{"id":198149,"date":"2017-11-30T07:31:17","date_gmt":"2017-11-30T06:31:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=198149"},"modified":"2022-01-04T14:19:08","modified_gmt":"2022-01-04T13:19:08","slug":"lte-fr-zuhause-mehr-als-breitbandersatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2017\/11\/30\/lte-fr-zuhause-mehr-als-breitbandersatz\/","title":{"rendered":"LTE f&uuml;r Zuhause: Mehr als Breitbandersatz"},"content":{"rendered":"<p>Heutzutage braucht eigentlich fast jeder eine schnelle Internetverbindung. Problem ist aber der Breitbandausbau in Deutschland. Kann der schnelle Mobilfunkstandard LTE die L\u00f6sung sein? Hier einige Informationen rund um dieses Thema.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Ohne schnelles Internet wird es schwierig<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/b4cf83ed2020437bba3e56bcf3401f83\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Schnell, schneller, LTE! Der Mobilfunkstandard LTE (oder 4G, f\u00fcr vierte Generation) hat schon viel von sich Reden gemacht, speziell, wenn es um schnelles, mobiles Internet geht. Auch in l\u00e4ndlichen Gebieten stellt LTE mit dem richtigen Provider vern\u00fcnftige Daten\u00fcbertragungsraten bereit \u2013 wie ich selbst seit Jahren bei Aufenthalten in der 'Internet-Diaspora' feststellen kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Schnelles Internet dank LTE\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/A2PoSoa.jpg\" alt=\"Schnelles Internet dank LTE\" \/><br \/>\n(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.pexels.com\/photo\/laptop-technology-ipad-tablet-35550\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pexels\/Pixabay<\/a> CC0 License)<\/p>\n<p>LTE kann aber auch eine Alternative f\u00fcr Zuhause sein, die umso willkommener ist, wenn dort sonst kein schnelles Internet wie beispielsweise per DSL m\u00f6glich ist. Denn noch heute gibt es viele Gegenden in eher l\u00e4ndlicher Lage, in denen weder DSL noch Kabel-Internet verf\u00fcgbar sind. Dank LTE ist es m\u00f6glich, auch solche Regionen <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/digital\/hardware\/wlan-dsl\/id_82214864\/internet-mit-lte-von-zu-hause-ins-netz-gehen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mit schnellem Internet zu versorgen<\/a>.<\/p>\n<p>Hier kann ich mit eigenen, leidvollen Erfahrungen \u00fcber die letzten Jahre aufwarten. Meine Schwester, die in l\u00e4ndlicher Umgebung, auf einem Hof, fernab der \u00fcblichen Telekom-Verteilerstationen lebt, nutzt diesen Ansatz seit Jahren per LTE-Modem mit WLAN-Unterst\u00fctzung zur Zufriedenheit. Und in der Nachbarschaft wird das wohl \u00e4hnlich gehandhabt. DSL ist dort aufgrund der Leitungsl\u00e4ngen nicht m\u00f6glich. Alternativen wie Internet per Satellit oder mobil, per UMTS, wurden nach l\u00e4ngerer Erprobungszeit verworfen. Und ein \u00e4hnlicher Ansatz wird inzwischen von mir auch bei Aufenthalten bei den Schwiegereltern in diesem l\u00e4ndlichen Raum genutzt (obwohl dort DLS m\u00f6glich w\u00e4re, aber f\u00fcr ein paar Tage Internet nicht wirklich lohnt).<\/p>\n<h2>LTE als Breitbandersatz?