{"id":222961,"date":"2019-09-27T00:02:00","date_gmt":"2019-09-26T22:02:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=222961"},"modified":"2024-01-24T11:52:35","modified_gmt":"2024-01-24T10:52:35","slug":"inkassoforderung-nach-kauf-am-amazon-marketplace-teil-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/09\/27\/inkassoforderung-nach-kauf-am-amazon-marketplace-teil-6\/","title":{"rendered":"Falle: Inkassoforderung nach Kauf von Gebrauchtsoftware im Amazon Marketplace &ndash; Teil 6"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline; border-width: 0px;\" title=\"Recht\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Para.jpg\" alt=\"Paragraph\" width=\"91\" height=\"88\" align=\"left\" border=\"0\" \/>In den Teilen 1 bis 5 der Artikelreihe (siehe Linkliste am Artikelende) bin ich auf Fallstricke beim Kauf g\u00fcnstiger Microsoft-(Gebraucht-(Software) \u00fcber Online-Shops im Internet eingegangen. Nach diesen ausf\u00fchrlichen Erl\u00e4uterungen m\u00f6chte ich jetzt noch auf eine neue Masche mit solchen Angeboten hinweisen, die f\u00fcr mich mutma\u00dflich auf Betrug, oder zumindest Abzocke und vermutlich auch Rechtsmissbrauch hinausl\u00e4uft. Betroffene sollten Strafanzeige wegen versuchtem Betrug gegen die Rechtsanwaltskanzlei stellen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Abgrenzung zu den Teilen 1 bis 5<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/020f191403ba4b9d9ffa778aa5e5cfcc\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Nur um die gerne aus dem Text herausgelesenen Missverst\u00e4ndnisse gar nicht erst aufkommen zu lassen: In den Teilen 1 bis 5 der Artikelreihe ging es um K\u00e4ufe von gebrauchten, aber g\u00fcltigen Lizenzschl\u00fcsseln im Internet. Dieser Kauf ist rechtlich legal, unklar ist, ob der K\u00e4ufer das bekommt, was er sich verspricht. Denn in den bisherigen Artikeln drehte es sich um die Frage, 'habe ich eine g\u00fcltige Lizenz, wenn ich Gebrauchtsoftware kaufe und vom H\u00e4ndler nur eine Rechnung und einen Lizenzschl\u00fcssel erhalte'?<\/p>\n<p>Nachfolgend geht es dagegen um eine merkw\u00fcrdige Masche, bei der Gebrauchtsoftware und die Lizenzkeys (aktuell Microsoft Office) schlicht als K\u00f6der benutzt werden, um ahnungslose K\u00e4ufer, nach einer R\u00fcckerstattung des Kaufpreises, anschlie\u00dfend \u00fcber Mahn- und Inkassogeb\u00fchren wirklich abzuzocken. Dabei wird m\u00f6glicherweise ausgenutzt, dass Betroffene nicht richtig reagieren und dann wegen Formfehlern diese Geb\u00fchren kassiert werden k\u00f6nnen. Wie es ausschaut, l\u00e4uft diese Masche seit 2018 und hat im August 2019 einen H\u00f6hepunkt erreicht.<\/p>\n<h2>Ein Leserhinweis im Blog<\/h2>\n<p>Die ganze Geschichte begann mit <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/08\/07\/fallen-bei-online-softwarekauf-teil-2\/#comment-77477\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">einem Kommentar<\/a>, den Blog-Leser SamT zum Artikel <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/?p=221356\">Fallen beim Online-Softwarekauf<\/a> \u2013 Teil 2 k\u00fcrzlich gepostet hat. Der Blog-Leser beschreibt folgenden Sachverhalt:<\/p>\n<blockquote><p>Ist mir nun 2x passiert \u00fcber billige License Keys vom Amazon f\u00fcr ein Office Paket. Der Download ging schnell, der Key kam innerhalb von Minuten per email. Alles l\u00e4uft einwandfrei, Key ist aktiviert. Angeblich soll noch ein USB Stick geliefert werden, dieser kam aber nie an.