{"id":201238,"date":"2018-02-25T00:28:00","date_gmt":"2018-02-24T23:28:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=201238"},"modified":"2023-04-29T10:41:09","modified_gmt":"2023-04-29T08:41:09","slug":"die-krux-mit-windows-10-oem-systemen-beispiel-lenovo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/02\/25\/die-krux-mit-windows-10-oem-systemen-beispiel-lenovo\/","title":{"rendered":"Die Krux mit Windows 10 OEM-Systemen (Beispiel Lenovo)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Ultrabook.jpg\" width=\"80\" height=\"62\" align=\"left\" \/>Wer sich ein Windows 10-System im Handel kauft, erlebt mitunter einige \u00dcberraschungen. Im Blog-Beitrag m\u00f6chte ich auf das Thema Windows 10-Systeme von OEMs und die m\u00f6glicherweise drohenden Ungereimtheiten eingehen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/1c01789180d341bc8f4526e355086245\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Hintergrund ist die Mail eines\/einer Blog-Leser\/in, die um eine Einsch\u00e4tzung nachfragte, weil das System 'von der Stange', gekauft bei einem renommierten H\u00e4ndler, sich komisch verhielt. Ich habe den Fall mal aufbereitet, aber anonymisiert, da die spezifischen Details wie H\u00e4ndler etc. nichts zur Sache beitragen. Interessant ist der Fall, weil eine Kombination an Annahmen und Fehlinterpretationen mit der Realit\u00e4t von Windows 10 kollidieren.<\/p>\n<h2>Neu gekauftes Windows 10-Notebook<\/h2>\n<p>Im betreffenden Fall hatte man sich ein Notebook, das Lenovo Ideapad 520 -15IKB i5-7200U(H) 8GB bestellt. In der Mail hie\u00df es: 'Hatte einen wirklich guten ersten Eindruck'. Die Webseite des Herstellers spart dann auch nicht mit Superlativen wie Prozessor 'Intel\u00ae Core\u2122 i7 der 8. Generation', starke Grafik, 16 GB Intel Optane-SSD zur Leistungssteigerung etc.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Lenovo Ideapad 520 -15IKB i5-7200U\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/iWFE8Uy.jpg\" alt=\"Lenovo Ideapad 520 -15IKB i5-7200U\" \/><\/p>\n<p>Eine kurze Suche im Web zeigte mir, dass das Ger\u00e4t wohl bei Versendern wie Amazon.de erst seit Dezember 2017 angeboten wird. Bei heise.de findet sich <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/preisvergleich\/lenovo-ideapad-520-15ikb-grau-80yl00qhge-a1709910.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> eine \u00dcbersicht, auch mit Preisen. Die obige Anzeige stammt von Cyberport und enth\u00e4lt ein paar technische Daten wie Intel Core i5-7200U, 8 GByte RAM, 256 GB SSD, NVIDIA GeForce 940MX Grafik etc.<\/p>\n<p>Klingt nicht schlecht, auch wenn der Prozessor kein Rennpferd ist. Der Intel Core i5-7200U ist laut <a href=\"https:\/\/www.notebookcheck.com\/Intel-Core-i5-7200U-Notebook-Prozessor.172208.0.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Notebookcheck<\/a> ein Dual-Core-SoC f\u00fcr Note- und Ultrabooks, der auf der Kaby-Lake-Architektur basiert und Ende August 2016 vorgestellt wurde. <a href=\"https:\/\/www.notebookcheck.com\/Lenovo-Ideapad-520-15IKB-80YL005BMH.242378.0.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dieser Artikel<\/a> bei Notebookcheck fasst einige Eindr\u00fccke zusammen. Bei amazon.in finden sich <a href=\"https:\/\/www.amazon.in\/Lenovo-510-15IKB-80SV00YCIH-15-6-inch-i5-7200U\/product-reviews\/B071CR4439\/ref=cm_cr_arp_d_hist_1?filterByStar=one_star&amp;pageNumber=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">einige Bewertungen<\/a>, die ein langsames Ger\u00e4t beklagen.