{"id":207910,"date":"2018-08-14T14:35:34","date_gmt":"2018-08-14T12:35:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=207910"},"modified":"2019-10-01T09:44:51","modified_gmt":"2019-10-01T07:44:51","slug":"google-trackt-standort-auch-bei-deaktivierter-funktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/08\/14\/google-trackt-standort-auch-bei-deaktivierter-funktion\/","title":{"rendered":"Google trackt Standort auch bei deaktivierter Funktion"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Schutz.jpg\" width=\"40\" height=\"47\" align=\"left\" \/>Brisant, was Associated Press (AP) \u00fcber Recherchen herausgefunden haben will. Google trackt seine Benutzer im Hinblick auf deren Aufenthaltsorte. Auch wenn dieses Tracking vom Benutzer als unerw\u00fcnscht deaktiviert wurde, so AP.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/8531216b61fa441b8076fb11ad03ee1e\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>AP hat das Ganze in <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20190916062518\/https:\/\/www.apnews.com\/828aefab64d4411bac257a07c1af0ecb\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">diesem Artikel<\/a> publiziert und schreibt, dass Google wissen m\u00f6chte, wo sich die Nutzer seiner Dienste aufhalten und dann Bewegungen aufzeichnet, selbst wenn die Benutzer das explizit ablehnen. AP beruft sich auf eine selbst durchgef\u00fchrte Untersuchung. Diese habe ergeben, viele Google-Dienste auf Android-Ger\u00e4ten und iPhones die Standortdaten der Benutzer speichern. Da gelte selbst dann, wenn die Benutzer eine Datenschutzeinstellung verwendet haben, die besagt, dass Google diese Daten nicht erfassen darf. Informatiker in Princeton best\u00e4tigten diese Ergebnisse auf Anfrage von AP.<\/p>\n<h2>Meist fragt Google um Erlaubnis<\/h2>\n<p>In den meisten F\u00e4llen fragt Google in den Apps nach der Erlaubnis des Nutzers, die Standortinformationen zu verwenden. Das ist zum Beispiel bei Google Maps der Fall, wo die Standorterfassung zur Navigieren freizugeben ist. Google Maps kann dann die Historie der Bewegungen in einer \"Zeitleiste\" anzeigen.<\/p>\n<p>Die Speicherung der Bewegungsdaten birgt Datenschutzrisiken und wurde von der Polizei verwendet, um den Aufenthaltsort von Verd\u00e4chtigen zu ermitteln. Daher erm\u00f6glicht Google Nutzern die Erfassung der Location History (Standortverlauf) zu pausieren. Google gibt an, dass man so daran gehindert werde, Strafverfolgern Standortdaten zu \u00fcbergeben. Googles Support-Seite zum Thema lautet sinngem\u00e4\u00df: \"Sie k\u00f6nnen die Ortshistorie jederzeit deaktivieren. Bei ausgeschalteter Ortshistorie werden die Orte, zu denen Sie gehen, nicht mehr gespeichert.\"<\/p>\n<h2>Falschaussage von Google?<\/h2>\n<p>AP schreibt in seinem Artikel: 'Das ist nicht wahr' und bezieht sich auf die Aussagen Googles in seiner Support-Seite. Sogar wenn die Speicherung des Standortverlauf angehalten wird, speichern, laut AP, einige Google-Anwendungen automatisch Ortsdaten mit Zeitstempel,und das, ohne zu fragen. Es ist laut AP aber m\u00f6glich, obwohl m\u00fchsam, diese Daten zu l\u00f6schen.<\/p>\n<p>Beispielsweise speichert Google, laut AP, einen Schnappschuss, wo sich ein Nutzer gerade befindet, wenn dieser die Maps-App \u00f6ffnet. Automatische t\u00e4gliche Wetterupdates auf Android-Handys zeigen, wo sich die Leute gerade befinden. Und einige Suchbegriffe, die nichts mit dem Standort zu tun haben, wie z.B. \"Schokokekse\" oder \"Kids Science Kits\", zeigen, laut AP, den Benutzern ihren genauen Breiten- und L\u00e4ngengrad &#8211; genau auf den Meter &#8211; an und speichern ihn im zugeordneten Google-Konto.<\/p>\n<blockquote><p>Erg\u00e4nzung: Google hat inzwischen die Informationen auf seinen Webseiten aktualisiert und pr\u00e4zisiert.<\/p><\/blockquote>\n<h2>2 Milliarden Benutzer betroffen<\/h2>\n<p>Das Datenschutzproblem betrifft etwa zwei Milliarden Nutzer von Mobilger\u00e4ten, auf denen die Android-Betriebssoftware von Google l\u00e4uft, und Hunderte von Millionen von iPhone-Nutzern weltweit, die sich bei der Kartenerstellung oder Suche auf Google verlassen.