<\/p><\/blockquote>\n<p>Bis zu diesem Punkt war noch alles, wie in den Teilen 1-4 beschrieben \u2013 nur die Lieferung eines USB-Sticks, der nie ankam, irritiert etwas. Aber egal, denn der Leser schreibt weiter, dass es eh nicht mehr auf diese Feinheit ankam.<\/p>\n<blockquote><p>Nun checke ich auch meinem Microsoft Account ob die Lizenz auch dort hinterlegt und aktiv ist. Fehlanzeige, ist sich nicht und auch nicht gelistet. Aber vielleicht taucht dort eine OEM Lizenz auch nicht auf\u2026<\/p><\/blockquote>\n<p>W\u00e4re jetzt ein klassischer Fall von 'windigem Gesch\u00e4ft', bei dem ein Hersteller einen Lizenzschl\u00fcssel herausgibt, der nicht legal verkauft werden kann. Wenn der Kunde es merkt, ist der H\u00e4ndler untergetaucht. Unter den Strich bleibt aber: Der Kunde hat ein Produkt (Lizenzschl\u00fcssel) gekauft, welches nicht bestimmungsgem\u00e4\u00df genutzt werden kann.<\/p>\n<h2>Vorbereitung der vermuteten Abzocke<\/h2>\n<p>Aber es geht gar nicht darum, ein paar Euro f\u00fcr einen Office-Key zu ergattern. Ziel des H\u00e4ndlers und seiner Mittelsm\u00e4nner ist es nach meiner Vermutung, richtig Kohle abzugreifen. SamT schreibt in seinem Kommentar n\u00e4mlich weiter:<\/p>\n<blockquote><p>Ich bekomme Wochen\/ Monate sp\u00e4ter eine Gutschrift von Amazon und quasi mein Geld f\u00fcr die Softwarelizenz wieder zur\u00fcck. Grund laut Amazon: Kontoberichtigung.<\/p><\/blockquote>\n<p>Nachfolgender Screenshot wurde mir dankenswerterweise vom Blog-Leser zur Verf\u00fcgung gestellt und dokumentiert die Erstattung durch Amazon.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i.imgur.com\/6GSWeDu.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Mail \u00fcber Erstattung durch Amazon\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/6GSWeDu.jpg\" alt=\"Mail \u00fcber Erstattung durch Amazon\" width=\"646\" height=\"335\" \/><\/a>(Amazon Erstattung; <a href=\"https:\/\/i.imgur.com\/6GSWeDu.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Zum Vergr\u00f6\u00dfern klicken<\/a>)<\/p>\n<p>Das ist ja eine noble Geste des H\u00e4ndlers \u2013 scheinbar ist der Verkauf nicht koscher, irgend ein R\u00e4dchen hat gegriffen und der scheinbar geprellte Kunde bekommt sein Geld zur\u00fcck.<\/p>\n<blockquote><p>Aber es ist schon ein seltsamer Vorfall &#8211; und wenn man recherchiert, und dann auf hunderte F\u00e4lle st\u00f6\u00dft, wo das mit verschiedenen Firmen passiert, beginnt das zu 'stinken'.<\/p><\/blockquote>\n<h2>In der Inkasso-\/Anwaltsfalle?<\/h2>\n<p>Die zweite Stufe des mutma\u00dflichen Betrugs bzw. der mutma\u00dflichen Abzocke greift erst Wochen oder gar Monate nach der Erstattung des Kaufs \u00fcber Amazon (mit liegen Informationen vor, dass die Erstattung bei Amazon im April 2018 erfolgte, die Inkassoschreiben aber im Sommer 2019 verschickt wurden). Zum Sachverhalt: Es meldet sich eine Inkasso-Firma mit einem promovierten Rechtsanwalt als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, der angibt, dass der H\u00e4ndler sein Geld