{"id":204740,"date":"2018-05-27T00:29:03","date_gmt":"2018-05-26T22:29:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=204740"},"modified":"2020-02-29T12:27:30","modified_gmt":"2020-02-29T11:27:30","slug":"angetestet-der-avira-identity-scanner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/05\/27\/angetestet-der-avira-identity-scanner\/","title":{"rendered":"Angetestet: Der Avira Identity Scanner"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Schutz.jpg\" width=\"40\" height=\"47\" align=\"left\" \/>&#8211; Anzeige &#8211; Der Sicherheitsanbieter Avira hat sein Angebot um ein neues Produkt, den Avira Identity Scanner erweitert. Dieser soll eine stetige Kontrolle pers\u00f6nlicher Information gew\u00e4hrleisten, die durch Hacks und Datenlecks im Internet auftauchen. Ich habe mir das Produkt einmal angesehen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/9f909b9052dc446ababace7e338f8588\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Hinweis: Der Beitrag konnte nur entstehen, weil die Avira GmbH mir sowohl eine Jahreslizenz f\u00fcr das Produkt bereitgestellt, als auch den Aufwand zum Testen des Identity Scanners bezahlt hat. Es handelt sich also um einen sponsored Post (Werbung).<\/p>\n<h2>Hintergrundinformationen zum Thema<\/h2>\n<p>Hier im Blog befasse ich mich ja h\u00e4ufiger mit Sicherheitsthemen. Datenlecks wie bei den Unternehmen <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2017\/09\/08\/gau-us-wirtschaftsauskunftei-equifax-gehackt\/\">Equifax<\/a> oder Swisscom zeigen, wie schnell eine Vielzahl an<br \/>\npersonenbezogener Informationen in die H\u00e4nde Dritter gelangen\u00a0 k\u00f6nnen. Vom Equifax-Hack waren ca. 45 % der US-B\u00fcrger (143 Millionen) betroffen. Das Datenleck bei der Swisscom wurde im Februar 2018 bekannt. Unbekannte hatten sich unberechtigten Zugriff auf Kundennamen, Adressen, Telefonnummern und Geburtsdaten verschafft.<br \/>\nDies betraf etwa 10 Prozent der Schweizer Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>In\u00a0 einer\u00a0 k\u00fcrzlich\u00a0 von\u00a0 Avira durchgef\u00fchrten\u00a0 Umfrage\u00a0 in\u00a0 Deutschland,\u00a0 \u00d6sterreich\u00a0 und\u00a0 der\u00a0 Schweiz, empfanden lediglich 55 Prozent der Teilnehmer, dass Online-Tracking von pers\u00f6nlichen Informationen, des Surfverhaltens oder der verwendeten Apps sowie Geolokalisierung ein Eingriff in ihr Privatleben sei. Au\u00dferdem zeigte sich, dass 53 Prozent der Befragten schon einmal ihren vollst\u00e4ndigen Namen und ihre E-Mail-Adresse direkt in ein Online-Formular eingegeben haben, gefolgt von Privatanschrift (48 Prozent),<br \/>\nGeburtsdatum (46 Prozent) und Telefonnummer (37 Prozent). Laut einer Ofcom-Studie waren 12 Prozent der Deutschen im\u00a0 Jahr 2017 von unautorisierten\u00a0 Zugriffen auf\u00a0 ihre\u00a0 E-Mail-,\u00a0 Social-Media-\u00a0 oder Bankkonten betroffen, wobei 7 Prozent Opfer von Identit\u00e4tsdiebstahl wurden.<\/p>\n<p>Eine von mir f\u00fcr Online-Konten seit Jahren verwendete E-Mail-Adresse wurde durch Hacks gleich mehrfach bei verschiedenen Online-Anbietern entwendet. Ich pr\u00fcfe zwar gelegentlich, ob und welche Daten von mir durch Datenlecks im Internet auftauchen. Aber dies erfordert Aufwand und Sachkenntnis, was nicht jeder Nutzer bzw. jede Nutzerin leisten kann und will. Ideal w\u00e4re es, wenn man einer Software bzw. einem Dienst die Kontrolle der eigenen digitalen Identit\u00e4t \u00fcberlassen k\u00f6nnte. Diese soll Alarm schlagen, wenn Daten im Dark-Net oder \u00f6ffentlich im Internet auftauchen, die dort eher nichts zu suchen haben.