{"id":200823,"date":"2018-02-11T00:21:42","date_gmt":"2018-02-10T23:21:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=200823"},"modified":"2021-01-10T22:22:33","modified_gmt":"2021-01-10T21:22:33","slug":"linux-live-systeme-zum-testen-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/02\/11\/linux-live-systeme-zum-testen-teil-2\/","title":{"rendered":"Linux Live-Systeme zum Testen &#8211; Teil 2"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Linux.jpg\" width=\"64\" height=\"76\" align=\"left\" \/>Wer Linux mal auf einem System testen m\u00f6chte, braucht dieses nicht unbedingt zu installieren (und sich so seinen Windows-Rechner zu ruinieren). Von den meisten Linux-Distributionen gibt es sogenannte Live-Systeme, die sich von CD, DVD oder USB-Stick booten lassen. Der Beitrag gibt eine kurze \u00dcbersicht, was man ggf. wissen sollte.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Was sind Live-Systeme?<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/20c2837129ab441f8eed7b0f0479c7b7\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Laut Wikipedia steht der Begriff Live-System f\u00fcr ein Betriebssystem, das ohne Installation (und normalerweise ohne Beeinflussung des Inhaltes einer gegebenenfalls im System vorhandenen Festplatte) gestartet werden kann. Das gesamte Betriebssystem wird dazu in der Regel auf einem bootf\u00e4higen Medium (CD, DVD, USB-Stick) geladen. Der Arbeitsspeicher des Systems wird zur Speicherung der Daten benutzt.<\/p>\n<p>Ein Live-System ist also die ideale Basis, um Linux auszuprobieren. Ich verwende Live-Systeme in der Regel, um zu testen, ob eine Linux-Distribution \u00fcberhaupt auf einem (\u00e4lteren) Rechner l\u00e4uft. Wenn das Live-System schon beim Booten h\u00e4ngen bleibt, braucht man i.d.R. nicht mit experimentieren und installieren anzufangen und kann sich so viel Frust und Zeit sparen. Live Systeme sind auch ganz hilfreich, um ein kaputtes (Windows)-System wieder flott zu kriegen, Festplatten zu kopieren oder sonst am System herum zu fuhrwerken, ohne Windows zu verwenden.<\/p>\n<p>Ein Live-System von optischen Medien wie CD oder DVD gebootet, hat noch einen riesigen Vorteil: Es kann nicht durch Schadsoftware befallen werden \u2013 der Datentr\u00e4ger ist ja schreibgesch\u00fctzt. Und nach dem n\u00e4chsten Neustart ist das System wieder \"jungfr\u00e4ulich\"- Das ist allerdings auch der Nachteil eines Live-Systems: Nach dem Ausschalten des Rechners sind die Einstellungen weg, man muss beim n\u00e4chsten Booten wieder von vorne beginnen.<\/p>\n<p>Und man kann ein Live-System (DVD oder USB-Stick) verwenden, um Linux sp\u00e4ter auf der Maschine zu installieren. Die ISO-Dateien lassen sich auch als Boot-Medium in einer virtuellen Maschine verwenden, um Linux dort zu installieren.<\/p>\n<h2>Welche Live-Systeme k\u00f6nnte ich mir anschauen?<\/h2>\n<p>Im Zusammenhang mit Linux f\u00e4llt oft in einem Atemzug Ubuntu, und so k\u00f6nnte man ein Ubuntu-Live-System von <a href=\"https:\/\/www.ubuntu.com\/download\/desktop\">dieser Webseite<\/a> als ISO-Datei ziehen und dann auf DVD oder USB-Stick bringen. Auf der Webseite gibt es sogar Artikel, die das erkl\u00e4ren. Aber es muss nicht unbedingt Ubuntu sein. Fast von jeder Linux-Distribution gibt es ein Live-System in Form einer ISO-Datei, die man auf optische Medien oder Flash-Speicher bringen kann. Die Wikipedia hat in <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Live-System\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem Beitrag<\/a> eine ganze Liste von Live-Systemen zusammen getragen.<\/p>\n<ul>\n<li>Damn small linux w\u00fcrde ich nicht unbedingt zum Einstieg nutzen. Ich habe hier noch eine \u00e4ltere Version auf einem 256 MByte USB-Stick (Linux ist nur um die 70 MByte gro\u00df). Aber die Handhabung ist schon 'stoppelig' \u2013 ich habe es in Netbook-Zeiten zum Reparieren der Maschinen nach Experimenten benutzt. Und in <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2013\/07\/19\/limbo-ein-pc-emulator-fr-android\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem Blog-Beitrag<\/a> wurde das Betriebssystem in anderem Zusammenhang erw\u00e4hnt.