{"id":201333,"date":"2018-03-03T01:09:00","date_gmt":"2018-03-03T00:09:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=201333"},"modified":"2024-11-01T14:32:50","modified_gmt":"2024-11-01T13:32:50","slug":"windows-10-knftig-als-cashcow","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/03\/03\/windows-10-knftig-als-cashcow\/","title":{"rendered":"Windows 10 k&uuml;nftig als Cashcow?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/winb.jpg\" width=\"58\" height=\"58\" align=\"left\" \/>Du benutzt Windows 10? Du bist begeistert? Ok, gebongt! Das ist in Ordnung! Aber, ist dir klar, dass Du als Windows 10-Nutzer k\u00fcnftig von Microsoft gemolken werden wirst. Denn Windows 10 d\u00fcrfte f\u00fcr Microsoft k\u00fcnftig zur Cashcow (Melkkuh) degenerieren. Heute daher mal ein Blog-Beitrag mit ein paar Zahlen und sich daraus ergebenden, unangenehmen Erkenntnissen f\u00fcr Windows 10-Nutzer.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Was versteht man unter einer Cashcow?<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/3cad77e310884e90828bdc7856bd171a\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>F\u00fcr Blog-Leser\/innen, die vielleicht nicht ganz so fit in der Begrifflichkeit sind, eine kurze Erl\u00e4uterung, was sich hinter dem Begriff der Cashcow (Melkkuh) verbirgt. Das Ganze geht auf die Boston Consulting Group und deren <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/BCG-Matrix\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BCG-Matrix<\/a> zur\u00fcck. Produkte oder Gesch\u00e4ftseinheiten eines Unternehmens werden anhand ihrer Werte einem von vier Bereichen in einer Matrix zugeordnet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"BCG-Matrix \" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/0\/06\/BCG-Matrix2.svg\/640px-BCG-Matrix2.svg.png\" alt=\"BCG-Matrix \" \/><br \/>\n(Boston Consulting Group Portfolioanalyse, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/BCG-Matrix#\/media\/File:BCG-Matrix2.svg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Abbildung gemeinfrei<\/a>)<\/p>\n<p>Als <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Cashcow\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cash Cows<\/a>\u00a0(Goldesel oder Melkkuh) werden Produkte eingeordnet, die zwar einen hohen, relativen Marktanteil, aber keine Wachstumschancen mehr aufweisen. Bei solchen Produkten wird nicht mehr wirklich investiert, sondern es gilt, bis zum Ende des Produktlebenszyklus m\u00f6glichst viel Geld herauszuziehen. In meinem fr\u00fcheren Leben in der Chemieindustrie waren l\u00e4ngst abgeschriebene Anlagen, in denen ein h\u00e4ufig ben\u00f6tigtes Produkt hergestellt wurde, solche Cashcows. Das wurden die Anlagen auf minimalstem Investitionsniveau 'geschrubbt', um herauszupressen, was ging.<\/p>\n<p>Bei Windows haben wir, bei genauer Betrachtung, genau einen solchen Zustand erreicht. Microsoft ist mit seiner Mobilger\u00e4testrategie krachend gescheitert und der PC-Markt ist seit vielen Jahren im Niedergang begriffen. Andererseits hat Windows in diesem Segment quasi ein Monopol, pendelt der Marktanteil doch um die 90 %.\u00a0 Ein typisches Szenario f\u00fcr eine Cashcow.<\/p>\n<p>Aus diesem Gesichtspunkt ist es nachvollziehbar, dass Microsofts Chef Satya Nadella den R\u00fcckzug aus dem Konsumerbereich einl\u00e4utet und den Fokus des Unternehmens auf andere Gesch\u00e4ftsfelder wie die Cloud oder Dienste legt. In <a href=\"http:\/\/www.zdnet.com\/article\/microsofts-steady-retreat-from-consumer-products-is-nearly-complete\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem ZDNet-Artikel<\/a> wirft Kollege Ed Bott einen Blick auf die Umsatzzweige Microsofts und konstatiert, dass das Unternehmen den R\u00fcckzug aus dem Konsumerbereich fast abgeschlossen habe.