{"id":221373,"date":"2019-08-09T00:04:00","date_gmt":"2019-08-08T22:04:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=221373"},"modified":"2023-02-06T17:22:22","modified_gmt":"2023-02-06T16:22:22","slug":"fallen-beim-online-softwarekauf-teil-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/08\/09\/fallen-beim-online-softwarekauf-teil-4\/","title":{"rendered":"Fallen beim Online-Softwarekauf: Die Lizenzfrage &ndash; Teil 4"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline; border-width: 0px;\" title=\"Recht\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Para.jpg\" alt=\"Paragraph\" width=\"91\" height=\"88\" align=\"left\" border=\"0\" \/>In Teil 1 bis Teil 3 dieser Artikelreihe ging es um die Frage des (Gebraucht-) Softwarekaufs bei Online-Anbietern. Dabei wurden die juristischen Feinheiten beim Kauf von Gebrauchtsoftware sowie das Thema Lizenz\u00fcbertragung gestreift. Im letzten Teil habe ich die Ergebnisse einiger Lizenz\u00fcberpr\u00fcfungen dokumentiert, gehe auf das Download-Problem bei fehlender Lizenz ein und ziehe ein Fazit.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Informationen von lizengo<\/h2>\n<p>Kleine Erg\u00e4nzung zum Thema. Zwischenzeitlich hat mir Blog-Leser M.l T. einen Schriftwechsel mit dem Anbieter lizengo \u00fcberlassen. Er hatte die Firma als B2B-Kunde um eine Klarstellung gebeten. Hier seine konkreten Fragen:<\/p>\n<blockquote><p>K\u00f6nnen Sie mir die Echtheit der von mir erworbenen Lizenzen best\u00e4tigen?<\/p>\n<p>Gibt es eine Freistellungserkl\u00e4rung der vorherigen Besitzer der Lizenzen?<\/p>\n<p>Darf ich mit den bei Ihnen erworbenen Lizenzkeys die bei Ihnen runtergeladenen ISO installieren und bin damit konform was die Nutzung seitens Microsoft angeht (Microsoft Windows 10 \/ Microsoft Server 2012R2 \/Microsoft Office 2016 Pro Plus)?<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Antwort des Anbieters ist da schon sehr interessant, ich gebe sie hier einfach einmal wieder.<\/p>\n<blockquote><p>Guten Morgen Herr xxx,<\/p>\n<p>vielen Dank f\u00fcr Ihre Anfrage.\u00a0Ich betreue unsere Bestandkunden in Nordrhein-Westfalen und beantworte gerne Ihre Fragen.<\/p>\n<p>Wir vertreiben ausschlie\u00dflich neue und originale Produktschl\u00fcssel, daher ist eine Freistellungserkl\u00e4rung nicht notwendig.<\/p>\n<p>Die Nutzung unserer Produkte ist in jedem Fall rechtskonform und kann seitens Microsoft nicht beanstandet werden.\u00a0Als Nachweis der ordnungsgem\u00e4\u00dfen Nutzung, dient Ihnen hier unsere Rechnung und Lieferschein.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich finden Sie im Anhang unsere Bescheinigung, in der wir garantieren, dass es sich um neue, originale und rechtlich valide Produktschl\u00fcssel handelt<br \/>\nund Ihnen im Falle einer Auditierung kostenfrei die Korrespondenz mit dem Hersteller f\u00fchren.<\/p>\n<p>Wie Sie sicherlich den erw\u00e4hnten Medienberichten entnehmen konnten, kooperiren wir seit Anfang des Jahres mit der EDEKA-Gruppe. Diese Kooperation w\u00fcrde bei einem unseri\u00f6sem Gesch\u00e4ftsgebahren von lizengo nicht zustande gekommen sein.<\/p>\n<p>Ich hoffe ich konnte Ihre Fragen beantworten und den Restzweifel nehmen. [&#8230;]<\/p><\/blockquote>\n<p>An dieser Stelle m\u00f6chte ich auf zwei Aspekte hinweisen. Der Anbieter lizengo tr\u00e4gt \u00fcberzeugend vor, dass er nichts illegales tut &#8211; was ich in den vorherigen Beitr\u00e4gen auch nicht behauptet habe. Und es wird von lizengo klar ausgef\u00fchrt, dass es sich um neue 'Produktschl\u00fcssel' handele und keine Freistellungserkl\u00e4rung erforderlich sei. Was mir aber auff\u00e4llt: Mit keinem Wort wird auf die Frage nach einer g\u00fcltigen Lizenz eingegangen. Hier noch die von mir geschw\u00e4rzte Erkl\u00e4rung des Anbieters.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i.imgur.com\/Jh8zcPw.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/Jh8zcPw.jpg\" width=\"570\" height=\"868\" \/><\/a>(Erkl\u00e4rung von lizengo, <a href=\"https:\/\/i.imgur.com\/Jh8zcPw.