{"id":212478,"date":"2018-12-05T00:40:02","date_gmt":"2018-12-04T23:40:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=212478"},"modified":"2021-08-30T15:13:13","modified_gmt":"2021-08-30T13:13:13","slug":"gerchte-zu-windows-lite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/12\/05\/gerchte-zu-windows-lite\/","title":{"rendered":"Ger&uuml;chte zu Windows Lite"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/win102.jpg\" width=\"58\" align=\"left\" height=\"58\"\/>Seit kurzem geht das Ger\u00fccht um, dass Microsoft an einem Windows Lite arbeitet. Es k\u00f6nnte, so wird spekuliert, ein Gegengewicht zu Googles Chrome OS werden. Hier ein paar Informationen zum Thema. <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/d534633db18c48729d2fe0d88eb16743\" width=\"1\" height=\"1\"\/>Ich bin bereits am 20. November 2018 \u00fcber das Thema gestolpert, als Tero Alhonen diesen Tweet ver\u00f6ffentlichte. <\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"en\" dir=\"ltr\">Windows Lite?<\/p>\n<p>Windows 10 SDK 18282 <a href=\"https:\/\/t.co\/WWD2HEl6FE\">pic.twitter.com\/WWD2HEl6FE<\/a><\/p>\n<p>\u2014 Tero Alhonen (@teroalhonen) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/teroalhonen\/status\/1064987306464108548?ref_src=twsrc%5Etfw\">20. November 2018<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script> <\/p>\n<p>Im Windows 10 SDK 18282 war er auf eine Definition f\u00fcr die betreffenden SKU gesto\u00dfen, ohne dass jedoch weitere Informationen gegeben wurden. Der Folgetweet sprach dann von einer abgespeckten Windows-Version, die bereits im Skip Ahead-Zweig im Installationabbild angeboten werde.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"und\" dir=\"ltr\"><a href=\"https:\/\/t.co\/KiNMUD9MqD\">https:\/\/t.co\/KiNMUD9MqD<\/a><\/p>\n<p>\u2014 Tero Alhonen (@teroalhonen) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/teroalhonen\/status\/1064992791078608905?ref_src=twsrc%5Etfw\">20. November 2018<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script> <\/p>\n<h2>Windows Lite, ein Chrome OS-Killer?&nbsp; <\/h2>\n<\/p>\n<p>Am Montag, den 3. Dezember 2018 hat dann Brad Sams auf <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20210719034426\/https:\/\/www.petri.com\/what-is-windows-core-os-its-microsofts-chromebook-os-killer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Petri.com einen Artikel<\/a> zu Windows Lite ver\u00f6ffentlicht. Dem Tenor zufolge Microsoft arbeitet an einer neuen Version von Windows, die Windows Lite genannt wird. Die Sto\u00dfrichtung: Windows Lite soll ein Chrome OS-Killer werden, was immer das hei\u00dfen mag.<\/p>\n<p>Windows 10 Lite soll nur PWAs und UWP-Apps ausf\u00fchren k\u00f6nnen, alle anderen Funktion zum Starten von Win32-Anwendungen seien entfernt worden. Erinnert an den Flop Windows RT, wo nur Apps liefen. Dies ist keine Windows-Version, die im Unternehmen oder sogar in kleinen Unternehmensumgebungen l\u00e4uft. Brad Sams geht davon aus, dass diese Variante nur \u00fcber OEMs angeboten werden wird. Aber es Soll endlich eine wirklich schlanke Version von Windows, die einen solchen Ansatz nicht nur im Namen tr\u00e4gt. <\/p>\n<p>Laut Brad Sams ist es das Ziel von Windows Lite, nicht nur schlank daherzukommen. Das Betriebssystem soll sofort einsatzbereit und immer mit dem Internet verbunden (Always Connected) sein. Es soll auf jeder Art von CPU lauff\u00e4hig sein, darf aber nicht mehr Windows genannt werden. Damit w\u00fcrde die Beschr\u00e4nkung auf die Intel-Schiene aufgehoben und auch ARM-Hardware k\u00f6nnte mit Windows Lite ausgestattet werden.