<\/p>\n<p>Von daher fand ich es spannend, als ich von Avira angefragt wurde, ob ich den Identity Scanner testen wolle. Die neue Software, so verspricht es der Hersteller, bietet eine\u00a0 stetige Kontrolle pers\u00f6nlicher Daten im Web. Dazu \u00fcberwacht der Avira Identity Scanner neben wichtigen Dokumenten und Kenndaten auch diverse pers\u00f6nliche und\u00a0 finanzielle\u00a0 Informationen des Nutzers und geht damit weit \u00fcber das hinaus, was verschiedene<br \/>\nkostenlose Produkte auf dem Markt leisten. Der Scanner bietet Schutz rund um die Uhr,\u00a0 indem er sowohl das sichtbare Web als auch das Dark Web scannt. Ziel ist es, m\u00f6glichen Sicherheitsverletzungen auf die Spur zu kommen. Findet der Scanner unrechtm\u00e4\u00dfig\u00a0 ver\u00f6ffentlichte Informationen, kann der Scanner den Nutzer sofort per E-Mail oder SMS informieren.<\/p>\n<p>Die Software sch\u00fctzt also die Identit\u00e4t des Anwenders, indem sie potenzielle Cyber-Risiken erkennt, die f\u00fcr Identit\u00e4tsdiebstahl oder\u00a0 Online-Betrug ausgenutzt werden k\u00f6nnten. Um kompromittierte Daten schnell und effizient f\u00fcr Dritte unzug\u00e4nglich zu<br \/>\nmachen, geben qualifizierte Mitarbeiter des Avira Teams Usern bei Bedarf hilfreiche Handlungsempfehlungen, so der Hersteller.<\/p>\n<h2>Wo gibt es den Identity Scanner, was kostet er?<\/h2>\n<p>Der Avira Identity Scanner l\u00e4sst sich \u00fcber den Shop des Unternehmens \u00fcber das Men\u00fc <em>Shop \u2013&gt; Privatanwender \u2013&gt; <\/em>auf der Seite <em>Avira Identity Scanner<\/em> ordern. Einfach nach der Auswahl auf die Schaltfl\u00e4che <em>Preise und Lizenzen ansehen <\/em>klicken.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Avira Identity Scanner \" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/gheHUxh.jpg\" alt=\"Avira Identity Scanner \" \/><\/p>\n<p>Das Unternehmen bietet zur Zeit eine Monatslizenz f\u00fcr 3,95 Euro und eine Jahreslizenz f\u00fcr 39,95 Euro an. Zum Test wurde von mir eine Jahreslizenz verwendet.<\/p>\n<blockquote><p>Der Shop bietet Zahlungsmethoden wie PayPal, Kreditkarte oder Lastschrift an. Bei meinem Test ist mir aufgefallen, dass es Probleme mit dem Google Chrome 66.0.3359.139 gibt. So brachte die Schaltfl\u00e4che Andere Zahlungsmethode keine Reaktion. Die benutzte Chrome Erweiterung 'The Great Suspender' hatte ich f\u00fcr den Test der Zahlungsmethode deaktiviert. Ich bin dann zum Firefox 60 gewechselt und konnte die Zahlungsmethoden abrufen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Was ich an dieser Stelle genial finde: Der Avira Identity Scanner l\u00e4uft in der Cloud, es braucht also nichts heruntergeladen und installiert zu werden. Ein einfacher Browser auf einem beliebigen Endger\u00e4t reicht, um den Avira Identity Scanner zu verwenden.