{"id":241279,"date":"2021-01-10T00:05:00","date_gmt":"2021-01-09T23:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=241279"},"modified":"2021-01-10T22:03:35","modified_gmt":"2021-01-10T21:03:35","slug":"deutsche-unternehmen-zahlen-fters-bei-ransomware-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2021\/01\/10\/deutsche-unternehmen-zahlen-fters-bei-ransomware-teil-2\/","title":{"rendered":"Deutsche Unternehmen zahlen &ouml;fters bei Ransomware &#8211; Teil 2"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 0px 10px 0px 0px; display: inline;\" src=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Schutz.jpg\" width=\"40\" height=\"47\" align=\"left\" \/>In <a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2021\/01\/09\/deutsche-unternehmen-hufig-opfer-von-ransomware-teil-1\/\">Teil 1<\/a> hatte ich berichtet, dass allein in den letzten zw\u00f6lf Monaten fast 60 Prozent der befragten deutschen Unternehmen mindestens einmal Opfer eines Ransomware-Angriffs waren. Deutsche Unternehmen scheinen im internationalen Vergleich aber auch eine viel h\u00f6here Bereitschaft zu haben, die geforderte L\u00f6segeldsumme auch tats\u00e4chlich zu bezahlen (43 %) oder zumindest mit den Angreifern in Verhandlungen zu treten (48 %), was deutlich \u00fcber dem weltweiten Durchschnitt von 27 % und 32 % liegt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/a1e479ff3a9e454db56f73a439bdc1db\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Das Unternehmen CrowdStrike hat im November 2020 seine weltweite Umfrage <b><a href=\"https:\/\/go.crowdstrike.com\/rs\/281-OBQ-266\/images\/SlidesCrowdStrike2020GlobalSecurityAttitudeSurvey.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Global Cybersecurity Attitude Survey von CrowdStrike<\/a>\u00a0<\/b>zur Cybersicherheit ver\u00f6ffentlicht. Aus der geht hervor, dass fast 60 Prozent der deutschen Unternehmen einmal (38 %) oder sogar mehrmals (21 %) in den letzten 12 Monaten Opfer eines Ransomware-Angriffs wurden. Damit liegen die deutschen Unternehmen in Hinblick auf die H\u00e4ufigkeit nur leicht \u00fcber dem weltweiten Durchschnitt (57 %).<\/p>\n<h2>H\u00f6here Bereitschaft f\u00fcr L\u00f6segeldzahlungen<\/h2>\n<p>Allerdings unterscheidet sich die deutsche Reaktion nach einem erfolgreichen Ransomware-Angriff deutlich von dem, was andere L\u00e4nder tun: In Deutschland herrscht eine h\u00f6here Bereitschaft, L\u00f6segelder zu zahlen (43 %) als in allen anderen befragten L\u00e4ndern: USA (27 %), Niederlande (20 %), Spanien (18 %), Frankreich (15 %), Italien (14 %), Naher Osten (14 %) und UK (13 %). Dar\u00fcber hinaus verhandeln deutsche Unternehmen deutlich h\u00e4ufiger mit Angreifern als befragte Unternehmen in den anderen L\u00e4ndern (48 %, Durchschnitt 32 %).<\/p>\n<h2>HomeOffice vergr\u00f6\u00dfert Risiko<\/h2>\n<p>Die aktuelle Pandemie verst\u00e4rkt die Sorge vor weiteren Ransomware-Angriffen, da die stark steigende Anzahl von Home-Office-Mitarbeitern die Angriffsfl\u00e4che von Unternehmen enorm vergr\u00f6\u00dfert. So geht es heutzutage nicht mehr nur um die Frage, ob eine Organisation Ziel einer Ransomware-Attacke wird, sondern wann. Auff\u00e4llig: Die europ\u00e4ischen L\u00e4nder zahlen im Durchschnitt die h\u00f6chsten L\u00f6segelder (in US-Dollar): 1,71 Mio (Niederlande), 1,70 Mio (Spanien), 1,22 Mio (Gro\u00dfbritannien) und 1,09 Mio. (Deutschland).<\/p>\n<h2>Angst vor Staatshackern<\/h2>\n<p>Aber nicht nur Ransomware-Attacken f\u00fcrchten die deutschen Unternehmen: Die Angst vor nationalstaatlichen Angriffen w\u00e4chst ebenfalls. Trotz des massiven Anstiegs von Aktivit\u00e4ten im Bereich eCrime in diesem Jahr glauben 66 % der Befragten, dass nationalstaatlich gef\u00f6rderte Cyberangriffe im Jahr 2021 die gr\u00f6\u00dfte Bedrohung f\u00fcr Organisationen wie die ihre darstellen werden. Russland (26 %) und China (23 %) sind dabei die beiden L\u00e4nder, \u00fcber die sich deutsche IT-Verantwortliche am meisten Sorgen machen, wenn es um den Ursprung eines nationalstaatlichen Cyberangriffs auf ihre Organisation in den n\u00e4chsten 12 Monaten geht.