{"id":196243,"date":"2017-11-12T10:34:50","date_gmt":"2017-11-12T09:34:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=196243"},"modified":"2020-05-17T23:07:21","modified_gmt":"2020-05-17T21:07:21","slug":"google-chrome-nerv-gewinn-werbeumleitungen-blockieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2017\/11\/12\/google-chrome-nerv-gewinn-werbeumleitungen-blockieren\/","title":{"rendered":"Google Chrome: Nerv-Gewinn-Werbeumleitungen blockieren"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Schutz.jpg\" width=\"40\" align=\"left\" height=\"47\"\/>Die Entwickler des Google Chrome-Browsers widmen sich einem nervenden Problem: Den Redirects im Browser, die Benutzer ungewollt auf Spam- und Werbeseiten umleiten. Aber diese Nerv-Gewinn-Werbeumleitungen lassen sich jetzt schon blocken. <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Worum geht es genau? <\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/05064a88b3b841f7b6145f4f6fec7cef\" width=\"1\" height=\"1\"\/>Surft man nichtsahnend im Web, \u00f6ffnen sich im Google Chrome (oder auch in anderen Browsern) pl\u00f6tzlich Werbeseiten in einem neuen Tab. Man erf\u00e4hrt, dass man etwas gewonnen habe (siehe folgende Abbildung). <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i.imgur.com\/iq8YOVE.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Browser-Spam\" alt=\"Browser-Spam\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/iq8YOVE.jpg\" width=\"673\" height=\"315\"\/><\/a><\/p>\n<p>Das Problem tritt sowohl beim Desktop-Browser als auch auf Mobilger\u00e4ten auf und nervt ungemein. Die Seite Onlinewarnungen.de hat sich <a href=\"http:\/\/www.onlinewarnungen.de\/warnungsticker\/gewinnspiel-im-browser-fenster-oeffnet-sich-ohne-zustimmung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a> des Themas angenommen. Auch heise.de hat im August 2017 den Beitrag <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Angriff-der-Nerv-Pop-Ups-Klicken-Sie-auf-OK-um-Ihren-Preis-zu-erhalten-3797422.html?artikelseite=all\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\"Klicken Sie auf OK, um Ihren Preis zu erhalten\"<\/a> zum Thema publiziert \u2013 und <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/forum\/heise-online\/News-Kommentare\/Angriff-der-Nerv-Pop-Ups-Klicken-Sie-auf-OK-um-Ihren-Preis-zu-erhalten\/Tipp-fuer-den-Fall-dass-man-auf-eines-der-nervigen-Popups-trifft\/posting-30851013\/show\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a> gibt es einen Tipp f\u00fcr die Popups. F\u00fcr diese Nerv-Popups werden Werbenetzwerke missbraucht. Es betrifft zwar nur sehr wenige Webseiten, aber die Zahl der Beschwerden von Chrome-Nutzern \u00fcber diese Popups liegt laut <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/google-chrome-will-nervige-werbe-umleitungen-blockieren-1711-131090.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Golem<\/a> bei 20 Prozent.<\/p>\n<h2>Google will Redirects im Chrome blocken<\/h2>\n<p>Anfang November hat Google im Chromium-Blog den Beitrag <a href=\"https:\/\/blog.chromium.org\/2017\/11\/expanding-user-protections-on-web.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Expanding user protections on the web<\/a> ver\u00f6ffentlicht. Dort schreiben die Entwickler, dass einer der Vorteile des Webs darin besteht, dass es Entwicklern erlaubt, jede erdenkliche Art von Inhalten bereitzustellen. W\u00e4hrend die meisten Content-Anbieter daran interessiert sind, ihren Nutzern exzellente Erfahrungen zu bieten, wird das von einigen Wenigen missbraucht. Diese schwarzen Schafe leiten die Nutzer zu unbeabsichtigten Zielen weiter. 1 von 5 Feedbackberichten (die oben erw\u00e4hnten 20 %) von Chrome-Anwendern auf dem Desktop erw\u00e4hnen, dass sie auf unerw\u00fcnschte Inhalte (z.B. die erw\u00e4hnten Gewinn-Popup-Redirects) sto\u00dfen.<\/p>\n<p>Nach Funktionen wie Chrome Popup-Blocker und Autoplay-Schutz werden die Chrome-Entwickler in den n\u00e4chsten Releases drei neue Schutzfunktionen einf\u00fchren, die dem Benutzer alle Vorteile des Internets bieten, aber ohne viele dieser unerw\u00fcnschten Verhaltensweisen.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Unerw\u00fcnschtes Redirect:<\/strong> Eine regelm\u00e4\u00dfige R\u00fcckmeldung von Nutzern betrifft das Redirect, d.h. dass eine Webseite im Browser unerwartet und scheinbar unbegr\u00fcndet zu einer neuen Seite navigiert. Diese Weiterleitung stammt oft von, in der besuchten Webseite eingebetteten, Inhalten Dritter, wobei der Autor der Seite i.d.R. nicht will, dass die Weiterleitung \u00fcberhaupt stattfindet. Um dies zu beheben, werden ab Google Chrome Version 64 alle Umleitungen, die aus iframe-Inhalten von Drittanbietern stammen, eine Infoleiste statt einer Umleitung anzeigen, es sei denn, der Benutzer hatte mit diesem Frame interagiert. Dadurch wird der Benutzer auf der Seite, die er gerade gelesen hat, bleiben und diese ungewollten Weiterleitungen werden verhindert.  <\/li>\n<li><strong>Doppelumleitungen \u00fcber Links:<\/strong> Wenn der Benutzer mit dem Inhalt einer Webseite interagiert, kann auch Missbrauch getrieben werden. Ein Beispiel: Der Klick auf einen Link \u00f6ffnet das gew\u00fcnschte Ziel in einer neuen Registerkarte, w\u00e4hrend das Hauptfenster zu einer anderen, unerw\u00fcnschten Seite, navigiert. Ab Google Chrome Version 65 wird der Browser dieses Verhalten erkennen. Dann wird eine Infoleiste angezeigt, die verhindert, dass die Hauptregisterkarte umgeleitet wird. Dadurch kann der Benutzer direkt zum gew\u00fcnschten Ziel gelangen und gleichzeitig den Kontext der Seite, von der aus er gekommen ist, beibehalten.  <\/li>\n<li><strong>Overlays und Playbuttons:<\/strong> Es gibt es noch einige andere Arten von Missbrauch, die Benutzer an unbeabsichtigte Ziele schicken, aber schwer automatisch erkannt werden k\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6ren Links zu Websites von Drittanbietern, die als Playbuttons oder andere Site-Controls getarnt sind, oder transparente Overlays auf Websites, die alle Klicks erfassen und neue Registerkarten oder Fenster \u00f6ffnen. \u00c4hnlich wie Google Safe Browsing Benutzer vor sch\u00e4dlichen Inhalten sch\u00fctzt, verhindert der Popup-Blocker von Chrome ab Anfang Januar, dass Websites mit solchen Methoden neue Fenster oder Registerkarten \u00f6ffnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Um Website-Besitzer bei der Vorbereitung auf diese \u00c4nderung zu unterst\u00fctzen, hat Google, neben anderen \u00e4hnlichen Berichten in der <a href=\"https:\/\/www.google.com\/webmasters\/tools\/home?hl=de&amp;pli=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Google-Suchkonsole<\/a> auch den Missbrauchserfahrungsbericht bereitgestellt. Website-Besitzer k\u00f6nnen den Bericht verwenden, um herauszufinden, ob auf ihrer Website Missbrauchserfahrungen festgestellt wurden, und um die Benutzererfahrung zu verbessern. Andernfalls k\u00f6nnen Missbrauchserfahrungen, die 30 Tage lang unadressiert blieben, neue Fenster und Tabs verhindern. Bei Interesse, sowohl <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/google-chrome-will-nervige-werbe-umleitungen-blockieren-1711-131090.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Golem<\/a> als auch <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Chrome-blockt-unerwuenschte-Redirects-3884858.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">heise.de<\/a> widmen sich in deutschsprachigen Beitr\u00e4gen dem Thema. <\/p>\n<h2>Redirect schon jetzt verhindern<\/h2>\n<p>Als Nutzer des Google Chrome kann man aber bereits jetzt aktiv werden und das Browser-Redirect verhindern. Hierzu ist im Browser folgender Link aufzurufen:<\/p>\n<p>chrome:\/\/flags\/#enable-framebusting-needs-sameorigin-or-usergesture<\/p>\n<p>Der Chrome-Browser zeigt dann die Einstellungsseite, auf der dann der Wert auf <em>Enabled <\/em>zu setzen ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Chrome: Framebusting verhindern\" alt=\"Chrome: Framebusting verhindern\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/wpj71Pc.jpg\"\/><\/p>\n<p>Nach einem Neustart werden Redirects nur noch akzeptiert, wenn der Benutzer diese einleitet. Der Kollege bei netzwerktotal.de zeigt hier den gleichen Ansatz f\u00fcr den Opera-Browser. Vielleicht hilft es euch weiter. <\/p>\n<p><strong>\u00c4hnliche Artikel:<br \/><\/strong><a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2017\/04\/20\/kommt-ein-integrierter-adblocker-in-google-chrome\/\">Kommt ein integrierter Adblocker in Google Chrome?<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2017\/06\/02\/google-chrome-bekommt-2018-einen-adblocker\/\">Google Chrome bekommt 2018 einen Adblocker<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2017\/08\/20\/gefahr-durch-kompromittierte-chrome-erweiterungen\/\">Gefahr durch (kompromittierte) Chrome-Erweiterungen<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2017\/08\/01\/chrome-erweiterung-coypfish-kompromittiert\/\">Chrome Erweiterung CopyFish kompromittiert<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2016\/11\/07\/angetestet-der-slimjet-browser-ein-chrome-clone\/\">Angetestet: Der Slimjet-Browser, ein Chrome-Clone<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Entwickler des Google Chrome-Browsers widmen sich einem nervenden Problem: Den Redirects im Browser, die Benutzer ungewollt auf Spam- und Werbeseiten umleiten. 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