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Microsoft Umsatzgruppen 4. Q. 2017\" src=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20180403191840\/https:\/\/zdnet2.cbsistatic.com\/hub\/i\/2018\/02\/26\/fe302c0c-0118-4259-9be0-80b68bd3c6b6\/8579bb827469a0816cba7f4e5938d7bd\/msft-revenue-q4-2017.jpg\" alt=\"Microsoft Umsatzgruppen 4. Q. 2017\" width=\"624\" height=\"453\" \/><br \/>\n(Microsoft Umsatzzweige \u2013 Quelle: Microsoft\/ZDnet.com)<\/p>\n<p>In obigem Diagramm sind die Ums\u00e4tze aus dem Unternehmensumfeld in blau und die Ums\u00e4tze im Endanwenderbereich in orange dargestellt. Geld verdient Microsoft im Firmenumfeld. Bis auf den Spielebereich und einen kleinen Klecks an Werbung \u00fcber die Suchmaschine Bing kommen Einnahmen aus dem Konsumerbereich nur noch in hom\u00f6opathischen Dosen vor. Vor allem macht das obige Diagramm sehr deutlich klar, dass die Privatanwender-Ums\u00e4tze bei Microsoft Office und Windows 10 nur noch eine Randnotiz sind. Sprich: Du kommst mit deinem Office und deinem Windows 10 im Microsoft-Universum nur noch als Anh\u00e4ngsel vor. Kann man melken, aber investieren wird man dort nicht mehr. Ich gesteht, das ist mir erst beim Blick auf die obige Grafik so richtig klar geworden.<\/p>\n<h2>Wie k\u00f6nnte Microsoft mit Windows 10 Geld verdienen<\/h2>\n<p>Kommen wir zum Aufh\u00e4nger dieses Beitrags. Microsoft wird Windows 10 als Cashcow fahren m\u00fcssen, denn Wachstum ist im Markt der Windows-Systeme nicht mehr m\u00f6glich (es gibt nur noch Ersatz von Windows 7-Maschinen durch Windows 10). Drastisch ausgedr\u00fcckt: Die Luft ist raus \u2013 pfffft!<\/p>\n<p>Ed Bott weist in <a href=\"http:\/\/www.zdnet.com\/article\/running-windows-10-heres-how-microsoft-plans-to-milk-more-profits-out-of-its-cash-cow\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem ZDnet.com-Artikel<\/a> darauf hin, dass Microsoft einerseits das Problem hat, dass die Windows 10-Lizenzeinnahmen ziemlich kraftlos sind \u2013 f\u00fcr Umsteiger ist das Produkt ja kostenlos \u2013 und bei Neuk\u00e4ufen \u00fcber OEMs fallen nur magere Lizenzgeb\u00fchren an. Andererseits enth\u00e4lt seit der Ver\u00f6ffentlichung von Windows 10 im Juli 2015 von der B\u00f6rsenaufsicht SEC vorgeschriebene 10-Q- und 10-K-Bericht der Microsoft Corporation diese Erkl\u00e4rung:<\/p>\n<blockquote><p>[W]e anticipate that Windows 10 will enable new post-license monetization opportunities beyond initial license revenues.<\/p><\/blockquote>\n<p>Zu Deutsch hei\u00dft dies: Wir gehen davon aus, dass Windows 10 neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Monetarisierung nach der Lizenzierung er\u00f6ffnet, die \u00fcber die anf\u00e4nglichen Lizenzeinnahmen hinausgehen. Elf Quartale sp\u00e4ter findet sich diese Angabe noch immer in den Reports. Etwas vage ausgedr\u00fcckt und eine Wette auf die Zukunft.<\/p>\n<p>Andererseits kann sich Microsoft locker machen: 600 Millionen Windows 10 Nutzer hat man, und in weniger als 2 Jahren l\u00e4uft der Support von Windows 7 aus, die Leute m\u00fcssen also wechseln.<\/p>\n<p>Aber wie soll das mit der Melkkuh Windows 10 gehen? Welche M\u00f6glichkeiten hat Microsoft, mehr Umsatz aus dem Kauf von Windows-basierten Ger\u00e4ten herauszuholen? Hier ein kurzer Blick auf die Beziehung zwischen Microsoft und seinen PC-Partnern, unter Ber\u00fccksichtigung von Windows 10.