<\/p>\n<h2>Herstelldatum, Kaufdatum, Garantie-Ende<\/h2>\n<p>Bei der Erstinbetriebnahme wurde der K\u00e4ufer stutzig, als das Ger\u00e4t beim ersten Einschalten bereits Updates saugte und nach einer Stunde kaum ein Fortschritt zu bemerken war (dazu sp\u00e4ter mehr). Zitat aus der Mail:<\/p>\n<blockquote><p>Ich notierte die SN Nummer, dabei stellte ich fest, dass das Notebook ein MFG Date 17\/06\/12 hatte. Laut Lenovo Support ist es in 8\/2017 gefertigt worden.<\/p>\n<p>Ich habe eben noch einmal das genaue Produktionsdatum bei einer Support Mitarbeiterin von Lenovo abgefragt: das obige\u00a0Produktionsdatum von Anfang August 207 wurde best\u00e4tigt, die\u00a0Garantie l\u00e4uft bis Ende September 2019<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich habe mir ein Foto des Produktaufklebers schicken lassen (zur Annonymisierung des Falls gebe ich keine weiteren Details an). In den Daten des Aufklebers h\u00e4tte ich jetzt kein Problem gesehen \u2013 erst sp\u00e4ter wurde mir klar, dass es eine Verkettung verschiedener Diskrepanzen war, die den K\u00e4ufer unsicher werden lie\u00df.<\/p>\n<ul>\n<li>Das Datum 17\/06\/12 wurde wohl f\u00e4lschlich als Produktionsjahr 2012 interpretiert. Da der Aufkleber aber in Englisch gehalten ist, wurde das Ger\u00e4t am 12. Juni 2017 gefertigt. Das ist f\u00fcr ein Anfang 2018 ausgeliefertes Ger\u00e4t in Ordnung und in meinen Augen nicht zu beanstanden.<\/li>\n<li>Bleibt noch die Abweichung in den Fertigungsdaten, die der Lenovo-Support dem K\u00e4ufer genannt hat. Hier arbeitet Lenovo scheinbar zugunsten des K\u00e4ufers und schl\u00e4gt gut 6 Wochen auf das Fertigungsdatum auf. Die Gew\u00e4hrleistung von Lenovo l\u00e4uft also im Support bis Ende September 2019 (f\u00fcr ein im Februar 2018 gekauftes Ger\u00e4t zu kurz, aber da m\u00fcsste man an den H\u00e4ndler ran).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Unter dem Strich ist an dieser Stelle nichts zu bekritteln, wenn auch die intern bei Lenovo zum Ger\u00e4t gef\u00fchrten Angaben zu Herstelldatum und Garantieende nicht mit dem Kaufdaten des Kunden korrespondieren (es fehlen quasi ein paar Monate). Probleme k\u00f6nnte es geben, wenn das Ger\u00e4t ein paar Tage vor Garantieende ausf\u00e4llt &#8211; also Kaufnachweis aufbewahren.<\/p>\n<h2>Nicht zufriedenstellendes Inbetriebnahmeerlebnis<\/h2>\n<p>Von Microsoft wird ja immer die 'best user experience' mit Windows 10-Ger\u00e4ten in allen Verlautbarungen hervorgehoben. Und wenn ein neu gekauftes Ger\u00e4t erstmals eingeschaltet wird, erwartet man als Nutzer, dass man da z\u00fcgig loslegen kann. Das Inbetriebnahmeerlebnis des K\u00e4ufers liest sich in etwa so (Zitate aus der Mail herausgezogen):<\/p>\n<blockquote><p>Als das Notebook beim Update 1 Stunde f\u00fcr 1% brauchte, wurde ich skeptisch.<\/p><\/blockquote>\n<p>\u00dcber das Tool SiSoft Sandra wurde als letzte Anmeldung der 13.6.2017 sowie ein\u00a0<span style=\"font-style: italic;\">Windows 10 Home <\/span>mit der Build\u00a0<span style=\"font-style: italic;\">10.00.14393<\/span>\u00a0gemeldet<span style=\"font-style: italic;\">.\u00a0<\/span>Hier gilt es ein wenig zu sortieren. Das letzte Anmeldedatum ist, wenn das Ger\u00e4t am 12.6.2017 gefertigt wurde, in meinen Augen stimmig.