<\/p>\n<p>Das Speichern von Standortdaten unter Verletzung der Pr\u00e4ferenzen eines Benutzers ist falsch, sagte Jonathan Mayer, ein Princeton-Informatiker und ehemaliger Cheftechnologe f\u00fcr das Durchsetzungsb\u00fcro der Federal Communications Commission. Ein Forscher aus Mayers Labor best\u00e4tigte die Ergebnisse des APs auf mehreren Android-Ger\u00e4ten. AP f\u00fchrte auch eigene Tests an mehreren iPhones durch, die das gleiche Verhalten zeigten.<\/p>\n<p>\"Wenn Sie den Benutzern erlauben wollen, etwas zu deaktivieren, das sich 'Ortsverlauf' (oder Standortverlauf) nennt, dann sollten alle Orte, an denen Sie sich aufhalten, in der Aufzeichnung deaktiviert werden\", sagte Mayer. \"Das scheint eine ziemlich einfache Position zu sein.\" Google sagt, das ist v\u00f6llig klar.<\/p>\n<blockquote><p>\"There are a number of different ways that Google may use location to improve people's experience, including: Location History, Web and App Activity, and through device-level Location Services,\" a Google spokesperson said in a statement to the AP. \"We provide clear descriptions of these tools, and robust controls so people can turn them on or off, and delete their histories at any time.\"<\/p><\/blockquote>\n<p>In Deutsch: \"Es gibt verschiedene M\u00f6glichkeiten, wie Google den Standort nutzen kann, um das Erlebnis der Menschen zu verbessern: Location History, Web und App Activity, und durch Location Services auf Ger\u00e4teebene\", sagte ein Google-Sprecher in einer Erkl\u00e4rung an den AP. \"Wir bieten klare Beschreibungen dieser Tools und robuste Kontrollen, damit die Leute sie jederzeit ein- und ausschalten und ihre Historien l\u00f6schen k\u00f6nnen.\"<\/p>\n<p>Googles Erkl\u00e4rung kann aber wohl nicht alle Politiker \u00fcberzeugen. Senator Mark Warner aus Virginia sagte AP, es sei \"frustrierend \u00fcblich\" f\u00fcr Technologieunternehmen, \"Unternehmenspraktiken zu haben, die von den v\u00f6llig vern\u00fcnftigen Erwartungen ihrer Benutzer abweichen\", und forderte Richtlinien, die den Benutzern mehr Kontrolle \u00fcber ihre Daten geben w\u00fcrden. Der Republikaner Frank Pallone aus New Jersey forderte im Anschluss an den AP-Bericht eine \"umfassende Gesetzgebung zum Verbraucherschutz und zur Datensicherheit\".<\/p>\n<h2>Der Nutzer muss reagieren<\/h2>\n<p>Um Google davon abzuhalten, diese Standortmarkierungen zu speichern, k\u00f6nnen Benutzer eine andere Einstellung (unter \"Pers\u00f6nliche Daten und Privatsph\u00e4re\" im Google Konto) deaktivieren, die nicht speziell auf Standortinformationen verweist. Diese Einstellung wird als \"Web- und App-Aktivit\u00e4t\" bezeichnet, ist standardm\u00e4\u00dfig aktiviert und speichert eine Vielzahl von Informationen aus Google-Anwendungen und Websites in Ihrem Google-Konto.<\/p>\n<p>Wenn sie angehalten wird, verhindert sie, dass Aktivit\u00e4ten auf einem beliebigen Ger\u00e4t auf Ihrem Konto gespeichert werden. Wenn Sie jedoch \"Web &amp; App Activity\" (Web und App-Aktivit\u00e4ten) aktivieren und den \"Location History\" (Standortverlauf) deaktivieren, kann Google Ihre Bewegungen erfassen und zur \"Timeline\" hinzuf\u00fcgen. Dann bleibt nur noch, diese Standortmarkierungen von Hand l\u00f6schen. Es g\u00e4be noch einen dritten Weg: Die Teile schlicht abschalten. Daher habe ich das Ganze auch nicht mit deutschen Android-Ger\u00e4ten nachvollzogen. PS: Inzwischen haben wohl auch deutsche Medien das AP-Thema <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/apps\/google-maps-standort-historie-wird-trotz-deaktivierung-gespeichert-a-1223068.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">aufgegriffen<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Brisant, was Associated Press (AP) \u00fcber Recherchen herausgefunden haben will. Google trackt seine Benutzer im Hinblick auf deren Aufenthaltsorte. 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