{"id":216036,"date":"2019-03-23T23:53:41","date_gmt":"2019-03-23T22:53:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=216036"},"modified":"2024-02-11T19:22:05","modified_gmt":"2024-02-11T18:22:05","slug":"kosten-von-it-ausfallzeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/03\/23\/kosten-von-it-ausfallzeiten\/","title":{"rendered":"Kosten von IT-Ausfallzeiten"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline\" alt=\"\" src=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20200810043127\/https:\/\/r53.imgup.net\/Euro6918.jpg\" align=\"left\"\/>Noch ein kleines Wochenendthema: Was kostet eigentlich ein Ausfall einer Rechnerinfrastruktur ein Unternehmen? Mit sind vor einigen Tagen einige Zahlen von Gartner in die H\u00e4nde gefallen, die ich interessierten Leser\/innen nicht vorenthalten m\u00f6chte.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>K\u00f6nnen aufgrund eines Netzwerkausfalls Mitarbeiter nicht mehr auf ihre Arbeitsumgebung zugreifen oder werden ganze Produktionsabl\u00e4ufe oder Auslieferungsprozesse gest\u00f6rt, kann es teuer werden: 4.900 Euro pro Minute kostet Downtime ein Unternehmen durchschnittlich laut <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20230817164335\/https:\/\/blogs.gartner.com\/andrew-lerner\/2014\/07\/16\/the-cost-of-downtime\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gartner<\/a>. Bezieht man unterschiedliche Unternehmensbranchen mit ein, reichen die Downtime-Kosten von 120.000 Euro bis zu 475.000 Euro pro Stunde.<\/p>\n<p>Grund f\u00fcr die hohen Ausfallzeitkosten ist die immer umfangreichere Digitalisierung verschiedenster Unternehmensprozesse. \u00dcberall laufen mehr und mehr kritische Daten \u00fcber Netzwerke. So wird der Zugriff beispielsweise auf Anwendungen und Daten aus der Cloud in vielen Unternehmen mittlerweile h\u00e4ufig unabdingbar, um reibungslose Gesch\u00e4ftsabl\u00e4ufe zu gew\u00e4hrleisten. <\/p>\n<p>Das Absichern einer robusten Connectivity ist auch f\u00fcr den IoT-Bereich gesch\u00e4ftskritisch. Die Einsatzgebiete sind mittlerweile vielf\u00e4ltig: seien es Maschinen in der smarten Fabrik, vernetzte Heiz-, L\u00fcftungs- und K\u00fchltechnik im Facility Management, intelligente Verkehrs- und Transportsysteme oder Buchungs- oder Kassensysteme in Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie. <\/p>\n<p>Mit der fortschreitenden Digitalisierung wird die Verhinderung von Ausfallzeiten zu einer Kernaufgabe f\u00fcr Unternehmen. Denn die betriebswirtschaftlichen Folgen eines Ausfalls infolge von Umsatzverlust, Schadensersatzforderungen durch Kunden sowie erh\u00f6hte Personalkosten k\u00f6nnen schnell existenzgef\u00e4hrdend sein. Ganz abgesehen von einem m\u00f6glichen Imageschaden f\u00fcr das betroffene Unternehmen.<\/p>\n<p><strong>Herausforderungen der Fern\u00fcberwachung von kritischen IT-Infrastrukturen<\/strong><\/p>\n<p>Branchen\u00fcbergreifend ist daher besonders f\u00fcr Unternehmen mit Filialnetzen, verteilten Rechenzentren, Produktions- oder Office-Standorten ein verl\u00e4sslicher Fernzugriff f\u00fcr ihre kritische IT-Infrastrukturen entscheidend, um Downtime zu minimieren. Denn ein verteiltes Netzwerk hat von Natur aus mehr Schwachstellen und ist anf\u00e4lliger f\u00fcr Serviceunterbrechungen. <\/p>\n<p>G\u00e4ngige Methoden f\u00fcr Fernzugriff und Wartung sind h\u00e4ufig herk\u00f6mmliche In-Band-Tools wie Telnet (Teletype Network). Das Problem: Diese Tools sind auf die Verf\u00fcgbarkeit des Netzwerks angewiesen. Bei gro\u00dfen technischen Problemen wie Netzwerk- oder Konnektivit\u00e4tsausf\u00e4llen kann das IT-Team jedoch nicht mehr aus der Ferne auf Ger\u00e4te zugreifen. Stattdessen muss ein technischer Mitarbeiter im Au\u00dfeneinsatz zeit- und kostenaufw\u00e4ndig vor Ort kl\u00e4ren, ob zum Beispiel ein Ersatzteil oder ein neues Ger\u00e4t bestellt werden muss. Dadurch steigen die Meantime to Repair (MTTR) sowie die Netzwerkausfallzeit und mit ihr die Folgekosten durch St\u00f6rung der Gesch\u00e4ftskontinuit\u00e4t.