{"id":212897,"date":"2018-12-14T00:25:48","date_gmt":"2018-12-13T23:25:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=212897"},"modified":"2022-08-19T08:52:58","modified_gmt":"2022-08-19T06:52:58","slug":"android-apps-petzen-nutzerinteressen-an-facebook","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/12\/14\/android-apps-petzen-nutzerinteressen-an-facebook\/","title":{"rendered":"Android: Apps petzen Nutzerinteressen an Facebook"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/android.jpg\" width=\"58\" height=\"58\" align=\"left\" \/>Schon wieder Android: Eine Reihe von Android-App verwendet eine Bibliothek, die Nutzerinteressen direkt an Facebook weiter gibt. Hier einige Informationen zu diesem Thema.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Webseite mobilsicher.de berichtet <a href=\"https:\/\/mobilsicher.de\/hintergrund\/facebooks-unsichtbare-datensammlung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a> \u00fcber den Fall. Ca. 30 % der Android-Apps im Google Play Store nehmen beim Betrieb Verbindung zu den Servern von Facebook auf und \u00fcbertragen Nutzerdaten \u00fcber die Interessen des Anwenders an das Unternehmen.<\/p>\n<h2>Android-Apps petzen ohne Kenntnis des Nutzers<\/h2>\n<p>Besonders kritisch ist dies bei Apps, die in direktem Bezug zu Religion, Gesundheit, sexueller Orientierung und politischer Einstellung stehen. Nutzer wissen von dieser Verbindung zu Facebook nichts und es ist auch nichts zu erkennen. Wer also Tinder zur Partnersuche verwendet, kann sicher sein, dass Facebook \u00fcber seine Vorlieben informiert ist. Wer unter Diabetes leidet, k\u00f6nnte beim Besuch von Facebook \u00fcber entsprechende Therapieformen informiert werden.<\/p>\n<h2>Ein kostenloses Facebook-SDK als Ursache<\/h2>\n<p>Android-App-Entwickler verwenden h\u00e4ufig ein Software Development Kit (SDK) zum Erstellen ihrer Anwendungen. Mit <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20210407080645\/https:\/\/analytics.facebook.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Facebook Analytics<\/a> bekommt der Entwickler einer App Auskunft dar\u00fcber, was Nutzer in der App tun: an welcher Stelle im Men\u00fc sie wom\u00f6glich abbrechen, welche Funktionen sie besonders m\u00f6gen. Eine solche Funktion ist f\u00fcr Entwickler ganz n\u00fctzlich \u2013 in der Microsoft-Welt w\u00fcrde man diese \u00dcbertragung als Telemetrie bezeichnen.<\/p>\n<p>Der Analyse-Dienst von Facebook ist nicht nur sehr gut, sondern auch kostenlos. Entsprechend beliebt ist er. Allerdings hei\u00dft dies auch, dass die Daten direkt an Facebook gehen. Und der Entwickler hat keine Kontrolle, welche Daten an Facebook geschickt werden.<\/p>\n<p>Das Testsystem der franz\u00f6sischen Nichtregierungsorganisation <a href=\"https:\/\/exodus-privacy.eu.org\/en\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Exodus Privacy<\/a> fand das Modul f\u00fcr Facebook Analytics in rund 20 Prozent aller 42.675 getesteten Apps. Das Forschungsprojekt <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20200816191006\/https:\/\/appcensus.mobi\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">AppCensus<\/a> mit Sitz in Kalifornien untersuchte 83.064 Apps und stellte in rund 30 Prozent davon eine Datenverbindung zu Facebook (Facebook Analytics und alle anderen Facebook-Dienste) fest.<\/p>\n<p>Neben technischen Informationen wie z.B. das Ger\u00e4temodell erh\u00e4lt Facebook auch die Uhrzeit, die IP-Adresse und welche App genutzt wird. Weiterhin wird die Werbe-ID mit \u00fcbertragen. Damit ist der Benutzer i.d.R. identifizierbar. Die Apps sind mit der Datenschutzgrundverordnung nicht vereinbar. Damit d\u00fcrften europ\u00e4ische App-Entwickler ein dickes Problem bekommen. Zitat aus dem <a href=\"https:\/\/mobilsicher.de\/hintergrund\/facebooks-unsichtbare-datensammlung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">mobilsicher.de-Artikel<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>F\u00fcr den Nutzer gibt es keine M\u00f6glichkeit zu erkennen, ob eine App Daten an Facebook \u00fcbertr\u00e4gt. Die \u00dcbertragung ist unabh\u00e4ngig davon, ob man sich mit dem eigenen Facebook-Konto in der App anmeldet, und sie findet selbst dann statt, wenn man gar kein Facebook-Konto hat.<\/p>\n<p>Keine der genannten Apps geben darauf einen expliziten Hinweis per Dialogfenster. Nicht einmal die H\u00e4lfte erw\u00e4hnt das Facebook-Modul in der Datenschutzerkl\u00e4rung.<\/p><\/blockquote>\n<p>\u201eWerden Daten an Dritte \u00fcbermittelt \u2013 hier zum Beispiel durch die \u00dcbertragung der Werbe-ID an Facebook \u2013 ist dies in der Regel nur mit Zustimmung des Betroffenen m\u00f6glich. Hierf\u00fcr bedarf es einer informierten Einwilligung, die gegebenenfalls durch eine nicht gesetzte Checkbox ausgestaltet sein kann, wobei die \u00dcbermittlung der Daten erst dann erfolgt, nachdem der Nutzer sie gesetzt hat\", erkl\u00e4rt Hamburgs Datenschutzbeauftragter \u2013 ist in Deutschland f\u00fcr die Kontrolle von Facebook zust\u00e4ndig. Weitere Details sind im <a href=\"https:\/\/mobilsicher.de\/hintergrund\/facebooks-unsichtbare-datensammlung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">mobilsicher.de-Artikel<\/a> nachlesbar. (<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/apps\/facebook-sdk-android-apps-geben-heikle-interessen-preis-a-1242898.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">via<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon wieder Android: Eine Reihe von Android-App verwendet eine Bibliothek, die Nutzerinteressen direkt an Facebook weiter gibt. 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