{"id":264704,"date":"2022-04-28T00:12:00","date_gmt":"2022-04-27T22:12:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.borncity.com\/blog\/?p=264704"},"modified":"2022-04-27T15:56:58","modified_gmt":"2022-04-27T13:56:58","slug":"28-4-ist-girlsday-die-it-branche-braucht-weibliche-verstrkung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/borncity.com\/blog\/2022\/04\/28\/28-4-ist-girlsday-die-it-branche-braucht-weibliche-verstrkung\/","title":{"rendered":"28.4. ist Girls'Day: Die IT-Branche braucht weibliche Verst&auml;rkung"},"content":{"rendered":"<p>Weibliche Fachkr\u00e4fte sind in der IT- und Tech-Branche deutlich unterrepr\u00e4sentiert: Tradierte Rollenklischees und Kompetenzzuschreibungen von au\u00dfen versperren M\u00e4dchen schon fr\u00fch den Weg in eine erfolgreiche Karriere in Tech. So erw\u00e4gen zehnmal weniger M\u00e4dchen als Jungen im Alter von 15 Jahren einen technischen Beruf zu ergreifen. <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>In den USA ist rund jede vierte (26,2 Prozent) Fachkraft in Tech eine Frau, in Europa noch nicht einmal jede f\u00fcnfte (18,5 Prozent). In zahlreichen EU-L\u00e4ndern wie Frankreich, den Niederlanden und dem Vereinigten K\u00f6nigreich liegt der Anteil der Informatik-Absolventinnen sogar unter 15 Prozent. eco Vorstandsvorsitzender Oliver S\u00fcme mahnt:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Die innovationsstarke und krisenfeste IT-Wirtschaft erlebt schon jetzt einen eklatanten Fachkr\u00e4ftemangel mit gravierenden Auswirkungen. Dieser Mangel an Besch\u00e4ftigten mit fortgeschrittener Digitalkompetenz tr\u00e4gt als wesentlicher Faktor zur Verlangsamung der digitalen Transformation in EU-Mitgliedstaaten bei. Unternehmen brauchen jetzt klare Strategien auf Top-Managementebene, um den Frauenanteil in Tech signifikant zu erh\u00f6hen. <\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Im <a href=\"https:\/\/nl-link.eco.de\/dispatcher\/service?kh=220425182021301550&amp;l=de&amp;o=0&amp;a=12220427102605963949\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Digital Economy and Society Index<\/a> (DESI), 2021 geben 55 % der EU-Unternehmen an, dass sie Schwierigkeiten haben, IKT-Fachkr\u00e4fte zu rekrutieren.<sup> <\/sup>Ursachen f\u00fcr den Gender Gap in der Internetwirtschaft seien auch in Vers\u00e4umnissen der digitalen Bildung, tradierten Rollenbildern wie in der fehlenden Berufsfeldvermittlung zu suchen, so S\u00fcme. <\/p>\n<p>eco unterst\u00fctze daher die Idee des Girls' Day, Stereotypen in der Berufswahl fr\u00fch entgegenzuwirken, digitale Kompetenzen zu f\u00f6rdern sowie M\u00e4dchen f\u00fcr MINT und Technik zu begeistern. \u201eWir brauchen ein gesamtgesellschaftliches Umdenken, damit zuk\u00fcnftig mehr Frauen den Weg in die Tech-Branche finden. Wirtschaft, Politik und Bildungseinrichtunxgen m\u00fcssen gemeinsam dieses Umdenken ansto\u00dfen und f\u00f6rdern. Es braucht Bildungsangebote und Initiativen wie beispielsweise unsere #LiT \u2013 Ladies in Tech, damit M\u00e4dchen und Frauen die vielf\u00e4ltigen Karriereoptionen in Tech und IT f\u00fcr sich entdecken und ergreifen\", erg\u00e4nzt Lucia Falkenberg, Chief People Officer beim eco Verband und DE-CIX sowie Gr\u00fcnderin der Initiative #LiT \u2013 Ladies in Tech.<\/p>\n<h2>eco Whitepaper mit Handlungsempfehlungen<\/h2>\n<p>Um gegenzusteuern, Impulse in die Debatte zu bringen und Handlungsempfehlungen an Wirtschaft, Politik, Lehrkr\u00e4fte und Eltern zu geben, hat eco \u2013 Verband der Internetwirtschaft e. V. zum Girls'Day am 28. April ein Whitepaper unter dem Titel <a href=\"https:\/\/international.eco.de\/girls-in-tech-white-paper\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Girls in Tech: A Call to Action<\/a> ver\u00f6ffentlicht. Das eco Whitepaper beleuchtet den Status quo von Frauen in der Internetwirtschaft mit Schwerpunkt EU und USA anhand aktueller Statistiken, deckt die Ursachen des Gender Gaps im IT-Sektor auf und verdeutlicht anhand von Forschungsergebnissen, dass Hemmnisse und Desinteresse von M\u00e4dchen gegen\u00fcber Tech und IT nicht auf angeborene, sondern vornehmlich auf sozialisationsbedingte Ursachen, Rollenmuster und stereotype Darstellungen in Medien und Marketing zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. <\/p>\n<p>Interviews mit weiblichen Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4ften der Tech-Szene aus Europa, den USA und Afrika zeigen anhand empirischer Erfahrungen Best Practices zur F\u00f6rderung von M\u00e4dchen und Frauen in Tech sowie Karrierepotenziale f\u00fcr Frauen in der Internetwirtschaft. IT-Unternehmen finden im Whitepaper konkrete Handlungsempfehlungen, um Geschlechtervielfalt zu erreichen. Dazu z\u00e4hlen insbesondere das Sichtbarmachen weiblicher Vorbilder, die Verankerung von Vielfalt als Leitbild in der Unternehmenskultur, die Initiierung spezifischer Networking- und Mentoring-Formate sowie Engagement und Eigeninitiative im Bereich digitaler Bildung. <\/p>\n<p>Bildung nimmt auf dem Weg zu mehr Geschlechtervielfalt in der IT-Branche eine Schl\u00fcsselrolle ein. Denn Geschlechterklischees werden mitunter bereits im Kindesalter zu Hause und in den Schulen gen\u00e4hrt und beeinflussen die Berufswahl nachhaltig. Um wirksame Ver\u00e4nderungen zu schaffen, braucht es daher eine gemeinsame Anstrengung aller Akteure aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft. <\/p>\n<p>Das Whitepaper beinhaltet darum auch Leitlinien f\u00fcr politische Entscheidungstr\u00e4ger und Lehrkr\u00e4fte sowie konkrete Empfehlungen f\u00fcr Eltern. Das Spektrum an Handlungsempfehlungen reicht dabei vom Aufbau digitaler Kompetenz in Kinderg\u00e4rten und Regelschulen \u00fcber Elterninitiativen bis hin zu Ma\u00dfnahmen in der Hochschulbildung, Schulungen und E-Learning-Kursen bis hin zu Mentoring und au\u00dferschulischen Initiativen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weibliche Fachkr\u00e4fte sind in der IT- und Tech-Branche deutlich unterrepr\u00e4sentiert: Tradierte Rollenklischees und Kompetenzzuschreibungen von au\u00dfen versperren M\u00e4dchen schon fr\u00fch den Weg in eine erfolgreiche Karriere in Tech. 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