{"id":222095,"date":"2019-08-31T00:12:00","date_gmt":"2019-08-30T22:12:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=222095"},"modified":"2023-06-08T22:42:04","modified_gmt":"2023-06-08T20:42:04","slug":"windows-10-und-die-iso-fat32-uefi-falle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/08\/31\/windows-10-und-die-iso-fat32-uefi-falle\/","title":{"rendered":"Windows 10 und die ISO\/FAT32\/UEFI-Falle"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/win102.jpg\" width=\"58\" height=\"58\" align=\"left\" \/>Microsoft l\u00e4uft mit Windows 10 in eine selbst verschuldete Falle, weil die ISO-Installationsmedien einfach zu fett werden und die Installationsabbilddateien die 4 GByte FAT32-Grenze sprengen? Das ist auf UEFI-Systemen mit Secure Boot ein Problem, um das man sich mit Kniffen herum lavieren muss. Hier ein Blick auf das Problem und m\u00f6gliche L\u00f6sungen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Ein Hinweis aus der Leserschaft<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/2fe86b1dcffa40a9bc9f0a86a932b630\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Vor einigen Tagen hatte ich im Blog-Beitrag <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/08\/25\/hyper-v-2nd-gen-betriebssystem-lsst-sich-nicht-installieren\/\">Hyper-V 2nd Gen: Betriebssystem l\u00e4sst sich nicht installieren<\/a> \u00fcber Installationsprobleme im Zusammenhang mit Hyper-V berichtet. Hatte zwar einen anderen Hintergrund, aber Blog-Leser Karl hat mich dann auf Twitter auf ein anderes Problem aufmerksam gemacht.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\">\n<p dir=\"ltr\" lang=\"en\">Since Microsoft Updates their ISOs now regularly with SSU and CU to remove install or upgrade blockers and reduce size of dynamic updates the wim files regularly exceed the file size of 4GB. Breaking the UEFI secure boot design that is designed for FAT32<\/p>\n<p>\u2014 al Qamar (Karl Wester-Ebbinghaus) (@tweet_alqamar) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/tweet_alqamar\/status\/1165514694444101632?ref_src=twsrc%5Etfw\">August 25, 2019<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>Microsoft hat damit begonnen, seine ISO-Installationsdateien f\u00fcr Windows 10 mit aktualisierten Servicing Stack Updates (SSUs) und kumulativen Updates (CUs) zu erg\u00e4nzen. Das soll verhindern, dass es Installationsprobleme gibt, was eine gute Sache ist. Denn das reduziert auch die Notwendigkeit, das alles beim Setup oder Zur\u00fccksetzen von Windows 10 \u00fcber dynamische Updates aus dem Internet herunterladen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Der Pferdefu\u00df an dieser Geschichte: Die <em>install.wim<\/em> w\u00e4chst sich dadurch aus und \u00fcbersteigt die 4 GByte Dateigr\u00f6\u00dfe. Dies ist aber die Grenze f\u00fcr das FAT32-Dateisystem, und dieses Dateisystem wurde bei der UEFI-Definition f\u00fcr das Secure Boot-Design f\u00fcr die UEFI-Boot-Partition mit herangezogen. Karl deutet in obigem Tweet an, dass das zu Problemen f\u00fchrt. Werfen wir einfach mal einen Blick auf den Sachverhalt.<\/p>\n<h2>Ein paar Hintergrund-Informationen<\/h2>\n<p>Damit ein Installationsmedium mit Windows im UEFI-Modus von USB-Sticks booten kann, muss es im FAT32-Dateiformat formatiert worden sein (optische Medien nat\u00fcrlich ausgenommen). Wenn aber die <em>install.wim<\/em> die Grenze von 4 GByte von der Dateigr\u00f6\u00dfe \u00fcbersteigt, l\u00e4sst sie sich nicht mehr auf ein FAT32-formatiertes Medium wie einen USB-Stick schreiben. Da Microsoft die <em>install.wim<\/em> aber aufbl\u00e4ht, \u00fcbersteigt diese irgendwann die 4 GByte-Grenze und man hat ein Problem.