<\/p>\n<blockquote><p>Etwas wundert mich, dass ein solches Anmeldedatum \u00fcberhaupt genannt wird. Ich kenne die Lenovo-Ger\u00e4te nicht, h\u00e4tte aber erwartet, dass dort beim ersten Einschalten ein OOBE (Out of the Box Experience) Setup anl\u00e4uft, welches Windows 10 erstmalig einrichtet und auch das erste Benutzerkonto anlegt. Ich h\u00e4tte daher ein Datum, als das Installationsabbild erstellt wurde, erwartet. M\u00f6glicherweise wird das Datum eingetragen, wenn das Installationsabbild auf die Maschine kommt &#8211; m\u00f6glicherweise wurde das System in der Qualit\u00e4tskontrolle kurz gebootet &#8211; ich wei\u00df es nicht. Vielleicht k\u00f6nnen Lenovo-Besitzer da was zu sagen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Was aber nicht so wirklich sch\u00f6n ist: Laut obiger Angabe ist die Windows 10 Build 10.00.14393 auf dem Ger\u00e4t installiert.<\/p>\n<ul>\n<li>Das Lenovo-Ger\u00e4t wurde, am 12.6.2017 gefertigt.\u00a0Windows 10 Creators Update (Version 1703) war seit dem 11. April 2017 verf\u00fcgbar.<\/li>\n<li>Die Windows 10 Build 14393 ist aber das <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Windows_10_version_history#Version_1607_(Anniversary_Update)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anniversary Update<\/a> Version 1607 (allgemein seit dem 2. August 2016 verf\u00fcgbar).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Warum Lenovo auf Maschinen, die im Juni 2017 gefertigt wurden, nicht Windows 10 Creators Update (Version 1703), sondern noch die Version 1607 ausrollt, bleibt deren Geheimnis. Denn zu diesem Zeitpunkt lief diese Build ja bei Microsoft bereits auf den generelle Verf\u00fcgbarkeit f\u00fcr alle Maschinen hinaus.<\/p>\n<h2>Patzer des OEM, zu Lasten des Kunden?<\/h2>\n<p>Das ist die Stelle, wo die \u2013 in meinen Augen \u2013 unheilige Allianz von Microsoft und OEMs den K\u00e4ufern von Windows 10-Systemen Kn\u00fcppel zwischen die Beine werfen kann. Ich stelle einfach mal ein paar Beobachtungen und Einsch\u00e4tzungen hier als Stichpunkte ein:<\/p>\n<ul>\n<li>Es wurde hier im Blog, auch in Kommentaren, angemerkt: War eine Maschine mit Windows 10 l\u00e4ngere Zeit nicht eingeschaltet, geht diese beim ersten Booten in eine Update-Schleife und ist f\u00fcr eine Verwendung oft kaum noch nutzbar. Erst wenn Windows 10 wieder aktuell ist, kann mit dem System wieder gearbeitet werden.<\/li>\n<li>Wird eine OEM-Maschine, die vor einigen Monaten mit einem Image bespielt wurde, erstmals in Betrieb genommen, l\u00e4uft nicht nur das OOBE-Setup. Windows 10 beginnt sofort danach auch damit, Updates zu ziehen.<\/li>\n<li>Und neben Updates werden oft auch Treiber neu geholt. Zudem wurde in Windows 10 eingef\u00fchrt, dass Apps nur f\u00fcr die englische Oberfl\u00e4che vorkonfiguriert ausgeliefert werden. Bei der ersten Benutzung muss Windows sich die deutschen Sprachanpassungen und ggf. App-Updates holen (siehe auch den Blog-Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2017\/10\/19\/windows-10-fall-creators-update-apps-in-englisch-oder-kacheln-mit-pfeil\/\">Windows 10 Fall Creators Update: Apps in Englisch oder Kacheln mit Pfeil<\/a>).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn jetzt ein OEM noch eine 'veraltete' Windows 10-Version auf den Maschinen vorinstalliert, ist das Malheur da. Die Maschine holt sich bei der Inbetriebnahme i.d.R. die OOBE-Updates, h\u00e4ufig auch fehlende kumulative Updates\u00a0 und stellt dann fest, dass ein Funktionsupdate ansteht. Dann beginnt der Download dieses Funktionsupdates, um Windows 10 auf eine neue Version zu heben. Im obigen Fall mit dem Anniversary Update gibt es sowohl Windows 10 Creators Update (Version 1703) als auch Windows 10 Fall Creators Update (Version 1709), die fehlen.