<\/p>\n<h3>Registrierung nach dem Kauf erforderlich<\/h3>\n<p>Nach dem Kauf des Produkts erh\u00e4lt man per Mail eine Bestellnachricht, in der auch eine Schaltfl\u00e4che zum Aktivieren des Produkts zu finden ist. Existiert noch kein pers\u00f6nliches Benutzerkonto bei Avira, ist dieses \u00fcber das Formular <em>Registrieren<\/em> anzulegen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Avira Registrierung\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/OjzS9t7.jpg\" alt=\"Avira Registrierung\" width=\"402\" height=\"611\" \/><\/p>\n<p>Beim Test hatte ich auf dem Smartphone nicht bis zum Ende dieser Nachricht gescrollt und so die Aktivierung vers\u00e4umt. Als ich sp\u00e4ter die Webseite idscan.avira.com zum Zugriff auf das Produkt aufrief, wurde mir zwar die Seite mit dem Registrierungs- und Anmeldeformular gezeigt. Wegen der fehlenden Produktaktivierung war die Registrierung nicht m\u00f6glich. Da ich zudem im Formular zur Registrierung die OAuth-Authentifizierung mittels Facebook zum Test w\u00e4hlte, gab es Folgeprobleme. Denn als ich im Nachgang versuchte, das gekaufte Produkt \u00fcber die betreffende Schaltfl\u00e4che in der Best\u00e4tigungsmail zu aktivieren, meldete der Browser eine abgelaufene Sitzung.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Abgelaufene Sitzung\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/eg61ylb.jpg\" alt=\"Abgelaufene Sitzung\" width=\"632\" height=\"481\" \/><\/p>\n<p>Erinnerungsm\u00e4\u00dfig habe ich mehrere Anl\u00e4ufe in verschiedenen Browsern versucht, bis ich \u00fcber das Registrierungsformular und eine erneute Anmeldung bei Facebook mein Benutzerkonto bei Avira anlegen konnte. Die Umleitungen zwischen der Facebook-Anmeldeseite und dem Avira-Registrierungsformular scheinen (zumindest in meiner Umgebung) nicht immer reibungslos zu funktionieren. Inzwischen habe ich die testweise eingerichtete Anmeldung \u00fcber Facebook \u00fcber die Einstellungen des Facebook-Kontos wieder aufgehoben.<\/p>\n<p>Nach erfolgreicher Registrierung konnte ich die abgefragten Profildaten in den angebotenen Formularen eingeben. Bei der Registrierung fragt Avira \u00fcbrigens auch das Geburtsdatum ab, welches zur Verifizierung bei Kontakten mit dem Support verwendet wird.<\/p>\n<h2>Den Identity Scanner getestet<\/h2>\n<p>Nach der erfolgreichen Registrierung und Anmeldung am Benutzerkonto gelangt man im Browser zur \u00dcbersichtsseite des Avira Identity Scanner.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"\u00dcbersichtsseite des Avira Identity Scanner\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/FOvFzOO.jpg\" alt=\"\u00dcbersichtsseite des Avira Identity Scanner\" \/><\/p>\n<p>Auf einen Blick sieht man eventuell erkannte Warnmeldungen. Bei der ersten Anmeldung beziehen sich diese auf die bei der Registrierung des Benutzerkontos angegebene E-Mail-Adresse. In meinem Fall habe ich eine E-Mail-Adresse angegeben, von der ich wei\u00df, dass diese bei Datenlecks mehrfach erbeutet wurde.<\/p>\n<ul>\n<li>\u00dcber das Burger-Men\u00fc in der linken oberen Ecke l\u00e4sst sich auf diverse Optionen wie beispielsweise das Benutzerprofil zugreifen.<\/li>\n<li>\u00dcber die auf der Seite angebotenen Schaltfl\u00e4chen pr\u00fcfen Sie Warnmeldungen oder greifen auf das Support Center mit Tipps und Handlungsempfehlungen zu.<\/li>\n<li>Die Schaltfl\u00e4che <em>Suchdaten<\/em> erm\u00f6glicht es, die eigenen Suchdaten anzusehen und weitere Suchkriterien f\u00fcr den Identity Scanner hinzuzuf\u00fcgen (siehe folgende Abbildung).