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Zum Vergr\u00f6\u00dfern klicken<\/a>)<\/p>\n<p>Es gibt die Zusage, beim Audit durch Microsoft unterst\u00fctzend t\u00e4tig zu werden. Das geht auch mit dem einher, was ich in Teil 3 ausgef\u00fchrt habe. Der Anbieter lizengo sieht sich rechtlich sauber aufgestellt. Der Kunde wird i.d.R. die Produkte auch aktivieren k\u00f6nnen. Der springende Punkt ist aus meiner Sicht aber: Erkennt Microsoft das alles an und was passiert bei einem Audit? Denn als Business-Kunde bin ich gegen\u00fcber Microsoft ja nachweispflichtig, dass eine Lizenz besteht. Dass Microsoft sich nicht freut, dass es einen Drittmarkt f\u00fcr Lizenzkeys gibt, ist nat\u00fcrlich auch klar. An dieser Stelle verweise ich auf das nachfolgende Ergebnis einer konkreten PID-Pr\u00fcfung durch einen Microsoft-Beauftragten, die f\u00fcr einen elektronischen Kauf bei lizengo vorgenommen wurde.<\/p>\n<h2>Ergebnisse von Lizenzpr\u00fcfungen<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/7f210201c7d04f248a585548efc58be6\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Der Blog-Leser, mit dem ich seit l\u00e4ngerem in Kontakt stehe, hat Testk\u00e4ufe bei verschiedenen Online-Anbietern, u.a. lizengo, aber auch bei eBay, get\u00e4tigt und Windows-Angebote gekauft. Gleichzeitig wurden die Anbieter konkret angefragt, eine Freistellung im Hinblick auf die Lizenz zu erteilen, die man ja f\u00fcr das Produkt braucht.<\/p>\n<h3>Keine Freistellungserkl\u00e4rung &#8230;<\/h3>\n<p>Diese Freistellung und Erkl\u00e4rung gab es meist nicht. Bei neuen Produkten braucht es diese auch nicht. Interessant: Bei eBay wurde es dem einen oder anderen Anbieter dann zu hei\u00df, denn es erschien dann pl\u00f6tzlich folgender Text im Shop:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i.imgur.com\/J6EfeQU.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Shop-Text bei eBay zu Lizenzen beim Softwarekauf\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/J6EfeQU.jpg\" alt=\"Shop-Text bei eBay zu Lizenzen beim Softwarekauf\" width=\"599\" height=\"35\" \/><\/a><br \/>\n(Shop-Text bei eBay zu Lizenzen beim Softwarekauf, <a href=\"https:\/\/i.imgur.com\/J6EfeQU.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">zum Vergr\u00f6\u00dfern klicken<\/a>)<\/p>\n<p>Da macht sich also einer ehrlich und weist auf die von mir in den fr\u00fcheren Teilen skizzierte Rechtslage hin. Der Anbieter gibt klar an, dass er nur Produktschl\u00fcssel und keine Lizenzen verkaufe.<\/p>\n<p>Spannend w\u00e4re jetzt die Stellungnahme von Microsoft. Daher\u00a0wurden die von den Anbietern beim Testkauf \u00fcbersandten Daten bzw. Produkte an Microsoft bzw. deren Rechtsabteilung zur Echtheits-\/Lizenzpr\u00fcfung (PID-Pr\u00fcfung) \u00fcbermittelt. Die Idee dahier: Man erf\u00e4hrt, ob man ein Produkt mit legaler Lizenz hat, und wei\u00df, wo man dran ist.<\/p>\n<h3>Fall 1: PID-Pr\u00fcfung einer Windows 7 DVD<\/h3>\n<p>Eine M\u00f6glichkeit besteht darin, dass man sich eine DVD mit Lizenzkey und Echtheitzertifikat bei einem H\u00e4ndler kauft. Das kann ich durch Microsoft im Zweifelsfall \u00fcberpr\u00fcfen lassen. Der folgende Brief stammt von einer solchen <a href=\"https:\/\/www.microsoft.com\/de-de\/rechtliche-hinweise\/pidservice\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PID-Pr\u00fcfung<\/a> einer (offenbar gef\u00e4lschten) DVD mit CoA und Lizenzkey f\u00fcr Windows 7 Professional, die auf eBay verkauft wurde.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/IHn9jxk.jpg\" width=\"631\" height=\"893\" \/>(Ergebnis eine <a href=\"https:\/\/www.microsoft.com\/de-de\/rechtliche-hinweise\/pidservice\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PID-Pr\u00fcfung<\/a>)<\/p>\n<p>Das Ganze ist also eine F\u00e4lschung gewesen, die der Verk\u00e4ufer auf eBay angeboten hat. Also auch in diesem\u00a0 Bereich gibt es die Chance hereinzufallen.<\/p>\n<blockquote><p>Wer von den diversen Begriffen erschlagen ist, auf <a href=\"https:\/\/www.wintotal.de\/erklaerungen-der-abkuerzungen-und-der-begriffe-von-windows\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">dieser Seite<\/a> werden einige K\u00fcrzel erkl\u00e4rt. Heise hat in <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/ct\/hotline\/FAQ-Fallstricke-bei-Windows-OEM-Lizenzen-1419176.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">diesem Artikel<\/a> etwas zu Fallstricken bei OEM-Lizenzen geschrieben.<\/p>\n<p>Es gibt noch MAR (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Microsoft_Refurbisher-Programm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Microsoft Authorized Refurbisher<\/a>), als Wiederverk\u00e4ufer, die nicht gebrauchte Lizenzen aufkaufen und mit Microsoft-Autorisierung auf PCs aufspielen d\u00fcrfen. H\u00f6rt sich gut an, von Microsoft autorisiert. Es gibt Leute, die so etwas als DVD anbieten &#8211; das ist <a href=\"https:\/\/www.pc-magazin.de\/news\/windows-10-kaufen-angebot-windows-7-pro-mar-coa-tipp-3196104.