{"id":238853,"date":"2020-12-13T00:31:00","date_gmt":"2020-12-12T23:31:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=238853"},"modified":"2020-12-19T15:26:12","modified_gmt":"2020-12-19T14:26:12","slug":"iot-inspector-und-die-7-339-schwachstellen-unter-dem-weihnachtsbaum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2020\/12\/13\/iot-inspector-und-die-7-339-schwachstellen-unter-dem-weihnachtsbaum\/","title":{"rendered":"IoT Inspector und die 7.339 Schwachstellen unter dem Weihnachtsbaum"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Schutz.jpg\" width=\"40\" height=\"47\" \/>[<a href=\"https:\/\/borncity.com\/win\/?p=17228\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">English<\/a>]Sicherheitsexperten von IoT-Inspector haben insgesamt 7.339 gef\u00e4hrliche Sicherheitsl\u00fccken in beliebten Geschenken wie vernetztem Kinderspielzeug, Smart Speakern oder Hobbydrohnen aufgesp\u00fcrt. Da d\u00fcrfte sich sicherheitstechnisch der gesammelte Horror unter dem Weihnachtsbaum finden. Auch Produkte namhafter deutscher Hersteller sind vertreten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Auch in diesem Jahr wird jede\/r Deutsche im Durchschnitt 280 Euro f\u00fcr Weihnachtsgeschenke ausgeben. Technische Gadgets wie interaktives Spielzeug, smarte Haushaltsger\u00e4te oder vernetzte Unterhaltungselektronik finden sich unter dem Weihnachtsbaum. Sicherheitsexperten von IoT Inspector haben deshalb beliebte Artikel namhafter Hersteller (u.a. aus den USA und Deutschland) untersucht und kam zu erschreckenden Ergebnissen: Jedes dieser Produkte verf\u00fcgt \u00fcber Hunderte von Schwachstellen, die Angreifern im schlimmsten Fall Zugang zu den Ger\u00e4ten erm\u00f6glichen. Die Angreifer sind dann in der Lage, auf private Netzwerke zuzugreifen, Daten zu stehlen, Ger\u00e4te zu manipulieren oder gekaperte Ger\u00e4te in ihre Botnets einzugliedern.<\/p>\n<h2>Fiktiver Geschenkkorb mit sechs Produkten<\/h2>\n<p>Die Security-Experten von IoT Inspector untersuchten einen fiktiven Geschenkkorb mit sechs Produkten renommierter Hersteller. Dabei fanden sie insgesamt \u00fcber 7.000 Schwachstellen, wie sie in einer Mitteilung schreiben. In den meisten F\u00e4llen kam veraltete Software mit bekannten Schwachstellen zum Einsatz, teilweise sogar in der neuesten Firmware-Version. Bei der Untersuchung wurden jedoch auch bislang unbekannte Schwachstellen identifiziert, die umgehend an die Hersteller gemeldet wurden.<\/p>\n<p>Zudem fanden die Spezialisten mangelhafte Wartungszug\u00e4nge, die Angreifern eine Fernsteuerung des Ger\u00e4ts erm\u00f6glichen. Hierdurch k\u00f6nnen die Ger\u00e4te im schlimmsten Fall ihre Besitzer ausspionieren oder als Waffe f\u00fcr Angriffe auf weitere Ziele eingesetzt werden.<\/p>\n<p>\u201eZu unserem Erschrecken mussten wir feststellen, dass oft nicht einmal grundlegende Sicherheitsma\u00dfnahmen eingehalten werden: So nutzen die Hersteller f\u00fcr ihre Firmware-Updates teilweise unverschl\u00fcsselte Transportwege. Cyberkriminelle k\u00f6nnen so den Datenverkehr umleiten und Malware in die Ger\u00e4te einschleusen\", erkl\u00e4rt Rainer M. Richter, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IoT Inspector GmbH.<\/p>\n<p>\u201eBei einigen Ger\u00e4ten wird auch das WiFi-Passwort des Nutzers im Klartext gespeichert. In Verbindung mit anderen Schwachstellen kann das Passwort einfach ausgelesen werden, und Angreifer k\u00f6nnten sich dadurch unberechtigten Zugriff verschaffen. Diese sind typische Gr\u00fcnde, weshalb die Schwachstellen von IoT Ger\u00e4ten inzwischen zu einem der Haupteinfallstore f\u00fcr Angreifer z\u00e4hlen.\" Untersucht wurden folgende Ger\u00e4te:<\/p>\n<ul>\n<li>Smart Speaker mit Voice Control eines bekannten deutschen Herstellers: 1.634 Schwachstellen<\/li>\n<li>Als \u201esicher\" beworbener Messenger f\u00fcr Kinder eines weltweit f\u00fchrenden Lernspielzeug-Anbieters: 1.019 Schwachstellen<\/li>\n<li>Drohne eines der gr\u00f6\u00dften Anbieter in diesem Bereich: 1.250 Schwachstellen<\/li>\n<li>Smart Home Kamerasystem eines US-amerikanischen Branchenriesen: 1.242 Schwachstellen<\/li>\n<li>Haustier-\u00dcberwachungskamera, die h\u00e4ufig auch als Babycam verwendet wird: 643 Schwachstellen<\/li>\n<li>Mit \u201egr\u00f6\u00dfter Datensicherheit\" beworbenes Streaming-Device f\u00fcr Kinder: 1.551 Schwachstellen<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201eUns war wichtig, nicht nur \u201aNo Name'-Billigprodukte zu untersuchen, sondern zu zeigen, dass die Gefahren auch bei Produkten von renommierten Unternehmen lauern\", so Richter. \u201eInsgesamt muss die ganze Branche endlich die Sicherheit von IoT-Ger\u00e4ten von Anfang an mitbedenken und umsetzen.