<\/li>\n<li>Flux Flux ist eine nette Distribution, die ich einige Zeit auf meinen Netbooks verwendet habe. Aber ich bin auf dem Desktop zugunsten von Mint von Flux Flux abgekommen.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Linux_Mint\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Linux Mint<\/a> (mit Cinnamon-Desktop-Manager) ist auf jeden Fall ein System, welches man sich ansehen sollte. Ich bevorzuge Linux Mint gegen\u00fcber Ubuntu, weil dort gef\u00fchlt weniger experimentiert wird. Auf <a href=\"https:\/\/linuxmint.com\/download.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dieser Webseite<\/a> gibt es die Downloads. Und in diesem Blog-Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2017\/11\/28\/linux-mint-18-3-cinnamon-und-mate-freigegeben\/\">Linux Mint 18.3 Cinnamon und MATE freigegeben<\/a> gibt es ein paar Informationen.<\/li>\n<li>Puppy Linux wird bei Wikipedia ebenfalls erw\u00e4hnt. Auch von dieser Distro habe ich eine \u00e4ltere Variante auf einem 1 GByte USB-Stick herum fliegen. Ist der Stick, den ich inzwischen auf meinen \u00e4lteren BIOS-Rechnern f\u00fcr Reparaturaufgaben verwendet.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/q4os.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Q4OS<\/a> ist auf jeden Fall eine Linux-Distribution, die ich Leuten mit \u00e4lteren Rechnern ans Herz legen m\u00f6chte (siehe auch den Blog-Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2017\/11\/05\/linux-distribution-q4os-fr-windows-umsteiger\/\">Linux Distribution Q4OS f\u00fcr Windows-Umsteiger<\/a>). Bei meinem letzten Test hatte ich mir einen Stapel mit vier oder f\u00fcnf Live-Systemen auf DVD gebrannt. Q4OS bootete als einzige Variante auf allen meinen Testmaschinen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Welche Distribution Sie einsetzen, bleibt also jedem selbst \u00fcberlassen. Einfach nach Geschmack bzw. Gusto starten.<\/p>\n<h2>Brauche ich 32 oder 64 Bit?<\/h2>\n<p>An dieser Stelle noch ein kurzer Hinweis zur Frage: Brauche ich nun eine 32- oder eine 64-Bit-Version eines Live-Systems? Einige Linux-Distributionen (wie Ubuntu) haben die Unterst\u00fctzung f\u00fcr 32 Bit inzwischen abgek\u00fcndigt. Da entf\u00e4llt die Frage, man greift zur 64-Bit-Version. Auf allen UEFI-Rechnern mit einem 64-Bit-Windows 8 bis Windows 10 wird man mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ein 64-Bit-Linux-Live-System brauchen (32-Bit-Systeme booten dort nicht). Bei \u00e4lteren Systemen mit BIOS und wenig RAM (bis 2 GByte) w\u00fcrde ich zuerst mit einem 32-Bit-System experimentieren.<\/p>\n<h2>Eine Live-CD\/-DVD erstellen<\/h2>\n<p>Das Erstellen einer Live-CD oder Live-DVD (h\u00e4ngt davon ab, ob ein Live-System von der Gr\u00f6\u00dfe noch auf eine CD passt oder ein eine DVD ben\u00f6tigt) ist unter Windows 7 bis 10 ein Kinderspiel.<\/p>\n<p>1. Laden Sie sich die passende ISO-Datei der gew\u00fcnschten Linux-Distribution als 32- oder 64-Bit-Version auf die Festplatte herunter.<\/p>\n<p>2. Legen Sie ein optisches Medium in den DVD-Brenner ein, klicken die ISO-Datei mit der rechten Maustaste an, und w\u00e4hlen Sie den Kontextmen\u00fcbefehl <em>Windows-Brenner f\u00fcr Datentr\u00e4gerabbilder<\/em> (Windows 7) oder <em>Datentr\u00e4gerabbild brennen<\/em> (Windows 10).<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend befolgen Sie die Anweisungen des Brenn-Assistenten. Nach dem erfolgreichen Brennen beschriften Sie das optische Medium und lassen den Rechner vom Bootmedium starten.<\/p>\n<h2>Einen USB-Stick mit Live-System erstellen<\/h2>\n<p>Um eine Linux-Distribution, die als ISO-Datei auf Festplatte vorliegt, auf einen bootbaren USB-Stick (oder eine Speicherkarte, falls das System von SD-Karten bootbar ist) als Live-System zu bringen, braucht man Hilfstools. Dann ist das Ganze ein Kinderspiel.