<\/p>\n<h2>R\u00fcckblick und meine 2 Cents<\/h2>\n<p>Martin Geu\u00df hat gestern auf Dr. Windows <a href=\"https:\/\/www.drwindows.de\/news\/product-lite-bringt-microsoft-das-nicht-windows-das-ich-mir-schon-lange-wuensche\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesen Artikel<\/a> zum Thema ver\u00f6ffentlich und dort erkl\u00e4rt, warum er diesen Ansatz begr\u00fc\u00dft. Ich sehe die Geschichte trockener: Der Zug ist f\u00fcr Microsoft abgefahren! Punkt. <\/p>\n<p>Dabei h\u00e4tten die Leute aus Redmond alle Chancen gehabt. Es war im Jahr 2011, als ich hier im Blog den Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2011\/10\/18\/microsofts-drawbridge-projekt-vorgestellt\/\">Microsofts \"Drawbridge\"-Projekt vorgestellt<\/a> ver\u00f6ffentlicht habe. Ein Ansatz, der mich damals extrem begeistert hat. Es handelt sich um eine Technik aus den Microsoft Research-Labors, um Anwendungen zu virtualisieren und in einer Sandbox ablaufen zu lassen. Drawbridge kombiniert dabei die bereits in meinem fr\u00fcheren <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2011\/05\/25\/windows-7-mode-fr-windows-8\/\">Beitrag<\/a> erw\u00e4hnten Pico-Prozesse mit einer Betriebssystembibliothek (library OS).<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/research.microsoft.com\/en-us\/projects\/drawbridge\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Microsoft<\/a>  <\/p>\n<p>Die Pico-Prozesse sind prozess-basierende Container, die ein Sandboxing vornehmen und einen minimalen Kernel mit den API-Schnittstellen bereitstellen. Alle API-Aufrufe werden umgesetzt und dann an das Host-Betriebssystem weitergereicht.  <\/p>\n<p>Mit diesem Ansatz wird erreicht, dass die Anwendung in einem isolierten Adressraum (Sandbox) l\u00e4uft. Gleichzeitig stellt der Pico-Prozess der Anwendung einen Satz an API-Aufrufen zur Verf\u00fcgung, mit denen der Anwendung ein Betriebssystem vorgespiegelt wird. Der Pfiff bei diesem Ansatz: Es muss also nicht mehr ein ganzes Betriebssystem virtualisiert werden. Das macht die Picoprozesse schlank und er\u00f6ffnet g\u00e4nzlich neue M\u00f6glichkeiten.  <\/p>\n<blockquote>\n<p>In einer Forschungsarbeit hatten Leute bei Microsoft damals gezeigt, dass mit einem schlanken MinWin-API bzw. Kernel praktisch so gut wie alle Win32-Anwendungen lauff\u00e4hig gemacht werden k\u00f6nnen. Man brauchte also nicht den ganzen Overhead der vollen Windows API zum Ausf\u00fchren von Anwendungen. <\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die zweite, in Drawbridge eingesetzte Technik ist \"library OS\". Dies ist quasi eine verschlankte Betriebssystemversion, die effizient in einem Pico-Prozess ausgef\u00fchrt werden kann. Das Drawbridge Windows library OS enth\u00e4lt einen user-mode NT Kernel (hier NTNUM genannt), der im Pico-Prozess l\u00e4uft. NTNUM stellt nun die gleichen NT API-Aufrufe wie ein konventioneller Kernel bereit. Damit lassen sich beliebige Win32-Anwendungen in diesen Pico-Maschinen ausf\u00fchren. Und diese Pico-Prozesse h\u00e4tten nicht unbedingt Windows als Host ben\u00f6tigt. Es w\u00e4re auch denkbar gewesen, einen schlanken Linux-Kern als Host zu verwenden, auf denen die Pico-Prozesse mit Windows library-OS ausgef\u00fchrt werden. Microsoft h\u00e4tten eine Menge Optionen (z.B. Chrome OS oder Linux als library OS ausf\u00fchren) offen gestanden. Allerdings ist dieses Konzept wohl irgendwann in der Versenkung verschwunden.  <\/p>\n<p>Stattdessen versucht man nun, irgendwo auf der verkorksten Basis von Windows etwas aufzusetzen, was UWP- und PWA-Apps ausf\u00fchren kann, will, wenn die obigen Aussagen von Brad Sams stimmen, das Kind aber nicht Windows nennen. Warum soll ich in aller Welt dann nicht direkt zu einem Chromebook mit Chrome OS greifen? Da habe ich eine Basis, wo Google seit Jahren Erfahrungen hat und Anwendungen bereit stellt. Und wenn ich in Apps fuhrwerken will, schnappe ich mir mein Android-Smartphone und gut ist. <\/p>\n<p>Ich bin jedenfalls gespannt, welcher Rohrkrepierer nun in 2019 wieder vorgestellt wird. Aber m\u00f6glicherweise muss ich mich in 50 Jahren hinstellen und verk\u00fcnden 'Leute, ich habe mich geirrt' und ist doch ganz anders gekommen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit kurzem geht das Ger\u00fccht um, dass Microsoft an einem Windows Lite arbeitet. 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