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier beschrieben<\/a>.\u00a0 H\u00e4tte ich als ideal angesehen, da es noch Windows 7 MAR-Angebote bei eBay und Co. gibt. R\u00fcckmeldung von meinem Tipp-Geber: <em>MAR ist eine interessante Situation. Microsoft verbietet dem Partner, die Lizenz an andere zu vertreiben. Er darf das brechen, dann wird aber eine gebrauchte Lizenz daraus. Dadurch kann Microsoft ihm aber Vertragsbruch vorwerfen<\/em>. <em>Und er muss dann die Lizenz\u00fcbergaben dokumentieren.<\/em><\/p>\n<p>Einige H\u00e4ndler sitzen auch in Gro\u00dfbritannien, so dass nur englische Lizenzen, als <span id=\"productTitle\" class=\"a-size-large\">OEI (Original Equipment Installer) <\/span>DSP-Lizenzen (Delivery Service Partner) ausgewiesen, angeboten werden. Auch das ist imho kein gangbarer Weg.<\/p>\n<p>Wenn ich nichts \u00fcbersehen habe und man den Weg \u00fcber audit-sichere Gebrauchtlizenzen nicht gehen kann\/will bleibt nur, Ausschau nach DVD-Boxen zu halten, wo jemand eine Retail-oder System Builder-Version von Microsoft mit DVD und Lizenzkey (idealerweise auch mit CoA) verkauft und best\u00e4tigt, dass er diese Software in der EU als Erstk\u00e4ufer erworben hat und nicht mehr einsetzt.<\/p><\/blockquote>\n<h3>Fall 2: ESD-Kauf mit Produktkey<\/h3>\n<p>Auch aus F\u00e4llen von elektronischen K\u00e4ufen und Downloads liegen mir diverse Schriftwechsel vor, von denen ich nachfolgend einen Dokumentauszug ver\u00f6ffentliche.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/5CxpCOs.jpg\" \/><br \/>\n(Auszug aus einer eidesstattlichen Versicherung gegen\u00fcber Microsofts Rechtsabteilung)<\/p>\n<p>Der obige Textausriss stammt aus einer eidesstattlichen Versicherung gegen\u00fcber Microsoft, in der ein Sachverhalt bez\u00fcglich Testk\u00e4ufen thematisiert wird. Es wurde der ber\u00fchmte 'legale' und g\u00fcltige Key gekauft und an Microsoft gemeldet. Relevant ist in diesem Zusammenhang der letzte Absatz, in dem der PID-Service von Microsoft dem K\u00e4ufer best\u00e4tigt, dass er keine ausreichenden Informationen zur bestimmungsgem\u00e4\u00dfen Nutzung der Software nach aktueller Rechtsprechung nachweisen kann. F\u00fcr das gekaufte Produkt wurde die Frage 'habe ich eine g\u00fcltige Lizenz erworben', ganz klar von Microsoft mit nein beantwortet (obwohl der Key g\u00fcltig und nicht gesperrt war).<\/p>\n<h3>Antwort auf einen Softwarekauf<\/h3>\n<p>Die Rechtsposition Microsofts geht auch aus einem mir vorliegenden weiteren Dokument hervor, welches ich nachfolgend teilweise geschw\u00e4rzt wiedergebe. Es ging ebenfalls um den Kauf einer Software \u00fcber einen Online-Shop. Dort hat Microsoft (bzw. die beauftragte Firma) eine PID-Pr\u00fcfung anhand der eingereichten Unterlagen, die der K\u00e4ufer beim Erwerb ausgeh\u00e4ndigt bekam, vorgenommen. Es wurde auch gepr\u00fcft, ob der K\u00e4ufer einen g\u00fcltigen Lizenzschl\u00fcssel und eine g\u00fcltige Lizenz geltend machen kann. Zu beachten ist, dass der Testk\u00e4ufer eine 'Windows 10 Pro 32 &amp; 64 Bit &#8211; Neu &amp; Original &#8211; Vollversion Key &#8211; Download ESD' bestellt und gekauft hat. Microsoft stuft diese aber an Hand des Schl\u00fcssels als Gebraucht-Software ein. Damit greift aus Microsofts Sicht der Ersch\u00f6pfungsgrundsatz samt Anforderungen. Hier das Schreiben von Microsoft.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/l2L84gb.jpg\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/F80UKxj.jpg\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/pl6nnVu.jpg\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/zZ7N7EG.jpg\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/1ZCCmjf.jpg\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/6qS7SBi.jpg\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/zMOkynI.jpg\" width=\"613\" height=\"613\" \/><\/p>\n<p>Die Ausz\u00fcge aus dem Schreiben der im Auftrag von Microsoft durchgef\u00fchrten PID-Pr\u00fcfung sind also eindeutig. Die vermeintlich als neu verkaufte Windows 10-Variante wird von Microsoft rechtlich als eine Gebrauchtsoftware eingestuft und der K\u00e4ufer hat keine Lizenz erworben bzw. kann den Erwerb mit den beim Kauf erhaltenen Dokumenten nicht nachweisen. Diese Aussage steht kontr\u00e4r zu dem, was lizengo Eingangs einem Kunden best\u00e4tigt hat und auf der Internetseite beim Kauf angeht.