{"id":218108,"date":"2019-05-19T00:52:00","date_gmt":"2019-05-18T22:52:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=218108"},"modified":"2021-10-08T09:08:35","modified_gmt":"2021-10-08T07:08:35","slug":"wonach-kinder-im-internet-suchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/05\/19\/wonach-kinder-im-internet-suchen\/","title":{"rendered":"Wonach Kinder im Internet suchen"},"content":{"rendered":"<p>Noch ein kleiner Infosplitter zum Sonntag f\u00fcr Blog-Leser\/innen, die noch Kinder haben, deren Internetgewohnheiten noch von den Eltern \u00fcberwacht werden sollen. Wonach suchen die Spr\u00f6sslinge eigentlich? Es ist doch bestimmt nur das Eine, oder?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Kids sind ja st\u00e4ndig mit ihren Smartphones im Internet unterwegs und kaum von den Dingern weg zu bekommen. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/05ff442233094479aad30c75ac52385b\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>ARD, ZDF und weitere Organisationen unterst\u00fctzen die Aktion 'Schau hin', in der mit kurzen TV-Spots die Eltern daf\u00fcr sensibilisiert werden sollen, zu verfolgen, was ihre Kinder im Internet alles so treiben. Auf der Webseite <a href=\"https:\/\/www.schau-hin.info\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schau hin<\/a> lassen sich weitere Informationen zu dieser Aktion abrufen.<\/p>\n<h2>Kaspersky untersucht das Suchverhalten<\/h2>\n<p>Sicherheitsanbieter Kaspersky hat sich dieses Themas angenommen und mal nachgeschaut, wonach die Kids so suchen. Ich bin \u00fcber folgenden Tweet auf das Thema aufmerksam geworden.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p dir=\"ltr\" lang=\"de\">Wissen Sie, wonach Kinder online suchen? Die Antworten werden Sie mit Sicherheit \u00fcberraschen! <a href=\"https:\/\/t.co\/g5uEFO17vf\">https:\/\/t.co\/g5uEFO17vf<\/a> <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Kaspersky?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Kaspersky<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/ykwVw7ds5o\">pic.twitter.com\/ykwVw7ds5o<\/a><\/p>\n<p>\u2014 Kaspersky Lab DACH (@Kaspersky_DACH) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Kaspersky_DACH\/status\/1128933125478932480?ref_src=twsrc%5Etfw\">16. Mai 2019<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>Da gibt es (zumindest f\u00fcr mich) schon \u00dcberraschungen. Das 'Such-Konsum' unserer Kinder ist eher nicht so problematisch.<\/p>\n<h3>Videos liegen auf dem 1. Platz<\/h3>\n<p>Momentan geht der Trend dahin, dass die Kids nach Videoinhalten suchen. Und was hei\u00dft das nun genau? Ganze 17,25% der Suchanfragen befassen sich mit Videos, die sich um Cartoons, Vlogs (das sind Video-Blogs) und Computerspiel-Streams auf YouTube und Twitch drehen.<\/p>\n<p>Die Suche nach Cartons kann ich noch verstehen, auch Katzen- und Tiervideos gehen immer. Und dass Teens auf ihre YouTuber abfahren, ist auch bekannt. Interessant ist f\u00fcr mich, dass es den Kids wohl Spa\u00df macht, Anderen beim Computerspielen zuzusehen. Da lassen Spieler eine Kamera mitlaufen, wenn sie ein Spiel absolvieren und \u00fcbertragen sowohl den Bildschirm des Spiels als auch die eigenen Reaktionen samt Ton. F\u00fcr mich oft ziemlich doof und langweilig, aber einigen Kids gef\u00e4llt das wohl.<\/p>\n<h3>Ganz gro\u00dfe \u00dcberraschung: \u00dcbersetzungsdienste<\/h3>\n<p>Wir \u00c4lteren sind ja noch mit Langenscheid &amp; Co. gro\u00df geworden und haben Vokabeln aus B\u00fcchern geb\u00fcffelt. Gerade beim Einstieg war es oft schwierig, fremdsprachige Texte zu lesen und zu verstehen. Zu oft gab es W\u00f6rter, die unbekannt waren. Also im W\u00f6rterbuch nachgeschlagen &#8211; eine z\u00e4he Angelegenheit.<\/p>\n<p>Heute ist das einfacher, mit Deepl.com, Google Translate etc. gibt es im Internet \u00dcbersetzer, die einem sekundenschnell ein Wort oder ganze S\u00e4tze und Text aus diversen Sprachen \u00fcbersetzen. Und da hat mich die Erkenntnis von Kaspersky schon umgehauen. Platz 2 mit 13,59% aller Suchanfragen umfasst \u00dcbersetzungsdienste, \u00fcber die W\u00f6rter \u00fcbersetzt werden. Das ist wohl ganz hilfreich, wenn die Kids auf fremdsprachigen Webseiten surfen. Das hatte ich jetzt wirklich nicht erwartet, denkt man, dass sich die J\u00fcngeren doch auf allerlei sinnlosen Internetseiten herum treiben. Hier hei\u00dft es dann wohl eher: 'Internet, da lernen wir f\u00fcr's Leben'.