<\/h2>\n<p>LTE hat einen rasanten Ausbau hinter sich. War das Netz zu Beginn des Jahrzehnts noch eher grobmaschig, k\u00f6nnen die meisten Betreiber mittlerweile auf eine nahezu vollst\u00e4ndige Abdeckung verweisen. Und das aus gutem Grund: der Ausbau des LTE-Netzes ist lange nicht so kostspielig wie der f\u00fcr kabelgebundenes Internet. Es m\u00fcssen keine neuen Leitungen verlegt werden, denn ein <a href=\"https:\/\/www.nwzonline.de\/ratgeber\/anbieter-ruesten-funkmasten-mit-lte-aus_a_31,3,1140175668.html\">einzelner Funkmast reicht bereits<\/a> aus, um eine komplette Gegend mit schnellem Internet zu versorgen. Daher ist auch k\u00fcnftig mit einem schnellen Netzausbau und einer sich weiter ausdehnenden Verf\u00fcgbarkeit zu rechnen.<\/p>\n<p>F\u00fcr potenzielle Nutzer durchaus lohnenswert, denn LTE ist einiges zu leisten imstande: Theoretisch sind bis zu 500 Mbit pro Sekunde im Download und bis zu 50 Mbit im Upload m\u00f6glich. Damit ist LTE deutlich schneller als herk\u00f6mmliches DSL und folglich mehr als nur eine Notl\u00f6sung f\u00fcr jene, die bislang auf Breitbandinternet verzichten mussten. Dennoch sollte vor der Tarifauswahl ein Verf\u00fcgbarkeitstest durchgef\u00fchrt werden, denn eine 100-prozentige Abdeckung ist derzeit noch nicht gegeben, auch wenn der Ausbau mit Hochdruck vorangetrieben wird. Die Tests finden sich auf den Webseiten der jeweiligen Anbieter.<\/p>\n<blockquote><p>In den F\u00e4llen in meinem pers\u00f6nlichen Umfeld haben wir uns seinerzeit aber nicht auf diese Internetseiten der Mobilfunkanbieter verlassen, zumal dort die Abdeckung und Signalst\u00e4rke als kritisch einzustufen war. Daher wurde vor Ort ein praktischer Test per Smartphone durchgef\u00fchrt. Dabei wurde im Vorfeld auch ein Anbieter (au\u00dferhalb der nachfolgend genannten Provider), wegen der praktisch erreichbaren Datenrate im Mobilbetrieb, aussortiert. Zu erw\u00e4hnen ist zudem, dass sich die Netto-Datenrate bei Mobilfunkverbindungen mit st\u00e4rkerer Auslastung einer Funkzelle \u00e4ndern kann &#8211; die verf\u00fcgbare Bandbreite muss dann auf alle Nutzer aufgeteilt werden.<\/p><\/blockquote>\n<h2>Die Tarife &#8211; noch wenig Auswahl<\/h2>\n<p>LTE-Tarife f\u00fcr Zuhause werden derzeit noch von relativ wenigen Unternehmen angeboten. In der Zeit, als ich in den oben genannten F\u00e4llen mit der Thematik befasst war, habe ich mich auch etwas mit der Tarifauswahl besch\u00e4ftigt. Daher mein Tipp: Vor der Anschaffung einer LTE-Anbindung f\u00fcr die eigene vier W\u00e4nde empfiehlt sich ein Vergleich der LTE-Tarife (abgeschaltet) samt Konditionen. Erg\u00e4nzung: Speziell das Thema Drosselung ist wohl immer noch ein Problem, wie sich aus den nachfolgenden Leserkommentaren ergibt. Die Preise, zu denen die 'Flatrates' von Vodafone und Telekom angeboten werden, d\u00fcrfen in meinen Augen mittlerweile aber als halbwegs konkurrenzf\u00e4hig angesehen werden.<\/p>\n<ul>\n<li>Vodafone bietet seit Kurzem seinen GigaCube in Kombination mit Red- und Young-Tarif an. F\u00fcr 24,99 Euro im Monat wird dadurch LTE f\u00fcr Zuhause m\u00f6glich. Gesurft wird mit bis zu 150 Mbit pro Sekunde, wobei die Geschwindigkeit orts- und zeitbedingt auch geringer ausfallen kann. Die hohe Bandbreite ist jedoch mit einer Kontingentierung verbunden. Mit dem GigaCube stehen monatlich 50 Gigabyte zur Verf\u00fcgung. Sind diese einmal aufgebraucht, wird die Geschwindigkeit auf 32 Kbit pro Sekunde gedrosselt. Eine praktische L\u00f6sung f\u00fcr Ferienwohnung oder Zweitwohnsitz bietet Vodafone mit dem Flex-Tarif. Die 24,99 Euro Grundgeb\u00fchr wird nur dann f\u00e4llig, wenn LTE auch wirklich genutzt wird.