nicht bekommen habe und ein Mandat zum Eintreiben der 'Forderungen' erteilt habe. Dazu schreibt der Blog-Leser:<\/p>\n<blockquote><p>Und weiter geht die Reise: Wieder Wochen sp\u00e4ter bekomme ich ein Schreiben von einer in DE niedergelassenen Inkassoabteilung\/dubiosen Rechtsanwalt, der im Internet durchaus schon negativ aufgefallen ist. Unter der Email, Adresse, Telefonnummer meldet sich niemand. Er vertritt aber einen Mandanten, der seinen Sitz in Polen hat und einst Verk\u00e4ufer auf Amazon war. Dort habe ich die Lizenz offenbar gekauft. Im Schreiben fordert man erst noch horrende Mahngeb\u00fchren. Da werden aus 15\u20ac mal schnell 120\u20ac die man dem Anwalt bezahlen sollte.<\/p><\/blockquote>\n<p>Eine Inkasso-Firma m\u00fcsste erst einmal die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit einer Forderung belegen \u2013 sofern unberechtigt, ist die Forderung wirkungslos. Erst wenn der vermeintliche Gl\u00e4ubiger bei Gericht einen Mahnbescheid oder Vollstreckungsbescheid beantragt (das Gericht pr\u00fcft vorab nicht, ob die Forderung berechtigt ist), muss der vermeintliche Schuldner bei Gericht reagieren und Widerspruch bzw. Einspruch einlegen. <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20200815113714\/https:\/\/www.verbraucherzentrale.de\/wissen\/geld-versicherungen\/kredit-schulden-insolvenz\/gerichtliches-mahnverfahren-was-tun-bei-einem-mahnbescheid-10851\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dieser Beitrag der Verbraucherzentrale<\/a> beschreibt, wie man da reagieren sollte.<\/p>\n<blockquote><p>Problem bei obigem Ansatz ist die Pr\u00fcfung der Rechtm\u00e4\u00dfigkeit einer Forderung. Das kann teilweise nur ein Anwalt. Im d\u00fcmmsten Fall tappt der unbedarfte Anwender in eine Rechtsfalle, so dass der Rechtsanwalt seine Geb\u00fchren f\u00fcr eine unberechtigte Forderung juristisch eintreiben kann.<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Blog-Leser meinte zum ersten Schreiben des Inkasso-B\u00fcros: <em>Ab in die M\u00fclltonne damit.<\/em> Ich empfehle aber die nachfolgenden Ausf\u00fchrungen samt Hinweisen der Verbraucherschutzzentrale zu lesen. F\u00fcr den Blog-Leser war es mit dem 'ab in die M\u00fclltonne' nicht getan, denn er schreibt im Kommentar:<\/p>\n<blockquote><p>Nochmal Wochen sp\u00e4ter kommt vom selben Anwalt wieder ein Schreiben, diesmal mit der Forderung von 15\u20ac die man an den polnischen Gl\u00e4ubiger direkt \u00fcberweisen soll. Es fallen sonst keine weiteren Geb\u00fchren an.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Das Schreiben habe ich noch, bezahlt habe ich immer noch nicht, das Software Produkt habe ich schon vom PC entfernt, da es mit Sicherheit sowieso bald nicht mehr funktioniert.<\/p><\/blockquote>\n<p>Hier ist die Kopie dieses 'Anwaltschreibens', der versucht, die Forderung von 15 Euro f\u00fcr den 'Gl\u00e4ubiger' einzutreiben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i.imgur.com\/pnE4hxr.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" title=\"Anwaltschreiben Amazon-Bestellung Dr. Hauke Scheffler\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/pnE4hxr.jpg\" alt=\"Anwaltschreiben Amazon-Bestellung Dr. Hauke Scheffler\" \/><\/a><br \/>\n(<a href=\"https:\/\/i.imgur.com\/pnE4hxr.