<\/li>\n<\/ul>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Suchdaten verwalten\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/QQxNYDv.jpg\" alt=\"Suchdaten verwalten\" \/><\/p>\n<p>Der Identity Scanner kann sowohl Finanzdaten (Kreditkarten, IBANs) als auch Dokumente und Ausweise sowie pers\u00f6nliche Angaben, die in der Seite <em>Suchdaten<\/em> eingetragen sind, bei den Scans ber\u00fccksichtigen. Nach der Registrierung im Avira Identity Scanner kann der Nutzer folgende Datenkategorien \u00fcberwachen lassen:<\/p>\n<ul>\n<li>Ein Vorname<\/li>\n<li>Ein Nachname<\/li>\n<li>Zehn Adressen (Stra\u00dfe\/Wohnort\/Postleitzahl)<\/li>\n<li>Zehn E-Mail-Adressen<\/li>\n<li>Zehn Telefonnummern<\/li>\n<li>Ein Geburtsdatum<\/li>\n<li>Zehn Benutzernamen<\/li>\n<li>Zehn Kreditkartendaten<\/li>\n<li>Zehn Bankkonten<\/li>\n<li>Zehn IBAN-Nummern<\/li>\n<li>Eine F\u00fchrerscheinnummer<\/li>\n<li>Zwei Reisepassnummern<\/li>\n<li>Eine Personalausweisnummer<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dieser Umfang sollte f\u00fcr private Zwecke ausreichen. Per Burger-Men\u00fc l\u00e4sst sich anschlie\u00dfend zur \u00dcbersichtsseite oder zu anderen Seiten wechseln. Sobald die betreffenden Informationen bereitgestellt wurden, \u00fcberwacht die Online-Monitoring-Funktion des Avira Identity Scanner kontinuierlich, ob pers\u00f6nliche Daten des Nutzers im \u00f6ffentlichen Web oder Dark Web vorliegen. Wird eine \u00dcbereinstimmung gefunden, sendet die Software automatisch eine Alarmmeldung per E-Mail oder SMS.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Warnmeldungen Identity Scanners \" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/C3OdZjo.jpg\" alt=\"Warnmeldungen Identity Scanners \" \/><\/p>\n<p>Wurde der Benutzer alarmiert, kann er die Daten mithilfe der Benutzeroberfl\u00e4che im Punkt <em>Warnmeldungen pr\u00fcfen <\/em>einsehen. In obiger Abbildung habe ich die Detailansicht f\u00fcr eine dieser Warnungen eingeblendet. Der aufgef\u00fchrte Fall war mir bekannt, da 2013 Webseiten von Adobe gehackt und Benutzerdaten samt Passwort abgezogen wurden.<\/p>\n<p>Auf der betreffenden Webseite werden erste Ratschl\u00e4ge und Handlungsempfehlungen im Umgang mit gemeldeten Problemen aufgezeigt. Bei Bedarf l\u00e4sst sich die Schaltfl\u00e4che <em>Zum Support Center <\/em>anw\u00e4hlen. Dort werden dann gezielte Hinweise gegeben, wie der Nutzer reagieren soll (z.B. bei entwendeten Bankdaten die Bank kontaktieren, bei Ausweisdokumenten die ausstellende Beh\u00f6rde informieren etc.).<\/p>\n<p>Das umfasst auch weiterf\u00fchrende Webseiten wie der Beh\u00f6rdenfinder in DACH oder Sperr-Rufnummern f\u00fcr EC- und Kreditkarten bei Banken. Allerdings wird im Support Center nur ein Standardtext angeboten. Bei Bedarf kann man aber den Avira-Support kontaktieren, um sich weitere Informationen und Hilfestellung zum betreffenden Fall geben zu lassen.<\/p>\n<h2>Eine Einsch\u00e4tzung zum Produkt<\/h2>\n<p>Ich habe den Avira Identity Scanner nach bestimmten Kenndaten von mir suchen lassen und das Produkt einige Stunden getestet. Die Software hinterl\u00e4sst bei mir einen durchaus positiven Eindruck. Das Produkt d\u00fcrfte f\u00fcr Benutzer\/innen, die sich vor einem Identit\u00e4tsklau sch\u00fctzen und schnell bei einem auftretenden Datenleck informiert werden m\u00f6chten, sinnvoll sein.<\/p>\n<p>Ich habe bei einigen Daten eine Gegenprobe mittels Drittanbieterdiensten veranlasst. Erstaunlich war, dass die Treffer nicht deckungsgleich waren. Drittanbieterdienste f\u00fchrten Datenlecks auf, die der Avira Identity Scanner nicht kannte. Umgekehrt listete mir das Avira-Produkt Datenquellen auf, die ich mit anderen Tools nicht gefunden habe. Eine 100 prozentige Abdeckung leistet wohl keines der Produkte.