<\/p>\n<p>Im g\u00fcnstigsten Fall w\u00fcrde nur Windows 10 Fall Creators Update, Version 1709, vom Oktober 2017 heruntergeladen. M\u00f6glicherweise versucht das System (je nach Inbetriebnahmezeitpunkt, z.B. wenn die globale Verf\u00fcgbarkeit f\u00fcr eine Windows 10-Version f\u00fcr die Maschine noch nicht gegeben ist) erst das vorletzte Funktionsupdate zu ziehen. Nach ein paar Tagen gibt Microsoft das aktuelle Funktionsupdate f\u00fcr die betreffende Maschine frei, so dass erneut ein Update-Reigen los geht.<\/p>\n<p>Im d\u00fcmmsten Fall steht ein Anwender vor dem Problem, dass das neu gekaufte Windows 10-System 5, 6 und mehr Gigabyte an Downloads versucht. Kommen dann noch Probleme bei der Installation der (Funktions-)Updates hinzu, und erfolgt ein Rollback, sorgt das automatische Update daf\u00fcr, dass da ein vielfaches an Datenvolumen getankt wird.<\/p>\n<p>Die Eingangs erw\u00e4hnte Beobachtung, dass die neue Maschine nach einer Stunde erst 1% in der Fortschrittsanzeige meldete, wird dadurch erkl\u00e4rbar \u2013 zumal ich wei\u00df, dass die betreffende Person nur \u00fcber einen DSL 2000er-Anschluss verf\u00fcgt.<\/p>\n<h2>Der Ansatz ist kaputt!<\/h2>\n<p>In Deutschland ist nicht jeder Nutzer mit Hochgeschwindigkeits-Internet ausgestattet. Wer nicht mindestens mit einer 16.000er DSL-Leitung an das Internet angebunden ist, wird mit Windows 10 nicht warm (hier habe ich eine 6.000er DSL-Leitung). Und wer nur mobil ins Internet kann, der ist quasi verratzt. Je nach Mobilfunkanbieter ist die UMTS-Abdeckung nicht vorhanden. Bei LTE-Abdeckung muss man schauen, welche Bandbreite man \u00fcber die Funkzelle wirklich bekommt.<\/p>\n<p>Aber es gibt noch ein gravierenderes Problem, welches ich im Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2017\/12\/03\/deutschland-deine-teuren-lte-tarife\/\">Deutschland, deine teuren LTE-Tarife<\/a> angerissen habe. W\u00e4hrend im EU-Ausland in vielen L\u00e4ndern 500 GByte LTE-Datenvolumen f\u00fcr um die 30 Euro erh\u00e4ltlich sind, ist Deutschland Mobil-Internet-Diaspora. F\u00fcr 10 Euro gibt es aktuell gerade einmal 1 bis 1,5 GByte an Datenvolumen, welches nach 30 Tagen auch noch ausl\u00e4uft.<\/p>\n<ul>\n<li>Aktuell gibt es ja Pl\u00e4ne f\u00fcr Always Connected PCs mit Windows 10 on ARM (siehe <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/02\/21\/always-connected-systeme-mit-windows-10-on-arm-von-der-telekom\/\">Always Connected-Systeme mit Windows 10 on ARM von der Telekom<\/a>). Und Intel hat Pl\u00e4ne f\u00fcr Windows PCs, die mit dem Mobilfunkstandard 5G ans Internet angebunden werden und ab Ende 2018 verf\u00fcgbar sein sollen (Martin Geu\u00df hat es <a href=\"https:\/\/www.drwindows.de\/news\/zukunftsmusik-windows-pcs-mit-5g-ab-ende-2019\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier thematisiert<\/a>). Wird hierzulande eine Totgeburt, wenn ich das Ganze an den Realit\u00e4ten spiegele.