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Zum Vergr\u00f6\u00dfern klicken<\/a>)<\/p>\n<p>Irgend etwas ist da passiert, dass der Rechtsanwalt auf die Inkasso-Geb\u00fchren verzichtet und zur\u00fcck rudert. Da aber der Kauf \u00fcber Amazon abgewickelt wurde, m\u00fcssten alle Zahlungen \u00fcber diesen Versender gehen \u2013 hier hei\u00dft es 'erst einmal nicht an den Rechtsanwalt bzw. dessen Inkassofirma zahlen'.<\/p>\n<blockquote><p>Zudem ist der Sachverhalt so, dass der Anbieter ja wohl eine Software als Produkt angeboten und verkauft hat, die sich &#8211; nach Aussagen des Blog-Lesers &#8211; nicht bestimmungsgem\u00e4\u00df nutzen l\u00e4sst und bei der die Lieferung unvollst\u00e4ndig ist (der USB-Stick fehlt). Das l\u00e4uft auf eine vertrackte juristische Konstruktion hin: Inkasso betreibt eine deutsche Firma im Auftrag des osteurop\u00e4ischen Mandanten. Die Adressaten der Schreiben m\u00fcssen jetzt juristisch wasserdicht gegen a) den Verk\u00e4ufer und b) gegen das Inkasso-Unternehmen vorgehen und dann auch noch ber\u00fccksichtigen, dass Amazon als Handelsplattform mit im Boot ist.<\/p><\/blockquote>\n<p>Nun k\u00f6nnte es ja noch sein, dass dieses letzte Anwaltsschreiben irgendwie (wegen der hier skizzierten Konstruktion) zwar nicht berechtigt, aber juristisch rechtens ist \u2013 der Blog-Leser hat ja einen Lizenzkey erhalten und durch die Amazon-Erstattung nicht bezahlt. Da der Key nicht legal ist, d\u00fcrfte die Forderung zwar juristisch bereits auf wackeligen F\u00fc\u00dfen stehen &#8211; aber eine Klage in Osteuropa wegen 15 Euro? Und beim Inkasso z\u00e4hlen auch die Reaktionen der Empf\u00e4nger der Schreiben, so dass wom\u00f6glich Fristen und Einspr\u00fcche vers\u00e4umt werden. Das riecht nach 'besonderem Gesch\u00e4ftsmodell', bei dem aus meiner Sicht das Recht 'gedehnt werden soll'.<\/p>\n<h2>Ein wenig weitere Recherche<\/h2>\n<p>Sucht man im Internet nach 'Dr. Hauke Schaeffler', erh\u00e4lt man zahlreiche Treffer auf Artikel wie <a href=\"https:\/\/www.obladen-gaessler.de\/er-kann-es-nicht-sein-lassen-strafanzeige-gegen-abmahnenden-anwalt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a>, hier (gel\u00f6scht), <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20170930020003\/http:\/\/www.anwaltblog24.de\/abmahnung-recknagel-gmbh-jus-direkt-rechtsanwalt-dr-hauke-scheffler.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.anwalt.de\/rechtstipps\/abmahnung-der-kanzlei-jus-direkt-ra-dr-hauke-scheffler-fuer-die-os-trading-company_138316.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a>, die sich mit diversen Rechtsangelegenheiten im Zusammenhang mit dieser Kanzlei bzw. diese Person befassen. Gut, dort geht es um Abmahnungen von H\u00e4ndlern \u2013 und am Ende des Tages hat ein Anwalt sogar Strafanzeige gegen die Kanzlei gestellt. Auch dort ist von Rechtsmissbrauch die Rede &#8211; und Mandanten der beauftragten Kanzleien bleiben auf vollstreckbaren Forderungen gegen die Firmen, die \u00fcber Dr. Hauke Schaeffler Abmahnungen verschickt haben, sitzen &#8211; die Firmen\/H\u00e4ndler sind insolvent.