{"id":219376,"date":"2019-06-17T10:13:04","date_gmt":"2019-06-17T08:13:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=219376"},"modified":"2021-02-15T19:16:55","modified_gmt":"2021-02-15T18:16:55","slug":"volksbank-sperrt-zahlungen-an-n26-und-weitere-banken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/06\/17\/volksbank-sperrt-zahlungen-an-n26-und-weitere-banken\/","title":{"rendered":"Volksbank sperrt Zahlungen an N26 und weitere Banken"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" src=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20200810043127\/https:\/\/r53.imgup.net\/Euro6918.jpg\" alt=\"\" align=\"left\" \/>Auch Genossenschaftsbanken wie die Volksbank Freiburg sowie die Volksbank Rottweil sperren (vor\u00fcbergehend) Online-\u00dcberweisungen an Onlinebanken wie N26, Fidor und weitere. Grund sind die in letzter Zeit vermehrt aufgetretenen Betrugsf\u00e4lle bei diesen Onlinebanken unter den Fintech-Startups.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/263622702fe3427aa7fd58929cd1ea43\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/>Es sind zwei Meldungen, die mir zum Wochenende unter die Augen gekommen sind. Daher das Ganze einmal kurz thematisiert.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/c28dccaea9924fd2be6c9a786829a552\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<h2>'Erfolgszahlen' der N26-Bank<\/h2>\n<p>Einmal berichtet Techcrunch in <a href=\"https:\/\/techcrunch.com\/2019\/06\/12\/n26-shares-some-metrics\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">diesem englischsprachigen Beitrag<\/a> \u00fcber die 'gl\u00e4nzenden Zahlen' des Fintech Startups N26. Die Bank hat mittlerweile 3,5 Millionen Kunden in 24 europ\u00e4ischen M\u00e4rkten. Neben der Eurozone ist N26 derzeit in Gro\u00dfbritannien, D\u00e4nemark, Norwegen, Polen, Schweden, Liechtenstein und Island aktiv.<\/p>\n<p>Dann werden Erfolgszahlen heruntergebetet: Im November 2018 k\u00fcndigte N26 an 2 Millionen Kunden zu erreichen, im Februar 2019 2,5 Millionen Kunden. Jetzt sind es 3,5 Millionen Kunden \u2013 ein enormes Wachstum. Das Unternehmen ist laut Techcrunch dabei, in neue L\u00e4nder wie die USA und Brasilien zu expandieren. Aber es werden Zweifel laut, ob das Unternehmen dazu noch nicht bereit sei.<\/p>\n<h2>Immer wieder Auff\u00e4lligkeiten<\/h2>\n<p>Und dann gibt es noch die andere, schmutzige Seite der Medaille, bei der das N26-Fintech Startup immer wieder genannt wird. Denn die Onlinebank f\u00e4llt immer wieder negativ auf: Im M\u00e4rz 2019 berichtete u.a. <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Banking-Startup-N26-bei-Betrugsfaellen-ueberfordert-4355970.html\">heise<\/a> \u00fcber Betrugsf\u00e4lle, bei denen das Fintech-Startup \u00fcberfordert scheint. Dann kam dann die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Bafin-App-Bank-N26-muss-Geldwaesche-Kontrolle-verbessern-4429143.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Meldung<\/a>, dass die Finanzaufsicht Bafin Nachbesserung bei der Geldw\u00e4schepr\u00e4vention von der N26-Bank verlangt. Und im <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/DSGVO-Verstoss-App-Bank-N26-soll-50-000-Euro-Bussgeld-zahlen-4431356.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Beitrag hier<\/a> berichtet heise, dass die N26-Bank eine Geldstrafe von 50.000 Euro wegen Versto\u00dfes gegen die DSGVO aufgebrummt bekam. Ich hatte das k\u00fcrzlich im Blog-Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/05\/28\/n26-bank-mit-problemen\/\">N26-Bank mit Problemen?<\/a> zusammen gefasst. Aufh\u00e4nger war, dass jemand sich beschwerte, dass seine \u00dcberweisungen an die N26-Bank erst nach R\u00fcckfrage get\u00e4tigt w\u00fcrden.<\/p>\n<h2>Banken verweigern \u00dcberweisung an N26 und weitere<\/h2>\n<p>Eigentlich ist man ja gewohnt, dass Banken \u00dcberweisungen ausf\u00fchren, so dass Zahlungen den Empf\u00e4nger erreichen. Problem ist nat\u00fcrlich, dass mit Online-\u00dcberweisungen auch Schindluder getrieben wird und Cyber-Kriminelle ein Konto abr\u00e4umen k\u00f6nnen. Da versuchen die Banken auff\u00e4llige Transaktionen zu \u00fcberwachen und stoppen die unter Umst\u00e4nden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Euros\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/sBffKkL.jpg\" alt=\"Euros\" \/><br \/>\n(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.pexels.com\/de\/foto\/geld-banknoten-kasse-euro-63635\/\">Pexels \/ Pixabay<\/a> CC0 Lizenz)<\/p>\n<p>In obigen Beitrag berichtete ich, dass erste Banken in Deutschland online get\u00e4tigte \u00dcberweisungen zu N26 nicht mehr direkt, wie vom Kunden gew\u00fcnscht, ausf\u00fchren. Vielmehr werden diese gestoppt, bis die Kontonutzer nach R\u00fccksprache mit der Bank ihre eindeutige Freigabe erteilt haben.