<\/p>\n<p>Um dieses Problem zu l\u00f6sen, ben\u00f6tigen IT-Teams deshalb ein Framework, das auf einem zweiten, unabh\u00e4ngigen Weg jederzeit eine Verbindung zu kritischen Infrastrukturen herstellen kann; einschlie\u00dflich der Netzwerkger\u00e4te wie Router, Switches, WAN-Optimierungsl\u00f6sungen, Firewalls sowie verteilter Anwendungen und Server.<\/p>\n<p><strong>Out-of-Band-Management: Unabh\u00e4ngige \u00dcberwachung und Fernzugriff<\/strong><\/p>\n<p>Netzwerkger\u00e4te verf\u00fcgen in der Regel \u00fcber serielle Schnittstellen. Diese lassen sich unabh\u00e4ngig vom prim\u00e4ren Netzwerk ansprechen und geben dem Administrator damit einen vollen \u00dcberblick \u00fcber den Status eines Ger\u00e4ts. IT-Teams k\u00f6nnen so per Out-of-Band (OOB) eine alternative Verbindung aufbauen, wenn das prim\u00e4re Netzwerk ausf\u00e4llt. Zudem l\u00e4sst sich damit auf kritische Ger\u00e4te zugreifen, um diese per Fernwartung reparieren oder den genauen Fehler feststellen zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Heutige Out-of-Band-Management-L\u00f6sungen bieten dabei nicht nur die serielle Schnittstelle, sondern auch USB-, Ethernet- und Fibre-Management-Anschl\u00fcsse sowie eine Ausfalll\u00f6sung per Mobilfunk (4G LTE oder 3G) f\u00fcr eine schnelle Verbindung. Dabei \u00fcberwachen OOB-Console-Server konstant den Datenverkehr und aktivieren eine Mobilfunkverbindung nur dann, wenn die \u00fcbliche Ethernet-Verbindung ausfallen sollte. Dadurch bleiben \u00fcbertragene Datenmengen und die Kosten \u00fcberschaubar.<\/p>\n<p><strong>Automatisierung von Diagnose, Reparatur und Reporting<\/strong><\/p>\n<p>Mit Out-of-Band-Management lassen sich viele Probleme automatisch erkennen, bevor sie den lokalen Datenverkehr beeintr\u00e4chtigen. OOB-L\u00f6sungen k\u00f6nnen mittels eines Autoresponse-Systems Netzwerkausf\u00e4lle beheben, indem sie Diagnose- und Reparaturhilfen f\u00fcr h\u00e4ufig auftretende Fehler verwenden. Dies geschieht mit Wiederherstellungsskripten ohne menschliches Eingreifen.<\/p>\n<p>So erkennt ein Out-of-Band-Console-Server zum Beispiel einen nicht mehr erreichbaren Router automatisch und f\u00fchrt in diesem Fall einen Neustart durch. Mittels Sensoren l\u00e4sst sich zudem nahezu die gesamte Infrastruktur \u00fcberwachen, inklusive der physischen Umgebung wie Temperatur, Feuchtigkeit, Rauch oder Vibrationen. Falls etwa die Temperatur im Rack zu hoch sein sollte, kann ein entsprechend konfigurierter OOB-Console-Server Netzwerk-Komponenten ordnungsgem\u00e4\u00df herunterfahren, bevor ein Schaden entsteht. <\/p>\n<p>F\u00fcr alle Vorf\u00e4lle k\u00f6nnen automatisch Alarme per E-Mail, SMS und SNMP-Traps an die Administratoren versendet werden, inklusive Protokollierung f\u00fcr detaillierte Berichte. Auch ein automatisiertes Strom-Management ist m\u00f6glich. Administratoren k\u00f6nnen die Verwaltung von hunderten PDUs und USV-Systemen verschiedener Anbieter konsolidieren.<\/p>\n<p>Zudem erlaubt eine entsprechende OOB-Management-Software eine zentrale Verwaltung aller Ger\u00e4te sowie die schnelle Einbindung neuer Ger\u00e4te in die bestehende Netzwerkstruktur. OOB-Console-Server, die beispielsweise einmal durch den Administrator am Hauptunternehmensstandort vorkonfiguriert wurden, m\u00fcssen am Remote-Standort nur noch verkabelt werden (ZTP, Zero Touch Provisioning). Auch k\u00f6nnen mehrere Ger\u00e4te gleichzeitig vorkonfiguriert werden. Dies reduziert sowohl Bereitstellungkosten als auch menschliche Fehlerquellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch ein kleines Wochenendthema: Was kostet eigentlich ein Ausfall einer Rechnerinfrastruktur ein Unternehmen? 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