<\/p>\n<p>Inzwischen scheint (wie oben skizziert\u00a0 der Rechtsanwalt sein Gesch\u00e4ftsmodell 'weiter entwickelt' und den Gesch\u00e4ftssitz verlegt zu haben. Bez\u00fcglich des oben beschriebenen Konstrukts bin ich dann auf diversen Anwaltsseiten f\u00fcndig geworden.<\/p>\n<ul>\n<li>Gleich dieser Artikel eines Rechtsanwalts von August 2019 greift Inkasso-Forderungen 'der JUSLEGAL\/ RA Scheffler f\u00fcr JP Trading Enterprises UG' auf, die genau dem oben beschriebenen Modell entsprechen. Gebrauchtsoftware gekauft, irgendwann eine Erstattung von Amazon bekommen und nun mit Inkassoforderungen des Rechtsanwalts konfrontiert werden. Amazon stuft die Inkasso-Forderung gem\u00e4\u00df Ausf\u00fchrungen im verlinkten Artikel als Betrug ein und empfiehlt keine Zahlung zu leisten.<\/li>\n<li>Ein <a href=\"https:\/\/www.anwalt.de\/rechtstipps\/juslegal-fuehrt-inkasso-fuer-jp-trading-enterprise-ug-durch_157207.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">weiterer Artikel<\/a> eines anderen Rechtsanwalts thematisiert das Gleiche. In den Artikeln werden die Schreiben mit den urspr\u00fcnglichen Forderungen von Phantasiesummen als Textauszug wiedergegeben. Der Rechtsanwalt gibt den Hinweis, sich mit Amazon in Verbindung zu setzen.<\/li>\n<li>Ein Folgeartikel des Rechtsanwalts befasst sich kurze Zeit sp\u00e4ter erneut mit der Thematik. Wieder der Ratschlag, sich mit Amazon in Verbindung zu setzen und Zahlungen ausschlie\u00dflich an Amazon zu leisten. Dort wird auch die M\u00f6glichkeit einer Strafanzeige wegen Betrugs und weiterer Delikte ins Spiel gebracht.<\/li>\n<\/ul>\n<blockquote><p>Interessant ist, dass es in einem dieser Artikel um eine Firma in Vilnius geht, die Software \u00fcber Amazon angeboten und nach gleichem Modell 'erstattet' hat. Beim Blog-Leser war es ein Anbieter aus Polen, mit dem die Masche gefahren wurde. Ich schreibe nicht 'ein Schelm, wer b\u00f6ses bei denkt', denn daf\u00fcr die die Sauerei zu gro\u00df.<\/p><\/blockquote>\n<ul>\n<li>Die Verbraucherzentrale hat mit der Mitteilung <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20230607030630\/https:\/\/www.verbraucherzentrale.de\/aktuelle-meldungen\/vertraege-reklamation\/inkassoforderung-nach-softwarekauf-auf-amazonmarketplace-38631\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Inkassoforderung nach Software-Kauf auf Amazon-Marketplace<\/a> vom\u00a0 5. August 2019 auf genau dieses (oben beschriebene) Modell reagiert. Auch dort wird der oben beschriebene Sachverhalt geschildert. Die Verbraucherzentrale gibt im verlinkten Artikel genaue Hinweise, wie man reagieren soll.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Blog-Leser hat mich dann per Mail noch auf <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20230609150022\/https:\/\/www.reddit.com\/r\/de\/comments\/czo55c\/betrugsversuch_phu_dragoncomp\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">diesen reddit.com-Beitrag<\/a> aufmerksam gemacht, wo weitere Betroffene \u00fcber die gleiche Masche berichten. Ich habe das Schema daher hier im Blog deshalb mal breiter aufbereitet, um Betroffene zu warnen und \u00fcber die obigen Links zu den Beitr\u00e4gen der Rechtsanw\u00e4lte und der Verbraucherzentrale weiterzuleiten, wo sie konkrete Hinweise zur weiteren Vorgehensweise erhalten.