{"id":202586,"date":"2018-03-25T12:43:23","date_gmt":"2018-03-25T10:43:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=202586"},"modified":"2018-03-25T12:43:23","modified_gmt":"2018-03-25T10:43:23","slug":"hacker-guccifer-2-0-arbeitet-beim-russischen-geheimdienst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/03\/25\/hacker-guccifer-2-0-arbeitet-beim-russischen-geheimdienst\/","title":{"rendered":"Hacker Guccifer 2.0 arbeitet beim russischen Geheimdienst"},"content":{"rendered":"<p>Der Hacker mit dem Namen 'Guccifer 2.0', der f\u00fcr diverse Wikileaks Ver\u00f6ffentlichungen verantwortlich zeichnet, scheint enttarnt. Der Mann hat wohl einen Fehler begangen, der die Offenlegung der Identit\u00e4t erm\u00f6glichte. Es handelt sich bei Guccifer 2.0 um einen Geheimdienstoffizier, der f\u00fcr den russischen Milit\u00e4rgeheimdienst (GRU) arbeitet. <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/7ae74e1d3d624980a38febec621a1d02\" width=\"1\" height=\"1\"\/>Das berichtet die Webseite <a href=\"https:\/\/www.thedailybeast.com\/exclusive-lone-dnc-hacker-guccifer-20-slipped-up-and-revealed-he-was-a-russian-intelligence-officer\" target=\"_blank\">The Daily Beast<\/a> vor einigen Tagen. Scheinbar lichten sich so einige Nebelschleier rund um die Hackerangriffe auf die US-Demokraten vor der US-Pr\u00e4sidentschaftswahl. <\/p>\n<h2>Hack der US-Demokraten <\/h2>\n<p>Im US Pr\u00e4sidentschaftswahlkamp hatten Hacker ja Postf\u00e4cher der US-Demokraten geknackt und Dokumente der Pr\u00e4sidentschaftsbewerberin Hillary Clinton entwendet. Der Angriff war wohl global organisiert. Spiegel Online <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/hillary-clinton-wurde-im-wahlkampf-mithilfe-deutsche-e-mails-gehackt-a-1199566.html\" target=\"_blank\">schreibt<\/a>, dass die Hacker f\u00fcr ihren Angriff auf auf das Nationale Komitee der US-Demokraten (DNC) wohl auch deutsche E-Mail-Adressen verwendeten. Quelle ist ein wohl nicht \u00f6ffentliches Rechtshilfeersuchen der USA an die Bundesrepublik. Die Eindringlinge verwendeten wohl Phishing-E-Mails, die von GMX-Konten (und einem weiteren Freemail-Provider) verschickt wurden. <\/p>\n<h2>Material an Wikileaks weiter gereicht<\/h2>\n<p>Bei diesem Angriff wurden im Juli 2016 zahlreiche Dokumente abgezogen, die dann an die 'Enth\u00fcllungsplattform' Wikileaks (von Julian Assange gegr\u00fcndet) weitergereicht und von dieser schrittweise ver\u00f6ffentlicht wurden. Ein Hacker namens Guccifer 2.0 reklamierte damals den Angriff f\u00fcr sich. <\/p>\n<p>Der Name Guccifer 2.0 tauchte erstmals am 15. Juni 2016 auf, Stunden nach einem Bericht einer Computersicherheitsfirma, die forensische Beweise gefunden haben wollte, dass Russland hinter dem Hack des Demokratischen Nationalkomitees stand. In einer Reihe von Blogposts und Tweets, nach sieben Monaten endenten, als Trump sein Amt antrat, ver\u00f6ffentlichte Guccifer 2.0 Dokumente und Informationen. <\/p>\n<p>Die Beh\u00f6rden vermuteten weiterhin, dass der Angriff von der Gruppe APT 28 steckt, die zum russischen Geheimdienst GRU geh\u00f6rt. Obwohl der Hacker angab, aus Rum\u00e4nien zu stammen, tauchten schnell Zweifel bei Sicherheitsforschern auf. \"Fast sofort waren verschiedene Cybersicherheitsfirmen und Einzelpersonen skeptisch gegen\u00fcber Guccifer 2.0 und der Hintergrundgeschichte, die er f\u00fcr sich selbst erstellt hatte\", sagte Kyle Ehmke, ein Thread Intelligence-Forscher bei der Cybersicherheitsfirma ThreatConnect. \"Wir sahen diese Ungereimtheiten, die auf die Idee zur\u00fcckf\u00fchrten, dass er hastig&#8230;. von dem Individuum oder den Individuen, die den DNC-Kompromiss beeinflussten, geschaffen wurde.\" Aber es blieb die Frage des finalen Beweises. <\/p>\n<p>Das Ganze hat seinerzeit schon einigen Staub aufgewirbelt, wobei das Team um Trump dieses Material im Wahlkampf gegen Clinton verwendete. Aber Trump und ehemalige Berater sind nun selbst, wegen der vermuteten russischen Wahlkampfhilfe, Gegenstand eines Ermittlungsverfahren, welches von Sonderermittler Robert Mueller geleitet wird. <\/p>\n<h2>Guccifer 2.0 hat einen Fehler gemacht<\/h2>\n<p>Der Hacker Guccifer 2.0 stand auch \u00fcber Twitter mit dem Trump Berater Roger Stone in Kontakt. Stone ist aber Gegenstand des Ermittlungsverfahrens, so dass alles, was mit Stone in Verbindung steht, von FBI-Mitarbeitern durchleuchtet wird. <\/p>\n<p>Die Webseite <a href=\"https:\/\/www.thedailybeast.com\/exclusive-lone-dnc-hacker-guccifer-20-slipped-up-and-revealed-he-was-a-russian-intelligence-officer\" target=\"_blank\">The Daily Beast<\/a> berichtete nun, dass die Auswertung der Protokolldateien (Logs) im Rahmen des erw\u00e4hnten Ermittlungsverfahren den entscheidenden Hinweis auf Guccifer 2.0 lieferte. Kyle Ehmkevon der Cybersicherheitsfirma ThreatConnect versuchte, Guccifer aus den Metadaten in seinen E-Mails aufzusp\u00fcren. Aber dies endete immer im selben Rechenzentrum in Frankreich. Ehmke entdeckte schlie\u00dflich, dass Guccifer \u00fcber einen Anonymisierungsdienst namens Elite VPN verbunden war. Dieser VPN-Dienst hatte einen Exit-Punkt in Frankreich, aber der Dienst hat seinen Hauptsitz in Russland.<\/p>\n<p>Und dann passierte der Fehler: Guccifer 2.0 verga\u00df vor der Anmeldung an einem sozialen Netzwerk (Twitter oder WorkPress) den VPN-Client zu aktivieren. Damit hinterlie\u00df er eine echte, in Moskau verortete IP-Adresse in den Server-Logs des amerikanischen Social-Media-Unternehmens. Damit konnten die Ermittler die Verbindung zum GRU herstellen und geben wohl an, die dahinter stehende Person zu kennen. Die Details sind bei <a href=\"https:\/\/www.thedailybeast.com\/exclusive-lone-dnc-hacker-guccifer-20-slipped-up-and-revealed-he-was-a-russian-intelligence-officer\" target=\"_blank\">The Daily Beast<\/a> nachzulesen. <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Hacker mit dem Namen 'Guccifer 2.0', der f\u00fcr diverse Wikileaks Ver\u00f6ffentlichungen verantwortlich zeichnet, scheint enttarnt. Der Mann hat wohl einen Fehler begangen, der die Offenlegung der Identit\u00e4t erm\u00f6glichte. 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