<\/p>\n<p>Seit Jahrzehnten tragen die Lizenzen f\u00fcr Windows, die Microsoft mit den PC-Herstellern abschlie\u00dft, zum gr\u00f6\u00dften Teil ihres Umsatzes bei. Jedes Mal, wenn jemand sich einen neuen PC kauft, klingelte bei Microsoft die Kasse. Mit Windows 10 hat sich das aber ge\u00e4ndert, im Low-End-Bereich zahlen die OEMs keine Lizenzgeb\u00fchr f\u00fcr Windows.<\/p>\n<p>Microsoft legt nicht offen, wie viel seine gro\u00dfen OEM-Partner f\u00fcr jedes Ger\u00e4t zahlen. Aber man kann annehmen, dass diese Preise in den letzten Jahren stagnierten oder fielen. Denn neben den Vereinbarungen, dass auf Low-End-Systemen keine Windows 10-Lizenzgeb\u00fchren anfallen, schrumpft der PC-Markt. Microsoft ist da in der Klemme: Im Konsumentenbereich gibt es einen R\u00fcckgang bei klassischen PCs, die K\u00e4ufe verlagern sich zu Mobilger\u00e4ten. Am oberen Ende dieses Segment konkurrieren PCs mit Windows 10 Home mit Apples Macs. Am unteren Ende kommt der Markt durch Chromebooks unter Druck.<\/p>\n<p>Dieser Preisdruck wird sich k\u00fcnftig voraussichtlich fortsetzen bzw. sogar noch versch\u00e4rfen. Microsofts Strategen m\u00fcssen daher den Unternehmensfokus bei Windows 10 auf \"Post-Lizenz-Monetarisierungschancen\" legen. Sprich: Der Nutzer dieser Systeme muss nach dem Kauf gemolken werden. Ed Bott hat ein paar Punkte angerissen, die Sinn ergeben und sich bereits seit l\u00e4ngerem abzeichnen.<\/p>\n<h3>Mehr Premium Editionen<\/h3>\n<p>Diesen Ansatz hat man bereits seit Windows Vista-Zeiten recht lange bedient. Dort gab es zuletzt die Varianten: Starter, Home Basic, Home Premium, Business und Ultimate. Die Premium-Editionen Business und Ultimate waren preislich recht hoch angesiedelt.<\/p>\n<p>Mit Windows 10 schien es zuerst, dass dieser Editions-Wahnsinn endg\u00fcltig vorbei sei. Denn es gab das Betriebssystem anfangs nur in zwei Editionen: Windows 10 Home und Windows 10 Pro. F\u00fcr Unternehmen kamen die Enterprise-Versionen auf Mietbasis hinzu.<\/p>\n<p>Aber nun gibt es wieder eine Entwicklung in Richtung Wildwuchs. So hat Microsoft die neue Edition Windows 10 Pro f\u00fcr Workstations, die auf Power-User und High-End-Hardware zielt, eingef\u00fchrt. Bei Windows 10 Pro wurden Gruppenrichtlinien gekappt, so dass Anwender, die im Gesch\u00e4ftsumfeld diese fehlenden Funktionen ben\u00f6tigen, auf Volumenlizenzvertr\u00e4ge mit Windows 10 Enterprise ausweichen m\u00fcssen. Und da klingelt die Kasse.<\/p>\n<p>M\u00f6glich, dass Microsoft bald auch das Ruder f\u00fcr Windows 10 Home herum rei\u00dft. Ger\u00e4te werden dann \u00fcber die OEMs mit Windows 10 Home, aber aktiviertem S-Modus ausgeliefert. M\u00f6chte der Nutzer eine 'richtige Windows 10-Version', k\u00f6nnte man ja Lizenzgeb\u00fchren kassieren. Der Nasenring ist diesbez\u00fcglich schon mal ausgepackt.<\/p>\n<h3>Zusatzdienste als Cashcow<\/h3>\n<p>Die \u00e4lteren unter den Blog-Lesern erinnern sich vielleicht noch: Bei Windows 9x gab es die ber\u00fchmten Windows Plus Packs, die man f\u00fcr 50 Mark kaufen konnte. Diese werteten Windows mit Zusatzfunktionen auf. Bei Windows Vista gab es die M\u00f6glichkeit, die Ultimate Extras zu kaufen. Und auch das Windows Media Center war mal kostenpflichtig. Erinnert sei auch an den verungl\u00fcckten Versuch, eine App zur Wiedergabe von MPEG2-Dateien (DVD-Video) f\u00fcr 15 Euro anzubieten.