<\/li>\n<li>K\u00fcrzlich hatte ich ein Radio-Interview zur Frage, wie man Internet-Abstinenzler in der Gruppe 50+ 'bekehren k\u00f6nne', damit diese den Segnungen von WhatsApp, Amazon, Facebook &amp; Co. nicht mehr die kalte Schulter zeigen. Abgesehen von der Frage, ob man das genannte Zeugs braucht, was empfiehlt man denn jemandem, der mal 'Internet probieren will' f\u00fcr den Einstieg? Da w\u00e4re doch eine mobile Prepaid-Internetanbindung ideal \u2013 quasi: Du kaufst 50 Gigabyte f\u00fcr 20 Euro und kannst diese dann quasi 'absurfen'. Nur gibt es meines Wissens so einen Prepaid-Tarif nicht \u2013 und schon gar nicht f\u00fcr das Geld.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zum letzten Punkt: Und unter diesem Blickwinkel k\u00f6nnte man h\u00f6chstens ein g\u00fcnstiges Smartphone mit 500 MByte Prepaid-Datenvolumen pro 30 Tagen zum Schnuppern empfehlen. Ein Windows 10-System f\u00e4llt, wegen der gigantischen Download-Gr\u00f6\u00dfen f\u00fcr Updates, in meinen Augen f\u00fcr solche F\u00e4lle weg.<\/p>\n<h2>Weitere (vermutete) Ungereimtheiten beim OEM-System<\/h2>\n<p>In dem Fall, der f\u00fcr diesen Blog-Beitrag der Aufh\u00e4nger war, gibt es aber noch weitere Beobachtungen. Zitat aus einer Mail:<\/p>\n<blockquote><p>In der SiSoft Sandra, die ich mir zu Diagnosezwecke kostenfrei heruntergeladen habe, sind einige Ungereimtheiten, wie Modul, Treiber, Dienst unsigniert, Ger\u00e4te Card Bus zu langsam in der Gesamtleistung. Konfigurationsger\u00e4te, Stift and Touch nicht kompatibel.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die fehlende Stift- und Toucheingabe wurde wohl von SiSoft Sandra gemeldet und ist imho erkl\u00e4rbar: Das Ger\u00e4t hat (wenn ich in den Datenbl\u00e4ttern nichts \u00fcbersehen habe) schlicht keinen Touchbildschirm und unterst\u00fctzt keine Stifteingabe.<\/p>\n<p>Bei den unsignierten Treibern hat SiSoft Sandra (in den mir vorliegenden Screenshot-Ausz\u00fcgen) z.B. die Datei <em>ndproxy.sys <\/em>(NDIS-Proxy) als unsigniert bem\u00e4ngelt. Die Datei stammt von Microsoft und ist auch auf meinem Windows 7 in den Dateieigenschaften unsigniert. Weiterhin wurde vom K\u00e4ufer angemerkt, dass bei den Dateiinformation als Betriebssystem Windows NT st\u00e4nde (das w\u00e4re doch ein uralt Betriebssystem). Dieser Schluss, dass dort 'Windows NT' installiert sei, ist unzutreffend. Alle aktuellen Windows-Versionen bauen auf dem Windows NT-Kern auf und werden so gemeldet. Es ist ja, ausweislich der Build-Nummer, Windows 10 Anniversary Update auf dem System vorinstalliert gewesen (und dieses wurde auch aktiviert).<\/p>\n<p>Es kam in der Mail noch die Frage auf, dass der Aufkleber mit der Lizenznummer auf dem Geh\u00e4use fehle. Das war bei Windows 7 noch der Fall und viele Nutzer erwarten das auch bei Windows 10. Bei Windows 10 gibt es aber keinen Lizenzaufkleber mehr. Die Erkl\u00e4rung ist, dass Microsoft seit Windows 8 mit digitalen Lizenzen arbeitet. Die OEMs verwenden OA 3.0 (und Nachfolger, wobei OA f\u00fcr OEM Activation steht). Die Hersteller (OEMs) beantragen digitale Lizenzen bei Microsoft und speichern den Lizenzcode in den ACPI-SLIC-Tabellen des BIOS\/UEFI. Damit wird Windows 10 automatisch bei der Installation aktiviert.<\/p>\n<p>In der Mail des K\u00e4ufers hei\u00dft es weiterhin: <em>Selbst beim Aufruf der Ger\u00e4te und Drucker ben\u00f6tigt das Notebook ca 1 Minute. <\/em>Die Beobachtung des K\u00e4ufers, dass es ca. 1 Minute dauert, bis das Fenster Ger\u00e4te und Drucker die Anzeige aufgebaut hat, ist unsch\u00f6n, das ist eindeutig zu lang.\u00a0Dort m\u00fcsste man beobachten, ob sich das bessert, wenn das System einige Zeit in Betrieb ist. Auch ist unklar, ob dort eine Antivirusl\u00f6sung eines Drittherstellers installiert war, die bremsend eingreift. Hier habe ich aber keine M\u00f6glichkeit mehr, an weitere Details zu kommen.