<\/p>\n<p>Etwas ans R\u00e4tseln haben mich Warnmeldungen gebracht, die sich auf Seiten beziehen, die ich niemals genutzt habe, geschweige denn, dass ich dort mit den Daten angemeldet war. Beispielweise sind die Seiten <em>Database_USA_Hobbies<\/em> und <em>memoraleak.com<\/em> erw\u00e4hnt. Keine Ahnung, wie die Daten dort hin gelangen \u2013 m\u00f6glicherweise hat sich jemand bei der Mailadresse bei diesem Anbieter vertippt.<\/p>\n<p>Hier h\u00e4tte ich mir mehr Informationen und ggf. einen Hinweis auf 'falsche Alarme' in der betreffenden Warnseite gew\u00fcnscht. Sinnvoll k\u00f6nnte auch eine Funktion zur Unterst\u00fctzung der Kennwortwahl f\u00fcr ein Online-Konto sein. Dort k\u00f6nnte beispielsweise angezeigt werden, ob ein eingegebenes Kennwort bereits in Passwortlisten, die bei Brute-Force-Angriffen verwendet werden, enthalten ist.<\/p>\n<h2>Fragen und Antworten<\/h2>\n<p>Zur Konfigurierung der Suchfilter muss ich als Benutzer ja sehr sensitive Daten (Konto, Kreditkartendaten etc.) eingeben, wenn ich meine Identit\u00e4tsinformationen suchen lassen m\u00f6chte. In diesem Kontext sind bei mir im Rahmen des Produkttests einige Fragen auftaucht, die sich m\u00f6glicherweise auch der eine oder andere Produktnutzer stellt. Avira hat mir auf diese Fragen die nachfolgenden Antworten geliefert.<\/p>\n<p><strong>Frage: Wie sch\u00fctzt mich AVIRA denn davor, dass diese Daten entwendet und\/oder von Dritten eingesehen werden? <\/strong><\/p>\n<p>Antwort: <i>Avira legt h\u00f6chsten Wert auf die Sicherheit der eingesetzten Umgebungen. Das Sicherheitskonzept basiert auf einer mehrschichtigen Sicherheitsstrategie, die Datenspeicherung, Datenzugriff und Daten\u00fcbertragung durch mehrstufige Kontrollen reglementiert. Diese Strategie umfasst folgende Komponenten:<\/i><\/p>\n<ul>\n<li><i>Unternehmensspezifische Sicherheitsrichtlinien<\/i><\/li>\n<li>\u00a0<i>Organisatorische Sicherheit<\/i><\/li>\n<li>\u00a0<i>Personelle Sicherheit<\/i><\/li>\n<li>\u00a0<i>Betriebssicherheit<\/i><\/li>\n<li>\u00a0<i>Zugriffskontrolle<\/i><\/li>\n<li>\u00a0<i>Systementwicklung, Wartung und Support<\/i><\/li>\n<li>\u00a0<i>Einhaltung rechtlicher Vorgaben<\/i><\/li>\n<\/ul>\n<p><a name=\"_Hlk507491693\"><\/a><i>Avira speichert und verarbeitet alle Kundendaten f\u00fcr Identity Scanner in Deutschland \u2012 nach den strengen Vorgaben des deutschen und EU-Datenschutzgesetzes. Beim System- und Prozessdesign kommen Best Practices der Branche zum Einsatz. Das bedeutet, dass wie im Bankensektor die h\u00f6chste Verschl\u00fcsselungsstufe implementiert ist und Vorf\u00e4lle \u00fcberwacht werden, um in Echtzeit darauf reagieren zu k\u00f6nnen. <\/i><\/p>\n<p><i>Im Bereich der Betriebssicherheit sind die Avira Umgebungen mit Malwareschutz, Intrusion Detection, Dateiintegrit\u00e4ts\u00fcberwachung, zentralisiertem Log-Management, Schwachstellenmanagement, Netzwerksicherheit, Betriebssystem-H\u00e4rtung sowie robusten Verfahren zum Umgang mit Sicherheitsvorf\u00e4llen und Forensik ausgestattet. Alle sensiblen Daten werden mit h\u00f6chster Verschl\u00fcsselung nach Branchenstandards verschl\u00fcsselt, beispielsweise mit AES-256, TLS 1.0 oder h\u00f6her.<\/i><\/p>\n<p><strong>Frage: Wie werden die Daten bei Avira gespeichert?<\/strong><\/p>\n<p>Antwort: <em>Beim Identity Scanner kommt der verschl\u00fcsselte Speicher auf Amazon S3 zum Einsatz. Weitere Informationen zu Amazon S3 finden Sie auf <a href=\"https:\/\/aws.amazon.com\/s3\/details\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">dieser Amazon-Seite<\/a>.