<\/p>\n<blockquote><p>Ich werde an dieser Stelle keine Aussage t\u00e4tigen, welche Rechtsposition nun Geltung besitzt. Ich denke, selbst Juristen werden hier ihre Probleme haben. Kern- und Angelpunkt ist aber: Als K\u00e4ufer sitze ich bei dieser Konstruktion erkennbar zwischen den St\u00fchlen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Dienstleister Microsofts legt gleichzeitig auch die rechtlichen Aspekte offen, die zu dieser Entscheidung f\u00fchrten und welche Erfordernisse in diesem Fall zum Lizenznachweis gelten. Da gibt es in meinen Augen auch keine Argumentationsspielr\u00e4ume.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich k\u00f6nnte der Verk\u00e4ufer diesen juristischen Zustand durch Bereitstellung der entsprechenden Nachweise 'heilen'. Das scheint aber, wie ich in Teil 3 dokumentiert habe, bei einigen Anbietern f\u00fcr Kleinstkunden nicht gemacht zu werden. Allerdings habe ich im Online-Handel auch Angebote gesehen, wo mit Lizenzunterlagen und Audit-Sicherheit geworben wird. Da mir da keine Details vorliegen, kann ich nicht beurteilen, wie belastbar das ist. Angaben wie 'Microsoft Licencing Professional Pr\u00fcfungszertifikat' auf eBay-Seiten machen mich da irgendwie misstrauisch. Ich denke, man wird nicht um eine PID-Pr\u00fcfung durch Microsoft herumkommen. Und wenn es hart auf hart kommt, ist sogar eine gerichtliche Kl\u00e4rung erforderlich &#8211; alles nicht das, was man sich als K\u00e4ufer w\u00fcnscht.<\/p>\n<p>Eigentlich schade, ich hatte gehofft, dass die Online-Anbieter wie lizengo das im Griff haben &#8211; scheinbar klappt das aber nicht bei K\u00e4ufen im Online-Shop (au\u00dferhalb des B2B-Bereichs).<\/p>\n<h3>Weitere \u00dcberpr\u00fcfungen<\/h3>\n<p>Der Blog-Leser und Tippgeber hat zudem auch die M\u00f6glichkeit, Keys, die online gekauft wurden, im Microsoft Volume Licensing Service Center zu \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/sRt5GRB.jpg\" \/><\/p>\n<p>Obiger Screenshot zeigt, dass eine solche Lizenznummer (die Quelle des Keys ist mir unbekannt) auf Grund der vom Verk\u00e4ufer \u00fcbermittelten Daten als ung\u00fcltig eingestuft wurde. Egal, wie man das dreht und wendet &#8211; bei den Testk\u00e4ufen kam der Blog-Leser nie (zweifelsfrei) in den Genuss einer g\u00fcltigen Lizenz.<\/p>\n<blockquote><p>Der Tipp-Geber konnte auf eBay allerdings mehrere legale Windows 7 Pro-Pakete (mit DVD, Key und COA) f\u00fcr kleines Geld ersteigern &#8211; hat andererseits aber auch eBay-Verk\u00e4ufer wegen Rechtsm\u00e4ngeln in den Angeboten sperren lassen. Ist also alles ein Lotteriespiel.<\/p><\/blockquote>\n<h2>Noch ein juristisches Problem: Download ohne Lizenz<\/h2>\n<p>An dieser Stelle mache ich noch einen kurzen Schlenker, da mich der Blog-Leser auf ein weiteres Problem hingewiesen hat. Man kann von den Microsoft-Seiten ja ISO-Downloads beziehen. Diese Downloads sind aber nur zul\u00e4ssig, wenn man eine g\u00fcltige Lizenz des Produkts besitzt. Andernfalls handelt es sich um eine unberechtigte Vervielf\u00e4ltigung, die unzul\u00e4ssig ist. Die Zusammenfassung einer Anw\u00e4ltin in Form <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20211028214956\/https:\/\/www.kleymann.com\/site\/assets\/files\/30306\/kkpbook_softwarelizenzen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">dieses PDF-Dokuments<\/a> thematisiert dies mit. Ich habe mal nachgesehen, Microsoft gibt auf seinen Webseiten, selbst <a href=\"https:\/\/www.microsoft.com\/de-de\/software-download\/windows10\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">f\u00fcr das Media Creation Tool<\/a>, den Hinweis:<\/p>\n<blockquote><p><strong>Sie m\u00f6chten Windows\u00a010 auf Ihrem PC installieren?<\/strong><\/p>\n<p class=\"\">Zun\u00e4chst ben\u00f6tigen Sie eine Lizenz zur Installation von Windows 10. Anschlie\u00dfend k\u00f6nnen Sie das Media Creation Tool herunterladen und ausf\u00fchren.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die landl\u00e4ufige Vermutung, wenn ich was bei Microsoft downloaden kann, darf ich das legal machen, besitzt also Einschr\u00e4nkungen! Das f\u00fchrt zu der Situation, dass mir der Verk\u00e4ufer einen g\u00fcltigen Lizenzkey und einen Download-Link \u00fcbermittelt. Da ich aber\u00a0 keine g\u00fcltige Lizenz habe, darf ich mir nicht mal eine ISO-Installationsdatei ziehen, um das Produkt zu installieren. Denn das ist eine verbotene Vervielf\u00e4ltigung. Um Kommentaren vorzubeugen: Ich dokumentiere in diesen Artikeln nur die Rechtslage.