{"id":227824,"date":"2020-02-04T13:19:42","date_gmt":"2020-02-04T12:19:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=227824"},"modified":"2024-08-12T13:50:00","modified_gmt":"2024-08-12T11:50:00","slug":"google-maps-hack-des-aktionsknstlers-simon-weckert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2020\/02\/04\/google-maps-hack-des-aktionsknstlers-simon-weckert\/","title":{"rendered":"Google Maps-Hack des Aktionsk&uuml;nstlers Simon Weckert"},"content":{"rendered":"<p>Noch ein kleiner Informationshappen rund um die Navigationsanwendung Google Maps. Am 1. Februar 2020 meldete Google Maps einen Verkehrsstau auf Berliner Stra\u00dfen, den es nicht gab. War eine Aktion von Simon Weckert, der zeigte, wie leicht sich Technik \u00fcbert\u00f6lpeln l\u00e4sst.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/1ceaf3ecf5cf4e69b8e4b4b2de1c54eb\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Ich habe das Experiment bereits am Sonntag \u00fcber Twitter mitbekommen. Hier die Meldung von Weckert zum 1. Februar 2020.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\">\n<p dir=\"ltr\" lang=\"en\">99 smartphones are transported in a handcart to generate virtual traffic jam in Google Maps. Through this activity, it is possible to turn a green street red which has an impact in the physical world by navigating cars on another route! <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/googlemapshacks?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#googlemapshacks<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/3gixMxopE6\">https:\/\/t.co\/3gixMxopE6<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/6KcMm1XgAF\">pic.twitter.com\/6KcMm1XgAF<\/a><\/p>\n<p>\u2014 Simon Weckert (@simon_deliver) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/simon_deliver\/status\/1223569659645112320?ref_src=twsrc%5Etfw\">February 1, 2020<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Weckert hat sich 99 gebrauchte Smartphones besorgt, diese mit SIM-Karten samt Internetzugang ausgestattet, Google Maps aufgerufen und dann die Ger\u00e4te in einen Bollerwagen geworfen. Dann ist er seelenruhig zu Fu\u00df mit seinem Bollerwagen durch die Stra\u00dfen Berlins marschiert.<\/p>\n<p>Die 99 mit Google Maps verbundenen Smartphones \u00fcbertrugen die GPS-Position, worauf der Google-Navigationsdienst an dieser Stelle einen Stau von 99 Fahrzeugen annahm \u2013 denn die bewegten sich ja nur noch schrittweise. Auf seiner Webseite hat er das Projekt <a href=\"http:\/\/www.simonweckert.com\/googlemapshacks.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Google Maps Hacks<\/a> so erkl\u00e4rt:<\/p>\n<blockquote><p>\"99 gebrauchte Smartphones werden in einem Handwagen transportiert, um einen virtuellen Stau in Google Maps zu erzeugen. Durch diese Aktivit\u00e4t ist es m\u00f6glich, eine gr\u00fcne Stra\u00dfe rot zu f\u00e4rben, was sich in der physischen Welt auswirkt, indem die Autos auf einer anderen Route navigiert werden, um nicht im Verkehr stecken zu bleiben. \" #googlemapshacks<\/p><\/blockquote>\n<p>Weckert schreibt, dass Google mit seinen Geo-Tools eine Plattform geschaffen habe, die es Nutzern und Unternehmen zwar erm\u00f6glicht, auf neuartige Weise mit Karten zu interagieren. Das bedeutet andererseits aber auch, dass Machtfragen im Diskurs der Kartographie neu formuliert werden m\u00fcssen. Karten, die selbst das Produkt einer Kombination von Wissens- und Machtzust\u00e4nden sind, haben ein eingeschriebenes Machtdispositiv, so Weckert. Die simulationsbasierten Karten- und Weltmodelle von Google bestimmen die Aktualit\u00e4t und Wahrnehmung von physischen R\u00e4umen und die Entwicklung von Handlungsmodellen.<\/p>\n<p>(Quelle: <a href=\"https:\/\/youtu.be\/k5eL_al_m7Q\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Youtube<\/a>)<\/p>\n<p>Und so hat Weckert mit seinem Bollerwagen im Google Maps Hacks-Projekt eindr\u00fccklich gezeigt, wie er einen virtuellen Stau produziert und damit die Aktualit\u00e4t und Wahrnehmung von physischen R\u00e4umen und die Entwicklung von Handlungsmodellen manipulieren konnte. Obiges YouTube-Video zeigt, wie Weckert durch leere Stra\u00dfen von Berlin wandert \u2013 nur einige eScooter-Piloten und Radfahrer, sowie mal ein verirrtes Auto (ohne Navi) sind unterwegs. Das Projekt zeigt, wie man Technik zum Narren halten kann, Autofahrer wurden von Google Maps um den 'virtuellen' Stau herum gelotst. Das Projekt wirft nat\u00fcrlich die Frage auf, wie vertrauensw\u00fcrdig Navigationssysteme bzw. deren Anzeigen im Hinblick auf eine Verkehrssituation sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<blockquote><p>PS: 9to5google.com hat von Google eine Stellungnahmen bekommen, nachdem die <a href=\"https:\/\/9to5google.com\/2020\/02\/03\/google-maps-hack-virtual-traffic-jam\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">berichteten<\/a>. Alles halb so schlimm, Google bekommt f\u00fcr Maps mehr Daten als nur Smartphone-Koordinaten. Die Verkehrsdaten in Google Maps werden dank Informationen aus verschiedenen Quellen, einschlie\u00dflich aggregierter anonymisierter Daten von Personen, die Ortungsdienste eingeschaltet haben, und Beitr\u00e4gen aus der Google Maps-Community, st\u00e4ndig aktualisiert. Google hat in mehreren L\u00e4ndern, darunter Indien, Indonesien und \u00c4gypten, die M\u00f6glichkeit eingef\u00fchrt, zwischen Autos und Motorr\u00e4dern zu unterscheiden, obwohl Google das wohl noch nicht ganz f\u00fcr die PKW-Navigation im Griff zu haben scheint. Google freut sich jedenfalls \u00fcber den kreativen Einsatz von Google Maps, da es hilft, die Karten im Laufe der Zeit besser zu nutzen<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch ein kleiner Informationshappen rund um die Navigationsanwendung Google Maps. Am 1. Februar 2020 meldete Google Maps einen Verkehrsstau auf Berliner Stra\u00dfen, den es nicht gab. 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