\u00a0 <\/em><\/p>\n<p><i>Alle Daten werden mittels AES-256-Verschl\u00fcsselung auf Amazon S3 gespeichert. Bei der Verschl\u00fcsselung mit 256 Bit handelt es sich um einen international anerkannten und eingesetzten Verschl\u00fcsselungsstandard mit sehr hoher Sicherheitsrate. Dieser kann selbst mit einem Brute-Force-Angriff nicht geknackt werden. Zus\u00e4tzlich werden auch alle Austauschverbindungen zwischen System und zwischen Anwendungskomponenten verschl\u00fcsselt. Hier kommt beispielsweise bei der Daten\u00fcbertragung ein SSL Zertifikat zum Einsatz.<\/i><\/p>\n<p><strong>Frage: Wie erfolgt die Suche nach den angegebenen Filterkriterien?<\/strong><\/p>\n<p>Es stellt sich die Frage, ob der Identity Scanner mit den Daten Suchanfragen an Suchmaschinen oder Datenbanken im Internet stellt und wie gew\u00e4hrleistet ist, dass \u00fcber diesen Weg keine sensitiven Daten abgefangen werden.<\/p>\n<p>Antwort: <i>Um einen sicheren Suchdurchlauf durchzuf\u00fchren, werden alle im Avira Identity Scanner hinterlegten Klardaten eines Nutzers mittels SHA-256-Funktion in Derivate umgewandelt. Beim Hashing von Kundendaten wird mit einem Verschl\u00fcsselungsalgorithmus eine komplett unabh\u00e4ngige Zeichenfolge erzeugt, aus der die Klardaten des Nutzers nicht rekonstruiert werden k\u00f6nnen. <\/i><\/p>\n<p><i>Die Hashes der Kundendaten werden in einer separaten, entkoppelten Datenbank (\u00dcberwachungsdatenbank) gespeichert. In dieser dedizierten Umgebung werden ebenfalls keine Klardaten zum Durchf\u00fchren von Scanvorg\u00e4ngen nach exponierten Daten gespeichert. <\/i><\/p>\n<p><i>Nachdem die Hashes von den Klardaten entkoppelt wurden, werden die Hashes der Kundendaten aus der \u00dcberwachungsdatenbank mithilfe eines Algorithmus mit einer Liste bekannter Risiken, die im Threat Data Lake gehostet wird, verglichen. Der Threat Data Lake enth\u00e4lt die identifizierten und exponierten Daten, die ebenfalls mittels SHA-256 zu Hashes umgewandelt worden sind. Im Rahmen der \u00dcberwachung werden dementsprechend nur Hashes mit Hashes verglichen \u2013 Klardaten der Nutzer kommen nicht zum Einsatz. Als zus\u00e4tzlicher Schutzmechanismus werden alle Serverumgebungen, auch diejenigen die nur Hashes enthalten, mittels AES-256-Standard verschl\u00fcsselt sowie Scanprotokolle nicht gespeichert.<\/i><\/p>\n<p><i>Wird anschlie\u00dfend eine \u00dcbereinstimmung gefunden, wird ein Bericht an die Hauptdatenbank gesendet. In dieser PCI-konformen Umgebung wird schlie\u00dflich der Hash mit dem Klardatenwert verglichen. Stimmen auch diese Werte miteinander \u00fcberein, wird der Endnutzer mit einer Alarmmeldung informiert.<\/i><\/p>\n<p><strong>Frage: Wer kann bei Avira diese Daten einsehen?<\/strong><\/p>\n<p>Wenn ich sensitive Daten in mein Profil eintrage, stellt sich die Frage: Haben Avira-Mitarbeiter der Hotline beispielsweise Zugriff auf mein Profil sowie meine Suchkriterien und k\u00f6nnen die Finanzdaten f\u00fcr Bankkonten oder Kreditkarten eingesehen werden?