<\/p>\n<p>Und gestern habe ich bei den Kollegen von deskmodder.de <a href=\"https:\/\/www.deskmodder.de\/blog\/2018\/02\/27\/schriftarten-fonts-im-microsoft-store-nicht-nur-kostenlos\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gelesen<\/a>, dass Schriftarten, die im Store angeboten werden, kostenpflichtig sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die ganzen Zubuchungsoptionen f\u00fcr Cloud-Speicher (OneDrive) sind ein weiteres Gesch\u00e4ftsfeld. Auch Virenschutz in Richtung Windows Defender Advanced Threat Protection oder Windows Analytics k\u00f6nnte \u00fcber Premium-Dienste zum Geldverdienen genutzt werden. Auch ein paar Euro pro Monat machen bei 600 Millionen Ger\u00e4ten ein h\u00fcbsches S\u00fcmmchen.<\/p>\n<h3>Wie schaut es bei Apps aus?<\/h3>\n<p>Microsoft hatte ja mal sein Windows Signature PC-Initiative gestartet, um entschlossenen Widerstand gegen die Crapware von Drittanbietern auf den Ger\u00e4ten zu leisten. Allerdings hat man das in traditioneller Microsoft-Art wieder zunichte gemacht, indem man Spiele und Anwendungen als Apps auf jedem Windows 10-PC vorinstalliert.<\/p>\n<p>IT-Profis sch\u00e4umen, dass sie Spiele wie Candy Crush Soda Saga und Farmville 2 jedes Mal deinstallieren m\u00fcssen, wenn sie einen neuen Windows 10 PC einrichten. Das Startmen\u00fc enth\u00e4lt in der Regel auch einige andere \"vorgeschlagene\" Programme, darunter Produktivit\u00e4tsanwendungen und Facebook.<\/p>\n<p>Trotz Beschwerden der IT-Profis gibt es keine Anzeichen daf\u00fcr, dass Microsoft diese Praxis will. Anscheinend tragen die Zahlen f\u00fcr das App-Bundling einen Teil zu den Einnahmen der Windows 10-Sparte bei. Das k\u00f6nnte also in Zukunft sogar noch zunehmen.<\/p>\n<h3>Office \u00fcbernimmt das Geld verdienen<\/h3>\n<p>Ein Blick in das Eingangs gezeigte Umsatzdiagramm macht aber klar, dass Windows nicht mehr der dominierende Gesch\u00e4ftszweig in Redmond ist. Microsoft Office und Office 365 haben diese Position \u00fcbernommen. Beide Produkte haben sich in den letzten Jahren zu einem Moloch entwickelt, der etwa ein Viertel des Umsatzes des Unternehmens ausmacht.<\/p>\n<p>Jeder neue PC, der in den letzten zwei Jahren \u00fcber den Tresen ging, enth\u00e4lt eine vorinstallierte Kopie von Office. Benutzer haben nach einer kurzen kostenlosen Testphase die M\u00f6glichkeit, Office 365 Home oder Personal zu abonnieren. Das ist eine wiederkehrende Einnahmequelle, die Microsoft pro Jahr und Nutzer bis zu 100 Euro einspielen. Anscheinend funktioniert das Modell, denn die Zahl der Abonnenten von Office 365 Consumer Editionen erreichte im letzten Quartal 2017 29,2 Millionen.<\/p>\n<h3>Werbung sp\u00fclt Geld in die Kassen<\/h3>\n<p>Und es gibt ja noch die M\u00f6glichkeit f\u00fcr Microsoft, an allen Ecken und Enden seine kostenlosen Dienste \u00fcber Werbung zu finanzieren. Wer heute Outlook.com nutzt und im Browser \u00f6ffnet, bekommt Werbung angezeigt. Auch die im Startmen\u00fc vorgeschlagenen Apps und die oben thematisierten Office-Probeabos sind technisch gesehen Werbung.<\/p>\n<p>Aber es gibt also gen\u00fcgend Ans\u00e4tze f\u00fcr Microsoft, um den Umsatz mit Werbung zu steigern. Man muss den Windows-Benutzer mit Anzeigen im Betriebssystem und in Anwendungen, die mit Windows 10 vorinstalliert sind, ansprechen. Allerdings ist dieser Ansatz der riskanteste. Microsoft wird nach wie vor intensiv auf seine Datenerfassungspraktiken unter Windows 10 hin untersucht. Jeder Schritt, der irgendwie nach dem Versuch, Kundendaten zu monetarisieren, aussieht, wird die Aufmerksamkeit der Regulierungsbeh\u00f6rden, insbesondere in der Europ\u00e4ischen Union, auf sich ziehen.<\/p>\n<h2>Erg\u00e4nzung: Der Kunde wird es schon wollen?<\/h2>\n<p>Gegen Geld verdienen ist nichts einzuwenden. Ich h\u00e4tte kein Problem damit, wenn Windows 10 Pro 200 Euro als Einmal-Lizenz kostet, daf\u00fcr aber mindestens 10 Jahre vern\u00fcnftig mit Support versorgt wird. Gleiches gilt f\u00fcr Microsoft Office.