<\/li>\n<li>Von der Telekom steht mit Call &amp; Surf Comfort via Funk ein reiner LTE-Tarif zur Verf\u00fcgung. Weiterhin gibt es Tarife mit sog. Hybrid-Internet, bei denen sich LTE und DSL gegenseitig erg\u00e4nzen. Bei einem St\u00f6rfall (oder ungen\u00fcgender Datenrate) kann man einfach von DSL auf LTE oder umgekehrt wechseln. Der entsprechende Tarif, MagentaZuhause Hybrid S, ist bereits ab einem monatlichen Grundpreis von 19,95 Euro innerhalb des ersten Jahres zu haben. Gesurft wird mit 16 Mbit pro Sekunde. Schneller geht es mit den Tarifen MagentaZuhause Hybrid M und L, bei denen Daten\u00fcbertragungsraten von 50 bis 100 Mbit\/s m\u00f6glich sind (beachtet den Kommentar <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2017\/11\/30\/lte-fr-zuhause-mehr-als-breitbandersatz\/#comment-50723\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>\u00a0und das 'Kleingedruckte' der Telekom).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Erinnerungsm\u00e4\u00dfig nutzt meine Schwester dieses Modell mit einem dieser Tarife, wobei die Erg\u00e4nzung durch DSL dort halt weg f\u00e4llt. Erg\u00e4nzung: In der ersten Fassung hatte ich geschrieben, dass die Telekom-Tarife ohne Drosselung auskommen. Gem\u00e4\u00df den nachfolgenden Kommentaren von\u00a0SebSonic ist dem nicht so. Also hier selbst recherchieren, ob und ab wann die Drosselung eintritt.<\/p>\n<h2>Das richtige Datenvolumen finden<\/h2>\n<p>Wer seinen Internetanschluss intensiv nutzt, h\u00e4ufig Filme streamt oder Daten hoch- und herunterl\u00e4dt, wird bald an die Grenzen des Inklusiv-Volumens sto\u00dfen. Ein HD-Film verschlingt pro Stunde etwa zwei Gigabyte, das einmalige Abfragen von E-Mails nur etwa 50 KB. Wer regelm\u00e4\u00dfig Online-Spiele spielt und\/oder nicht st\u00e4ndig auf das Volumen achten m\u00f6chte, dem empfehle ich, einen LTE-Tarif mit hohem Datenvolumen zu w\u00e4hlen &#8211; eine Drosselung scheint, entgegen meinen ersten Vermutungen, bisher leider immer noch zu existieren.<\/p>\n<blockquote><p>Anmerkung: Relevant ist alleine die Leistungsbeschreibung des jeweiligen Anbieters. Da steckt der Teufel oft im Kleingedruckten. \u00dcber die Auslastung der Funkzelle im jeweils konkreten Fall (beeinflusst die Nettodatenrate, die man nutzen kann) kann ich nichts sagen. Muss man selbst ermitteln. Zudem ist zu beachten, dass sich die Tarif-Details schon mal \u00e4ndern k\u00f6nnen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Nach dem Leserfeedback l\u00e4sst sich festhalten: Wer einen schnellen Breitbandanschluss sein Eigen nennt, wird mit LTE f\u00fcr Zuhause keine Alternative bekommen. Wer dagegen mit Schmalspur-DSL oder gar ohne DSL unterwegs ist, f\u00fcr den d\u00fcrfte &#8211; auch nach meinen bisherigen Erfahrungen &#8211; LTE schon eine M\u00f6glichkeit darstellen, halbwegs schnelles Internet zu nutzen. Auch Ende 2017 leidet das Ganze aber immer noch unter dem Problem, dass die Anbieter die Daten\u00fcbertragung nach einer gewissen Datenmenge zu drosseln scheinen &#8211; darauf wird in den nachfolgenden Nutzerkommentaren mehrfach hingewiesen. Auch scheint die Nutzbarkeit je nach Anbieter und Standort unterschiedlich gut zu sein. Fazit: Eine echte Alternative zu einer schnellen DSL-Leitung ist LTE f\u00fcr Zuhause also nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heutzutage braucht eigentlich fast jeder eine schnelle Internetverbindung. Problem ist aber der Breitbandausbau in Deutschland. Kann der schnelle Mobilfunkstandard LTE die L\u00f6sung sein? 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