<\/p>\n<h3>Und was liegt sonst so in der Gunst der Sucher?<\/h3>\n<p>Sozial Media liegt auch bei den Kids im Trend, wobei ich mir aber nicht sicher bin, ob das noch viel Generation Facebook punkten kann. Aber die Kaspersky-Untersuchung zeigt, dass im Umfeld der Online-Kommunikation noch was geht.<\/p>\n<p>Die Statistiken zufolge beziehen sich 9,88% aller Suchanfragen Online-Kommunikation. Das bedeutet zuallererst Fotos teilen (-Sharing). Social-Media-Seiten wie: Facebook, Instagram, VKontakte und Tumblr werden auch gerne besucht und die Teens suchen wohl auch gezielt nach diesen Seiten.<\/p>\n<h2>Kaum Pornos<\/h2>\n<p>Viele Eltern sorgen sich ja darum, dass die Kinder sich (neben Computerspielen) auf einschl\u00e4gigen Sexseiten herum treiben. Kaspersky bringt auch hier Licht ins Dunkel. Interessante Erkenntnis ist, dass das Thema Porno wohl weniger vorkommt als bef\u00fcrchtet.<\/p>\n<p>Die Beliebtheit dieser Kategorien, die in unserem Ranking jeweils auf Platz vier (Spiele 9,09%) und f\u00fcnf (Porno 8,59%) liegen. Kaspersky schreibt in der Studie, dass diese Werte allerdings deutlich zur\u00fcckgegangen seien.<\/p>\n<p>Die von Kaspersky angefertigten Statistiken zeigen, dass in den Jahren 2017-2018 nur 0,74% der Kinder auf Pornoseiten geklickt haben (zum Vergleich: 2016-2017 waren es 1,16% und im Jahr davor 1,49%). Es stimmt, dass sowohl Spiele als auch pornografische Inhalte in den allgegenw\u00e4rtigen popul\u00e4ren sozialen Netzwerken zu finden sind. Das Fazit,\u00a0 dass die Kaspersky-Forscher ziehen: 'Wir k\u00f6nnen mit Sicherheit sagen, dass sie f\u00fcr die aufstrebende Generation nicht von besonderem Interesse sind.<\/p>\n<h2>Hoffnung und doch Sorgen<\/h2>\n<p>Das sind sehr interessante Erkenntnisse &#8211; dass die Kids durchaus wissbegierig das Internet nutzen. Die Kaspersky-Studie h\u00e4lt noch eine angenehme \u00dcberraschung f\u00fcr die Eltern bereit: Platz 6 (4,86%) in der Liste der beliebtesten Suchanfragen ist bildungsbezogenen Themen gewidmet. So suchen englischsprachige Sch\u00fcler beispielsweise nach Informationen \u00fcber Weltraum und allgemeine Wissenschaft sowie nach W\u00f6rterb\u00fcchern und mathematischen Denksportaufgaben. Chinesische Kinder interessieren sich haupts\u00e4chlich f\u00fcr Geschichte und Kultur.<\/p>\n<p>Da kann man ja durchaus noch Hoffnung haben, dass die Generation unserer Kinder beim Erwachsen eine Menge, auch aus dem Internet, mit nimmt. Interessierte Leser und Leserinnen finden den kompletten Bericht von Kasperky auf <a href=\"https:\/\/de.securelist.com\/kids-report-2018\/73474\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">dieser Webseite<\/a>.<\/p>\n<blockquote><p>Allerdings ist mir k\u00fcrzlich <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tr\/artikel\/Smartphones-sind-nichts-fuer-Chirurgen-4404099.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ein Artikel<\/a> aus dem medizinischen Umfeld in die Finger gefallen. Dort ging es um die manuellen F\u00e4higkeiten von zuk\u00fcnftigen \u00c4rzten und Chirurgen. Durch die fehlende Besch\u00e4ftigung mit taktilen Anreizen (Spielen mit Baukl\u00f6tzen etc.) und das st\u00e4ndige Herumh\u00e4ngen an Touchscreens, gehen die Studenten essentielle F\u00e4higkeiten in diesem Bereich ab. Roger Kneebone, Professor of Surgical Education am Imperial College in London, sieht die Gefahr, dass in einigen Jahren solche T\u00e4tigkeiten nur noch von Operationsrobotern durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Der Artikel hier thematisiert dies von einer anderen Warte.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch ein kleiner Infosplitter zum Sonntag f\u00fcr Blog-Leser\/innen, die noch Kinder haben, deren Internetgewohnheiten noch von den Eltern \u00fcberwacht werden sollen. Wonach suchen die Spr\u00f6sslinge eigentlich? 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