<\/p>\n<blockquote><p>An dieser Stelle spreche ich mal lieber nicht den Umstand an, dass Produktionsmittel in der Industrie auf eine Lebensdauer von 20 und mehr Jahre ausgelegt sind, die Hersteller es aber nicht mal f\u00fcr notwendig erachten, mehr als 10 Jahre Support f\u00fcr ihre IT-L\u00f6sungen zu leisten. Das f\u00e4llt der Industrie irgendwann auf die F\u00fc\u00dfe &#8211; ist aber nicht mehr meine Baustelle.<\/p><\/blockquote>\n<p>Was Microsoft aktuell aber an Produktpolitik f\u00e4hrt, geht zumindest an meinen Bed\u00fcrfnissen kr\u00e4ftig vorbei. Und wenn ich so manchen Kommentar hier und zu anderen Beitr\u00e4gen lese, f\u00e4llt mir nur Kopfsch\u00fctteln dazu ein.<\/p>\n<p>Aus Sicht von Microsoft ist es nat\u00fcrlich genial (und nat\u00fcrlich legitim), wenn man mit Lizenzen als Abomodell Cash Cows generieren kann. Ein Windows as a service auf Mietbasis, wo vorher noch eine Windows 10 Pro-Grundlizenz erworben werden muss (siehe (Link gel\u00f6scht)(Link gel\u00f6scht)). Gleiches gilt f\u00fcr Office 365.<\/p>\n<p>Allerdings bin ich lange genug im Gesch\u00e4ft, um zu wissen, dass das, was f\u00fcr Microsoft gut ist, nicht unbedingt f\u00fcr Business-Kunden optimal sein muss. Es gibt zwar Betriebswirte, die mit spitzer Feder vorrechnen, wie viel die Mietmodelle einem Unternehmen sparen &#8211; Zahlen lassen sich aber frisieren. Sonst w\u00e4ren alle Public-Privacy-Business-Modelle von vorneherein zum Scheitern verurteilt.<\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise bin ich auch etwas von den Erfahrungen als Freiberufler, der sich im Oktober seit 25 Jahren erfolgreich durchschl\u00e4gt, und den Erfahrungen meiner Frau, die nach einer Insolvenz des Arbeitgebers quasi als 'Beutebuchhalterin' vom Insolvenzverwalter engagiert wurde, gepr\u00e4gt. Sobald ein Unternehmen in eine finanzielle Schieflage ger\u00e4t (ca. 40.000 in 2017), und ein Insolvenzverwalter die Zahlungen aussetzen muss, ist Schluss mit lustig, hinsichtlich der ganzen Mietmodelle. Dann gibt es\u00a0 gro\u00dfe 'konnte ja keiner wissen' Augen.<\/p>\n<p>Und der Verweis auf Apple oder Google zieht eher auch nicht. Es mag sein, dass es gewisse Sachzw\u00e4nge gibt, momentan die angebotenen L\u00f6sungen zu w\u00e4hlen. Aber der Blick auf die obigen Daten haben mir ein paar Erkenntnisse verschafft, die man nicht weg leugnen kann.\u00a0Egal wie man es dreht und wendet: Microsoft wird mit Windows 10 Geld verdienen (m\u00fcssen). Und die vielen 'gl\u00fccklichen' Windows 10-Fans werden sich willig als Goldesel hergeben. Oder wie seht ihr das so?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Du benutzt Windows 10? Du bist begeistert? Ok, gebongt! Das ist in Ordnung! Aber, ist dir klar, dass Du als Windows 10-Nutzer k\u00fcnftig von Microsoft gemolken werden wirst. Denn Windows 10 d\u00fcrfte f\u00fcr Microsoft k\u00fcnftig zur Cashcow (Melkkuh) degenerieren. Heute &hellip; <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/03\/03\/windows-10-knftig-als-cashcow\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3694],"tags":[672,4378],"class_list":["post-201333","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-windows-10","tag-microsoft","tag-windows-10"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/201333","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=201333"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/201333\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=201333"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=201333"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=201333"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}