<\/p>\n<p>Zum Wochenende ging dann die Meldung durch die Presse, dass Volksbanken die \u00dcberweisungen an diverse Onlinebanken wie N26 oder Fidor vorl\u00e4ufig gesperrt habe. Basis ist eine DPA-Meldung, auf die sich <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Nach-Betrugsfaellen-Volksbanken-setzen-Zahlungen-an-N26-Co-aus-4447462.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">heise<\/a> und andere Medien berufen.<\/p>\n<blockquote><p>\"Die Volksbank Freiburg hat aufgrund einer Zunahme an Betrugsf\u00e4llen im Online-Banking den Zahlungsverkehr mit den Direktbanken N26, Fidor, Revolut, bunq, Solarisbank tempor\u00e4r eingestellt\", teilte ein Sprecher der Volksbank DPA auf Anfrage mit.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch die Volksbank Rottweil hat N26 und Fidor nach Angaben von Institutschef Henry Rauner auf 'einer schwarzen Liste'. Erst wenn der Kunde auf Nachfrage die Richtigkeit best\u00e4tige, werde das Geld freigegeben. Nach Rauners Angaben konnten Mitarbeiter seines Instituts mit 42.000 Kunden so schon in zwei bis drei F\u00e4llen betr\u00fcgerische Transaktionen verhindern.<\/p>\n<p>Das Problem: Bei den genannten Fintechs und Onlinebanken k\u00f6nnen Kunden per Video-Identverfahren ein Konto, auch aus dem Ausland, er\u00f6ffnen. Das wird von Online-Kriminellen genutzt, um Betrugsserien durchzuziehen. Banken haben aber oft Schwierigkeiten, einen Ansprechpartner bei den oben genannten Onlinebanken zu bekommen, um bei Betrugsf\u00e4llen die \u00dcberweisungen an Auslandskonten zu stoppen. Der Sprecher der Volksbank sagte:<\/p>\n<blockquote><p>\"Hintergrund ist, dass aktuell gerade diese Banken von vermeintlichen Betr\u00fcgern aufgrund von einfachen Identifikationsverfahren wie beispielsweise Foto-Identifikation &#8211; au\u00dferhalb von Deutschland &#8211; als Zielkonto f\u00fcr vermeintliche Straftaten genutzt werden.\"<\/p><\/blockquote>\n<p>Der DPA-Bericht gibt an, dass bei der Volksbank Freiburg der Hintergrund f\u00fcr den \u00dcberweisungsstopp Angriffe auf Kundenkonten war, bei dem das sogenannte mTAN- oder mobileTAN-Verfahren zum Einsatz kam. Dort werden TANs an ein Handy gesandt und m\u00fcssen zur Transaktionssicherung angegeben werden. Das Verfahren gilt aber als h\u00f6chst unsicher. Im aktuellen Fall scheinen Kriminelle zun\u00e4chst die Zugangsdaten f\u00fcr das Online-Banking abgegriffen zu haben. An die TANs kommen sie dann \u00fcber Ersatz-SIM-Karten, die sie mit falschen Angaben beim Mobilfunkanbieter erschleichen. \u00dcberrascht war die Bank \u00fcber die Schnelligkeit und Professionalit\u00e4t der Zugriffe:<\/p>\n<blockquote><p>Sobald die Betr\u00fcger sich erfolgreich Zugang zum Online-Banking und einem TAN-Verfahren verschafft haben, finden die Verf\u00fcgungen in wenigen Minuten statt\", berichtete der Sprecher.<\/p><\/blockquote>\n<p>F\u00e4llt der Betrug auf, ist das Geld meist schon weiter ins Ausland transferiert oder in digitale W\u00e4hrungen wie Bitcoin umgetauscht. Die betroffenen Banken betonen, dass alles in Ordnung sei. DPA zitiert Volksbank-Chef Rauner, dass dieser jedoch den Eindruck nicht los werde, dass Finanz-Start-ups (\"Fintechs\") Betr\u00fcgern das Gesch\u00e4ft erleichtern.<\/p>\n<blockquote><p>\"Die Identit\u00e4tspflichten werden vielleicht nicht so streng gehandhabt und auch im Geldw\u00e4schebereich sind vielleicht die Systeme nicht auf dem Stand, den auch die Aufsicht sich w\u00fcnscht.\"<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Volksbank Freiburg will sp\u00e4testens an diesem Dienstag ihre Systeme technisch so angepasst haben, dass die Sperre wieder aufgehoben werden kann.<\/p>\n<p><strong>\u00c4hnliche Artikel:<br \/>\n<\/strong><a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/05\/28\/n26-bank-mit-problemen\/\">N26-Bank mit Problemen?<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/06\/04\/it-verursacht-berweisungspannen-bei-commerzbank\/\">IT verursacht \u00dcberweisungspannen bei der Commerzbank<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/05\/25\/first-american-financial-corp-millionen-nutzerdaten-ffentlich\/\">First American Financial Corp.: Millionen Nutzerdaten \u00f6ffentlich<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/04\/02\/finanzsektor-vorletzter-platz-bei-anwendungssicherheit\/\">Finanzsektor: Vorletzter Platz bei Anwendungssicherheit<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch Genossenschaftsbanken wie die Volksbank Freiburg sowie die Volksbank Rottweil sperren (vor\u00fcbergehend) Online-\u00dcberweisungen an Onlinebanken wie N26, Fidor und weitere. 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