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Erg\u00e4nzung:<\/strong> Gerade noch hereinbekommen &#8211; im M\u00e4rz 2019 gab es ein Gerichtsurteil des BGH, welches sich mit Downloads, die H\u00e4ndler bereitstellen, besch\u00e4ftigt (<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/08\/09\/bgh-urteil-zu-microsoft-office-unzulssige-office-downloads\/\" rel=\"bookmark\">BGH-Urteil zu Microsoft Office: Unzul\u00e4ssige Office-Downloads<\/a>). Auch hier hat man das Urheberrecht herangezogen, um den Download zu verbieten.<\/p><\/blockquote>\n<h2>Zusammenfassung und Fazit<\/h2>\n<p>In den vorhergehenden Artikeln habe ich einen Abriss gegeben, was bei Online-Kauf von Software f\u00fcr Fallen drohen. Zusammengefasst: Es ist beschissen, als Kunde bist Du der Arsch, und wenn Du nicht h\u00f6llisch aufpasst, sitzt Du ohne Lizenz da. Eine einfache M\u00f6glichkeit 'saubere Angebote zu erkennen' habe ich zumindest nicht gefunden. In dieser Hinsicht bin ich ziemlich angepisst, denn das hatte ich mir deutlich anders vorgestellt.<\/p>\n<h3>Microsoft kann juristisch wenig tun<\/h3>\n<p>Ich lese h\u00e4ufig 'wird schon legal sein, sonst w\u00fcrde Microsoft dagegen vorgehen'. Bei PC Fritz war es wohl einfach, weil Microsoft nachweisen konnte, dass massenhaft gef\u00e4lschte Windows 7 DVDs angeboten haben. Aber bei Lizenzschl\u00fcsseln, die von Microsoft \u00fcber irgendwelche Programme ausgegeben werden, ist das anders &#8211; die sind erst einmal legal (Lizenz ist etwas anderes).<\/p>\n<p>BGH und EuGH haben den Lizenzgebern, als sie \u00fcber den Weiterverkauf von Gebrauchtsoftware geurteilt haben, da aber eine M\u00f6glichkeit aus der Hand geschlagen, gegen den Verkauf der Volumenlizenzkeys vorzugehen. Die Rahmenbedingungen zum Weiterverkauf sind in den Urteilen auch klar festgelegt &#8211; Microsoft kann nur Lizenzbedingungen formulieren, die auch vom Nachk\u00e4ufer einzuhalten sind. Es besteht m.W. keine M\u00f6glichkeit, gegen den Verkauf von legalen Lizenzschl\u00fcsseln als solches vorzugehen.<\/p>\n<blockquote><p>F\u00fcr H\u00e4ndler ist das Feld inzwischen aber wieder etwas unbequemer geworden. Nach den mir vorliegenden Informationen scheint Microsoft inzwischen \u00fcber das Markenrecht gegen gewerbliche H\u00e4ndler bei bestimmten Verst\u00f6\u00dfen vorzugehen \u2013 und auch der Blog-Leser hat wohl einige H\u00e4ndler bei eBay \u00fcber das Wettbewerbsrecht sperren lassen. In diesen F\u00e4llen wurde angeblich Neuware angeboten, dann aber ein OEM-Lizenzschl\u00fcssel aus einem Gebrauchtsoftware-Kauf geliefert. Oder der eBay-H\u00e4ndler gab an, Microsoft-Partner zu sein, obwohl das an Hand der Partner-ID nicht sein konnte.<\/p><\/blockquote>\n<p>Falle ich als K\u00e4ufer auf ein Angebot herein, bleibt mir der juristische Weg, dagegen vorzugehen. Ich kann wegen 40 Euro klagen &#8211; wenn ich nachweisen kann, dass mir falsche Tatsachen vorgespiegelt wurden. Wird schwierig und lohnt den Aufwand nicht. Die Verk\u00e4ufer gew\u00e4hren zudem (m\u00fcssen das), im Rahmen des gesetzlichen Widersrufsrechts, dem K\u00e4ufer bei Streitf\u00e4llen einfach einen R\u00fccktritt vom Kauf. Der potentielle Brandherd ist also ausgetreten.<\/p>\n<h3>Problem Neuware\/Gebrauchtsoftware und Rechtsl\u00fccken<\/h3>\n<p>Problem ist, dass h\u00e4ufig 'Neuware' angeboten wird, dahinter aber (juristisch betrachtet) Gebrauchtlizenzen stecken. Zumindest nimmt Microsoft diesen Standpunkt regelm\u00e4\u00dfig ein. Damit l\u00e4uft der arglose K\u00e4ufer in eine Lizenzfalle, wenn er nicht aufpasst. Er muss ja gegen\u00fcber dem Lizenzgeber nachweisen, dass er eine Lizenz besitzt. Beim Online-Kauf sollte man daher folgende K\u00e4ufergruppen unterscheiden:<\/p>\n<ul>\n<li>Fall A: (Gro\u00df-)Kunden, die gezielt Gebrauchtsoftware bei Online-Anbietern kaufen und sich mit den rechtlichen Fallstricken auskennen.<\/li>\n<li>Fall B: Kleinkunden und Privatleute, die in Online-Shops oder bei eBay vermeintlich g\u00fcnstige Software-Angebote kaufen, aber nur einen Lizenzkey samt Download-Link bekommen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Fassen wir also zusammen: F\u00fcr Kunden der Gruppe A ist es m\u00f6glich, gebrauchte Software rechtsg\u00fcltig online \u00fcber den Ansatz des Ersch\u00f6pfungsgrundsatzes zu erwerben. Aber die Lizenzkette samt der Ersch\u00f6pfung muss im Streitfall rechts- und insolvenz-sicher nachgewiesen werden. Gerade bei der Insolvenzsicherheit k\u00f6nnte es Probleme geben, wenn nichts schriftliches beim Lizenzempf\u00e4nger vorliegt, sondern nur der Verk\u00e4ufer (wie lizengo) die Verwaltung \u00fcbernimmt &#8211; nur als zus\u00e4tzlicher Hinweis.