{"id":193369,"date":"2017-08-24T08:26:13","date_gmt":"2017-08-24T06:26:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=193369"},"modified":"2022-09-20T08:43:56","modified_gmt":"2022-09-20T06:43:56","slug":"neue-malware-zielt-auf-spieler-von-online-games","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2017\/08\/24\/neue-malware-zielt-auf-spieler-von-online-games\/","title":{"rendered":"Neue Malware zielt auf Spieler von Online-Games"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Schutz.jpg\" width=\"40\" align=\"left\" height=\"47\"\/>Der europ\u00e4ische Sicherheitsanbieter ESET hat eine neue, raffinierte Malware entdeckt. Die Joao genannte Schadsoftware verbreitet sich \u00fcber Computerspiele, welche auf inoffiziellen Webseiten ver\u00f6ffentlicht werden. Die modulare Malware ist in der Lage, weitere sch\u00e4dliche Codes herunterzuladen und auszuf\u00fchren.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Verbreitung \u00fcber verschiedene Online-Multiplayer-Spiele<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/d011680a0aec491db5f2adfbcff461cb\" width=\"1\" height=\"1\"\/>F\u00fcr die Verbreitung ihrer Malware haben die Joao-Angreifer Online-Multiplayer-Spiele missbraucht. ESET Forscher konnten zeigen, dass hierf\u00fcr verschiedene Spieletitel von Aeria Games genutzt wurden, einem Vermarkter f\u00fcr Online-Spiele mit Hauptsitz in Berlin.  <\/p>\n<p>Die Spiele wurden modifiziert und auf inoffiziellen Webseiten zum Download angeboten. Einmal heruntergeladen und gestartet, sammelt die Malware Informationen vom infizierten Computer und l\u00e4dt anschlie\u00dfend weitere Komponenten von einem Command-and-Control Server herunter.  <\/p>\n<p>Die von den ESET Forschern entdeckten Joao-Komponenten enthielten M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Backdoor-, Spionage- und \u00dcberlastangriffe (DDoS).  <\/p>\n<h2>Infektion im Hintergrund<\/h2>\n<\/p>\n<p>\u201eDas Opfer bekommt von der Infektion nichts mit, denn die modifizierten Spiele funktionieren einwandfrei\", erkl\u00e4rt Tom\u00e1\u0161 Gardo\u0148, Malware Analyst bei ESET. \u201eWenn ein Nutzer das Spiel herunterl\u00e4dt, f\u00e4llt ihm dabei nichts Komisches auf. Ohne verl\u00e4ssliche Sicherheitsl\u00f6sung als Schutzmechanismus ist der Computer anschlie\u00dfend infiziert\", warnt Gardo\u0148. Der einzige sichtbare Unterschied ist eine zus\u00e4tzliche .dll-Datei im Installationsordner des Spiels.  <\/p>\n<p>Die Webseiten sind inzwischen gr\u00f6\u00dftenteils inaktiv oder bieten die infizierten Downloads nicht mehr an. Die Malware wird aktuell nur noch \u00fcber eine Webseite verbreitet (gf[dot]ignitgames[.]to), diese wird von allen ESET Security-Produkten blockiert. Aeria Games wurde bereits informiert.  <\/p>\n<h2>Sicherheitstipps f\u00fcr Gamer<\/h2>\n<\/p>\n<p>Im Zuge dieser neuen Art von Malware und mit der nahenden <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20180216145848\/http:\/\/www.gamescom-cologne.com:80\/gamescom\/index-9.php?\">Gamescom<\/a> haben die Sicherheitsexperten von ESET einige Tipps f\u00fcr alle Gamer zusammengestellt, die keine b\u00f6sen \u00dcberraschungen erleben wollen:  <\/p>\n<ul>\n<li>Spieler sollten Inhalte nur aus in offiziellen Stores herunterladen.  <\/li>\n<li>Viele Updates und Patches schlie\u00dfen auch Sicherheitsl\u00fccken, Nutzer sollten Spiele deshalb stets auf dem neuesten Stand halten.  <\/li>\n<li>Wie bei anderen Accounts auch sollten Passw\u00f6rter f\u00fcr Gaming-Accounts regelm\u00e4\u00dfig ge\u00e4ndert werden. Wo m\u00f6glich, sollten Nutzer die 2-Faktor-Authentifizierung verwenden.  <\/li>\n<li>Fragen in Chats oder Foren nach Zugangsdaten k\u00f6nnen Nutzer getrost ignorieren, denn kein Hersteller w\u00fcrde auf diesem Weg solche Informationen einholen.  <\/li>\n<li>Eine verl\u00e4ssliche Sicherheitsl\u00f6sung sch\u00fctzt den Rechner und sollte deshalb auch w\u00e4hrend dem Spielen aktiviert werden. <\/li>\n<\/ul>\n<h2>Computer infiziert?<\/h2>\n<\/p>\n<p>Wer sich unsicher ist und testen will, ob Joao sein Unwesen auf dem Rechner treibt, kann dies mit einer einfachen Suche \u00fcberpr\u00fcfen: Findet die Computersuche die Datei \"mskdbe.dll\", ist der Computer sehr wahrscheinlich mit der Joao Malware infiziert. Wird die Datei nicht gefunden, hei\u00dft das jedoch nicht automatisch, dass man nicht betroffen ist \u2013 die Online-Betr\u00fcger k\u00f6nnen die Datei jederzeit umbenennen. Nutzer sollten deshalb auf Nummer sicher gehen und ihr System mit einer Sicherheitssoftware wie beispielsweise dem <a href=\"https:\/\/www.eset.com\/de\/home\/online-scanner\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kostenlosen ESET Online Scanner<\/a> \u00fcberpr\u00fcfen. Mehr Informationen zur Joao Malware finden sich im <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20210917213012\/https:\/\/www.welivesecurity.com\/deutsch\/2017\/08\/22\/gamescom-2017-joao-malware\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ESET Blog WeLiveSecurity<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der europ\u00e4ische Sicherheitsanbieter ESET hat eine neue, raffinierte Malware entdeckt. Die Joao genannte Schadsoftware verbreitet sich \u00fcber Computerspiele, welche auf inoffiziellen Webseiten ver\u00f6ffentlicht werden. 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