<\/p>\n<h2>Ma\u00dfnahmen werden verst\u00e4rkt<\/h2>\n<p>Angesichts dieser Bedrohungen haben IT-Verantwortliche ihre Ma\u00dfnahmen im digitalen und sicherheitstechnischen Bereich verst\u00e4rkt und beschleunigt, um sich besser gegen potentielle Angriffe zu wappnen. Auch in Deutschland wurde investiert: Im Durchschnitt geben die Befragten an, dass ihre Organisation in den letzten drei Jahren 4,9 Millionen Dollar f\u00fcr die digitale Transformation ausgegeben hat, was dem weltweiten Durchschnitt entspricht. 10,55 % dieses Budgets (564.618 Dollar) wurden f\u00fcr die Cybersicherheit ausgegeben, um beispielsweise Security-Tools zu modernisieren oder Cloud-Technologien einzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Obwohl fast die H\u00e4lfte (43 %) der deutschen Unternehmen angaben, dass COVID-19 ihre Ma\u00dfnahmen zur digitalen Transformation um mindestens sechs Monate beschleunigt hat und sich die Krise als Katalysator f\u00fcr lang erwartete Genehmigungen f\u00fcr Security-Upgrades erwiesen hat (65 %), glaubt trotzdem mehr als jeder Zweite (56 %), dass es aufgrund der Pandemie und der damit verbundenen Auswirkungen (u.a. Remote-Arbeit) schwieriger geworden ist, einen Eindringling daran zu hindern, sein Ziel zu erreichen. Nach Selbsteinsch\u00e4tzung ben\u00f6tigen deutsche Unternehmen im Durchschnitt 111 Stunden, um einen Cyberangriff zu erkennen. Damit liegen deutsche Unternehmen deutlich hinter anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern wie Italien (86 Stunden) oder Gro\u00dfbritannien (61 Stunden).<\/p>\n<p>\"Wegen der Ausbreitung von Ransomware und der weltweit steigenden Bedrohung durch nationalstaatliche Angriffe war dieses Jahr f\u00fcr Cybersecurity-Experten besonders herausfordernd\", so Michael Sentonas, Chief Technology Officer bei CrowdStrike. \u201eOrganisationen m\u00fcssen jetzt mehr denn je ihre digitale Transformation vorantreiben, um ihre Security in die Cloud zu verlagern und so mit modernen Bedrohungen Schritt zu halten und ihre \u201aWork From Anywhere'-Anstrengungen abzusichern. Trotz dieser Herausforderungen machen Cybersecurity-Teams weltweit aber auch Fortschritte bei der Verbesserung ihres Security-Status, indem sie ihre Infrastruktur in die Cloud verlagern und gewissenhaft ihre Detection-, Response- und Remediation-Praktiken befolgen.\"<\/p>\n<p><i>Die CrowdStrike-Umfrage wurde unter 200 hochrangigen IT-Entscheidungstr\u00e4gern und IT-Sicherheitsexperten in den wichtigsten Industriesektoren Deutschlands durchgef\u00fchrt.<\/i> Weitere Details finden sich <a href=\"https:\/\/www.crowdstrike.com\/blog\/global-security-attitude-survey-takeaways-2020\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in diesem Blog-Beitrag<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Artikelreihe<br \/>\n<\/strong><a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/2021\/01\/09\/deutsche-unternehmen-hufig-opfer-von-ransomware-teil-1\/\">Deutsche Unternehmen h\u00e4ufig Opfer von Ransomware<\/a> &#8211; Teil 1<br \/>\n<a href=\"https:\/\/borncity.com\/blog\/?p=241279\">Deutsche Unternehmen zahlen \u00f6fters bei Ransomware<\/a> &#8211; Teil 2<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Teil 1 hatte ich berichtet, dass allein in den letzten zw\u00f6lf Monaten fast 60 Prozent der befragten deutschen Unternehmen mindestens einmal Opfer eines Ransomware-Angriffs waren. 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