<\/p>\n<p>Und die Lizenzen d\u00fcrfen nur im Rahmen dessen eingesetzt werden, was Microsoft als Bedingung (Stichwort Basis- oder F\u00fcll-Lizenz) angibt. Letzteres d\u00fcrfte bei gro\u00dfen Firmen und Beh\u00f6rden im Business-2-Business-Bereich ebenfalls gew\u00e4hrleistet sein \u2013 dort gibt es Leute, die das Lizenzgesch\u00e4ft beherrschen. Hier sehe ich auch das Gesch\u00e4ftsfeld von lizengo &amp; Co., die bei Business-Gro\u00dfkunden Umsatz machen und dort die entsprechenden Nachweise vorlegen sowie Unterst\u00fctzung beim Audit bieten k\u00f6nnen.<\/p>\n<blockquote><p>Falls jemand in diesem Bereich praktische Erfahrungen hat, kann er ja einen Kommentar hinterlassen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Thema ist aber ein juristisches Minenfeld, welches nicht ohne entsprechendes Wissen und\/oder Beratung betreten werden sollte.<\/p>\n<h3>Der Unwissende ist der Dumme<\/h3>\n<p>Problematisch erscheint mir die ganze Geschichte aber im Hinblick auf K\u00e4ufe von Privatleuten und im Bereich KMU-Unternehmen (Handwerker, Freiberufler etc.), sprich, der oben skizzierte Fall B. Der birgt dagegen die Lizenzfallen, die ich in Teil 1-3 dokumentiert habe. Man bekommt n\u00e4mlich i.d.R. bei diesen Online-Anbietern eben keine Neuware, die im Auftrag von Microsoft mit Lizenz verkauft wird. Sondern es wird nur ein Lizenzschl\u00fcssel samt Download-Link geliefert. Was als Neuware angepriesen wird, ist nach deutschem Recht (so Microsofts Position) eine gebrauchte Lizenz, deren \u00dcbertragung belegt werden muss.<\/p>\n<p>Theoretisch kann das nat\u00fcrlich wie Fall A abgehandelt werden. Der K\u00e4ufer bekommt die Freistellungserkl\u00e4rung mit Versicherung der 'Ersch\u00f6pfung' und ist damit lizenziert. Praktisch scheitert das aber aus einem einfachen Grund: Die ben\u00f6tigten Nachweise \u00fcber die 'Ersch\u00f6pfung'\u00a0 werde leider nicht geliefert und auf Nachfrage, zumindest in den dokumentierten Beispielen, sogar verweigert. Oder die 'Zertifikate' sind wertlos, da unvollst\u00e4ndig oder falsch.<\/p>\n<p>In Teil 3 hatte ich auch auf ein Szenario hingewiesen, dass der K\u00e4ufer zu Beginn eine g\u00fcltige Freistellungserkl\u00e4rung sowie einen MAK bekommt. Nach 2 Jahren ist dessen Aktivierungsschwelle erreicht und der Key wird gesperrt. Bekommt der K\u00e4ufer dann einen 'Ersatz-Key', aber keine neue Freistellungserkl\u00e4rung, ist er pl\u00f6tzlich wieder ohne Lizenz. Irre nicht wahr? Der K\u00e4ufer bekommt sehr oft die Katze im Sack und steht nicht selten ohne g\u00fcltige Lizenz da bzw. kann deren Erwerb nicht rechtsg\u00fcltig nachweisen.<\/p>\n<p>Zieht sich der Online-Anbieter auf die Position 'Meine Schl\u00fcssel sind neu und ungebraucht' und Microsoft sagt 'es ist ein gebrauchter Key, weise mir die Ersch\u00f6pfung nach', sitze ich als K\u00e4ufer zwischen den St\u00fchlen.<\/p>\n<p>Erwirbt man nur den Lizenzkey, der sich bestenfalls aktivieren l\u00e4sst, hat man keine Lizenz, so der Standpunkt Microsofts. Damit bewegt man sich in einer Grauzone, und muss hoffen, dass Microsoft als Lizenzgeber niemals gegen einen vorgeht. Wie Privatleute und Firmen nun verfahren, muss jeder selbst entscheiden. F\u00fcr Firmen, und vor allem deren haftende Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, sehe ich das aber nicht als gangbare Konstruktion (es sei denn, man bekommt vom Online-H\u00e4ndler einen ausreichenden Lizenznachweis ausgeh\u00e4ndigt).<\/p>\n<blockquote><p>In den Kommentaren zu den Teilen 1 &#8211; 3 wird argumentiert: Nur Volumenlizenzkunden bekommen ein Audit. Mag sein. Es mag auch sein, dass Microsoft solche F\u00e4lle als 'zu kleine Fische' sieht, mit denen man sich nicht besch\u00e4ftigt. Aber wei\u00df man das? Es k\u00f6nnte ja sein, dass man mal wieder einen 'Schuss vor den Bug' bei Microsoft braucht. Doof, wenn es einen erwischt. Wie Microsoft an die Informationen kommt? Ein unzufriedener Mitarbeiter, eine vergr\u00e4tzte oder verlassene Ehefrau etc. sind nicht nur beim Finanzamt eine tickende Zeitbombe. Ok, ich s\u00e4he jetzt etwas FUD &#8211; denn das ist alles ja nur was f\u00fcr harte Kerle, die ausprobieren wollen, wie es ausschaut, wenn es hart auf hart kommt ;-).<\/p><\/blockquote>\n<h3>Klare Schl\u00fcsse<\/h3>\n<p>Mein Schluss aus der ganzen Geschichte lautet: Ich w\u00fcrde, wenn ich nicht zu den Kunden aus Fall A geh\u00f6re und mir etwas an einer rechtlich sauberen und stressfreien Lizenzierung gelegen ist, die Finger von diesen Angeboten lassen.