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/rufus.akeo.ie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rufus<\/a>: Dieses kostenlose Tool setze ich meist ein, um die ISO-Datei auf den USB-Stick zu \u00fcbertragen (klappt mit Windows und Linux sowie mit Android x86).<\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/unetbootin.github.io\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Unetbootin<\/a><\/em>: Dieses kostenlose Tool habe ich im Blog-Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2014\/02\/17\/angetestet-kitkat-x86-auf-medion-akoya-e1210-und-wetabii\/\">Angetestet: KitKat-x86 auf Medion Akoya E1210 und WeTab\u2013II<\/a> beispielsweise verwendet, um einen Boot-Stick zu erzeugen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch da Tool <em>LinuxLive USB Creator<\/em> verspricht, eine ISO-Installationsdatei von Linux auf einen USB-Stick als Live-System zu schreiben. Ich habe das Tool nicht benutzt, bei heise.de <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/download\/product\/linuxlive-usb-creator-90060\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">finden sich einige Hinweise<\/a> dazu.<\/p>\n<h2>Live-System booten<\/h2>\n<p>Sobald Sie \u00fcber einen bootf\u00e4higen USB-Stick oder eine CD\/DVD verf\u00fcgen, booten Sie das System mit diesem Medium. Meist muss man eine Funktionstaste dr\u00fccken, um das Bootmedium auszuw\u00e4hlen. In meinem Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2011\/09\/13\/android-x86-3-2-auf-dem-medion-akoya-1210\/\">hier<\/a> habe ich das Booten auf einem Medion Akoya 1210 beschrieben. Dort wird die F11-Taste zur Anzeige des Boot-Device-Men\u00fcs verwendet. Bei vielen Rechnern l\u00e4sst sich das Auswahlmen\u00fc f\u00fcr das Boot-Device beim Start \u00fcber die ESC-Taste aufrufen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/JMVskCG.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend sollte ein Men\u00fc wie auf obigem Bild (am Beispiel von Android) erscheinen. Dort l\u00e4sst sich per Cursortaste die Option <em>Live CD<\/em> oder \u00e4hnlich w\u00e4hlen. Falls die Maschine nicht mit der ersten Option startet, kann man den VESA-Mode oder den Debug-Mode w\u00e4hlen. Bootet das System, werden Sie von einem Assistenten durch die Einrichtungsschritte (z.B. Sprache und Tastaturlayout wird abgefragt) gef\u00fchrt. Dann sollten Sie irgendwann zum Desktop gelangen und Linux erkunden k\u00f6nnen. Und nun viel Erfolg.<\/p>\n<p><strong>Artikelreihe<br \/>\n<\/strong><a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/02\/10\/von-windows-zu-linux\/\">Von Windows zu Linux<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/02\/11\/linux-live-systeme-zum-testen-teil-2\/\">Linux Live-Systeme zum Testen<\/a> \u2013 Teil 2<br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/02\/11\/virtualisierung-mit-virtualbox-portable-teil-3\/\">Virtualisierung mit Virtualbox (portable)<\/a>\u00a0&#8211; Teil 3<\/p>\n<p><strong>\u00c4hnliche Artikel:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/01\/15\/fyi-kostenloser-linux-online-kurs\/\">FYI: Kostenloser Linux-Online-Kurs<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2017\/02\/07\/usb-boot-stick-in-iso-datei-fr-cdsdvds-berfhren\/\">USB-Boot-Stick in ISO-Datei (f\u00fcr CDs\/DVDS) \u00fcberf\u00fchren<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2017\/11\/05\/linux-distribution-q4os-fr-windows-umsteiger\/\">Linux Distribution Q4OS f\u00fcr Windows-Umsteiger<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2017\/11\/28\/linux-mint-18-3-cinnamon-und-mate-freigegeben\/\">Linux Mint 18.3 Cinnamon und MATE freigegeben<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20201125193256\/https:\/\/borncity.com\/blog\/2016\/03\/07\/remix-os-beta-in-virtualbox-installieren\/\">Remix OS Beta in Virtualbox oder auf realen Maschinen installieren<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer Linux mal auf einem System testen m\u00f6chte, braucht dieses nicht unbedingt zu installieren (und sich so seinen Windows-Rechner zu ruinieren). 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