<\/p>\n<blockquote><p>An dieser Stelle stellt sich mir die Frage, wie kaputt unser Rechtssystem samt Anwaltskammern ist, dass ein Rechtsanwalt solche Gesch\u00e4ftsmodelle unbehelligt betreiben kann? Der Rechtsanwalt wirbt im Briefkopf sogar, dass er als Schiedsgutachter bei der Rechtsanwaltskammer M\u00fcnchen f\u00fcr den dort angegebenen Bezirk des OLG M\u00fcnchen sei. Ich frage mich, was die betreffende Kammer diesbez\u00fcglich unternimmt?<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Episode zeigt mir erneut, dass neben den in den Teilen 1-5 gezeigten Fallstricken weiteres Unbill beim Kauf von 'Gebrauchtsoftware' per Internet \u2013 auch auf Plattformen wie Amazon oder eBay &#8211; lauern kann. Daher abschlie\u00dfend: Die Entscheidung 'eher Finger weg' oder 'ooch, ist so sch\u00f6n billig, muss ich haben' trefft ihr nun selbst.<\/p>\n<p><strong>Artikelreihe:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/08\/06\/edeka-lizengo-und-die-verkauften-microsoft-lizenzen-teil-1\/\">Edeka, lizengo und die verkauften Microsoft-Lizenzen<\/a> \u2013 Teil 1<br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/?p=221356\">Fallen beim Online-Softwarekauf<\/a> \u2013 Teil 2<br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/?p=221369\">Fallen beim Online-Softwarekauf: Lizenzh\u00fcrden<\/a> \u2013 Teil 3<br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/08\/09\/fallen-beim-online-softwarekauf-teil-4\/\">Fallen beim Online-Softwarekauf: Die Lizenzfrage<\/a>\u00a0 \u2013 Teil 4<br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/?p=222860\">Falle: Billige Software-Lizenzen \u2013 neue Erkenntnisse<\/a> \u2013 Teil 5<br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/09\/27\/inkassoforderung-nach-kauf-am-amazon-marketplace-teil-6\/\">Falle: Inkassoforderung nach Kauf von Gebrauchtsoftware im Amazon Marketplace<\/a>\u00a0 \u2013 Teil 6<br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/?p=223188\">Fallen beim Online-Softwarekauf: Neue Erkenntnisse<\/a>\u00a0\u2013 Teil 7<br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/10\/07\/neues-zu-fallen-bei-office-lizenzen-bei-edeka\/\" rel=\"bookmark\">Neues zu Fallen bei (Office-)Lizenzen bei Edeka<\/a>\u00a0\u2013 Teil 8<br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2019\/10\/17\/microsoft-klagt-gegen-lizengo-wegen-billig-lizenzen-teil-9\/\">Microsoft klagt gegen lizengo wegen 'Billig-Lizenzen'<\/a>\u00a0\u2013 Teil 9<\/p>\n<p><strong>\u00c4hnliche Artikel:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/11\/04\/gebrauchtsoftware-volumenlizenzen-auch-fr-privatnutzer\/\">Gebrauchtsoftware: Volumenlizenzen auch f\u00fcr Privatnutzer?<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/05\/31\/lizengo-office-online-kaufen\/\">lizengo: Office online kaufen<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2018\/12\/09\/lizengo-kauf-und-verwaltung-von-softwarelizenzen-fr-firmen\/\">lizengo: Kauf und Verwaltung von Softwarelizenzen f\u00fcr Firmen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den Teilen 1 bis 5 der Artikelreihe (siehe Linkliste am Artikelende) bin ich auf Fallstricke beim Kauf g\u00fcnstiger Microsoft-(Gebraucht-(Software) \u00fcber Online-Shops im Internet eingegangen. 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