{"id":213269,"date":"2018-12-25T00:29:00","date_gmt":"2018-12-24T23:29:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=213269"},"modified":"2023-09-02T10:16:18","modified_gmt":"2023-09-02T08:16:18","slug":"smarte-spielzeuge-bsi-warnt-vor-spionage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/12\/25\/smarte-spielzeuge-bsi-warnt-vor-spionage\/","title":{"rendered":"Smarte Spielzeuge: BSI warnt vor Spionage"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Schutz.jpg\" width=\"40\" align=\"left\" height=\"47\"\/>Zu Weihnachten werden wieder viele smarte Spielzeuge verschenkt. Diese bieten aber die Gefahr der Spionage. Das BSI warnt zu Weihnachten erneut explizit vor dieser Gefahr.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Mit sogenannten Smart Toys halten intelligente Spielzeuge Einzug in Kinderzimmern. Denn was Erwachsene in Form von Smart TVs, Lichtsteuerung oder Sprachassistenten fasziniert, begeistert auch Kinder und Jugendliche an lernf\u00e4higen Teddyb\u00e4ren und mit dem Smartphone steuerbare Autos oder Robotern: zum einen lassen sich manche Dinge dank der niedlichen Helfer schneller erledigen und zum anderen interagieren die Spielzeuge pers\u00f6nlich mit den Besitzern. Das Bundesamt f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) informiert <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20201211055331\/https:\/\/www.bsi-fuer-buerger.de\/BSIFB\/DE\/DigitaleGesellschaft\/IoT\/SmartToys\/SmartToys_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> \u00fcber m\u00f6gliche Probleme. <\/p>\n<h2>Was sind SmartToys genau?<\/h2>\n<p>Smart Toys zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihre Umgebung erkennen und auf Aktionen, wie Sprachbefehle oder Eingaben, oder andere Bedingungen reagieren und in Interaktion mit Menschen, Tieren oder anderen digitalen Ger\u00e4ten treten k\u00f6nnen. Dabei sollte man zwischen Smart Toys unterscheiden, die sich mit dem Internet oder anderen Ger\u00e4ten verbinden k\u00f6nnen und jenen, die \"offline betrieben\" werden.<\/p>\n<h2>Hilfestellung bei Lernprozessen<\/h2>\n<p>Intelligente Spielzeuge m\u00fcssen nicht nur dem Spielspa\u00df dienen, sondern k\u00f6nnen auch ganz gezielt Lernprozesse von Kindern f\u00f6rdern (Gamification \u2013 Lernen durch Spielen). Es gibt sogar Puppen, die, \u00e4hnlich einem digitalen Assistenten, Fragen des Kindes beantworten k\u00f6nnen, indem sie eine Suchanfrage \u00fcber das Internet stellen und das Ergebnis wiedergeben. Diese Spielzeuge sind h\u00e4ufig darauf ausgelegt, Kindern einen Umgang mit digitalen Ger\u00e4ten beizubringen und sie auf die digitale Welt vorzubereiten. Dar\u00fcber hinaus gibt es Weiterentwicklungen, die versuchen, diagnostisch t\u00e4tig zu werden, indem sie fr\u00fchzeitig versuchen, Lernschwierigkeiten bei Kindern zu erkennen. <\/p>\n<p>Smarte Spielzeuge bieten ein gro\u00dfes Potential, denn sie er\u00f6ffnen neue M\u00f6glichkeiten des spielerischen Lernens, unter anderem durch einen Zugriff auf die gro\u00dfe Wissensdatenbank Internet, um so den Lernprozess des Kindes zu erleichtern und zu verbessern. <\/p>\n<h2>Smart Toys &#8211; kritisch hinterfragen ist wichtig<\/h2>\n<\/p>\n<p>Smartes Spielzeug kann aber wortw\u00f6rtlich auch zum Spion im Kinderzimmer werden. Durch Gespr\u00e4chsaufzeichnungen, aus denen sich vielf\u00e4ltige R\u00fcckschl\u00fcsse ziehen lassen, k\u00f6nnen zum Beispiel regelm\u00e4\u00dfige Aufenthaltsorte, Gewohnheiten und Interessen des Kindes und anderer Familienmitglieder abgeleitet werden. Folgende Ma\u00dfnahmen sollten beachtet werden, um einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Smart Toys zu gew\u00e4hrleisten: <\/p>\n<ul>\n<li>Ein Spielzeug wird h\u00e4ufig mit einem anderen Ger\u00e4ten (z.B. Smartphone, Tablet, <abbr>PC<\/abbr>) verbunden. Dabei ist darauf zu achten, welche Rechte (z.B. Kontaktdaten) dem Spielzeug und der dazugeh\u00f6rigen Applikation einger\u00e4umt werden.  <\/li>\n<li>Das Spielzeug sollte nur mit einem passwortgesch\u00fctzten WLAN verbunden werden. Wenn es eine Netzwerkverbindung nicht zwingend ben\u00f6tigt, sollte es nur offline genutzt werden.  <\/li>\n<li>Die Inbetriebnahme sollte immer in einer \"sicheren\" Umgebung stattfinden, da hierbei unter Umst\u00e4nden Geheimnisse zur Sicherung des Datentransports ausgetauscht werden. Damit kann zumindest teilweise vorgebeugt werden, dass unberechtigte Teilnehmer diese Geheimnisse abfangen.  <\/li>\n<li>Nutzer sollten regelm\u00e4\u00dfig pr\u00fcfen, ob Updates f\u00fcr das Spielzeug vorhanden sind und diese installieren. Im besten Falle existiert eine automatische Update-Funktion.  <\/li>\n<li>Voreingestellte Codes und Passw\u00f6rter sollten immer durch eigene, hinreichend starke Passw\u00f6rter\/PINs ersetzt werden.  <\/li>\n<li>Schnittstellen, beispielsweise zu einem Smartphone, am Ger\u00e4t sollten nur aktiviert sein, wenn sie wie Bluetooth ben\u00f6tigt werden, denn offene Schnittstellen bieten immer ein h\u00f6heres Gefahrenpotenzial.  <\/li>\n<li>Vor der Kaufentscheidung sollte darauf geachtet werden, dass das Spielzeug selbst sowie zugeh\u00f6rige Dienste angemessene Mechanismen wie Verschl\u00fcsselung zum Schutz anfallender Daten bieten.  <\/li>\n<li>Zum Schutz der Daten, falls das Spielzeug in fremde H\u00e4nde f\u00e4llt, sollte immer ein Zugriffsschutz aktiviert sein.  <\/li>\n<li>Das Koppeln des Spielzeugs mit anderen Ger\u00e4ten sollte z.B. durch die Anzeige eines PIN-Codes oder das Einscannen eines beigelegten QR-Codes gesichert werden.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Smart Toys are watching you<\/h2>\n<\/p>\n<p>Im Februar 2018 kam es zu einem gro\u00dfen Informationsleck, bei dem ca.<abbr>.<\/abbr> 2 Millionen Sprachdateien offen im Netz verf\u00fcgbar waren. Diese Dateien wurden durch die Nutzung der Cloudpets von SpiralToys generiert und in einer Cloud gespeichert, auf die ohne Authentisierung zugegriffen werden konnte. Das Spielzeug an sich konnte mit dem Smartphone \u00fcber die Daten\u00fcbertragungstechnologie Bluetooth verbunden werden, sodass Eltern \u00fcber diese Verbindung mit ihrem Kind kommunizieren konnten. <\/p>\n<p>Eine derartige Anwendung bietet selbstverst\u00e4ndlich auch das Potenzial, das Kind st\u00e4ndig \u00fcberwachen zu k\u00f6nnen, zumindest sofern es in Reichweite ist. W\u00e4re das Spielzeug in das Internet eingebunden, w\u00e4re dies unter Umst\u00e4nden auch aus der Ferne m\u00f6glich. <\/p>\n<p>Solche F\u00e4lle zeigen die Bedenklichkeit der Funktionen mancher Spielzeuge. Nicht nur das Kind wird \u00fcberwacht, sondern auch die Umgebung der Kinder und somit andere Menschen. Sind die Spielzeuge mit <abbr>GPS<\/abbr>-Funktionen ausgestattet, so ist es ebenfalls m\u00f6glich, die Aufenthaltsorte des Kindes festzustellen. Das generiert auf der einen Seite einen Sicherheitsgewinn f\u00fcr das Kind und die Eltern. <\/p>\n<p>Auf der anderen Seite k\u00f6nnen Kriminelle ebenfalls den Aufenthaltsort oder Gewohnheiten des Kindes ermitteln. Au\u00dferdem k\u00f6nnten Angreifer das Spielzeug nutzen, um Kontakt mit dem Kind herzustellen und sein Verhalten zu beeinflussen, indem sie sich als Vertraute ausgeben. <\/p>\n<h2>Smart Toys \u2013 Smart sichern<\/h2>\n<\/p>\n<p>Ohne angemessene Mechanismen zum Schutz der Daten kann ein gro\u00dfer Schaden entstehen, z.B. durch Doxing, eine Form der Erpressung durch Offenlegung der erlangten personenbezogenen Daten. \u00dcber vermeintliche Sicherheitsl\u00fccken in der Software von smarten Spielzeugen k\u00f6nnen Angreifer die Kontrolle \u00fcber das Spielzeug \u00fcbernehmen und so z.B. die Umgebung abh\u00f6ren oder mit dem Kind Kontakt aufnehmen. <\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund von Datenspeicherung oder -missbrauch und dem Eingriff in die Privatsph\u00e4re des Kindes, liegt die Verantwortung des sicheren Einsatzes von vernetztem Spielzeug vor allem bei den Eltern. Das BSI hat noch einmal die wichtigsten Punkte f\u00fcr einen verantwortungsbewussten und sicheren Umgang mit Smart Toys in folgender Grafik zusammengefasst: <\/p>\n<p>Quelle: <cite><a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20201211055331\/https:\/\/www.bsi-fuer-buerger.de\/BSIFB\/DE\/DigitaleGesellschaft\/IoT\/SmartToys\/SmartToys_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesamt f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik<\/a><\/cite> <\/p>\n<p>(<a href=\"https:\/\/www.datenschutz-notizen.de\/das-bsi-warnt-zu-weihnachten-wenn-das-spielzeug-im-kinderzimmer-mitlauscht-3921768\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">via<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu Weihnachten werden wieder viele smarte Spielzeuge verschenkt. Diese bieten aber die Gefahr der Spionage. 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