<\/p>\n<blockquote><p>Wird eine Original Microsoft DVD mit Lizenzaufdruck und Echtheitszertifikat (Microsoft Certificate of Authenticity, kurz CoA) f\u00fcr ein bestelltes Produkt angeboten und geliefert, sollte man nach meiner bisherigen Einsch\u00e4tzung auf der sicheren Seite sein. Die Echtheit kann man beim <a href=\"https:\/\/www.microsoft.com\/de-de\/rechtliche-hinweise\/pidservice\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Microsoft PID-Service<\/a> \u00fcberpr\u00fcfen lassen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich selbst habe aus den mir inzwischen vorliegenden F\u00e4llen die Konsequenzen gezogen. Es schien so sch\u00f6n zu sein, Gebraucht-Software legal und auf einfache Weise lizenzieren zu k\u00f6nnen. Es las sich auch ganz gut, was die Anbieter wie lizengo auf den Webseiten schreiben (wobei die st\u00e4ndig \u00fcberarbeitet werden). Problem: Meine Blog-Leser\/innen sind nicht IKEA, die IT-Verwaltung des Deutschen Bundestages oder der Polizei Oberbayern, sondern Privatleute und kleine Gesch\u00e4ftskunden bzw. Administratoren aus dem KMU-Umfeld. Und da genau dort der von mir erhoffte Prozess der einfachen, aber rechts-sicheren Lizenz\u00fcbertragung, auch bei kleinen K\u00e4ufen von Software, nach den dokumentierten F\u00e4llen, offensichtlich nicht funktioniert, enden die Leute nach bisheriger Sichtweise im unlizenzierten Zustand.<\/p>\n<p>Damit sitze ich als Blogger, der an diesem Rechtsgesch\u00e4ft unbeteiligt ist, zwischen den St\u00fchlen und bekomme, wenn was schief l\u00e4uft, entsprechende Kommentare und E-Mails auf den Tisch. Ich hatte, nach eigener, bestm\u00f6glicher Pr\u00fcfung, den Anbieter lizengo bis Sommer 2019 als Sponsor hier im Blog &#8211; auch unter dem Aspekt, dass dieses Gesch\u00e4ftsmodell f\u00fcr Gebrauchtsoftware ja f\u00fcr Business-2-Business-Kunden zu funktionieren schien und auch legal ist (an dieser Einsch\u00e4tzung hat sich bei mir bisher auch nichts ge\u00e4ndert!). Auf Grund der hier in der Artikelreihe dokumentierten Unw\u00e4gbarkeiten habe ich die Sponsorschaft mit lizengo auslaufen lassen und verzichte auf die Einnahmen (den pers\u00f6nlichen \u00c4rger mit unzufriedenen Kunden brauche ich pers\u00f6nlich nicht).<\/p>\n<p>Ich sehe mich, offen gesagt, auch au\u00dferstande, zu sagen: 'Dieser Anbieter ist seri\u00f6s, dieses Angebot ist rechts-sicher' &#8211; ich kann auch nicht sagen 'lizengo ist unseri\u00f6s', denn die sind seit 2014 aktiv. Das Ganze ist gef\u00fchlt aber schlimmer als beim H\u00fctchenspieler, Du zeigst auf einen Becher und sagst 'da ist die Lizenz drunter' &#8211; Microsoft hebt den Becher und darunter ist dann alles leer.<\/p>\n<p>Ich kann auch nicht das von einigen Blog-Lesern 'erhoffte\/erwartete\/geforderte' Statement 'Wenn Du Software nicht lizenziert hast, dann droht dir genau das' liefern &#8211; f\u00fcr so etwas w\u00e4ren Anw\u00e4lte und Gerichte zust\u00e4ndig. Man k\u00f6nnte auf die Idee kommen, auf Microsoft zu schimpfen, dass die keinen 'einfachen Weg zum Erwerb von Gebrauchtsoftware' bieten. Aber hey, warum sollten die das? Letztendlich will ich als Kunde ja was vom Lizenzgeber, und der kann immer noch entscheiden, was er wie anbietet.<\/p>\n<h3>Das Thema verliert zuk\u00fcnftig an Bedeutung!<\/h3>\n<p>K\u00fcnftig wird das ganze Thema, nach meinem Gef\u00fchl, in der Bedeutung eher abnehmen, da Microsoft, wie auch andere Softwareanbieter, auf j\u00e4hrliche Abo-Modelle oder Cloud-Angebote setzt. Office 2019 soll ja das letzte Office ohne Abo-Modell sein. Und bei Windows 10 l\u00e4uft es auch auf Microsoft 365-Abos hinaus &#8211; Privatleute und KMUs bekommen dagegen vorkonfektionierte Systeme mit vorinstallierter und an die Hardware gebundene Windows 10 OEM-Lizenz. Damit entf\u00e4llt aber die Grundlage f\u00fcr das oben skizzierte Gesch\u00e4ftsmodell.<\/p>\n<p><strong>Erg\u00e4nzung:<\/strong> Gerade hat Microsoft auch im HomeUse Program den Erwerb von Office auf Abo-Modelle umgestellt (siehe\u00a0<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/08\/09\/microsoft-office-lizenznderung-beim-home-use-programm\/\" rel=\"bookmark\">Microsoft Office: Lizenz\u00e4nderung beim Home Use-Programm<\/a>). Also auch da laufen zeitlich unbefristete Lizenzen aus.