<\/p>\n<blockquote><p>Bei DVDs tritt die Problematik zwar nicht auf. Dort liegt aber die maximale Gr\u00f6\u00dfe f\u00fcr Medien bei 4,7 GByte.<\/p><\/blockquote>\n<h3>UEFI-Spezifikation und FAT32-Boot<\/h3>\n<p>Die L\u00f6sung w\u00e4re, das Installationsmedium mit NTFS zu formatieren und zur Installation zu verwenden. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnten auch Linux-Dateisystemen zum Speichern der Installationsdateien verwendet werden \u2013 was aber bei Windows keine Option ist. Das Problem: Wenn der Installationsdatentr\u00e4ger nicht FAT32-formatiert ist, klappt das Booten von Windows-Installationsmedien meist nicht mehr.<\/p>\n<p>Laut <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20210826062358\/https:\/\/win10.guru\/usb-install-media-with-larger-than-4gb-wim-file\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">diesem Artikel<\/a> gibt es in der UEFI-Spezifikation zwar keinen Grund, warum das Booten von NTFS-Medien nicht klappen sollte. Die Spezifikation besagt nur, dass FAT32-Boot unterst\u00fctzt werden muss. Der FAT32-'Zwang' f\u00fcr die Boot-Partition wurde von Microsoft m.W. im Zusammenhang mit 'Secure Boot' eingef\u00fchrt. Eine UEFI\/GPT-Installation von Windows erfordert z.B. auch eine EFI-Boot-Partition im FAT32-Format auf der betreffenden Festplatte (siehe <a href=\"https:\/\/docs.microsoft.com\/de-de\/windows-hardware\/manufacture\/desktop\/configure-uefigpt-based-hard-drive-partitions\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">dieses Microsoft-Dokument<\/a>).<\/p>\n<p>Moderne Mainboards sollen, laut <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20210826062358\/https:\/\/win10.guru\/usb-install-media-with-larger-than-4gb-wim-file\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">diesem Artikel<\/a>, auch das Booten von NTFS-Datentr\u00e4gern im UEFI-Modus unterst\u00fctzen. Aber es gibt gen\u00fcgend F\u00e4lle, wo das nicht unterst\u00fctzt wird (die Ger\u00e4te, wie Microsofts Surfaces, zeigen dann die Boot-Medien nicht einmal an).<\/p>\n<h3>Einige L\u00f6sungsans\u00e4tze skizziert<\/h3>\n<p>Bereits der oben verlinkte <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20210826062358\/https:\/\/win10.guru\/usb-install-media-with-larger-than-4gb-wim-file\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Artikel<\/a> beschreibt, wie man USB-Installationsmedien f\u00fcr Windows 10 erstellen kann, die dieses Problem umgehen. Der Ansatz: Man erstellt Windows 10 USB-Installationsmedien, die von einer kleinen FAT32-Partition booten und dann eine gr\u00f6\u00dfere NTFS-Partition verwenden, auf der die <em>install.wim<\/em>-Datei mit ihrer \u00dcbergr\u00f6\u00dfe liegt.<\/p>\n<p>Axel Vahldiek hat das mal bei heise <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20200930231320\/https:\/\/www.heise.de\/ct\/hotline\/Install-wim-groesser-als-4-GByte-2852980.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">in diesem Artikel<\/a> f\u00fcr Windows 8.1 aufbereitet. Dort finden sich die gleichen Tipps, wie man das Problem mit einem Medium, welches mehrere Partitionen unterst\u00fctzt, l\u00f6sen kann (eine UEFI-FAT32-Boot-Partition und eine erweiterte NTFS-Partition f\u00fcr die \u00fcberlange WIM-Datei).