<\/p>\n<p>Antwort: <i>Das Thema Datenschutz ist Avira generell sehr wichtig. Speziell bei dem Produkt Identity Scanner wird mit Hinblick auf die Vielfalt der sensiblen Daten der Nutzer mit gr\u00f6\u00dfter Umsicht vorgegangen. Dies beinhaltet unter anderem die Einhaltung der<a name=\"_Hlk507491836\"><\/a> deutschen bzw. europ\u00e4ischen Datenschutzbestimmungen. <\/i><\/p>\n<p><i>Die Infrastruktur besitzt Konformit\u00e4t mit dem vom PCI Security Standards Council regelm\u00e4\u00dfig herausgegebenen Payment Card Industry Data Security Standard (\u201ePCI-DSS\") und stellt mit einem gut dokumentierten Programm nachweislich sicher, dass Avira diese Standards kontinuierlich einhalten. <\/i><\/p>\n<p><i>Um Nutzern aber einen bestm\u00f6glichen Schutz vor Identit\u00e4tsdiebstahl zu bieten und auf Nachfragen beim Kundensupport reagieren zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen einige grundlegende Kundeninformationen wie beispielsweise das oben erw\u00e4hnte Geburtsdatum dem Kundenservice zug\u00e4nglich sein. <\/i><\/p>\n<p><i>Andere Daten wie etwa PCI-Daten (sprich Kontodaten, Kreditkarteninformationen etc.) werden maskiert und sind f\u00fcr keinen Avira Mitarbeiter sichtbar. Mitarbeiter, die Zugang zu Informationswerten und pers\u00f6nlichen Daten haben, sind zudem von der elektronischen \u00dcbertragung von Informationswerten und Daten \u00fcber pers\u00f6nliche oder entfernbare Speichermedien ausgeschlossen.<\/i><\/p>\n<p><strong>Frage: Welche Vorteile bietet der Identity Scanner gegen\u00fcber anderen Diensten?<\/strong><\/p>\n<p>Antwort: Der <i>Identity Scanner bietet eine Komplettl\u00f6sung mit einem gr\u00f6\u00dferen Leistungsumfang und einem besseren Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis als andere kostenpflichtige Produkte. Viele auf dem Markt erh\u00e4ltliche Produkte (so auch die meisten kostenfreien Produkte) fokussieren sich auf E-Mail-Adressen und lassen zahlreiche weitere Cyber-Risiken au\u00dfer Acht. Der Identity Scanner \u00fcberwacht eine breite Auswahl pers\u00f6nlicher und finanzieller Informationen sowie Daten aus wichtigen Dokumenten und Ausweisen. Die \u00dcberwachung all dieser Daten findet nicht einmalig statt sondern kontinuierlich rund um die Uhr. <\/i><\/p>\n<p><i>Nachdem der Nutzer eine Alarmmeldung per E-Mail oder SMS erhalten hat, kann er das Problem mithilfe der Softwarel\u00f6sung pr\u00fcfen. Wenn ein Nutzer der Ansicht ist, dass pers\u00f6nliche Informationen unrechtm\u00e4\u00dfig im Surface Web publiziert wurden, unterst\u00fctzt ihn die Funktion Online-Cleaner dabei, diese Daten zu entfernen oder zu sperren.<\/i><\/p>\n<p><i>Alternativ kann der Nutzer den Kundenservice kontaktieren, um das potenzielle Problem zu l\u00f6sen. Anders als \u00e4hnliche L\u00f6sungen bietet Avira Identity Scanner nicht nur die Dokumentation, sondern auch Unterst\u00fctzung durch ein Expertenteam.<\/i><\/p>\n<p><strong>Frage: Es gibt im AVIRA Identity Scanner Treffer zu Seiten<\/strong><em>, <\/em><strong>die dem Nutzer m\u00f6glicherweise nichts sagen. Was kann der Benutzer dann tun?<\/strong><\/p>\n<p>Antwort: <i>Die Bandbreite an potenziellen Ursachen f\u00fcr Datenschutzprobleme ist sehr gro\u00df. Der Anspruch des Support Centers ist daher, den Nutzern einen ersten \u00dcberblick zu verschaffen. Sollte dies nicht weiterhelfen, dann sollten sich Identity Scanner Nutzer direkt mit dem Telefonsupport in Verbindung setzen, um individuelle Nachfragen mit den Avira Experten zu besprechen.<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8211; Anzeige &#8211; Der Sicherheitsanbieter Avira hat sein Angebot um ein neues Produkt, den Avira Identity Scanner erweitert. Dieser soll eine stetige Kontrolle pers\u00f6nlicher Information gew\u00e4hrleisten, die durch Hacks und Datenlecks im Internet auftauchen. 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