\"<\/p>\n<h2>Vorsicht bei IoT-Ger\u00e4ten<\/h2>\n<p>Grunds\u00e4tzlich sollte man bei IoT-Devices Vorsicht walten lassen und f\u00fcr diese ein separates Netzwerksegment einrichten, so die Sicherheitsexperten. Dar\u00fcber hinaus sollten K\u00e4ufer\/innen folgende Tipps beherzigen:<\/p>\n<ul>\n<li>Pr\u00fcfen Sie, ob der Hersteller eine Website hat. Viele Hersteller, die ihre Produkte auf den g\u00e4ngigen Onlinemarktpl\u00e4tzen verkaufen, sind omin\u00f6se Anbieter ohne Internetpr\u00e4senz oder Kontaktm\u00f6glichkeit.<\/li>\n<li>Pr\u00fcfen Sie, ob der Hersteller regelm\u00e4\u00dfige Firmware-Updates (vorzugsweise automatisch) zur Verf\u00fcgung stellt.<\/li>\n<li>\u00c4ndern Sie sofort das Passwort, falls das Ger\u00e4t mit einem Standardpasswort ausgeliefert wird.<\/li>\n<li>Finden Sie heraus, wie viele pers\u00f6nliche Informationen und Daten Sie einem Ger\u00e4t zur Verf\u00fcgung stellen. Wof\u00fcr ben\u00f6tigt das Ger\u00e4t diese Daten und wo werden diese gespeichert (nur lokal oder auch in der Cloud)? Viele Devices arbeiten mit Gesichts-, Sprach- und Fingerabdruckerkennung oder nehmen Bilder und Videos von Ihrem Haus, Ihrer Familie, Ihren Kindern auf. Fragen Sie sich, ob ein Ger\u00e4t wirklich all diese Informationen ben\u00f6tigt.<\/li>\n<li>Seien Sie sich der Angriffsfl\u00e4che bewusst. So betr\u00e4gt die Reichweite (und damit auch die Angriffsfl\u00e4che) von Bluetooth-Verbindungen f\u00fcnf bis zehn Meter, bei einer WiFi-Verbindung sind es bis zu hundert Meter. Ein Ger\u00e4t, das online \u00fcber eine App gesteuert wird, kann potenziell von \u00fcberall auf der Welt angegriffen werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In diesem Sinne: Frohe, besinnliche und vor allem sichere Weihnachtstage.<\/p>\n<h3>\u00dcber IoT Inspektor<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.iot-inspector.com\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">IoT Inspector<\/a> ist Europas f\u00fchrende Plattform f\u00fcr die automatisierte Sicherheitsanalyse von IoT-Firmware. Sie erm\u00f6glicht es nicht nur, auf effizienteste Weise Schwachstellen und Sicherheitsrisiken in der Firmware eines IoT-Ger\u00e4ts zu identifizieren, sondern diese mit Hilfe des integrierten <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20200928063807\/https:\/\/www.iot-inspector.com\/de\/blog\/2020\/03\/volle-kontrolle-ueber-die-einhaltung-von-iot-sicherheitsstandards\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Compliance Checkers<\/a> auch auf die Erf\u00fcllung<b> <\/b>internationaler Sicherheitsstandards zu untersuchen. Weltweit wird der IoT Inspector von Unternehmen, Infrastrukturanbietern, Herstellern, Beratungsunternehmen und Forschern verwendet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[English]Sicherheitsexperten von IoT-Inspector haben insgesamt 7.339 gef\u00e4hrliche Sicherheitsl\u00fccken in beliebten Geschenken wie vernetztem Kinderspielzeug, Smart Speakern oder Hobbydrohnen aufgesp\u00fcrt. Da d\u00fcrfte sich sicherheitstechnisch der gesammelte Horror unter dem Weihnachtsbaum finden. Auch Produkte namhafter deutscher Hersteller sind vertreten.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[426],"tags":[4328],"class_list":["post-238853","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sicherheit","tag-sicherheit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/238853","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=238853"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/238853\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=238853"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=238853"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=238853"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}