<\/p>\n<p>Das Ask Core-Team von Microsoft hat sich bereits 2013 in <a href=\"https:\/\/blogs.technet.microsoft.com\/askcore\/2013\/03\/20\/creating-bootable-usb-drive-for-uefi-computers\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">diesem englischsprachigen Beitrag<\/a> des Problems angenommen. Die L\u00f6sung liegt entweder in der Aufteilung der WIM-Dateien auf Gr\u00f6\u00dfen unter 4 GByte oder in der Verwendung eines USB-Mediums mit zwei Partitionen (FAT32 und NTFS), wie bereits im heise-Artikel skizziert.<\/p>\n<p>Wer es lieber in Deutsch liest, MVP-Kollege Gregor Reimling behandelt hat sich dieses Problems ebenfalls f\u00fcr Windows Server 2016 angenommen und beschreibt in <a href=\"http:\/\/www.reimling.eu\/2017\/01\/erstellen-eines-uefi-kompatiblen-ws2016-installations-usb-stick-mit-geteilter-wim\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">diesem Blog-Beitrag<\/a>, wie man durch Teilen der <em>install.wim<\/em> um die 4 GByte-Grenze herum lavieren kann. Das erfordert aber manuelle Eingriffe, da Windows selbst bei den meisten USB-Sticks nur das Anlegen einer Partition unterst\u00fctzt. Man muss mit diskpart auf der Ebene der Eingabeaufforderung hantieren.<\/p>\n<h3>Der Ansatz von RUFUS<\/h3>\n<p>Der Entwickler des Tools Rufus hat sich in <a href=\"https:\/\/superuser.com\/questions\/1023290\/how-to-do-uefigpt-with-a-iso-file-greater-than-4gb\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">diesem Forenthread<\/a> zu Wort gemeldet. Rufus kann ein Feature <a href=\"https:\/\/github.com\/pbatard\/uefi-ntfs\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">UEFI:NTFS<\/a> verwenden, um die FAT32-Limitierungen durch einen eigenen Boot-Lader zu umgehen. Der Entwickler nimmt in <a href=\"https:\/\/github.com\/pbatard\/rufus\/wiki\/FAQ#Blah_UEFI_Blah_FAT32_therefore_Rufus_should_Blah\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">der RUFUS FAQ<\/a> dazu ausf\u00fchrlich Stellung. Thomas Krenn hat <a href=\"https:\/\/www.thomas-krenn.com\/de\/wiki\/Windows_UEFI_Boot-Stick_unter_Windows_erstellen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">im Wiki sogar die Einstellungen beschrieben<\/a>, wie man vorgehen muss. Also alles paletti?<\/p>\n<h3>Der NTFS-Ansatz und das Problem mit Secure Boot<\/h3>\n<p>Verwendet man den Ansatz von Rufus, wird zwar ein Installations-USB-Medium geschrieben, was theoretisch auch booten kann. Falls beim UEFI-System aber der von Microsoft propagierte Secure Boot eingestellt ist, klappt das nicht. Denn Secure Boot erfordert, dass signierte Boot-Treiber verwendet werden. Der UEFI:NTFS-Treiber\/Bootlader hat m.W. aber keine solche Signatur (zumindest gibt <a href=\"https:\/\/github.com\/pbatard\/rufus\/wiki\/FAQ#Why_do_I_need_to_disable_Secure_Boot_to_use_UEFINTFS\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">diese Rufus GitHub-Seite<\/a> nichts dergleichen an).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Rufus und Secure Boot\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/UuwxsRx.jpg\" alt=\"Rufus und Secure Boot\" \/><\/p>\n<p>Rufus weist mit einem Dialogfeld darauf hin, dass man Secure Boot f\u00fcr die Installation abschalten muss. Vergisst man das, wird beim Booten wahrscheinlich der Fehlercode 0xc000000d angezeigt. Dann muss man zur Installation Secure Boot abschalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Microsoft l\u00e4uft mit Windows 10 in eine selbst verschuldete Falle, weil die ISO-Installationsmedien einfach zu fett werden und die Installationsabbilddateien die 4 GByte FAT32-Grenze sprengen? 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