{"id":201301,"date":"2018-02-27T00:27:00","date_gmt":"2018-02-26T23:27:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=201301"},"modified":"2018-02-26T18:28:52","modified_gmt":"2018-02-26T17:28:52","slug":"us-grenzkontrolle-kann-e-pass-chip-nicht-lesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/02\/27\/us-grenzkontrolle-kann-e-pass-chip-nicht-lesen\/","title":{"rendered":"US-Grenzkontrolle kann e-Pass-Chip nicht lesen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Stop.jpg\" align=\"left\"\/>Es ist mal wieder der Witz des Jahrhunderts: Bei den US-Grenzkontrollen sind biometrische P\u00e4sse mit RFID-Chips vorgeschrieben. Aber die Chips lassen sich seit \u00fcber 10 Jahren nicht auslesen, weil die Ger\u00e4te fehlen. <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Es ist ein St\u00fcck aus dem Tollhaus, was zeigt, wie schr\u00e4g die US-Beh\u00f6rden ticken. Im Jahr 2005 begann die USA mit der Ausgabe von Ausweisdokumenten, die auch einen maschinenlesbaren RFID-Chip mit den Daten des Eigent\u00fcmers enthalten. Diese Daten sind kryptographisch signiert, so dass bei einer sp\u00e4teren \u00c4nderung der Informationen diese Ver\u00e4nderungen erkannt und durch Fragen der Grund f\u00fcr die \u00c4nderungen herausgefunden werden kann. Au\u00dferdem sollten gef\u00e4lschte P\u00e4sse wegen der fehlenden g\u00fcltigen digitalen Signatur sofort erkannt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Signaturen in RFID-Chips nicht lesbar<\/h2>\n<p>Und weil man in Amerika so fortschrittlich ist, schrieb die US-Regierung allen L\u00e4ndern, im Rahmen ihres Programms zur Befreiung von der Visumspflicht, diese vor, Chiptechnologie auch in ihre eigenen P\u00e4sse einzubetten. Die Grenzpolizei kann sogar die drahtlos die pers\u00f6nlichen Daten eines Reisenden aus dem implantierten RFID-Chip auslesen. Bis zu diesem Zeitpunkt w\u00e4re ja noch alles in Ordnung. <\/p>\n<p>Allerdings gibt es ein kleines Problem: Die US-Grenzbeh\u00f6rden (Custom and Border Protection, kurz CBP) konnte in der Vergangenheit und kann auch aktuell die digitalen Signaturen in den RFID-Chips der Ausweise nicht lesen und damit \u00fcberpr\u00fcfen. Damit l\u00e4sst sich auch nicht \u00fcberpr\u00fcfen, ob die Daten manipuliert oder die Ausweisdokumente gef\u00e4lscht sind. Die Beh\u00f6rde ist also bez\u00fcglich der G\u00fcltigkeit der digitalen Daten total blind.<\/p>\n<p>Das ist jetzt kein Zustand, der ein paar Wochen anh\u00e4lt. Die Grenzbeh\u00f6rden sind seit mindestens einem Jahrzehnt nicht in der Lage, diese Daten zu verifizieren. \"CBP hat nicht die Software, die notwendig ist, um die auf den ePass-Chips gespeicherten Informationen zu authentifizieren\", <a href=\"https:\/\/www.wyden.senate.gov\/imo\/media\/doc\/wyden-mccaskill-epassport-security-letter-to-cbp.pdf\" target=\"_blank\">schrieben<\/a> die Senatoren Ron Wyden (D-OR) und Claire McCaskill (D-MO) in einem Brief an die CBP-Leitung. \"Konkret kann CBP die im elektronischen Reisepass gespeicherten digitalen Signaturen nicht verifizieren, was bedeutet, dass CBP nicht feststellen kann, ob die auf den Smart Chips gespeicherten Daten manipuliert oder gef\u00e4lscht wurden.\" <\/p>\n<p>Bereits im Jahr 2010 stellte das US Government Accountability Office fest, dass CBP die Software zur \u00dcberpr\u00fcfung der korrekten Informationen in den ePass-Chips noch immer nicht gekauft hatte, und seitdem hat sich nichts ge\u00e4ndert. Wenn der \u00fcblicherweise grimmig schauende CBP-Grenzer heute einen Reisepass scannt, gibt es keine M\u00f6glichkeit, die Integrit\u00e4t der Chip-Daten zu \u00fcberpr\u00fcfen. Die Senatoren baten die CBP, mit der General Services Administration der Regierung zusammenzuarbeiten, um ein Budget f\u00fcr die Einf\u00fchrung der Software zu erstellen, die notwendig ist, damit das ePass-System wie vorgesehen funktioniert &#8211; und sie wollen einen konkreten Plan f\u00fcr seine Einf\u00fchrung bis zum 1. Januar n\u00e4chsten Jahres. Da fasst man sich nur noch an den Kopf und fragt sich 'spinnen die R\u00f6mer'. (<a href=\"https:\/\/www.theregister.co.uk\/2018\/02\/22\/us_borders_e_passports\/\" target=\"_blank\">via<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist mal wieder der Witz des Jahrhunderts: Bei den US-Grenzkontrollen sind biometrische P\u00e4sse mit RFID-Chips vorgeschrieben. 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