<\/p>\n<p>Angemerkt war auf einem SiSoft Sandra-Ausdruck, dass die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur fehle. Weiterhin zeigte SiSoft Sandra eine Warnung, dass das Ger\u00e4t 'langsam zu arbeiten scheint' und beschwert sich \u00fcber die Busgeschwindigkeit (PCIe 3.00 x 1 2,5 Gbps) und empfiehlt beim Kauf der n\u00e4chsten Hardware auf so etwas zu achten. Das kann ich aktuell aber nicht werten.<\/p>\n<h2>Was bleibt unter dem Strich?<\/h2>\n<p>Unter dem Strich sind die im letzten Abschnitt angesprochenen Punkte auf Fehlinterpretationen (auch der SiSoft Sandra-Ausgaben) zur\u00fcckzuf\u00fchren. Was bleibt, ist die langsame Anzeige der Inhalte von <em>Ger\u00e4te und Drucker<\/em> sowie die Update-Orgie bei der Inbetriebnahme (gilt generell f\u00fcr OEM-Systeme mit Windows 10) und das bei Lenovo vermerkte Garantieende, was die 2 Jahre nach dem Kaufdatum nicht abdeckt.<\/p>\n<p>Ob auf dem Lenovo noch jede Menge 'Bloatware' des Herstellers vorinstalliert ist oder ob es sonstige Fehlkonfigurationen gibt, kann ich im aktuellen Fall nicht beurteilen. Daher meine Frage: Wie sind eure Erfahrungen mit Lenovo oder anderen Ger\u00e4teherstellern? Sind die Updates bei der Erstinbetriebnahme von Windows 10 ein Problem oder eher 'was solls, ein wenig warten und gut ist'? Wie ist der Auslieferungszustand bei Windows 10-Maschinen &#8211; ist da die aktuelle Build drauf oder ein Uralt-Installationsabbild? Gibt es bereits Probleme bei Windows 10-OEM-Maschinen, dass Funktionsupdates (wegen fehlender Hardware-Kompatibilit\u00e4t) nicht mehr durchf\u00fchrbar sind? Eure Meinung und Erfahrungen sind gefragt.<\/p>\n<p><strong>\u00c4hnliche Artikel<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2017\/10\/20\/windows-10-v1709-liste-kompatibler-lenovo-gerte\/\">Windows 10 V1709: Liste kompatibler Lenovo Ger\u00e4te<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2017\/05\/03\/windows-10-v1703-nachtmodus-macht-probleme-auf-lenovos\/\">Windows 10 V1703: Nachtmodus macht Probleme auf Lenovos<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2016\/07\/05\/hardware-whitelisting-bei-lenovo-gerten\/\">Hardware-Whitelisting bei Lenovo-Ger\u00e4ten?<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2016\/06\/03\/achtung-lenovo-accelerator-application-deinstallieren\/\">Windows 10: Lenovo Accelerator Application deinstallieren<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2016\/06\/26\/murmeltiertag-sicherheitslcke-in-lenovo-solution-center\/\">Murmeltiertag: Sicherheitsl\u00fccke in Lenovo Solution Center<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2016\/07\/03\/schwachstelle-bios-bug-in-lenovo-system-management-mode\/\">Schwachstelle per BIOS-Bug im (Lenovo) System Management Mode<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2015\/12\/07\/sicherheitslcken-bei-dell-lenovo-toshiba-durch-pups\/\">Sicherheitsl\u00fccken bei Dell, Lenovo, Toshiba durch PUPs\u2026<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2015\/08\/13\/lenovo-service-engine-lse-superfish-reloaded-ii\/\">Lenovo Service Engine (LSE) \u2013 Superfish reloaded II<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sich ein Windows 10-System im Handel kauft, erlebt mitunter einige \u00dcberraschungen. 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