. Als ich diese ISO-Datei aber unter VMware Workstation booten lie\u00df, endete das Ganze recht fix mit einem Bluescreen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/D5lSaoS.jpg\" \/><\/p>\n<p>Windows PE meldet den Stop-Code 0xC000000F und kann nicht booten. Beim schnellen Test im Dezember 2016 fehlte mir die Zeit, das Ganze sauber zu untersuchen. Blog-Leser Malte hat sich dem aber angenommen und konnte mir den entscheidenden Tipp geben. Er schrieb mir folgendes:<\/p>\n<blockquote><p>Die L\u00f6sung des Problems ist sehr einfach, ImgBurn erkennt offenbar keine versteckten Dateien und Verzeichnisse, weshalb es zu dem Bluescreen kommt. \u2026 Beim Erstellen der ISO werden alle Dateien ausgelassen die versteckt sind.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft die Datei \"boot.wim\" wird nicht mitgeschrieben und deshalb entsteht der Bluescreen. L\u00f6sung man kopiert die fehlenden Dateien einfach in das ISO-Abbild hinein das geht z.B. mit der Software AnyBurn (Free).oder UltaIso (kostenpflichtig).<\/p>\n<p>Die ben\u00f6tigten Dateien lassen sich vom USB Stick entnehmen. Es muss aber eingestellt sein, das alle versteckten Dateien angezeigt werden. Sonst funktioniert es nicht. \u2026 Man muss die Datei \u201eboot.wim\" \u00fcber die Kommandozeile sichtbar machen\u2026.<\/p>\n<p>Der Befehl daf\u00fcr lautet attrib -h \u2013s \/pfad\/zur\/datei\/boot.wim<br \/>\nDie Dateien einfach per Drag and Drop in die ISO-Software ziehen, speichern, fertig, booten.<\/p><\/blockquote>\n<p>An dieser Stelle mein Dank an Malte M. f\u00fcr die Unterst\u00fctzung. Mit den gegebenen Informationen konnte ich in nachfolgenden Schritten die ISO-Datei bootf\u00e4hig machen.<\/p>\n<h3>Fixen der ISO-Datei<\/h3>\n<p>Man k\u00f6nnte die Datei <em>boot.wim <\/em>auf dem USB-Stick mit dem Kommandozeilenbefehl:<\/p>\n<p>attrib -h \u2013s \/pfad\/zur\/datei\/boot.wim<\/p>\n<p>vor dem Erstellen der ISO-Abbilddatei sichtbar machen (sprich, das <em>hidden<\/em>-Attribut sowie dass Attribut <em>System<\/em> aufheben). Das habe ich aber nicht probiert. Vielmehr habe ich die Datei auf dem USB-Stick mit dem Wiederherstellungsdatentr\u00e4ger \u00fcber den <em>attrib-<\/em>Befehl sichtbar gemacht und vom Systemattribut befreit.<\/p>\n<blockquote><p>Wichtig ist dabei die Anzeige versteckter Systemdateien im Explorer \u00fcber die Optionen auf der Registerkarte <em>Ansicht <\/em>in den <em>Ordner- und Suchoptionen <\/em>einzublenden \u2013 sonst wird die Datei <em>boot.wim <\/em>in den hier beschriebenen Schritten nicht angezeigt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dann habe ich mir die portable Variante von AnyBurn von <a href=\"http:\/\/anyburn.com\/download.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dieser Webseite<\/a> heruntergeladen und aufgerufen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"AnyBurn\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/qYGSHKY.jpg\" alt=\"AnyBurn\" \/><\/p>\n<p>1. W\u00e4hlen Sie im AnyBurn-Startfenster die Schaltfl\u00e4che <em>Image-Dateien bearbeiten<\/em>.<\/p>\n<p>2. Dann ist die zu bearbeitende ISO-Abbilddatei in nachfolgendem Fenster zu laden und im Anschluss auf <em>Weiter<\/em> zu klicken.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/8K5KtpA.jpg\" \/><\/p>\n<p>Dann sollte nachfolgendes Fenster mit dem Inhalt der ISO_Datei im rechten Teilfenster erscheinen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/nP5bwLP.jpg\" \/><\/p>\n<p>3. Navigieren Sie in der linken Spalte des obigen Fensters zum Ordner <em>sources <\/em>der ISO-Datei.<\/p>\n<p>4. Dann klicken Sie auf <em>Hinzuf\u00fcgen<\/em>, w\u00e4hlen den USB-Stick als Quelle, navigieren zum Ordner <em>sources, und <\/em>w\u00e4hlen die Datei <em>boot.wim <\/em>aus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/Klo7Ls1.jpg\" \/><\/p>\n<p>5. Dann best\u00e4tigen Sie die Schaltfl\u00e4che <em>Hinzuf\u00fcgen<\/em>, um die Datei zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/dRs1NUP.jpg\" \/><\/p>\n<p>Wenn alles geklappt hat, sollte bei Anwahl des Ordners <em>sources <\/em>die Datei <em>boot.wim <\/em>abgeblendet angezeigt werden (siehe obiges Bild).<\/p>\n<p>6. Durchlaufen Sie die n\u00e4chsten Schritte \u00fcber die <em>Weiter<\/em>-Schaltfl\u00e4che und klicken Sie auf die Schaltfl\u00e4che <em>Erstellen<\/em>, um die Datei <em>boot.wim <\/em>in die ISO-Datei zu integrieren.<\/p>\n<p>Wenn alles klappt, k\u00f6nnen Sie anschlie\u00dfend die ISO-Datei in einer virtuellen Maschine einbinden und testen, ob diese nun bootf\u00e4hig ist. In meiner Umgebung hat das funktioniert.<\/p>\n<p><strong>\u00c4hnliche Artikel:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wikis\/windows-10\/\">Windows 10 Wiki\/FAQ<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2012\/12\/09\/iii-wiederherstellungslaufwerk-mit-win-re-erstellen\/\">II: Wiederherstellungslaufwerk mit Win RE erstellen<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2016\/12\/01\/wiederherstellungslaufwerk-kann-nicht-erstellt-werden\/\">Wiederherstellungslaufwerk kann nicht erstellt werden<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2016\/10\/23\/know-how-windows-wiederherstellungslaufwerke-und-64-gbyte-usb-sticks\/\">Know How: Windows-Wiederherstellungslaufwerke und 64-GByte-USB-Sticks<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie kann man eigentlich den Inhalt eines bootf\u00e4higen USB-Sticks (z.B. mit Windows PE) in eine ISO-Datei \u00fcberf\u00fchren, die sich dann bootf\u00e4hig auf eine CD\/DVD brennen lie\u00dfe? 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