<\/p>\n<p>Vielleicht hat die Artikelreihe, speziell f\u00fcr die Leser aus dem IT- und Admin-Bereich, trotzdem etwas mehr Licht in die ganze Sache gebracht. Die Informationen liegen jetzt zumindest vor, entscheiden m\u00fcsst ihr selbst.<\/p>\n<blockquote><p>Abschlie\u00dfend der Hinweis, dass ich die Informationen nach aktuellem Wissensstand bestm\u00f6glich zusammen getragen habe. Ich kann nicht sagen, dieser oder jener Anbieter handelt legal oder illegal. Die Artikelreihe ist daher auch keine juristische Beratung und das gesamte Rechtsgef\u00fcge samt Microsofts Lizenzpolitik ist in einem st\u00e4ndigen Fluss. Jeder K\u00e4ufer ist also gehalten, sich \u00fcber die f\u00fcr ihn geltende aktuelle Rechts- und Lizenzlage zu informieren.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Artikelreihe:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/08\/06\/edeka-lizengo-und-die-verkauften-microsoft-lizenzen-teil-1\/\">Edeka, lizengo und die verkauften Microsoft-Lizenzen<\/a> \u2013 Teil 1<br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/?p=221356\">Fallen beim Online-Softwarekauf<\/a> \u2013 Teil 2<br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/?p=221369\">Fallen beim Online-Softwarekauf: Lizenzh\u00fcrden<\/a> \u2013 Teil 3<br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/08\/09\/fallen-beim-online-softwarekauf-teil-4\/\">Fallen beim Online-Softwarekauf: Die Lizenzfrage<\/a>\u00a0 \u2013 Teil 4<br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/?p=222860\">Falle: Billige Software-Lizenzen \u2013 neue Erkenntnisse<\/a> \u2013 Teil 5<br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/09\/27\/inkassoforderung-nach-kauf-am-amazon-marketplace-teil-6\/\">Falle: Inkassoforderung nach Kauf von Gebrauchtsoftware im Amazon Marketplace<\/a>\u00a0 \u2013 Teil 6<br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/?p=223188\">Fallen beim Online-Softwarekauf: Neue Erkenntnisse<\/a>\u00a0\u2013 Teil 7<br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/10\/07\/neues-zu-fallen-bei-office-lizenzen-bei-edeka\/\" rel=\"bookmark\">Neues zu Fallen bei (Office-)Lizenzen bei Edeka<\/a>\u00a0\u2013 Teil 8<br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/10\/17\/microsoft-klagt-gegen-lizengo-wegen-billig-lizenzen-teil-9\/\">Microsoft klagt gegen lizengo wegen 'Billig-Lizenzen'<\/a>\u00a0\u2013 Teil 9<\/p>\n<p><strong>\u00c4hnliche Artikel:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/11\/04\/gebrauchtsoftware-volumenlizenzen-auch-fr-privatnutzer\/\">Gebrauchtsoftware: Volumenlizenzen auch f\u00fcr Privatnutzer?<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/05\/31\/lizengo-office-online-kaufen\/\">lizengo: Office online kaufen<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/12\/09\/lizengo-kauf-und-verwaltung-von-softwarelizenzen-fr-firmen\/\">lizengo: Kauf und Verwaltung von Softwarelizenzen f\u00fcr Firmen<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2016\/03\/15\/nderung-der-microsoft-lizenzbedingungen-win-office\/\" rel=\"bookmark\">\u00c4nderung der Microsoft-Lizenzbedingungen (Win, Office)<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/08\/09\/microsoft-office-lizenznderung-beim-home-use-programm\/\" rel=\"bookmark\">Microsoft Office: Lizenz\u00e4nderung beim Home Use-Programm<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/08\/09\/bgh-urteil-zu-microsoft-office-unzulssige-office-downloads\/\" rel=\"bookmark\">BGH-Urteil zu Microsoft Office: Unzul\u00e4ssige Office-Downloads<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Teil 1 bis Teil 3 dieser Artikelreihe ging es um die Frage des (Gebraucht-) Softwarekaufs bei Online-Anbietern. 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Im letzten Teil habe ich die Ergebnisse einiger &hellip; <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/08\/09\/fallen-beim-online-softwarekauf-teil-4\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[270,301],"tags":[5594,4322,4023,3288],"class_list":["post-221373","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-office","category-windows","tag-lizenzen","tag-office","tag-recht","tag-windows-en"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/221373","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=221373"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/221373\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=221373"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=221373"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=221373"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}